Der Sängerkranz Leutkirch und der Männerchor des OCV begeistern mit Opernkonzert

Nach der Zugabe gibt’s frenetischer Beifall in der ausverkauften Stadthalle

„Ausverkauft“ verkündet ein Blatt an der Eingangstür zur Festhalle. Wer jetzt ohne Karte kommt – und das sind einige- hat Pech gehabt. Innen ist bis zum Orchester eng gestuhlt, auch die vielen Reserveplätze an der Seite sind besetzt.

Auf der Bühne stehen die Sängerinnen und Sänger des Sängerkranzes, später kommt noch der OCV-Männerchor dazu. Zum Finale sind alle zusammen auf der Bühne – der Gefangenenchor „Va pensiero“ kommt aus fast 100 Kehlen plus instrumentaler Begleitung. Stürmischer Beifall für alle Mitwirkenden und die musikalische Leiterin, Anne-Regina Sieber.

Man könnte meinen, „Opernchöre aus Märchen und Sagen“ – so das Thema dieses Konzerts – locken nicht mehr allzu viele Menschen hinterm Ofen hervor. Weit gefehlt, für den Sängerkranz ist dieser Auftritt ein großartiger Erfolg.

Die Sängerinnen und Sänger des Sängerkranzes begannen mit dem „Chor der Landleute“ und „Chor der Gaukler“ aus „Die verkaufte Braut“ von Fr. Smetana. Begleitet werden die Sangesbegeisterten von einem Orchester aus 26 Lehrkräften und Schülern der Jugendmusikschule Württembergisches Allgäu. Das Orchester spielt hervorragend, intonationssicher und herzerfrischend musikalisch.

Beim Potpourri aus Glucks „Orpheus“ treten auch die Solisten Barbara Mehr, Sopran (eine ehemalige Gesangsschülerin der Chorleiterin) und Klaus Steppberger, Tenor auf, elegisch und fein akzentuiert.

Ein Höhepunkt ist der Bassbariton Peter Strecker, der bei der „Singprobe – Heil sei dem Tag, an welchem du bei uns erschienen“ aus Lortzings „Zar und Zimmermann“ den Solopart singt. Stimmkräftig, ausdrucksstark, auch in Gestik und Mimik ein Hingucker. Die ersten Bravo-Rufe ertönen, viel Beifall.

Zart beseelt bringt der Chor den „Abendsegen“ aus Humperdincks „Hänsel und Gretel“. Bei der Barcarole „Schöne Nacht, du Liebesnacht“ aus Offenbachs  „Hoffmanns Erzählungen“ bestechen  die Sängerinnen mit zartem Piano.

Der Sängerkranz verabschiedet sich mit dem Zigeunerchor aus Verdis „Troubadour“ und dem Trinklied aus „La Traviata“ temperamentvoll in die Pause.

_sänger gesamtNach der Pause erscheint der Männerchor des OCV auf der Bühne, ebenfalls geleitet von Anne-Regina Sieber. Mit hörbarer Freude singen die fast 60 Männer den Priesterchor aus Mozarts „Zauberflöte“ und den Jägerchor aus Webers „Freischütz“. Bei „Greifet an und rührt die Hände“ aus „Zar und Zimmermann“ bestechen die Solisten Klaus Steppberger und Peter Strecker.

Mit Freude am Komödiantischem glänzt Peter Strecker bei „Als Büblein klein an der Mutterbrust“ aus „Die lustigen Weiber von Windsor“. Viel, viel Beifall, kräftige Bravo-Rufe.

Den Schlusspunkt setzte der OCV-Männerchor mit „Chor der Pilger“ aus  „Tannhäuser“ und dem Matrosenchor aus „Der fliegende Holländer“ Auch hier sind Männerchor und Orchester absolut sattelfest.

Zum Finale wird es eng auf der Bühne. Der Sängerkranz Leutkirch vereint sich mit dem Männerchor des OCV, dazu die drei Solisten. Stimmgewaltig, emphatisch bringen die rund 100 Männer und Frauen den Gefangenenchor „Va pensiero“ aus „Nabucco“ von Guiseppe Verdi – ein kraftvolles, sehnsüchtiges, nach wie vor aktuelles Stück. Riesenbeifall, Blumen für die Solisten, die Vorsitzende Elfriede Rauscher, die Konzertmeisterin, Katja Leseman und die Dirigentin,  Anne-Regina Sieber. Als Zugabe erklang  „Schon die Abendglocken klangen“ aus der Oper „Das Nachtlager in Granada“ von Konradin Kreuzer.

Klaus Haid, 7. Okt 2015, Chorgattung, gemischte Chöre, Männerchöre, Oberschwäbischer Chorverband, Singen und Stimme, Kommentare per Feed RSS 2.0, Kommentare geschlossen.

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