Kindermusikwelt „Toccarion“ in Baden-Baden begeistert junge Besucher

Foto: Koppelstätter Medien

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Welches Kind würde nicht gerne mal in eine echte Tuba blasen und der Königin der Blechblasinstrumente einen Ton entlocken? Die einzigartige Kindermusikwelt „Toccarion“ im Festspielhaus Baden-Baden führt junge Menschen zwischen fünf und zwölf Jahren spielerisch an die vielfältige Welt der Musik heran. Hier dürfen sie hören, staunen und vor allen: sehr viel selbst ausprobieren! Der Name Toccarion ist eine neue Wortkreation, in der zwei Begriffe aus der Musik anklingen: „toccata“ (ein frei gespieltes Musikstück) und „toccare“ (italienisch für berühren, betasten, anfühlen).

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Auf einer Fläche von 600 Quadratmetern können die Kids nach Lust und Laune aktiv werden, selbst komponieren, Töne erzeugen, eine Klarinette auseinander nehmen oder eine echte Harfe streicheln. Spaß an der Musik, am Erzeugen von Klangwelten, am Lauschen und Staunen stehen dabei im Vordergrund. Ein Team aus 13 Musiklotsen führt täglich Gruppen von Kindergärten, Schulklassen, Musikvereine oder Einzelbesucher durch die fantastische Musikwelt. Einzigartig ist dieses Konzept. Der Stifter Sigmund Kiener hat die Kinderwelt ins Leben gerufen und mit 4,5 Millionen finanziert. Die Sigmund Kiener Stiftung übernimmt auch alle laufenden Kosten.

Zur Eröffnung im Mai 2013 kam Sopranistin Anna Netrebko und war nicht nur als gefeierter Star der Opernwelt begeistert, sondern auch als Mutter sofort angetan, von den Möglichkeiten, die Kinder hier haben. Viele große Musiker unterstützen das Projekt und zeigen den jungen Menschen, was ihnen persönlich am meisten Freude bereitet, sind hautnah dabei und machen selbst mit. Die deutsche Band Glasperlenspiel hat das Toccarion ebenso besucht wie der russische Geiger Maxim Vengerov, Panik-Rocker Udo Lindenberg oder Stars des SWR-New-Pop-Festival.

Das Abenteuer Musik führt durch mehrere Räume: Einer davon ist in Farbe getaucht. Die Kinder knien gespannt auf dem Teppich und horchen aufmerksam. Seitlich am Boden sind Lichtbänder, die dauernd ihre Farben verändern. Gleichzeitig erklingen Töne: Ein helles Rot geht in ein zartes Blau über, dann verdunkeln sich die Farben, intensivieren sich. So wie die Farben, so verändern sich die Töne, die zu hören sind. Ein Spektrum an mitschwingenden Tönen ist zu vernehmen, für das Musik den Fachbegriff der Klangfarbe kennt. Indianergesang, eine Schiffshupe, eine Biene oder ein Horn haben die Kinder wahrgenommen. Und schon sind die jungen Menschen ganz bei Sache. Was braucht man eigentlich, um Töne zu erzeugen? Richtig: Luft und wie das funktioniert mit Zwerchfell und Stimmbändern, dürfen alle gleich nebenan ausprobieren. Hier erfahren die jungen Besucher, dass Musik Emotionen ausdrücken kann. Wer ein lachendes Smiley drückt, der hört eine fröhliche Melodie und wer das verliebte Smiley anklickt, dem erklingen romantisch herzerwärmende Töne.

Virtuelle Spiele und physikalische Experimente zur Akustik sind im Dschungel der Klänge zu entdecken. Selbst ihren Bewegungsdrang können Kinder hier austoben. „Lass es krachen“ heißt beispielsweise ein Workshop, bei dem die jungen Menschen ordentlich auf Schlaginstrumente trommeln, stampfen oder in einer Bodypercussion ihren angestauten Frust loswerden. Wer will kann munter auf einem riesigen Walking Piano hüpfen und es so zu Leben erwecken. Über Kopfhörer, Mikro und Zerrspiegel werden Stimme und Körper verfremdet, was immer wieder Lachsalven hervorruft. Die jungen Musiker dürfen sogar ein virtuelles Orchester dirigieren.

An den Wochenenden werden neben Führungen für verschiedene Altersstufen auch Familienführungen für Erwachsene und Kinder gemeinsam angeboten. Das Interesse ist groß und die Benotung der Besucher fällt spitzenmäßig aus: Zwischen 1,0 und 1,4 lag die Bewertung der bisherigen Nutzer. Wer einmal da war, geht begeistert und beschwingt nach Hause, mit Musik in den Ohren und einem Lied auf den Lippen.

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Johannes Pfeffer, 10. Dez 2015, Chorjugend im SCV, Eltern-Kind-Musik, Singen und Stimme, Kommentare per Feed RSS 2.0, Kommentare geschlossen.

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