Ehrungen und Verabschiedungen beim Chorverbandsbeirat am 17. Mai 2014 in Ulm

Ehrungen und Verabschiedungen mit der Goldenen Ehrennadel beim Chorverbandsbeirat am 17. Mai 2014 in Ulm durch SCV-Präsident Dr. Eckhart Seifert

An einem solchen Tag wie heute ist es schon gute Tradition geworden, dass wir verdiente Persönlichkeiten aus unserem Verband im Rahmen des Chorverbandsbeirats ehren. Hier sind alle Leistungsträger versammelt, die das Verbandsgeschehen ganz wesentlich prägen.

Ehrungen spreche ich immer mit großer Freude aus, denn es ist mir ein Anliegen, all denen, die ihre Zeit und ihre Kraft dem Ehrenamt zum Wohle unserer Chorfamilie schenken, unseren Dank und unsere Anerkennung auszusprechen. Ein äußeres Zeichen dafür ist die Goldene Ehrenbrosche bzw. Goldene Ehrennadel des Schwäbischen Chorverbandes mit der Urkunde, die auf den Namen ausgestellt und damit individualisiert ist.

In unserer Ehrenordnung ist zur Goldenen Ehrennadel zu lesen:
„Diese Auszeichnung verleiht der SCV an Personen, die sich in besonderem Maße um den Chorgesang in unserem Lande verdient gemacht haben.“

Wir haben heute viele zu Ehrende. Das  zeigt, dass ein vielfältiges Engagement auf vielen Feldern vorhanden ist, das den Verband voranbringt. Leider kann unsere Seniorenbeauftragte Margarete Hahnel heute nicht bei uns sein, die wir ebenfalls gerne für ihre großartige Arbeit geehrt hätten. Wir wünschen ihr von hier aus gute Besserung und drücken ihr die Daumen, dass sie bald wieder gesund wird.

Frau Anne-Regina Sieber, Verbandschorleiterin des Oberschwäbischen Chorverbandes
Seit 1999 sind Sie die Musikchefin eines unserer größten Regionalchorverbände. Mit Charme, aber auch konsequenter Führung, stemmen Sie diese Aufgabe – mit großem Erfolg. Ich habe Sie ziemlich am Beginn meiner Amtszeit beim Jubiläum in Leutkirch kennengelernt und habe erfahren, wie Sie ihre Männer- und anderen Chöre zusammenhalten. Zuletzt haben wir uns bei der vom Oberschwäbischen Chorverband gewonnen Dankveranstaltung für die Silcher-Socke gesehen, aber auch auf dem Chorfest des Deutschen Chorverbands in Frankfurt. Überall sind Sie dabei, und wie Sie dabei sind! Überall, wo ich Sie treffe, ist es ein dynamisches Vollblutereignis.

Viele herausragende Projekte haben sie durchgeführt, und was wichtig ist – immer mit einer großartigen Resonanz in der Öffentlichkeit und bei den Medien. Sie treffen mit ihrer Art den Nerv des Publikums, aber auch den der Verantwortlichen in Politik und Öffentlichkeit und sagen deutlich, wo’s lang geht! Solche Persönlichkeiten wie Sie brauchen wir, wenn wir das Chorsingen weiter voranbringen möchten. Auf jeden Fall freuen wir uns auf viele weitere Ideen und Projekte aus dem Oberschwäbischen Chorverband. Als Dank für ihren Einsatz, auch in der Fortbildung, und auch als Motivation, nicht nachzulassen, möchte ich Ihnen heute die Goldenen Ehrenbrosche verleihen.

Frau Helene Stauch, Schriftführerin des Schwäbischen Chorverbandes
Überall dort, wo es Arbeit gibt, sind Sie, liebe Frau Stauch anzutreffen. Von 2004 bis 2010 haben Sie als Frauenreferentin des SCV die Interessen und Belange der Sängerinnen im Verband vertreten, wahrlich selbst in der heutigen modernen Zeit manchmal kein Zuckerschlecken. Dabei haben sie nie Fronten aufgebaut, sondern immer vermittelt und auch die Sorgen der Sängerinnen nicht aus den Augen verloren. Unter ihrer Ägide fand das 1. Frauenchorfestival des SCV in Plochingen statt, eine beispielhafte Veranstaltung, bei der ich auch dabei war.

