MGV Frohsinn Renningen wird seit 20 Jahren ge(Beuth)elt

MGV Frohsinn Renningen wird seit zwei Jahrzehnten von Astrid Beuth dirigiert – mit Erfolg, wie das jüngste Konzert zeigt!

Auf eine Reise in die letzten 20 Jahre haben die Chöre des Männergesangverein Frohsinn und die Moderatorin Simone Blank die Zuhörer am Samstag mitgenommen. Mit den beliebtesten Stücken und lustig, wie auch kurzweilig vorgestellten Geschichten und Anekdoten der letzten 20 Jahre wurde das Jubiläum von Astrid Beuth begangen: so lange ist sie bereits Chorleiterin beim Verein. Und, wie live zu hören war und vom Publikum in der gut besuchten Stegwiesenhalle durch begeisterten Applaus bestätigt wurde: sie hat alles richtig gemacht.
Der Männerchor eröffnete das Konzert „auf einem persischen Markt“. Kraftvolle Akkorde wechselten sich mit sanft schwelgenden Melodien, die arabischer Musik entlehnt scheinen, ab. Der Chor zeigte sich gleich beim ersten Stück gut aufeinander eingestimmt, mit gut ausgewogen Stimmen und sauber intonierend. So auch bei den nächsten Stücken, die die musikalische Bandbreite des Chores eröffneten: „Pferde zu vieren traben“, „Volksliedchen und Märchen“ und „Ach ich hab in meinem Herzen“. Beim letzten Lied des Männerchors im ersten Konzertteil überzeugte Albert Sauter als Solist bei der Erzählung der „12 Räuber“.
Auch male:vox, der „junge“ Chor des Vereins spannte im ersten Teil einen weiten Bogen: die Männer sangen vom „kleinen grünen Kaktus“, den die Comedian Harmonists in den 30er Jahren des letzten Jahrhunderts bekannt gemacht haben, interpretierten „She’s always a Woman“ von Billy Joel, wie auch „Halleluja“ von Leonard Cohen als a capella Versionen. Und mit „Zieh die Schuh aus“ des leider schon verstorbenen Jazz-Sängers Roger Cicero beendeten sie ihren ersten Einsatz. Bemerkenswert auch hier, wie die Sänger unter Leitung von Astrid Beuth musikalischen Reichtum entfalteten. Die teils anspruchsvollen rhythmischen und harmonische Herausforderungen der Arrangements meisterten die Sänger auf hohem Niveau. Wirklich beachtlich, was dem Publikum geboten wurde.

Das Quartett, eine Gruppierung aus fünf Sängern des Vereins schloss den ersten Konzertteil mit „Weit, weit weg“ und „der Weinkeller“ ab.
An dieser Stelle ist die Moderatorin des Konzertes hervorzuheben, die auf sympathische Art durch das Programm führte. Sie hat keck auch immer wieder das Publikum angesprochen. Und schließlich wissen wir jetzt, wie Astrid Beuth zum Männergesangverein gekommen ist, was im damaligen Vorstand Hermann Arzt vor sich ging, als es darum ging die erste weibliche Chorleiterin für den Chor zu engagieren. Und wir kennen Höhepunkte und auch einen Tiefpunkt aus den letzten 20 Jahren des Musizierens beim Frohsinn.
Nach der Pause ging es mit großem Unterhaltungswert weiter: der Männerchor hat von der hängenden „Uhr des Großvaters“ erzählt, etwas anzüglich „das feine Mädchen um Erlaubnis“ gefragt und die „Ballade vom Löwenzahn“, der auf Gleisen der Deutschen Bahn gewachsen ist, erzählt.
Male:vox haben mit enormem dynamischem Spektrum überlegt, was sie mit dem „drunken sailor“ anstellen könnten, erklärt, was laut Herbert Grönemeyer „Männer“ zu einem echten Mann macht und mit „Santiano“ nochmal auf die raue Seefahrt mitgenommen. Besonderen Mehrwert für das Publikum hatte der Titel „Linsengericht“, in dem die Männer das schwäbische Leibgericht Linsen und Spätzle in vertonter Form vorgekocht haben. Ein leichtes jetzt, dies den Männern nachzutun. Und die Schwabenehre wurde schließlich mit dem Titel „Mir im Süden“ noch sanft gestreichelt und mit Stolz erfüllt.
Nach den abschließenden Worten der Moderatorin und von Volker Buchholzer, der sich im Namen des Vorstands bei den Akteuren des Konzertes bedankte, sangen beide Chöre gemeinsam „aus der Traube in die Tonne“. Bei dem vollen Sound, den die vereinten Stimmen hervorbrachten, waren Zugaben unumgänglich.
Mit dem „Gefangenenchor“ aus Nabucco, den Thomas Bentel einfühlsam und technisch versiert am Klavier begleitete, wie zuvor bereits einige andere Stücke des Konzerts, und „Jägers Abschied“ von Mendelssohn-Bartholdy endete ein in allen Belangen gelungenes und genussvolles Konzert.

Text und Foto: Thomas Bentel, Schriftführer des MGV Frohsinn Renningen

 

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