Frauenchor Chorverband Enz

Frauenchor Chorverband EnzAdventsingen im Wiener Rathaus-Saal
Schon früh am Donnerstagmorgen sammelte der Doppelstock-Reisebus seine Reisenden an  6 Haltestellen von Feldrennach bis Hohenhaslach ein, um die Sängerinnen vom  Frauenchor des Chorverband Enz mit seiner Chorchefin Michaela Hartmann-Trummer nach Wien zu bringen. Mitgereist sind auch Verbandsvorsitzender und Organisator der Reise, Rolf Czudzowitz sowie weitere 4 Ehemänner von Sängerinnen. Am frühen Abend im Hotel angekommen, das direkt auf der Donauinsel am sogenannten „Kaiserwasser“ gelegen ist, wurde der Reisegesellschaft im Hotelrestaurant das obligatorische Wiener Schnitzel serviert. Diese Wiener Spezialität sollte nicht die letzte sein…
Der Freitagvormittag war mit einer Stadtrundfahrt und –rundgang dem Erkunden der Weltstadt vorbehalten. Vorbei ging die Fahrt am weltberühmten Riesenrad des Wiener Praters und dem Residenzschloss der Habsburger, Schloss Schönbrunn durch die weltbekannte Stadt. Die Vielzahl der historischen Gebäude und wunderschönen Architektur erschlägt einen fast. Durch die Informationen und Erzählungen der Gästeführerin bekam man richtig Lust, Wien noch öfters zu besuchen und weiter kennenzulernen. Nach Ende der Stadtrundfahrt hatten die Reisenden Zeit, um die Innenstadt selbst zu erkunden.  Unsere kleine Gruppe – wir waren 4 Sängerinnen – wollte unbedingt ein echt Wiener Kaffeehaus besuchen. Aber es sollte nicht das Cafe Sacher sein, wo ALLE Touristen einkehren, sondern wir entschieden uns für eines, ein wenig abseits der Hauptflanierstraßen gelegene Cafe Frauenhuber. Dort staunten wir nicht schlecht über die stattlichen Portionen des vorzüglichen Kaiserschmarrns mit „Zwetschkenkren“ (Zwetschgenkompott). Dazu genossen wir verschiedene Kaffeespezialitäten wie den „großer Brauner“ und den „Einspänner“.
Am Nachmittag traf sich die Reisegruppe wieder im Hotel zusammen,  es stand der erste  Chorauftritt an. Im Seniorenwohnhaus „Cass Kagran“ in einem Wiener Stadtteil  erfreute der Frauenchor mit einem kleinen Konzert die Bewohner, die es sich im großen Aufenthaltsraum gemütlich gemacht hatten. In einer kurzen Pause, in der Punsch gereicht wurde, hatten sie Sängerinnen Gelegenheit, mit den Bewohnern zu plaudern. Der Freitagabend war für einen typischen „Heurigenabend“ reserviert, der im Ort Gumpoldskirchen stattfand. Die Atmosphäre in dem urigen Landgasthof war von Beginn an sehr locker. Zwei Musikanten, ein Geiger und ein Akkordeonspieler, unterhielten nicht nur unsere hungrige Reiseschar, sondern auch eine weitere Reisegruppe – ebenfalls ein deutscher  Chor, ein Männerchor aus Baden – die eine Etage tiefer im Gewölbekeller Platz genommen hatte.  Die deftige Heurigenplatte mit Haxn, Geflügel, Würstln und Kraut trug dazu ebenso bei wie der Wein, der an diesem Abend reichlich floss. Die Stimmung wurde immer ausgelassener, der Männerchor im Gewölbe heizte sich mit Getrommel gut ein, wir Frauen standen dem Männergesang aber nicht nach. Die armen Musikanten hatten da zunächst keinen leichten Stand, doch als sie unsere Chorleiterin erfolgreich becircten, war alles wieder im Lot!
Am Samstag-Vormittag hatten wir Gelegenheit, uns auf dem berühmten Wiener Naschmarkt umzusehen. Diese Fülle an jeglicher Art von Früchten, Gemüsen, Fisch und Meeresfrüchten, aber auch an zubereiteten Speisen, an Gewürzen und Waren war derart überwältigend, dass nicht nur das Auge nach solcher Farbenfülle eine Ruhepause einlegen mochte. Nach einer Verschnaufpause in einem Cafe sammelte uns unser Bus wieder ein, um uns ans Rathaus zu bringen. Dort waren wir zum Mittagessen im Rathauskeller angemeldet. In dem  riesigen Kellersaal waren schon einige Chöre des Adventssingens eingetroffen, zügig wurden uns Getränke und Speisen serviert. Mit