Seit 2010 haben Sie einen der arbeitsintensivsten Jobs beim SCV, die Protokollführung, übernommen. Seit damals versuchen Sie, aus den oft im Eifer des Gefechts doch nicht so ganz verständlichen Beiträgen in den Sitzungen ein sinnvolles Protokoll zu schaffen. Ich tröste Sie manchmal mit dem Satz: „Wer schreibt, der bleibt“.

Sie schreiben nicht nur Protokolle, sie sorgen auch mit Koch- und Backaktionen für unser leibliches Wohl. Und ihre Socken haben schon manches kalte Füßchen wieder auf die richtige Temperatur gebracht. Als ehemalige Buchhalterin haben Sie einen ganz besonderen Bezug zu Zahlen und sorgen sich deswegen auch immer um die Finanzen des SCV und besonders um das Silcher-Museum. Sie kümmern sich um Sponsoren. Sie stricken für Ihr Museum Socken. Sogar Dr. Henning Scherf, der Präsident des DCV trägt Ihre Socken in Größe 52. Liebe Frau Stauch, bleiben Sie einfach so, wie Sie sind. Sie dürfen ruhig auch einmal stolz auf sich sein, denn das was Sie für uns getan haben und tun, ist aller Ehren wert.

Marcel Dreiling, Musikdirektor des Schwäbischen Chorverbandes
Sie haben sich als musikalischer Tausendsassa des Schwäbischen Chorverbands erwiesen. Die Liste Ihrer Einsätze ist lang. Sie waren Chorleiter der Rottweiler Mädchenkantorei, stellv. Gauchorleiter und Gauchorleiter im Sängergau Schwarzwald, stellv. Vorsitzender der Chorjugend, stellv. Bundeschorleiter im SSB, Sie sind Musikdirektor des SCV seit 2008, stellv. Vorsitzender des Musikbeirats des DCV, Dozent bei Mentorenausbildungen, GCA, C 1 bis C 3-Ausbildung, Jurymitglied bei Wettbewerben des Deutschen Musikrats. Und sicher habe ich einiges vergessen. Als Mitglied des Präsidiums zeichnen Sie sich aus als sensibler, empathischer Mitdenker. Keine Aufgabe ist Ihnen je zu viel, wenn es nur dem Schwäbischen Chorverband gut tut. Ein solches Engagement verdient eine Goldene Ehrennadel.

Udo Goldmann, Vorsitzender des Chorverbandes Karl Pfaff
Der CV Karl Pfaff hat im Jahr 2000 einen Glücksgriff getan, indem er den Kulturbürgermeister der Stadt Esslingen überzeugte, das Amt des Präsidenten zu übernehmen. Damit hat einer der bedeutendsten Chorverbände im Schwäbischen Chorverband eine Führungspersönlichkeit gewonnen, der den CV Karl Pfaff in vieler Hinsicht zum Vorzeigechorverband gemacht hat. Sie haben es verstanden, in guter Teamarbeit den Spitzenplatz Ihres Chorverbands zu behaupten. Sie waren gerne Gastgeber z.B. für den Tag der Männerstimme in Nürtingen, der Frauenstimme in Plochingen. Wo Sie sind, da ist vorne. Ihr persönlicher Einsatz ist beispielhaft. Im Kreis der Chorverbandspräsidenten habe ich Sie kennengelernt als Mensch, der abwägen und ausgleichen kann. Vielleicht ist da die kommunale Schulung von Vorteil. Auch jetzt ruhen Sie nicht. Ich wünsche Ihnen, dass Ihre Projektideen, die Sie in der Ihnen eigenen Beharrlichkeit verfolgen, am Ende den verdienten Erfolg haben. Für 14 Jahre Vergangenheit und für hoffentlich noch viele Jahre der Zukunft darf ich Sie mit der Goldenen Ehrennadel auszeichnen.

