CD Tipp: Shimmering – Ensemble LaCappella

ROP6094_Cover_web_rgbShimmering, zu deutsch „scheinen, leuchten“ ist ein ausgesprochen gut getroffener Titel für das neue Album des Frauenensembles LaCappella. Der Titel beschreibt nicht nur die Werke, sondern auch den strahlenden Klang der CD. Mit diesem Album feiern die sechs Damen aus dem hessischen Burgholzhausen ihr zehnjähriges Jubiläum.

Das Album Shimmering befasst sich musikalisch mit der wohl berühmteste Frau der Geschichte, der Gottesmutter Maria. Die fünfzehn Stücke haben ihre jeweils eigene Beziehung zu Maria. Musikstücke, wie Simon Wawers „Ave Maria“ und Vytautas Miskinis‘ „Assumpta est Maria“ erzählen sehr direkt von ihr. Andere, wie Petr Ebens „De Angelis“ und Wolfgang Deschers „Lux Aeterna“, beschreiben Elemente der Wirkungsgeschichte. Das Werk „Lux Aeterna“ schrieb der 24-jährige Komponist eigens für LaCappella. Schließlich führt die CD mit Werken wie Robert Schumanns „Das verlassene Mägdelein“ auch weltliche Seiten Mariens vor.

Absolut nicht notwendig ist die zurückhaltende Entschuldigung im Booklet, dass es sich bei LaCappella nicht um studierte Musikerinnen handelt. Denn La Cappella musizieren durchweg auf hohem Niveau. Und dies durch alle Epochen von Francesco Guerros Renaissancemusik bis hin zu den zahlreichen zeitgenössischen Werken.

Besonders hervorzuheben ist zum einen das von Clytus Gottwald verfasste Chorarrangement von Maurice Ravels „Toi le Coeur de la rose“. Eine besondere Innigkeit liegt in der Interpretation dieses Werks aus Ravels Oper „L’Enfant et les Sortilèges“. Mein absolutes Lieblingsstück der neuen CD von LaCappella ist „O salutaris hostia“ des lettischen Komponisten Erik Esenvalds. Das Werk scheint dem Klangkörper wie auf den Leib geschnitten. Die jungen Stimmen von LaCappella, unterstützt durch Sängerinnen von LaCappella junior, bieten die Klarheit und Reinheit die dieses Werk für seine mystischen Klänge benötigt.

Mit ihrem Jubiläumsalbum „shimmering“ haben LaCappella sich und den A-Cappella-Fans ein schönes Geschenk gemacht. Und Rondeau Production aus Leipzig beweisen wiedermal, dass sie im Bereich junge Vokalmusik derzeit eines der spannendsten Labels am Markt sind.

Johannes Pfeffer
 

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Johannes Pfeffer, 3. Okt 2014, Frauenchöre, Gelesen, gehört, Kommentare per Feed RSS 2.0, Kommentare geschlossen.

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