Deutsches Chorfest in Stuttgart – 3 Chöre aus dem Chorverband waren dabei!

Endlich war es soweit, das Deutsche Chorfest 2016 wurde am Donnerstag 26. Mai auf dem Schlossplatz in Stuttgart feierlich eröffnet.

Vom Land in die Landeshauptstadt gereist sind drei Chöre: Der „COE-Projektmännerchor“,  der „Liederkranz Deckenpfronn 1844 e.V.“ und „Chorrage Gesangverein Eintracht Haslach e.V“. In den vergangen Wochen wurde in den drei Chören viel geprobt. Man wollte sich ja schließlich nicht blamieren und von seiner besten Seite zeigen.

Chorrage Gesangverein Eintracht Haslach hatte seinen Auftritt gleich am Donnerstag nach der offiziellen Begrüßung auf dem Schlossplatz um 17:00 Uhr im Theaterhaus. Bei diesem Chor habe ich selbst als aktive Sängerin mitgesungen.
Was wird uns wohl erwarten? Haben wir auch Zuhörer? Wie ist die Akustik in dem uns zugewiesen Raum „Halle T 3“?  Viele Fragen schwirrten während der Anreise durch unsere Köpfe. Am Theaterhaus wurden wir von zwei sehr netten Damen begrüßt und in Obhut genommen. Sie führten uns in einen größeren Raum. Dort konnten wir uns auf unseren Auftritt einstimmen. Das Einsingen erwies sich etwas schwierig, da noch weitere Chöre ebenfalls mit im Raum waren.
Chorrage Auftritt TheaterhausEndlich war es so weit mit unserem Auftritt. Wir betraten die Bühne in Halle T 3. Unter der Leitung von Thomas Heckel stimmten wir unser erstes Lied „Can you feel the love tonight“ an.  Ein Aufatmen folgte, denn es hatte geklappt, auch wenn die Akustik etwas gewöhnungsbedürftig war. Weiter ging es mit „Viva la Vida“, nun war der Funke auch auf das Publikum übergesprungen. So war es auch bei unseren weiteren Liedern „Hymn“ und „Sweet Caroline“. Unser Schlusslied „Barbara Ann“ hat den letzten noch etwas verhaltenen Zuhörer aufgeweckt und zum mitklatschen ermutigt. Eine Zugabe durften wir leider nicht singen, da die Auftrittszeit bereits vorüber war und der nächste Chor schon in den Startlöchern stand. „Lange geprobt und schon vorbei“, dachten wir nun. Beim nächsten Chorfest müssen es mindestens zwei Auftritte sein, da waren wir uns alle einig.

Am Sonntag stand dann der Auftritt des Liederkranzes Deckenpfronn um 11:30 Uhr im Großen Saal des Rathauses im Programmheft. Mit den Stücken „Über den Wolken“, „Flieger grüß mir die Sonne“ und „Frei wie der Wind“ versetzte der Männerchor die Zuhörer in die Träume der großen Freiheit. Bei „Mit 66 Jahren“ zeigte sich, wer noch Schwung in sich hat, auch im Publikum, das seine Begeisterung durch mitklatschen erfreut an die Sänger weitergab. Liederkranz Deckenpfronn Auftritt im RathausUm dem Ganzen noch eine besondere Note zu verleihen, hatte der Männerchor unter der Leitung von Sergej Riasanow noch zwei Solisten mitgebracht. Gemeinsam mit dem Tenor Juan Ramon und dem Gitarristen Alberto Machichado sangen sie ein Liebeslied für eine schwarzhaarige Spanierin: „Chiquita Linda du spanische Rose, ich war in ihrem Bann, bin kein Torero, nur manchmal Caballero, da lachte sie mich an“.  Wer da nicht ins Träumen kam und den spanischen Rhythmus mitschwang hat im Leben wohl etwas verpasst. Viel zu schnell war auch dieser Auftritt vorbei. Doch ein paar Männer aus dem Deckenpfronner Chor hatten noch einen weiteren Auftritt vor sich, um 14:30 Uhr im Hegel-Saal in der Liederhalle wartete bereits der COE-Projektmännerchor.

Dieser COE-Projektmännerchor war der Repräsentant aller 49 Vereine des Chorverbands „Otto Elben“ mit seinen 78 Chören. So teilte es der Vizepräsident Klaus Daniels dem Publikum im Hegel-Saal mit. Unter der Leitung von Vizeverbandschormeisterin Renate Dannecker  sangen ca. 50 Männer durchweg a cappella romantische, traditionelle Männerchorsätze von Silcher, Schubert, Abt und Breu. Mit „Sonntag ist´s“ eröffneten die Männer ihren bunten Liederreigen.  Es folgte „Die Auserwählte“ mit der bedeutungsvollen Aussage: „Mädle ruck, ruck, ruck an meine rechte Seite“. Oder heißt es doch besser:an meine grüne Seite“?  Darüber philosophieren die Männer wahrscheinlich noch heute. Weiter ging es mit „Süß‘ Liebe liebt den Mai (Ein Bursch und Mägdlein flink und schön…)“, „Waldandacht (Früh morgens wenn die Hähne krähn….)“ und „Im Abendrot“. Wunderschöne, immer wieder gern gehörte Männerchöre wurden sehr gekonnt dargeboten.COE-Projektmännerchor Liederhalle(3)
Die Dirigentin und ihr Chor schafften es besonders bei „Die Abendglocken rufen“ die Zuhörer in ihren Bann zu ziehen. Als Dank geizte das Publikum nicht mit Applaus. Passend zum Wetter in Stuttgart verabschiedeten sich die Männer mit dem schwungvollen Rausschmeißer „Hans, bleib do, du woaßt ja net, wia ’s Weda wird“ beim begeisterten Publikum. Auch hier gab es leider keine Zugabe, da diese aus verständlicherweise zeitlichen Gründen beim Chorfest nicht möglich sind.

Unser Fazit lautet: Beim nächsten Deutschen Chorfest wollen wir Alle wieder mit dabei sein!
Ein großes Lob geht an die Organisatoren dieser wunderschönen, erlebnisreichen Chortage. Es hat alles wunderbar geklappt.

Ursula Wagner
Pressereferentin Chorverband Otto Elben

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Ursula Wagner, 6. Jun 2016, Chorverband Otto Elben, Singen und Stimme, Kommentare per Feed RSS 2.0, Kommentare geschlossen.

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