Quinte, Terz und Tinnitus

17 erfolgreiche Ritter der Chormentorenausbildung

17 erfolgreiche Chormentoren des Schwäbischen Chorverbandes 2014

17 erfolgreiche Chormentoren des Schwäbischen Chorverbandes 2014

Fünf Wochenenden haben sie auf der Kapfenburg gebüffelt, getüfftelt, geprobt und gesungen. Mit einem Konzert im Rittersaal haben am Muttertag die siebzehn Jugendlichen der diesjährigen Mentorenausbildung ihren erfolgreichen Abschluss gefeiert.

Das Abschlusskonzert trug den außergewöhnlichen Titel „Fabula de Hippo Spucundus – Die Bedeutung des Lamas für die mittelhochdeutsche Kulturgeschichte, oder warum die Osmanen versagt haben“. Die Frage, was sich dahinter verbergen könnte, hatte zahlreiche Zuhörer, Eltern, Großeltern, aber auch ehemalige Mentoren, in den Rittersaal gelockt. Und der mühsame Aufstieg auf die Kapfenburg hatte sich für sie gelohnt.

Verbindung von Praxis und Theorie

Unter der Leitung von Katrin Schwarz, Thomas Preiß und Andreas Schulz haben sich die 17 Jugendlichen intensiv mit Chorleitung, Musiktheorie, ihrer eigenen Stimme, Spielepädagogik und Konzertplanung beschäftigt. Aus der Verbindung von Theorie und Praxis entsteht dabei jedes Jahr aufs Neue ein eigenes Konzert.

In diesem Jahr ließen sich die Chormentoren von ihrem Seminarort inspirieren und konzipierten ein mittelalterliches Burgfest. Dieses spannte den musikalischen Bogen jedoch weit über das Mittelalter hinaus von Michael Praetorius‘ „Audite silete“ bis hin zu „O Happy Day“ (in der Programmschriftrolle als „O dies felicitas“ angekündigt). Eine Entdeckung war für viele Zuhörer der spannende Satz von „Alles nur geklaut“, der ganz legal mit dem Chorbuch „Chorissmo“ von den Mentoren einstudiert wurde. Dies alles wurde gemeinsam mit dem Sprechkünstler Peter Gorges geprobt und in einen dramaturgischen Bogen gebracht. Wozu auch die passende, sehr elegante, Sprache und die standesgemäße Verwünschung „Quinte, Terz und Tinnitus“ gehörten. Vor letzterem allerdings waren Mentoren und Zuhörer durch den homogenen Klang der Mentoren geradezu immun.

Eine große Chance für Vereine

Scherzhafte Darstellung des Chorleitungsunterrichts bei der Abschlussfeier

„Wir würden uns freuen, wenn im nächsten Jahr noch mehr Jugendliche aus den Vereinen des Schwäbischen Chorverbandes teilnehmen“, so Verbandsjugendchorleiter Andreas Schulz. Das Potential welches in den begeisterten Jugendlichen für die Chöre steckt, werde noch viel zu wenig genutzt. Die Chormentoren können den Chorleiter bei der Probenarbeit unterstützen, beispielsweise durch Stimmproben oder in der Vorbereitung von Konzerten. Häufig unterstützen sie auch als versierte Sängerinnen und Sänger den Chor oder sind in der Betreuung von Jugend- und Kinderchören beteiligt.

Der Schwäbische Chorverband führt die Chormentorenausbildung jährlich in Zusammenarbeit mit dem Ministerium für Kultus, Jugend und Sport durch. Sie richtet sich an Schülerinnen und Schüler der Realschule und des Gymnasiums, die an Chormusik interessiert sind und sich hier weiterbilden möchten. Weitere Informationen in der Zeitung SINGEN und im Internet. 

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Johannes Pfeffer, 4. Jun 2014, Aus der Geschäftsstelle, Chorjugend im SCV, Fortbildungen, Jugendchöre, Kinderchöre, Kommentare per Feed RSS 2.0, Kommentare geschlossen.

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