einem Eintrag ins Gästebuch des Ratskellers und einem Abschiedslied verabschiedeten sich die jeweiligen Chöre. So taten es auch wir Sängerinnen des Frauenchors. Die Zeit bis zu unserem Auftritt 3 Stockwerke weiter oben, im großen Festsaal des Wiener Rathauses  vertrieben wir uns auf dem vor dem Rathaus befindlichen Weihnachtsmarkt. Die liebevoll gestalteten Marktbuden und Speisenstände luden zum Besuch und Genuss ein. Die wunderschönen Beleuchtungen über dem Markt und in den Bäumen des angrenzenden Geländes kamen mit der einsetzenden Dunkelheit immer besser zur Geltung. Dann war es Zeit, sich auf den Auftritt vorzubereiten. Die Durchführung des Singens war streng getaktet, die Zeit für das Zurechtmachen in der Garderobe, die Zeit im Einsingeraum und die Zeit im Vorraum des Saals zur Sammlung und Konzentration wurde genau eingehalten. Nur so ist es möglich, diese Mammut-Veranstaltung mit jeweils 7 Chören pro Nachmittag an den 4 Adventwochenenden  ohne große Verzögerungen durchzuführen. Das internationale Adventssingen, das seit über 30 Jahren stattfindet, genießt einen sehr guten Ruf und erfährt von Jahr zu Jahr immer mehr Zuspruch  und Besucher. An den Adventwochenenden vor Weihnachten treten rund 90 Chöre aus allen Kontinenten der Erde auf. Am Nachmittag unseres Auftritts waren als erstes ein Kinderchor aus Mailand, dann ein gemischter Chor aus Köln und ein Chor aus Rumänien zu erleben, ehe wir uns zum Chorvortrag aufstellten. Unser Vortragsprogramm war abwechslungsreich. Vom lustigen „Frosty, the snowman“ über „Schmückt den Raum“ zum ruhigen „Leise rieselt der Schnee“ und besinnlichen Teil u.a. mit „Maria durch ein Dornwald ging“ „Te Deum Laudamus“ zum „Halleluja, a baby is born“ spannte sich der Bogen. Danach erlebten wir die Vorträge der nachfolgenden  Chöre: der gemischte Chor  aus Horgen, Schweiz, der  Vokalkreis aus Hermargor, Kärnten und dem Verbund aus 2 Chören aus Gorizia, Italien. Am späten Abend ließen wir die Eindrücke des Tages in der Hotelbar ausklingen.
Sonntags, frisch gestärkt am reichhaltigen Frühstückbüffet brachen wir mit dem Bus auf zum Gottesdienst in der katholischen Kirche im Stadtteil Donaufeld.  Dort gestalteten wir musikalisch den Gottesdienst mit. Dafür wurden wir anschließend zu Kaffee und Kuchen und Besuch des Weihnachtsbasars in den Gemeindesaal eingeladen.
Ab Mittag hatte unsere Reisegruppe Zeit zur freien Gestaltung, es gab das Angebot, das Schloss Schönbrunn zu besichtigen und den Wiener Prater zu besuchen oder aber auf eigene Faust die Innenstadt zu inspizieren. Einige aus unserer Reisegruppe nutzten die Gelegenheit, weitere Chorauftritte im Rathaussaal zu erleben. Auch am Sonntag gab es die Vielfalt des Chorgesangs zu erleben. Als Highlight des Tages stellten sich die Auftritte des kenianischen Chores U.C.C.S.A. Broadhurst Choir aus Gaborone, Botswana sowie des finnischen Chors Novato aus Nykarleby heraus.
Das internationale Adventssingen endete mit der Abschlussfeier am Abend, bei dem alle teilnehmenden Chöre eine Urkunde aus den Händen des amtsführenden Stadtrats für Kultur und Wissenschaft der Stadt Wien, Herrn Dr. Andreas Mailath-Pokorny,  erhielten sowie zu einem Umtrunk und kleinen Imbiss eingeladen wurden.
Voll mit wunderschönen Erlebnissen und Eindrücken trat unsere Reisegesellschaft am Montagmorgen die Heimreise in den Enzkreis an.

Arnold, 16. Dez 2014, Chorverband Enz, Frauenchöre, Singen und Stimme, Kommentare per Feed RSS 2.0, Kommentare geschlossen.

© 2018- Singen-und-Stimme - Weblog des Schäbischen Chorverbandes, Fritz-Walter-Weg 19 70372 Stuttgart, Tel: 07 11 / 46 36 81Die Seite für alle Sänger und Sängerinnen - Chöre, Chorvereine, Chorverbände - Kontakt - Impressum - Datenschutz buetefisch marketing & kommunikation & agentur einfachpersönlich