Christian Heieck, Vizepräsident des Schwäbischen Chorverbandes
Mein Vorgänger, unser Ehrenpräsident Dr. Lorenz Menz, hat mir vieles hinterlassen. Unter anderem ein Juwel namens Heieck. Es zeugt von genialer Personeneinschätzung, dass er Sie an den Schwäbischen Chorverband gebunden hat. Als nicht mehr ganz junger Notnagel sind Sie von 2002 bis 2006 als Vorsitzender der Chorjugend im SCV eingestiegen. Die Funktion eines Beisitzers im Präsidium des SCV von 2006 bis 2012 war nur konsequent. Und noch konsequenter war Ihr Aufstieg zum Vizepräsidenten des Schwäbischen Chorverbandes seit 2012. Sie haben auch viele affine Funktionen inne. Sie sind stellv. Vorsitzender der Stiftung Singen mit Kindern und Vorsitzender der Stiftung Jugendarbeit im SCV. Vor allem aber sind Sie unser und des DCV hoch geschätzter Justitiar. In der vorschriftengeprägten Landschaft von heute sind Sie ein unerlässlicher, auf Ausgleich bedachter, behutsamer Wegweiser. Die Rechtswelt von Vereinen und Verbänden können wir und auch die Leser Ihrer Kolumne in unserer Verbandszeitschrift SINGEN uns ohne Sie einfach nicht vorstellen. Jetzt ergreifen wir die Gelegenheit, Sie mit der Goldenen Ehrennadel weiter an den SCV zu binden.

Joachim Schmid, Verbandschorleiter des Chorverbandes Karl Pfaff
Lieber Herr Schmid, allein das Alphabet ist schuld daran, dass Sie als Letzter geehrt werden. Sie setzen aber einen fulminanten Schlusspunkt, denn Sie stehen für die musikalischen Belange, für unseren Hauptzweck, den Chorgesang. Als Musiklehrer an der Musikschule Nürtingen sind Sie für diesen Aspekt des Chorverbands prädestiniert. Sie leiten Chöre, Sie machen Basisarbeit. Aus Ihrer Erfahrung heraus sind Sie bereit zu multiplizieren. Seit 1997 lenken Sie als Regionalmusikdirektor im Chorverband Karl Pfaff dessen musikalische Geschicke. Seit 2006 transponieren Sie Ihre Kenntnisse in den Musikbeirat des SCV. Dabei haben Sie zwei Schwerpunkte, die mir imponieren und die ich besonders wertschätze: Sie setzen sich ein für die Kooperation von Schule und Verein, und auch von Verein zu Verein. Dies ist ein großes, ertragreiches Zukunftsfeld. Hier gewinnen wir die Jugend, hier stützen sich Vereine gegenseitig. Fußball und Gesang waren sich eigentlich nie fremd. Aber wer sorgt schon für das Liedgut von Fußballmannschaften? Ihr anderer Schwerpunkt liegt bei Männerensembles, bei Männerchören. Diese Spezies bedarf der besonderen Pflege, sie steht ja auf der Liste der bedrohten Arten. Umso wichtiger ist jeder Heger und Pfleger, umso wichtiger sind Förderer und Protagonisten wie Sie. Die Goldene Ehrennadel des SCV ist ein Zeichen des Dankes und der Ermunterung zu weiteren Taten.

