Jahresfeier mit Hindernissen beim Liederkranz Hausen

Trotz zweier fehlender Dirigenten bestritt der Liederkranz Hausen ein abendfüllendes Konzert in der Mehrzweckhalle

Authentische Kostüme und klangvolle Harmonien sorgten für eine beschwingte Jahresfeier des Liederkranzes Hausen. Fotos: Kerstin Besemer

„Es war wirklich wie verhext“, so Liederkranz-Vorstand Otto Schmoll, „erst sagt unser Kinder- und Gospelchorleiter Julius Gyurcsek krankheitsbedingt ab und dann liegt auch noch Willfried Kühner, der Dirigent des Botenheimer Wengerter-Chores, im Krankenhaus.“ Während der Gastchor mit Joachim Hartmann am Taktstock auf die Bühne ging, zeigten die kleinen Little-Voices eine Glanzleistung nahezu ohne Dirigat. „Eine kurze Probe mit Liederkranz-Pianist Martin Lamm musste reichen“, erinnert er sich. Die Jahresfeier des Liederkranzes Hausen ausfallen zu lassen, kam für den Vorstand nicht in Frage. Spontan wurden große Teile des bereits gedruckten Programms umgestellt, drei Hobbyschauspieler aus den Sängerreihen sprangen kurzerhand mit zwei Sketchen ein, da der Hausener Gospelchor ohne Leitung nicht antreten konnte. Fertig war ein abendfüllendes Konzert mit humorigen Einlagen.

Beschwingt starteten die Gastgeber des Stammchores unter der Leitung von Paul-Gerhard Finkbeiner mit dem Stück „Eine kleine Melodie“ von Gerhard Grote. Auch die Zeilen aus „Es zieht ein Lied“ nach Robert Schumann machten Lust auf Frühling mit schönen Harmonien. „Mich trägt ein Traum“, die deutsche Fassung des ABBA-Klassikers, schloss sich im Laufe des Abends an. Martin Lamms lebhaftes Pianospiel mit den für dieses Stück prägenden Klangpassagen, fiel besonders auf. Amerikanische Volksweisen und Auszüge aus dem Musical „My fair lady“ rundeten den Auftritt des Liederkranzes ab. Nicht nur die fantasievolle Kostümierung sorgte bei den Zuhörern der voll besetzten Halle für Begeisterung. „Wer heute nicht hier sein kann, hat etwas versäumt“, freute sich Vorstand Otto Schmoll begeistert.

Für klangliche Kontraste sorgten die Kinder der Little Voices sowie die Gäste vom Botenheimer Wengerter Chor. Der 2001 gegründete Männergesangverein mit rund 19 Sängern hat sich maßgeblich auf Weinlieder spezialisiert und bot auch an diesem Abend einen Querschnitt durch dieses beliebte Genre. „Bacchus lacht“ oder „Aus der Traube in die Tonne“ ernteten großen Beifall. Mit einem improvisierten Geburtstagsständchen, dem „Bajazzo“, ehrten die Chöre zwei ihrer Mitsänger und ein gemeinsames „Am Brunnen vor dem Tore“ beschloss einen gelungenen Konzertabend trotz Hindernissen.

Treue Sängerinnen und Sänger wurden von Otto Schmoll (hi.li.) und Werner Treuer (hi.re) geehrt

Otto Schmoll (hinten links) und Werner Treuer (hinten rechts) nahmen die Ehrungen für treue Sängerinnen und Sänger beim Liederkranz Hausen vor. Fotos: Kerstin Besemer

Ehrungen: Treue Sänger geehrt

„Es ist einfach schön bei uns“, bedankte sich Jubilarin Elsbeth Wein, die für 50 Jahre Mitgliedschaft im Liederkranz Hausen geehrt wurde. Damals sei es eine Auszeichnung gewesen, nach der Schule im Liederkranz mitsingen zu dürfen. Noch länger dabei ist Lore Bäzner. Seit 60 Jahren hält sie dem Verein die Treue. Ella Rollko und Jutta Kurz sind dem Chor seit 40 und 30 Jahren verbunden. Für 25jährige Mitgliedschaft zeichneten Vorstand Otto Schmoll und Werner Treuer, Präsident des Zabergäu-Sängerbundes, Siegfried Schneider, Gustav Riexinger sowie Isolde und Manfred Werth aus. (keb)

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Kerstin Besemer, 26. Feb 2014, gemischte Chöre, Zabergäu-Sängerbund, Kommentare per Feed RSS 2.0, Kommentare geschlossen.

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