Jubiläumskonzert -150 Jahre Liederkranz Warthausen

Herzlich, nämlich mit Schokoherzen, wurden die Gäste am Jubiläumskonzert des Liederkranz Warthausen am 27. September in der Festhalle empfangen. Und es hatten sich viele Gäste eingefunden um dem Liederkranz zu gratulieren. Besonders erfreut zeigte sich der Vorsitzende Siegmar Schmidt über den Besuch der ehemaligen Chorleiter Franz Sonntag und Bernhard Bentz.

Mit dem Festchor von J.S. Bach begrüßte der Liederkranz die Besucher. 150 Jahre seien eine lange Zeit, meinte der Vorsitzende und er könne die Gedanke mancher Zuhörer lesen, die da dächten, das sehe man dem Chor auch an; aber die Sängerinnen und Sänger würden zu ihrem Alter stehen und immerhin reiche das Altersspektrum von 30 bis einiges über 60. Der Dienstälteste, Karl Mönig, sei 67 Jahre… und nach einer kurzen ungläubigen Pause, fügte Schmidt hinzu 67 Jahre aktiver Sänger aber Karl sei ein Paradebeispiel dafür, dass Singen jung halte und wenn der Udo Jürgens mit 80 noch singe, dann könne das der Liederkranz auch.

Das tat er dann auch und mit dem „Vierstimmigen Chor“ wurden die Vorzüge der Mehrstimmigkeit gepriesen. Keck und spritzig gab es dann die „Warnung“ von Mozart sowie ein sehr ausdrucksstarkes „Plaisir d’amour“.

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Der Liederkranz hatte für seinen zweiten Liederblock Volkslieder gewählt. Die „Untreue“, „Erlaube mir feins Mädchen“ und „Ade zur guten Nacht“ wurden dabei von Simon Föhr am Klavier begleitet und er hatte auch eigens die einzelnen Übergänge arrangiert. Siegmar Schmidt erklärte im Abspann dass das „Ade zur guten Nacht“ schon einmal zu einem Eklat geführt hätte, da sich die Damen geweigert hätten den Text: „Die Mädchen in der Welt sind schlechter als das Geld“ zu singen, aber am Jubiläumskonzert stünden sie darüber.

Achim Schwörer, Präsident des Oberschwäbischen Chorverbandes, führte anschließend die Ehrung für den Deutschen Chorverband durch und machte in seinem Grußwort Warthausen gar zur Stadt. Er lobte die vielfältigen Aktivitäten des Liederkranzes Warthausen während der vergangenen 150 Jahre und überreichte dem Vorsitzenden die Ehrenurkunde. Bei dieser Gelegenheit präsentierten Susanne Lutz-Schuhbauer und Ulrike Längst die Conradin-Kreutzer-Tafel und die Urkunde, die der Verein beim Landesmusfestival verliehen bekommen hatte.

Mit einem Schlagerpotpourri beendete der Liederkranz seinen musikalischen Streifzug durch 150 Jahre Chorarbeit und entließ ein begeistertes Publikum in die Pause.

Nach einer Stärkung mit den obligatorischen Saitenwürstchen und diesmal mit den leckeren Winzerstangen konnte der zweite Teil des Konzertes mit den Männern des OCV-Chores beginnen. Und wie – denn das „Morgenrot“ von Robert Pracht ist einfach phantastisch für großen Männerchor und erzeugte ein Gänsehauthautfeeling mit seinem aus dem Nichts kommenden Beginn und der permanenten Steigerung. Das Lied der Berge „La Montanara“, immer wieder gern gehört, wurde von den OCV-Männern stilecht in Italienisch vorgetragen. Die Mischung aus traditionellen Männerchören bis hin zur Mausefalle „Pigalle“ machte es aus, dass der Männerchor letztendlich mit brausendem Applaus zur Zugabe aufgefordert wurde. Mit dem Deutschmeister-Regimentsmarsch, zu dem die Chorleiterin einen passenden Text geschrieben hatte, kam der Chor dieser Aufforderung gerne nach.

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Die Chorleiterin forderte die Sängerinnen und Sänger des Liederkranzes auf die Bühne und gemeinsam sangen dann mehr als 100 Sänger als Zugabe „America“ aus dem Musical „West Side Story“. Nach lang anhaltendem und hoch verdientem Applaus gab es zum Abschluss „Als Freunde kamen wir“, von Christine Wetzel dirigiert und mit Freunden und mit Freuden ging das Jubiläumskonzert zu Ende.

Klaus Haid, 1. Nov 2014, Chorgattung, gemischte Chöre, Männerchöre, Oberschwäbischer Chorverband, Singen und Stimme, Kommentare per Feed RSS 2.0, Kommentare geschlossen.

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