Aktuelles Editorial SINGEN, Ausgabe 8/9-2014

Staatssekretärin von WartenbergLiebe Leserinnen und Leser,
liebe Sängerinnen und Sänger,

Musik ist etwas Lebendiges. Chöre und Musikvereine haben das Potenzial, ihre Mitglieder zu bereichern, ihnen einen Ausgleich zum Alltag zu schaffen und durch die Gemeinschaft Rückhalt zu geben. Eigentlich kann man jedem Menschen nur wünschen, einmal eine solche Erfahrung gemacht und die Faszination der Musik gespürt zu haben. Doch wie schaffen wir es, unsere Kinder und Jugendlichen hierfür in einer Welt zu begeistern, in der das Musische aufgrund einer Überflutung durch technische und rationale Dinge immer öfters zur Nebensache wird?

Ich glaube, dass der Schlüssel zum Erfolg in der Kooperation liegt. Kooperation ist auch das Wesen der Zusammenarbeit des Ministeriums für Kultus, Jugend und Sport und der Amateurmusik in Baden-Württemberg. Mit dem Ausbau der Ganztagsschulen in Baden­ Württemberg bietet sich nun ein idealer Rahmen, um im Zuge des rhythmisierten Ganztagskonzepts weitere Kooperationen mit Musikverbänden/-vereinen einzugehen und damit noch mehr Musik direkt in die Schulen zu bringen. Die Wiedereinführung von Musik als eigenständiges Unterrichtsfach im neuen Bildungsplan an der Grundschule ist ein weiterer wichtiger Schritt.

Die vom Präsidenten des Landesmusikverbands, Christoph Palm, vor wenigen Monaten mitunterzeichnete Rahmenvereinbarung „Kooperationsoffensive Ganztagsschule“ weist uns den richtigen Weg. Die neu eingeführte Monetarisierung von Lehrerwochenstunden öffnet viele neue Türen an den Schulen. Jetzt gilt es, ein hohes Niveau der Angebote zu gewährleisten und damit als verlässlicher Partner der Schule im Ganztagsbetrieb vor Ort aufzutreten. Das alles geschieht freiwillig, nicht von oben verordnet. Nur dort, wo Ganztagskonzepte vor Ort entstehen, werden sie funktionieren.

Daneben werden unsere bewährten Angebote der musikalischen Dauerkooperationen Schule-Verein und die gemeinsam durchgeführten Musikmentorenprogramme ohne Abstriche erhalten bleiben. Hier können wir musikbegeisterten Jugendlichen ergänzend die Möglichkeit einer qualifizierten musikalischen Grundausbildung bieten. Diese Ausbildung soll Impulse geben, sich in Schulen ebenso wie in der Jugendarbeit von Musikvereinigungen zu engagieren, und zur Übernahme von eigenverantwortlichen, musikalischen Aufgaben qualifizieren.

Lassen Sie uns gemeinsam die musisch-kulturelle Entwicklung in Schulen weiter voran bringen. Ich bin mir sicher, dass wir hier gemeinsam viel erreichen können.

Mit allen guten Wünschen
Ihre
Marion v. Wartenberg, Staatssekretärin
Ministerium für Kultus, Jugend und Sport

Wolfgang Layer, 2. Sep 2014, Editorial, Singen und Stimme, Themen, Kommentare per Feed RSS 2.0, Kommentare geschlossen.

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