Mit Hingabe und Sinn für Nuancen

Sängerinnen und Sänger des gastgebenden Liederkranzes Jagstheim und "Der etwas andere Chor" beim Singen von "Memory" aus dem Musical "Cats"

Sängerinnen und Sänger des gastgebenden Liederkranzes Jagstheim und „Der etwas andere Chor“ beim Singen von „Memory“ aus dem Musical „Cats“

Acht Crailsheimer Chöre hatten sich in der gut gefüllten Bonifatiuskirche zum Herbstkonzert zusammengefunden. Von jazzigen Psalmtönen bis zu Schlagermelodien reichte die musikalische Bandbreite, die vom Publikum mit Begeisterung aufgenommen wurde.

Schwungvoll eröffnete der gastgebende Chor aus Jagstheim unter Leitung von Rosalinde Bauer mit Rocco Granatas „Marina“ den Melodienreigen und ließ mit „La Pastorella“ ein ruhigeres, empfunden gesungenes Stück folgen. Zusammen mit „Der etwas andere Chor“ wurde „Memory“ aus dem Musical „Cats“ von Andrew Lloyd Webber weich intoniert vorgetragen.

Zu „Zwei kleine Italiener“ hatte Chorleiterin Magdalena Dratwa von „Der etwas andere Chor“ auf Details geachtet, die der Wiedergabe den nötigen Pfiff verliehen. Leicht soulig folgte Michael Jacksons „Heal the World“, dem mit Drive das „Daydream Lullaby“ gegenübergestellt wurde – auch hier wieder recht nuanciert.

Dass junge Dirigentinnen oder Dirigenten wunderbare Impulse zu verleihen wissen, zeigte der Auftritt des Liederkranzes Onolzheim. Karin Sonnenfroh hatte zu „Schau mir in die Augen“ auf gute Artikulation großen Wert gelegt. Das wiederholte sich zu „Warum bist du gekommen“ aus Ruggero Leoncavallos Oper „Der Bajazzo“. Nicht nur klang „und leise schlägt mein Herz dir zu“ schön zurückgenommen; es wurden auch die Nuancierungen zum sich wiederholenden „Vielleicht“ in ihrer Vielfalt ausgelotet.

Nach Wolfgang A. Mozarts „Wirf einen Blick aus dem Fenster“ übernahm der Liederkranz Westgartshausen mit Schlagertönen: Heinz Erhardts „Fährt der alte Lord fort“ wurde gewitzt und mit Sinn für Temposchwankungen wiedergegeben. Chorleiterin Lilli Krieger entlockte ihren Sängern zu „Stern, auf den ich schaue“ eine durchaus innige Gesangsweise.

Kraftvoll klang danach die Chorgemeinschaft des Liederkranzes Tiefenbach und des Männerchors Triensbach unter Leitung von Jolanta Hofmann mit „Wo Musik erklingt“ und dem „Kosakenliedchen“. Etwas runder und weicher getönt wirkte am Ende „Glocken der Heimat“.

Mit Hingabe stellte dem der Liederkranz Roßfeld mit Leiterin Cornelie Lindenmeyer Amanda McBrooms „Die Rose“ gegenüber. Eingerahmt wurde der 1979 für den gleichnamigen Film und Bette Midler als Interpretin geschriebene Song von Udo Jürgens‘ „Lieder“ dem Volkslied „Abend wird es wieder“.

Gedämpft ruhig, schlicht im Ausdruck und klar durchhörbar erklang darauf Paul Gerhardts „Nun ruhen alle Wälder“ im Chorsatz von Johann Sebastian Bach durch den von Bettina Kartak geleiteten Kammerchor Crailsheim. Spannungs- und abwechslungsreich war die Interpretation von Henri Carols „Laudate Dominum“ zu hören, mit Groove Johannes Matthias Michels „Psalm in Jazz“.

Das Chortreffen beschloss die Chorgemeinschaft Altenmünster Ingersheim, die ihre Vortragsstücke auswendig präsentierte. Schön war zu Dmitri Bortnjanskis „Tibje pajom“ die Spannung zwischen hohen Tenören und tiefen Bässe herausgearbeitet worden. Offen und befreit im Klang erschien Gerd Sorgs „Der Wanderer“, während Chorleiter Arnulf Brenner „Good News“ zupackend singen ließ.

Walter Scheiner, 1. Nov 2015, Chorverband Hohenlohe, Frauenchöre, gemischte Chöre, Männerchöre, Singen und Stimme, Kommentare per Feed RSS 2.0, Kommentare geschlossen.

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