Singen-Bündnis der Concordia 1869 e.V. Reichenbach/Fils

Die Brühlhalle in Reichenbach war voll besetzt und das Kommen hatte sich gelohnt. ‚Elefant komm trau dich‘ war das Thema des Kindermusicals ‚Der mutige Zirkuselefant‘ der Singenden Rasselbande. Und was diese Rasselbande seit Januar dieses Jahres unter Leitung von Frau Bianca Maria Uhl eingeübt und gelernt hat, ließ die Besucher staunen.

Die Concordia Reichenbach hatte 2012 erneut den Versuch unternommen, einen Kinderchor zu gründen. ‚Wo bekommen wir Kinder her‘, war die große Frage der Vereinsvorsitzenden Gabi Rohrbeck. Eine Anfrage bei der Leiterin der Ganztagesschule, Frau Stockburger, stieß auf offene Ohren. So startete der kleine Chor mit bis zu 10 Kindern. Concordia-Sängerin Anni Lingstein entdeckte im Herbst letzten Jahres in der Broschüre ‚Singen-Bündnisse‘ des Deutschen Chorverbandes die Fördermöglichkeiten solcher Bündnisse. Allerdings waren drei Bündnispartner eine der Grundvoraussetzungen. Der Leiter der Musikschule, Herr Müller, war sofort begeistert dabei und wurde der dritte Kooperationspartner. ‚Den bürokratische sowie organisatorischen Aufwand für das Projekt hatte ich nicht geahnt‘, so Anni Lingstein, aber das ‚Dreier-Dream-Team‘ mit Anneliese Hahn und Gabi Rohrbeck krempelte die Ärmel hoch und bekamen Hilfe bei den Sängerinnen und Sängern des Stammchors und des Chors Querbeet. Die Ansprechpartner des Deutschen Chorverbandes in Berlin unterstützten hervorragend bei allen Fragen der Fördermaßnahme. Und es hat sich gelohnt. Die Rasselbande ist bereits auf etwas mehr als 20 Kinder angewachsen, Tendenz steigend. Das sechsmonatige Projekt des Kindermusicals ‚Elefant komm trau dich‘ konnte im Januar dank der Finanzspritze aus Berlin beginnen.

Mit der Theaterpädagogin Bianca Maria Uhl wurde eine pädagogische Fachkraft gefunden, die das Stück selbst geschrieben hat, die Musik lieferte Susanne Courtin. Sehr kindernah sind Text und Musik, Frau Uhl hat zudem im Laufe der Proben die Szenen immer wieder auf die Kinder zugeschnitten.

Erzählt wurde von einem kleinen Dorf, in dem die beiden Zwillinge Kiki und Kathi beschaulich lebten. Manchmal wurde es ihnen langweilig, keiner hatte Zeit mit ihnen zu spielen. Aber einmal im Jahr war richtig was los, da kam der Zirkus Frankello und alle freuten sich auf die Seiltänzerinnen, die Clowns und besonders auf den großen schönen Elefanten. Mit dem Klatschrhythmus auf dem Boden hörten die Besucher das Hämmern beim Aufbau des Zirkuszeltes. Die Lieder ‚In meinem kleinen Dorf‘ und ‚Der Zirkus kommt‘ unterstrichen die gespielten Szenen. Mit ‚Hereinspaziert, hereinspaziert hier gibt’s was zu erleben‘, wurde das Publikum von 20 hellen klaren Kinderstimmen in das Zirkuszelt eingeladen. Aber warum ist der geliebte Elefant angebunden? Ein so großes und starkes Tier kann sich von einem einfachen Seil doch selbst befreien. Diese Frage beschäftigte Kiki und Kathi. In einem Traum erhielten sie die Antwort: Als der Elefant noch klein war, machte man ihn an einem Pflock fest damit er nicht weg läuft, aber er wollte nicht angebunden sein. Er hat probiert sich zu befreien, aber als kleiner Elefant hat er es nicht geschafft, dann hat er es nicht mehr versucht. Wie ist das, wenn die Füße zusammengebunden sind? Die Kinder zeigten es und bewegten als kleine angebundene Elefanten ihre Körper rhythmisch zur Musik. In den beiden Liedern ‚Elefant, du bist so schön‘ und ‚Elefant, komm trau dich‘ brachten die Kinder die Gefühle zu dem geliebten Zirkuselefanten in beeindruckender Weise zum Ausdruck. Als der Zirkus wieder abreiste, war der Elefant befreit! Was haben die Zwillinge dem Elefanten ins Ohr geflüstert?

‚Jedes Kind kann etwas gut, probier es aus und habe Mut‘! Der Refrain des Abschlussliedes passte auf jedes der Kinder. Der Mut, alleine vor den Mikrofonen zu singen, zu sprechen und zu spielen wurde mit viel Applaus belohnt.

Gabi Rohrbeck brachte die Bewunderung darüber zum Ausdruck, was in dieser Zeit die Kinder im Alter ab 6 Jahren alles gelernt haben. Der besondere Dank ging an Frau Uhl, die mit großem pädagogischem Können und musikalischem Talent die Kinder zu diesen hohen Leistungen führte. Der Spaß dabei war den Kindern anzusehen. Und wenn dann ein Kind nach der Aufführung sagt: ‚das war der schönste Tag in meinem Leben‘ ist das der schönste Dank und das größte Lob für das gesamte Team.

 

Es geht weiter! Die Kinder der Ganztagesschule werden weiterhin zu unserer Chorprobe gebracht. Im Januar nächsten Jahres soll dann ein neues Projekt aufgelegt werden, dann evtl. mit weiteren Bündnispartnern!

 

Anni Lingstein

Labudde-Neumann, 9. Jun 2014, Chorverband Karl-Pfaff, Singen und Stimme, Kommentare per Feed RSS 2.0, Kommentare geschlossen.

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