Weihnachtsforelle und Vogelhändler als glanzvoller Abschluss des Jubiläumsjahres

Sängerbund Schnaitheim: Ära von Kuno Hauber ging zu Ende
150 Jahre liegen nun hinter dem Sängerbund Schnaitheim, und ein großes Jubiläumsjahr fand am Samstagabend in der Turn- und Festhalle Schnaitheim seinen würdigen, seinen krönenden Abschluss. Weihnachtlich feierlich und festlich anspruchsvoll unternahmen alle Chöre des Vereins einen Streifzug durch die Chorliteratur und präsentierten von Purcell bis Irving Berlin, von Händel bis John Rutter, von Silcher bis Strauß Melodien, die bewegten, mitrissen und letztlich langanhaltenden Applaus des Publikums nach sich zogen.

Mit dem immergrünen „Grüß Euch Gott, alle miteinander“ aus Carl Zellers „Vogelhändler“ und dem gesungenen Motto „Wir laden gern uns Gäste ein“ aus der „Fledermaus“ wurde der große Konzertabend eröffnet, und die große Bühne war erfüllt von Klängen, die ihrerseits das Publikum voll und ganz erfüllten. Gefüllt wurde die Bühne aber auch von den zahlreichen Mitwirkenden, die diesen glanzvollen Abend bestritten. Da war die Sinfonietta Oberkochen-Königsbronn zu Gast, die Solisten Wilfried Lang, Jochen Rheinschild und Angelika Sailer-Stang, die trotz Erkältung eine respekterbietende Leistung lieferte, Eric Mayr am Klavier, Jürgen Degeler an der Trompete und natürlich die Chöre des Geburtstagskindes, die das Motto des Jubiläumsjahres „… und kein bisschen heiser“ eindrucksvoll unter Beweis stellten. Ob das nun der Gemischte Chor unter der Leitung von Kuno Hauber war, der Weihnachtliches wie Silchers „Ehre sei Gott in der Höhe“ und das südamerikanische „Corramos, corramos“ sowie Klassik, unter anderem Händels „Halleluja“ und Verdis „Gefangenenchor“ sang, oder auch der Chor 2000 unter der Leitung von Wilfried Lang, der eine muntere „Weihnachtsforelle“ auf den Weg schickte und unter anderem mit „Christmas Calypso“ und „African Noel“ hervorragendes Gespür für Dynamik und Tempo bewies, es war rundum ein erhebendes Konzert, das alle Mitwirkenden bestritten. Und eine Mammutleistung obendrein: Bis zum gemeinsamen Gesang von „O du fröhliche“, der alle Mitwirkenden und das Publikum vereinte, strahlte das rund drei Stunden dauernde Programm vor anspruchsvollen und publikumswirksamen Weisen, und bei so viel Strahlkraft sah das Publikum gern über den einen oder anderen Schnitzer hinweg, zu sehr erfreute es sich an solchen Kostbarkeiten wie „Die Himmel erzählen die Ehre Gottes“ aus Haydns „Schöpfung“ oder auch Gerhard Rabes „Tröstet mein Volk“.

Das Konzert setzte gewissermaßen den Höhepunkt des Jubiläumsjahres und gleichermaßen stimmte es hervorragend auf Weihnachten ein. Und obendrein war es wie ein Geschenk an das Publikum, aber auch ein Abschiedsgeschenk an Kuno Hauber: Nach sage und schreibe 36 Jahren Chorleitung war dies nun das letzte Konzert, in welchem er den Taktstock in der Hand hielt.

Sichtlich bewegt bedankten sich alle Sängerinnen und Sänger bei ihm, und Kuno Hauber, ebenfalls sichtlich gerührt, erhielt Rosen von jedem einzelnen überreicht als Dank für seine jahrelange engagierte und mit Herz und Verstand ausgeübte Tätigkeit. Damit geht nun eine Ära zu Ende. Doch das Publikum konnte sich an diesem Abend davon überzeugen: Kuno Hauber übergibt einen großen hervorragend eingestimmten Chor. An wen, das freilich ist derzeit noch offen. Das Jubiläumsjahr, das viel vom Verein abverlangte, und dessen Gelingen darf sich auch Kuno Hauber auf seine Fahnen schreiben.

Kasischke, 29. Dez 2014, Singen und Stimme, Kommentare per Feed RSS 2.0, Kommentare geschlossen.

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