OCV-Frauenchor auf Chorreise

P118031332 Mitglieder des OCV-Frauenchores und einige männliche Begleiter waren vom 25.-28. Juni auf großer Reise. Ziel dieser Chorreise war das Hochpustertal in Südtirol, wo jährlich das „Alta Pusteria Internationalchorfestival“ stattfindet. Um es vorweg zu nehmen, es war eine schöner Aufenthalt in dieser wunderbaren Bergregion, gepaart mit gut gelungenen Auftritten und interessanten Begegnungen mit Chören, nicht nur aus Europa sondern auch Übersee und Asien.

Am Donnerstag ging es nach einer Einsammeltour quer durch Oberschwaben in flotter Fahrt über den Fernpass und den Brenner nach Vierschach, am Ende des Pustertales, wo die Gruppe schon im Hotel „Löwen“ erwartet wurde. Nach dem Check in und einer kurzen Verschnaufpause, rief dann auch schon die Chorleiterin Anne-Regina Sieber zur Chorprobe, denn am Abend stand der Auftritt beim Abendkonzert im Haus Sexten in Sexten an. Zwei italienische Chöre, ein tschechischer Chor und der OCV-Frauenchor  gestalteten diesen gut besuchten Konzertabend.

„Laudate dominum“, das „Ave Maria“ von Brahms sowie „Swing low, sweet chariot“ und „Kann es wirklich Liebe sein“, waren die Chorsätze, mit denen der Chor zu gefallen wusste. Besonders schön das „Wenn die Sonne erwacht in den Bergen,“ sehr gepflegt und mit feiner Dynamik vorgetragen. Auch wenn der Chor und die Chorleiterin noch Verbesserungspotenzial sahen, war es doch ein guter Start in die sangesintensiven Tage. Nach kurzer Nacht, so manche hatten die Hotelbar noch unsicher gemacht, ging es am Freitagvormittag ins Fischleintal im Naturpark Sextner Dolomiten. Reiseleiter Eugen Kienzler hatte ein angenehme Wanderung durch dieses malerische Dolomitental ausgewählt an deren Ende die bekannte Talschlusshütte die Rastsuchenden erwartete. Zum Dank für eine gute Jause gab es für die Wirtin und die anderen Gäste noch ein Ständchen, bei dem die Sängerinnen ihr „Ein Likörchen für das Frauenchörchen“ so inbrünstig sangen, dass sich die Hüttenwirtin erbarmte und eine Runde desselben spendierte. Der beeindruckende Konzertsaal des Gustav-Mahler-Hauses in Toblach war der Rahmen beim Großen Liederabend, bei dem 11 Chöre in Kurzauftritten sich dem Publikum präsentierten. „Kann Liebe wirklich Sünde sein“ und „Rock for fun“ waren die Stücke mit denen die Damen um Anne-Regina Sieber das beifallsfreudige Publikum begeistern konnten. Beim „Rock for fun“ bewiesen die Damen nicht nur stimmliche sondern auch rhythmische Qualitäten und so manchen Hüftschwung. War die Sonne bisher der treue Begleiter, so war es am Samstagvormittag bedrohlich wolkig, als es ins Antholzertal ging, wo der Chor bei der „Revue im Freien“ bei der Huberalm mitwirkte. Tröpfelte es zu Beginn des Singens, sangen der Kölner Chor Brückenschlag und die OCV-Frauen die Sonne herbei.

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Nach dem offiziellen Teil war Singen in breiter Front angesagt. Mit der Harmonikabegleitung des Kölner Dirigenten wurden deutsche Volkslieder aber auch italienische Lieder wir beispielsweise das „La Montanara“ gesungen. Der Höhepunkt des Chorfestivals war die samstägliche Chorparade in Innichen, bei der alle 73 Chöre in einem Festzug auf den Hauptplatz kamen, um dort gemeinsam die heimliche Nationalhymne „Valpensiero“ intonierten. Bei den Italienern sah man dabei so manche versteckte Träne, oder waren es Regentropfen, eines kurzen Schauers.

Während am Abend einige Reiseteilnehmer in Innichen nochmals bei einem Kirchenkonzert die Schönheit des Singens genossen, genossen der Rest der Truppe das Zusammensein im „Löwen“ mit viel Gesang und Humor. Am Sonntagmorgen hieß es dann Abschied nehmen. Nach einem Ständchen für das aufmerksame Personal des „Löwen“ ging es nach Brixen. Dort gab es eine informative und anekdotenreiche Stadtführung und eine gute Einkehr im „Grünen Baum“. Danach ging es, mit einem Zwischenstopp in Mittenwald, wieder der oberschwäbischen Heimat entgegen, die doch eine der schönsten Flecken der Erde ist.

Klaus Haid, 7. Okt 2015, Chorgattung, Frauenchöre, Oberschwäbischer Chorverband, Singen und Stimme, Kommentare per Feed RSS 2.0, Kommentare geschlossen.

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