Die verbindende Kraft des Liedes

Beim 66. Wäldertreffen traten die gemischten Chöre und die Männerchöre jeweils auch gemeinsam auf - wie hier der Liederkranz Westgartshausen und der Gesangverein Rechenberg

 

Neun Chöre beim Wäldertreffen in Mariäkappel – Liederkranz 150 Jahre alt

66 Jahre Wäldertreffen – das heißt: Schon 66-mal haben sich die Gesangvereine der Wäldergruppe zum gemeinsamen Singen getroffen. In diesem Jahr ging’s nach Mariäkappel, wo der Liederkranz seinen 150.Geburtstag feierte.

Natürlich wurde vorher geprobt, natürlich wurden die besten, schönsten, wohlklingendsten Lieder herausgesucht. „Man will sich ja von der besten Seite zeigen“, sagte Erich Feuchter vom GSV Waldtann, der gleichzeitig auch Vorsitzender der Wäldergruppe ist – der Gemeinschaft jener sieben Gesangvereine, die sich (mit Gastvereinen) jährlich einmal treffen. Neun Chöre kamen insgesamt zusammen, eine imponierende Sängerschar: Neben dem gastgebenden Chor, dem Liederkranz Mariäkappel (Norbert Sprave), war dessen Patenchor aus Ellrichshausen (Thomas Hammer) dabei, als Gastchor die Eintracht Daudenzell(Hans Hammel),außerdem der Nachbarchor aus Unterampfrach (Stefan Weinberger), dazu die Chöre aus Rechenberg (Markus Kuhn),  Westgartshausen (Lilli Krieger), Wildenstein (Franz Litak), Stimpfach (Willi Konle) und Waldtann (Dieter Jörg). Alle hatten sich in Schale geworfen, trugen ihre Uniformen, Schals oder Chorkrawatten und traten der Reihe nach auf. „Absingen nennen wir das“, erklärte der Mariäkappler Liederkranz-Vorsitzende Anton Kohlbeck. „Es ist die verbindende Kraft des Liedes, die uns hier zusammenkommen lässt.“

Nach dem feierlichen Einmarsch der Fahnen, den Grußworten und dem gemeinsam angestimmten „Deutschen Sängergruß“ ging es dann an die Liedbeiträge. Die Sängerinnen und Sänger waren aufgeregt, nervöser vielleicht als bei ihren „normalen“ Auftritten. Es saßen ja die Kollegen im Publikum, die echten Fachleute also. Und die fachsimpelten zwischen den Liedern natürlich kräftig herum: „Die haben aber einen starken Tenor“, heißt es etwa. Oder: „Ein toller Klangkörper“. Aber auch: „Der Sopran könnte ein bisschen stärker singen…“.

Beim Einzug der teilnehmenden Vereine schwenkte Fahnenträger Jochem Karcher die Fahne des Liederkranzes Mariäkappel

 

Doch alles ging gut über die Bühne – will heißen über das Podest der voll besetzten Festhalle in Haselhof. „Das Schöne ist, dass hier nichts aus der Konserve ist. Hier ist alles live“, sagte Bürgermeister Robert Fischer, als er die Chöre begrüßte. Zuvor hatte sich der Vorsitzende des Chorverbandes Hohenloher Gau, Gerhard Hauf, gefreut, dass sich so viele Menschen im Zeichen des Liedes vereinen. „Das Singen fördert die Gemeinschaft“, sagte er. So war es dann auch, und so wird es auch im kommenden Jahr sein – dann in Rechenberg.

Die beiden Gemeinschaftschöre (Gemischte Chöre und Männerchöre) wurden von Markus Kuhn und Norbert Sprave geleitet.
Ute Schäfer

 

 

Walter Scheiner, 7. Jun 2014, Chorverband Hohenlohe, Gaue und Verbände, Kommentare per Feed RSS 2.0, Kommentare geschlossen.

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