Jodel-Workshop mit Clara Sattler, Südtirol

22. – 23. März 2014
Jodel-Workshop für Volksmusik
10:00 –18:00 Uhr (Sonntag bis 16 Uhr)
Ort: 73666 Hohengehren, Bürgerhaus, Schulstraße 6
Dozentin: Clara Sattler, Kursgebühr: 60,00 €

Anmeldeschluss: 28. Februar 2014, nur noch wenige Plätze frei!

Inhalt: – Übung der Stimmtechnik (Wechsel Bruststimme/Kopfstimme) – Ein- und mehrstimmige Jodler zum Ausprobieren und Kennenlernen. Die TeilnehmerInnen lernen, selbst eine weitere Stimme auswendig dazu singen zu können – Erarbeitung vieler Chorstücke junger Komponisten die das mehrstimmig Jodeln sehr emotional in ihre Musik einbauen

Hollaröhdulliöh schallt’s von der Höh’

Am 22. und 23. März ist wieder Jodel-Workshop mit der Südtiroler Sopranistin Clara Sattler, der Schwester des Gründers der Kastelruther Spatzen. Sie hat 2013 mit ihrer Stimme und ihrer Energie alle begeistert. Auch Olaf Nägele, der für die Esslinger Wochenzeitung „Echo“ berichtete, machte keinen Hehl aus seiner Anerkennung. Und weil der Seminarort so ideal war, trifft man sich wieder im Bürgerhaus in Hohengehren.

„Jodeln lernen kann eigentlich jeder“, ist sich Workshop-Leiterin Clara Sattler sicher. Wichtig sei, sich auf das einzulassen, was sie vorsinge und nicht zu technisch oder gar verkopft an die Sache heranzugehen. Zunge und Kehle müssen locker sein, um die Registerwechsel, das Umschlagen zwischen Kopf- und Bruststimme und gleichzeitig die schnelle Silbenfolge vollziehen zu können. Wer Noten lesen kann, hat einen Vorteil, ein gutes Gehör ist jedoch weit wichtiger. „Die Lieder, die ich mitbringe, sind ein Gerüst. Ein Rohbau, den wir uns zurecht singen“, erklärt die gelernte Stimmbildnerin. Da kann es schon mal zu Abweichungen zum Notenblatt kommen. Denn am Ende zählt nur, dass die Stimmen zusammen harmonisch klingen.

Auf die Idee, einen Jodel-Workshop nach Hohengehren zu bringen, kam Wolfgang Layer vom Schwäbischen Chorverband. Er hatte Clara Sattler im Rahmen einer Vokalwoche in Vorarlberg gehört und sie gefragt, ob sie es sich vorstellen könne, Sängerinnen und Sänger in der von ihr praktizierten Kunst zu unterrichten. Nach anfänglichem Zögern stimmte die Vielbeschäftigte zu, ihren ersten Kurs auf deutschem Terrain zu leiten. Sehr zur Freude der Teilnehmer, aber auch zu ihrer eigenen. „Wenn alle so verlaufen würden wie dieser Workshop hier, würde ich mehr machen. Das gibt mir eine gute Energie.“ Diese Kraft, die Freude am Musizieren ist bei ihr spürbar, mit ihrem Temperament und ihrem Witz reißt die Südtirolerin ihre Eleven mit.

Gesangserfahrung haben fast alle Teilnehmer, viele Damen und Herren singen regelmäßig in einem Chor. Entsprechend zügig kann die Seminarleiterin in ihrer Arbeit voranschreiten. Nach einigen Aufwärmübungen geht es für die Sängerinnen und Sänger darum, sich in den ersten Jodler hineinzufühlen. „Dann musste ich nur noch sagen, singt die zweite Stimme dazu, und die Männer dann die dritte“, schwärmt Clara Sattler von dem musikalischen Verständnis ihrer Teilnehmer.

Die Lieder, die sie im Repertoire hat, stammen überwiegend aus der Feder von Südtiroler Komponisten, mit denen die Sopranistin hin und wieder zusammen arbeitet. Es sind Witz-, Trink- und Tanzlieder, „Schnaderhüpfer“, bei denen Strophen dazugedichtet werden können, aber zuweilen auch Stücke, die zum Nachdenken anregen oder die Schönheit des Moments beschreiben. Es sei ihr wichtig, dass die Menschen fröhliche Lieder singen, die ihnen nachhaltig Spaß bescheren, damit sie diese Freude mit in ihre Chöre hineintragen. Dass dieses Ansinnen von Erfolg gekrönt ist, zeigt sich in den Rückmeldungen, die sie aus ihren Stimmbildungskursen für Chorleiter erhält. „Viele nehmen den Jodler zum Einsingen“, erzählt Clara Sattler und schiebt die Vorteile dieser Methodik gleich hinterher. Man benötige keine Noten und könne die Freude auf den Chor-Abend schon beim Warm-Up erzeugen.

Spaß hatten die 19 Nachwuchs-Jodlerinnen und –Jodler beim Kurs 2013, angestrengt wirkten sie selbst nach mehreren Stunden Stimmbandleistung nicht. Eher das Gegenteil schien der Fall zu sein. „Das war richtig lustig“, sagte Clara Lieb, die mit ihren 13 Jahren die jüngste Teilnehmerin war. Sie kam mit ihrer Mutter Cornelia ins Seminar, die ebenso begeistert war wie ihre Tochter. „Das Jodeln ist eine hervorragende Stimmbildung und eröffnet neue Horizonte“, lautete das Fazit der Chorsängerin, die extra aus Güglingen angereist war. Bericht und Bild: Olaf Nägele

Seminaranmeldung: Schwäbischer Chorverband, Fritz-Walter-Weg 19, 70372 Stuttgart, info@s-chorverband.de, Tel. 0711-463681

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