Chorvereinigung Weil der Stadt lässt die Stadthalle brodeln

Weil der Stadt 27./28.02.2016 – „Die Chorvereinigung ist nicht 180 Jahre alt, sondern 180 Jahre jung“, so kommentiert Schirmherr und Bürgermeister Thilo Schreiber nach der ersten Pause die rundum gelungene Musical-Show, mit der der Chor sein 180. Jubiläum aus dem Jahr 2015 nachfeiert  – und überreicht der Vorsitzenden Heike Wolf als Anerkennung eine Jubiläumsgabe und eine Spende für die Vereinskasse.

Zahlreiche Gäste sind gekommen um Spaß zu haben, und den haben sie am Samstag und Sonntag in der rappelvollen Stadthalle. Denn was die Chorvereinigung auf die Bühne bringt ist kein Remix von Musicals, die man schon einmal gesehen und gehört hat. Regisseur Sebastian Schmid, der das Ganze aus dem Off moderiert,  hat jede der vier Geschichten entsprechend der Epoche inszeniert, in der sie entstanden ist. Dabei hat er sich die künstlerische Freiheit genommen, seine eigenen Kommentare einzuflechten und hier und da die Handlung an seine Vorstellungen anzupassen. Gerade diese unvorhersehbaren Pointen sorgen für so manchen Lacher. Die Sängerinnen und Sänger sind in die Musical-Show eingebunden, nicht nur im Chor, sondern auch als Darsteller, als Solisten und in Choreografie-Szenen. Besonders stolz ist die Chorvereinigung darauf, dass alle Solo-Sängerinnen und -Sänger aus den eigenen Reihen stammen, vorwiegend aus dem jungen Cross Generational Choir. Ein Zeichen für die gute Nachwuchsarbeit des Vereins.

WdS My fair LadySpritzig, witzig und augenzwinkernd wird die wahre Geschichte von My Fair Lady  in Form eines Stummfilms mit schwäbischen Texttafeln im Hintergrund erzählt. Mit dabei die Tänzerinnen der Ballettschule gymnastica. Gerade diese Kombination aus Schauspiel, Tanz und Gesang ist es, die das Publikum begeistert.

Das Musical König der Löwen aus den 90ern wird als spannender Animationsfilm mit vielen urkomischen Details gezeigt. Auch hier gibt es Tanzeinlagen und die Solisten beeindrucken mit ihren kraftvollen Stimmen.

WdS AmericaBei West Side Story geht es nach der Pause weiter wie am Film-Set. Die Szenenbilder aus Weil der Stadt als Kulisse für die als Foto-Love-Story inszenierte Handlung kommen beim Publikum gut an. Natürlich ist Bernsteins West Side Story eine romantische Romeo-und-Julia-Liebesgeschichte. Evergreens wie „Maria“, „America“ und „I feel pretty“ passen eigentlich nicht zu dieser inszenierten Gegenwart.

WdS America BreakdanceEvergreens wie „Maria“, „America“ und „I feel pretty“ passen eigentlich nicht zu dieser inszenierten Gegenwart. Die Jets und die Sharks von heute haben eine andere Musik. Die 11-18-jährigen Tänzerinnen und Tänzer deuten das an mit einem aggressiv abgestimmten Rap. Eine starke Show mit dynamischen Ensemble-Szenen, auch eine choreografische Referenz an den Original-Tanz von Jerome Robbins; dazu ein ausgefeiltes Licht- und Soundkonzept.

WdS PhantomDas Phantom der Oper wird schließlich als modernes Theaterstück mit nur drei Akteuren auf der Bühne dargestellt, begleitet von einem stimmgewaltigen Chor.  Und die Torsten Bader Band ist es schließlich, die im Verbund mit Chorleiter Kai Müller der Musik einen rockigen modernen Touch einhaucht:  Sie alle machen ihren Job hervorragend, sind allzeit präsent, mit dem Herzen dabei und das hört man auch.

 

Fazit: Mit abwechslungsreichen Choreografien, einer mitreißenden Inszenierung und einem saalfüllenden Chor gelingt den Machern, das Publikum hervorragend zu unterhalten. Einzig Susanne Ehm, der es als „running Gag“ immer wieder gelingt, den Moderator aus dem Konzept zu bringen, kommt nicht dazu, ihr Solo aus dem Musical „Cats“ anzubringen – vielleicht beim nächsten Mal!

Und was kommt als nächstes?

Das Deutsche Chorfest wirft seine Schatten voraus, eine Großveranstaltung mit zahlreichen Chören der Republik, das diesmal direkt vor unserer Haustür stattfindet, nämlich in Stuttgart. Vom 26. bis 29. Mai 2016 werden die Chöre der Chorgemeinschaft Kai Müller gemeinsam in verschiedenen Projektgruppen auftreten. Die Proben beginnen am  15. März. Neue Sängerinnen und Sänger sind herzlich willkommen. Weitere Infos unter www.komm-singen.de

Ulrike Laude, Pressereferentin der Chorvereinigung

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