Verabschiedungen beim Chorverbandsbeirat am 17. Mai 2014 in Ulm

Sabine Layer
Es fällt mir schon schwer, Sie aus dem engeren Zirkel des Schwäbischen Chorverbands zu verabschieden. Sie haben sich sechs Jahre von 2008 bis heute mit Ihren Ideen und Anregungen eingebracht. Angefangen haben Sie als Beisitzerin im Musikbeirat. 2012 sind Sie aufgerückt zur stellv. Musikdirektorin des SCV. Jetzt verlassen Sie uns, weil Ihre beruflichen Aufgaben Sie zu überwältigen drohen angesichts der momentanen familiären Situation mit der dauerhaften Pflege der Eltern. Die Musikhochschule Stuttgart, die Internationale Bachakademie, die Staufer-Festspiele in Göppingen, der Philharmonische Chor Esslingen und Ihr „Xangverein“ Concordia Wäldenbronn, Ihre Konzerttätigkeit bei Chorprojekten als Dirigentin und Regisseurin und auch Ihre nebenberuflicher Einsatz als Mitglied des Kulturausschusses der Stadt Esslingen, alles dies kostet Ihre Arbeitskraft und Zeit. Berufstätige Ehrenamtliche sind leider Raritäten und zugleich Juwelen. Als solches haben Sie sechs Jahre geglänzt und dem Schwäbischen Chorverband Glanz beschert. Ich denke besonders an Ihre moderierten Konzerte, mit denen Sie für viele Vereine Vorbild und Zukunft geschaffen haben. Ihre Ideen und Inspirationen muss man erst einmal haben. Denken wir an Güglingen oder das denkwürdige Konzert im Silcher-Museum!
Darum sind wir beide vermutlich ähnlich traurig, dass Ihr direkter Bezug zum Schwäbischen Chorverband jetzt endet. Indirekt wird er über Ihren Mann hoffentlich weiter erlebbar sein. Er wird manche Freude und manchen Ärger mit Ihnen besprechen, und in mancher Problemlösung wird sich die Spur Ihrer Intuition und Kreativität spiegeln. Männer verlassen sich doch sehr auf ihre Frauen.

Anton Klotzbücher
Sie haben als Vorsitzender des Sängerkreises Mittlerer Neckar von 2002 bis 2013 mitgeschrieben an der Geschichte des Schwäbischen Chorverbands. Der Sängerkreis ist ja ein historisches Unikat im SCV, passt er sich doch der alten Gaueinteilung nicht so richtig an. In gewisser Weise hat der Sängerkreis und haben Sie diese Sonderstellung gepflegt. Und das ist Ihnen gelungen. Der Sängerkreis war immer ein Aktivposten im Schwäbischen Chorverband. Leider macht er uns nach Ihrem Weggang einige, und zwar zunehmende Sorgen. Ich hoffe sehr, dass er seine Schwierigkeiten, die auch mit Ihrer Nachfolge zusammenhängen, in angemessener Zeit überwindet und wieder zu seiner alten Bedeutung im Chorverband zurückfindet. Es wäre wirklich schade, wenn all das von Ihnen Aufgebaute keine vernünftige Fortsetzung fände. Der Schwäbische Chorverband ist zu jeglicher Unterstützung bereit.
Ihren Abschied wollen wir aber zum Anlass nehmen, Ihnen persönlich für Ihre langjährige Tätigkeit als Vorsitzender zu danken. Das Präsidium hat beschlossen, Sie mit der Verleihung der Goldenen Ehrennadel zu würdigen.

Henry Schort
Sie sind, oder jetzt besser waren, einer der Stillen im Schwäbischen Chorverband. Acht Jahre lang, seit 2006 , waren Sie still und leise stellv. Rechnungsprüfer des SCV. Das ist keine Tätigkeit, die Furore macht. Schlimm wäre es eher, wenn sie dies wirklich einmal täte. Sie waren die tragende Säule im Prüfwesen des Schwäbischen Chorverbands. Sie firmierten zwar als Stellvertreter, in Wirklichkeit aber haben Sie permanent vertreten. Das heißt: Sie waren immer in vorderster Linie tätig. Sie waren gründlich, sie waren zuverlässig, die Delegierten von fünf Chorverbandstagen und vier Chorverbandsbeiräten haben Ihnen vertraut. Und nicht nur die Delegierten! Auch das ganze Präsidium konnte sich sicher sein, dass das Rechnungswesen des Schwäbischen Chorverbands nicht nur vom Schatzmeister gesteuert, sondern von Ihnen als immer einsatzbereiten Rechnungsprüfer eben auch geprüft wurde. Diese stillen, nicht im Rampenlicht stehenden Helfer, besonders zu würdigen, ist uns immer ein großes Anliegen. Darum hat das Präsidium keine Sekunde gezögert, Sie für Ihre langjährige, vertrauensschaffende Tätigkeit mit der Goldenen Ehrennadel auszuzeichnen.

 

Wolfgang Layer, 30. Mai 2014, Gaue und Verbände, Singen und Stimme, Themen, Veranstaltungen, Kommentare per Feed RSS 2.0, Kommentare geschlossen.

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