Phantasievolle Kompositionen aus der jugendlichen Lebenswelt von baff!

Die junge A-cappella-Formation baff! legt ein erstaunliches kreatives Tempo vor. Weniger als vier Jahre nach ihrer Gründung veröffentlichen Sie mit weiter atmen bereits ihr zweites Studioalbum.

Weiter atmen ist nachdenklicher als das Debut-Album niemand anders. Das liegt jedoch nicht nur an herzerwärmenden Balladen, wie Wenn sie lacht und Liebe Liebe. Jonathan, Maj, Jörgen und Lilly verwandeln den Blick Jugendlicher auf die Welt in Musik. Als Auftakt der CD beschreibt Frei optimistisch und kraftvoll das Gefühl, einen neuen Lebensabschnitt, wie einen Umzug zum Studium, zu beginnen. Der “Schnellebigkeit als Leitmotiv” setzt Rastlosigkeit mit einer entspannten liedermacherartigen Shuffle-Nummer einen Kontrapunkt entgegen. Dagegen zeigt Dreh’ dich einen zynischen Blick auf die, die im System gefangen sind. In bester bond’scher elektro-rock Manier bringt baff! in Um alles in der Welt dann auch die Wut zum Ausdruck, die den “neuen Mut” zur Veränderung der Welt weckt. Um dann im Titelsong weiter atmen die Zerrissenheit zwischen Durchhalten und Suchen in extremen Stilkontrastren zu besingen.

Die Kompositionen von Jonathan Mummert und Jörgen Roggenkamp bieten eine große Spannbreite der stilistischen Möglichkeiten von A-cappella-Musik, die immerwieder zitathaft ihre Vorbilder anklingen lassen. Sie sind auf das Ensemble zugeschnitten, und erlauben daher, dass baff! einen eigenen Ensembleklang pflegen. Dieser erlaubt den charakterstischen Einzelstimmen immerwieder Raum zu geben und zugleich ein harmonisches Ganzes zu bilden. 2016 haben baff! mit ihren Kompositionen und ihrem Klang den 1. Jury Preis beim A-cappella-Wettbewerb Scala Vokal gewonnen.

Aber natürlich können baff! auch einfach Freude an A-cappella-Musik, das zeigt das äußerst einfallsreiche Arrangement des Vokalmusikklassikers “Veronika der Lenz ist da”. Und so ist weiter atmen von baff! für den Hörer ein spannendes, hörenswertes Album eines kreativen jungen Ensembles, die zurecht mehr und mehr von sich hören machen.

Johannes Pfeffer, 10. Sep 2017, Gelesen, gehört, Kommentare per Feed RSS 2.0, Kommentare geschlossen.

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