Gerd Guglhör: Stimmtraining im Chor

Systematische Stimmbildung. Theoretische Grundlagen.

Mehr als 100 Einsingübungen. Einsingsequenzen für die Chorprobe. Übungen auf CD
Verlag : Helbling
Preis: 36,50 €

Zugegeben, ein Heft mit 50 Einsingübungen liest sich leichter als dieses Buch. Aber was bringen ewig gleich „zelebrierte“ Übungen?

Es gibt sicher nicht viele Stimmphysiologen, Stimmbildner und Chorleiter, die das Thema „Stimmtraining im Chor“ so grundlegend, umfassend und – der Buchtitel verspricht nicht zu viel – systematisch behandeln wie Gerd Guglhör. Und weil er seine Pappenheimer, sprich Chorleiter, kennt, bietet er auf Seite 7 auch gleich einen „Quickstart zum Stimmtraining: Wie Sie schnell zum Wesentlichen und zur unmittelbar praktischen Nutzung des Buches kommen.“

Nur noch 1000 Zeichen – also ganz konkret. Die inhaltliche Grobklammer heißt: Theorie – Praxis (inclusive Praxis-CD). Die Theorie beginnt mit den „physiologisch-technischen Rahmenbedingungen der Singstimme. Wo kann Stimmbildung überhaupt ansetzen?“ Wer den Stimmapparat nicht kennt, wird kaum sinnvoll einsingen, geschweige denn Stimmbildung umsetzen können. Was immer ein Rezensent anspricht, es ist im Inhaltsverzeichnis zu finden. Deswegen liefern wir Ihnen in am Ende den direkten Link zu den beiden Inhaltsseiten. Was bietet Ihnen das Buch nach einer Lektüre ohne Zeitdruck? Besser gesagt, was bietet es Ihren Chormitgliedern?

– Einen Chorleiter, der die Zusammenhänge kennt und seine Übungen sinnvoll aufbaut
– Chormitglieder, die von diesem Wissen profitieren und Schluss machen mit falschen Vorstellungen bezüglich Resonanz, Registerwechsel und „Stütze“
– Weniger Beliebigkeit beim Einsingen und damit mittelfristig erkennbare positive Ergebnisse bei der Weiterentwicklung der Stimmen
– Aufeinander aufbauende Übungen, die zum eigenen Singgenuss in der Chorprobe und beim Konzert führen

Singen ist so kompliziert, dass man es als Chorpädagoge nur einfach vermitteln kann, will sagen mit vielen Vorstellungshilfen. Aber die müssen stimmen, müssen suggestiv sein und eine klare Richtung haben. Was bringt die „Kathedrale im Kopf“, wenn zehn Seitenaltäre den Blick vom Hochaltar ablenken. Wolfgang Layer

http://www.agi-imc.de/intelligentSEARCH.nsf/alldocs/3486EF7703CCCDA7C12572A0005A1ABC/$File/420000174498.PDF?OpenElement

Wolfgang Layer, 19. Mrz 2014, Chorpraxis, Gelesen, gehört, Singen und Stimme, Kommentare per Feed RSS 2.0, Kommentare geschlossen.

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