132. ordentliche Hauptversammlung des Oberschwäbischen Chorverbandes

Mit Optimismus und Selbstvertrauen stellt sich der Verband künftigen Herausforderungen und Zukunftsaufgaben

IMG_5384Im vollbesetzten Dorfgemeinschaftshaus hielt der Oberschwäbische Chorverband seine diesjährige 132. ordentliche Hauptversammlung ab. Aus den sieben Regionen des OCV waren die Sängerinnen und Sänger nach Renhardsweiler angereist, und zwar aus den Regionen Allgäu, Biberach, Bodensee, Iller, Laupheim, Bad Saulgau und aus dem Schussental. Eine musikalische Eröffnung nach Maß gelang dem Popchor des Liederkranzes Renhardsweiler mit dem flotten Titel „Run“ von Leona Lewis, welchen die Dirigentin Ursula Wentz und ihre 30 Sängerinnen und Sängern überzeugend zum Vortrag brachten. Da Chor-Präsident Achim W. Schwörer noch nicht zugegen war, übernahm in seiner für ihn typisch, freundlichen Art Geschäftsführer Eugen Kienzler aus Bolstern die Begrüßungszeremonie. Ein Willkommensgruß ging an die Landrätin des Landkreises Sigmaringen, Stefanie Bürkle, sowie an Bürgermeisterin Doris Schröter, Bad Saulgau und an die 95jährige Ehrenpräsidentin des OCV, Käthe Metzner.

Ein weiteres Mal verbreitete der Popchor mit dem Liederkranz viel Charme im Sängerforum mit  den flotten und temperamentvollen Chorsätzen „Cup Song“ aus Pitch Perfekt, „Westerland“ und zum Abschluss durch das rhythmische Glanzlicht „When I go“, welches durch Stevie Wonders Weltruhm erlangte. Der inzwischen aus Ludwigsburg angereiste OCV-Präsident Achim W. Schwörer nahm die Totenehrung vor, die Versammlung erhob sich von den Plätzen zu einem stillen Gedenken an die verstorbenen Mitglieder. Musikalisch erklang dazu der Satz „Der Herr ist mein Hirt“ von Bernhard Klein.

In ihrem Grußwort unterstrich Landrätin Stefanie Bürkle den hohen Stellenwert des gemeinsamen Singens und sprach von einem Genuss; der Gesang sei ein Spiegelbild unserer Seele in Anlehnung an ein Zitat. Der oberschwäbische Kulturraum befinde sich in einer gottgesegneten Region, hinzu noch mit einer florierenden Wirtschaft, dies sei ein großes Geschenk. In Anbetracht des Lutherjahres zitierte Bürgermeisterin Doris Schröter den Reformator mit den Worten: „Hier kann nicht sein ein böser Mut“- wo man singt, egal, ob es weltliches oder geistliches Liedgut sei. Der gemischte Chor des Liederkranzes Renhardsweiler mit seiner musikalischen Leiterin Ursula Wentz, hatte mit den Titel „Capri Fischer“ den Ohrwurm des Tages gelandet. Unübertrefflich harmonisch und unter die Haut gehend, das Publikum klatschte im Takt an den richtigen Stellen mit.

Nach der Auszeichnung mit der Silbernen, bzw. der Goldenen Verbandehrennadel langjähriger verdienter Sängerinnen und Sänger, betrat der Frauenchor des Oberschwäbischen Chorverbandes mit ihrer Leiterin Anne-Regina Sieber die Bühne. Der Titel „Entertainer“ war zur Eröffnung des Auftritts der 30 Frauen ein großartiges musikalisches Aha-Erlebnis. Es folgten die Songs „Bridge over troubled Water“ von Scott Jopin komponiert und „Jave Jive“, den Ben Oakland schrieb. Nach einer Verschnaufpause ging das Forum zum geschäftlichen Teil der Jahreshauptversammlung über. Aus dem Bericht des Präsidenten waren etliche „neue Töne“ zu vernehmen. Zum Beispiel das choreographische Singen ohne Noten und mit deutlich mehr Bewegungsabläufen im Vortrag. „Die Jugend will singen“ unterstrich er wörtlich, ihr müsse man einfach auch etwas zutrauen, „dann ist sie sogar bereit, auch Verantwortung zu übernehmen.“

Verbandgeschäftsführer Eugen Kienzler gab einen kurzen Überblick zu den Mitgliederbewegungen, derzeit sind es 11441, und davon beachtliche 4646 aktive Sängerinnen und Sänger. Die Förderung von neuen Chorleitern liegt ihm für 2017 besonders am Herzen. Er regte auch eine Ausbildung zum Vereinsmanagement an. Zum Abschluss seiner Ausführungen lud er zum Chorfestival dieses  Jahr in Dresden vom 2. bis 6. November in die Frauenkirche ein. Verbandschorleiterin Anne-Regina Sieber warb für Chorleiterprüfungen, die in Trossingen abgenommen werden.

Schatzmeister Eugen Miller sprach von einer „soliden Kassenlage.“ Auch in 2017 könne „ein kleines Plus“ erwartet werden. Rechnungsprüfer Josef Hipp, der  mit Josef Bernhard die Finanzen überprüft hatte, bescheinigte eine ordnungsgemäße Führung der Geldgeschäfte. Ortsvorsteherin Sonja Halder, Renhardsweiler, oblag die Entlastung; sie lieferte den Versprecher des Tages (wörtlich:) „Damit ist die Vorstandschaft einstimmig entlassen.“ Die Entlastung ging dennoch mit hundertprozentiger Einstimmigkeit über die Bühne. Bei den nachfolgenden Wahlen wurde Erwin Gering als Vizepräsident erneut in seinem Amt bestätigt. Bei der Wahl des neuen Schatzmeisters Franz Zinser gab es weder Gegenstimmen noch Enthaltungen. Ebenso einstimmig wiedergewählt wurden Geschäftsführer Eugen Kienzler, Schriftführer Alois Cornely  und Siegmar Schmidt als IT/TOOLSI-Beauftragter.

Die Geehrten und die Präsidiumsmitglieder auf einen Blick.

Die Geehrten und die Präsidiumsmitglieder auf einen Blick.

Ehrungen:

Silberne Verbandsehrennadel

Hildegard Baur, Liederkranz Marbach, Bruno Geiger, Männerchor Unteressendorf, Erika Heilborn, Donaulerchen & Sängerfreunde Bad Saulgau; Erwin Schmid, MGV Harmonie Gutenzell.

Goldene Verbandsehrennadel   

Eugen Miller OCV-Präsidium; Ursula Rechle, Liederkranz Marbach; Josef Röck, Donaulerchen & Sängerfreunde Bad Saulgau; Siegmar Schmidt, OCV-Präsidium; Karin Stohr, Sängergruppe Engerazhofen; Hermann Vöhringer, OCV-Präsidium; Irmgard Weiler, Liederkranz Warthausen.

Klaus Haid, 22. Mrz 2017, Gaue und Verbände, Oberschwäbischer Chorverband, Kommentare per Feed RSS 2.0, Kommentare geschlossen.

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