Gesangverein Freundschaft Conweiler

10 Jahre junger Chor in Conweiler – Ohrenschmaus und ein volles Haus

Im Jahr 2004 entstand im Gesangverein Freundschaft Conweiler ein Projektchor, der erstmals ausschließlich moderne Chorliteratur singen würde. Der damals verantwortliche  Chorleiter hieß Bernd Philippsen und hatte kurz zuvor seinen Dienst im Verein angetreten. Noch immer ist Bernd Philippsen der Dirigent des Chores, der heute den Namen Con – Musica trägt und längst seinen Kinderschuhen entwachsen ist. Chorleiter und Ensemble sind in den Jahren zu einem echten Team zusammengewachsen und haben inzwischen ein umfangreiches Repertoire erarbeitet. Am zweiten Sonntag im Januar wurde dieser Geburtstag mit einem großen Jubiläumskonzert gefeiert. Lieder aus allen zehn Jahren erklungen in der stimmungsvoll beleuchteten und gut besuchten Martinskirche in Conweiler. Der musikalische Streifzug führte von Gospel wie „Oh happy day“ und „This little light“ zu Evergreens wie „Sound of Silence“ und „My Way“ zu Pop-Hymnen wie Leonard Cohens „Hallelujah“ oder „We are the champions“ von der britischen Rockgruppe Queen und dem fetzigen „Rock around the clock“. Das allererste erlernte Lied „Viva forever“ von den Spice Girls durfte natürlich auch nicht fehlen. Die Con-Musica hatte auch zwei Uraufführungen im Gepäck. Den sentimentalen aber rhythmischen Rückblick aus dem Jahr 1968 „Those were the days“ und der Klassiker von Hildegard Knef „Für mich soll´s rote Rosen regnen“.  Wo ehemals der Sprechgesang der Knef das Lied prägte, griffen jetzt volle und rund Töne Raum und entfalteten einen wunderbaren Klang, der so manchem einen wohligen Schauer über den Rücken laufen ließ. Der Chor hat jedoch auch bemerkenswerte Solostimmen in den eigenen Reihen. Mucksmäuschenstill war es im Publikum, als Kathrin Kondziella und Monika Thiel das Duett „Abendsegen“ aus Humperdincks Oper „Hänsel und Gretel“ vortrugen. Kathrin Kondziella überzeugte mit dem Titel „Fly with me“ aus dem norwegischen Film „Wie im Himmel“ auch als Solistin. Jeder Chor ist jedoch immer nur so gut wie sein Chorleiter. Bernd Philippsen benötigte zur Führung des Chores keinen Taktstock, nur sich selbst und ein Instrument – das Klavier. Dass er dieses Instrument virtuos beherrscht bewies er, indem er bei seiner freien Klavierimprovisation die Finger nur so über die Tasten fliegen ließ. In einer weiteren Eigenkomposition für Klavier ließen sich sowohl klassische als auch rockige Elemente erlauschen und das Publikum spendete begeistert Applaus. Die Vereinsvorsitzende Sabine Piétriga führte durch den Abend und ließ die Zuhörer allerlei Interessantes rund um den Chor und um die einzelnen Stücke erfahren. Das Publikum erklatschte sich nach neunzig erfüllten Konzertminuten noch zwei Zugaben, um dann später gemeinsam mit dem Chor und bei einem Gläschen Sekt und etwas Herzhaftem den schönen Abend gemütlich ausklingen zu lassen. Ein Abend, der sicherlich jedem, der dabei war, gerne in Erinnerung bleiben wird.

Sabine Piétriga

Arnold, 14. Jan 2014, Chorverband Enz, Singen und Stimme, Kommentare per Feed RSS 2.0, Kommentare geschlossen.

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