Frauenchorausflug nach Glatt und Haigerloch

Bei idealem Reisewetter starteten am 22. September 30 gutgelaunte Damen des Frauenchors des Gesangvereins Eningen zu ihrem Jahresausflug.

Über Tübingen und Nagold, dann kurz vor Horb Kaffeepause mit frischen Brezeln, verbunden mit einem kleinen Spaziergang zu einer Aussichtsplatte. Weiter ging’s am Neckar entlang, vorbei an der Ulrichskapelle in Neckarhausen, wo neben dem Kirchenportal in einem Rahmen aus Sandstein ein steinerner Brotlaib zu sehen ist. Der Legende nach bat in Zeiten großer Hungersnot ein Bettler die Schlossherrin zu Neckarhausen um Nahrung. Die edle Dame wollte ihr Brot aber nicht mit ihm teilen. Das hatte zur Folge, dass ihr letzter Laib Brot zu Stein geworden war. Sie verstand dies als mahnendes Zeichen Gottes, bereute ihre Hartherzigkeit und half ab da den Armen, wo immer sie konnte.

Nächstes Ziel: Das imposante Wasserschloss Sulz-Glatt im oberen Neckarraum – eine der besterhaltenen Schlossanlagen des ganzen Landes. Im November 2001 wurde dort ein Kultur- und Museumszentrum eröffnet. Dabei sehenswert die Rüstkammer, wo Waffen, diverse Rüstungen, Utensilien vom Kettenhemd bis zum Keuschheitsgürtel und sogar ein Ritter hoch zu Ross zu bewundern sind. Auf anderer Ebene sind die politischen und gesellschaftlichen Aspekte adeliger Herrschaft dokumentiert. Die Galerie, quasi das „Schaufenster der Kunst“ umfasst in einer Dauerausstellung rund 170 Exponate namhafter Künstler, z.b. HAP Grieshaber . Angeschlossen ist auch ein Bauernmuseum – den Sängerinnen alles nahegebracht durch einen besonders kompetenten Führer. Im historischen Schloss-Cafe, wo jeder Raum anders möbliert ist, stärkten sich die Eningerinnen jetzt mit riesigen Kuchen- und Tortenstücken.

Anschließend dann Weiterfahrt nach Haigerloch, wo in der Unterstadt am Marktplatz das Privatmuseum Alraune im Schwanen Außergewöhnliches bietet. Seit 38 Jahren wächst diese Welt, die nicht nur aus 70 lebensgroßen, textilen und schrillen Kunstfiguren besteht, sondern auch mit tausenden von dazugehörigen Objekten verblüfft. Alles von der Künstlerin selbst genäht. Jede Saison gibt es ein anderes Konzept. 2018: „Alraunes Gefühl für Wurst“. Im Keller-Kino mit einem Kurzfilm ins Thema eingeführt und mit einem passenden Wurst-Hutmodell ausgestattet, beginnt der individuelle Rundgang durch die Ausstellung, die in Suiten und Zimmern bis in die oberen Stockwerke führt. Die schrägen oder auch skurrilen Szenerien lassen dabei die bunte Phantasie der Textil-Artistin erahnen.

Nach diesem Kunstgenuss und einem Schlenker in die Oberstadt erreichten die 30 Damen die prachtvoll ausgestattete Wallfahrtskirche St. Anna. Mit dem Lied „Herr, deine Güte“ und dem Kanon „Dona nobis“ war dann auch wieder die musikalische Seite der Ausflüglerinnen im Programm.

Über Rottenburg und Tübingen ging’s jetzt nach Sickenhausen, wo im „Adler“ eingekehrt wurde. Den Katzensprung nach Eningen begleiteten Abendlieder. Aber auch viel Lob an Heide Mettenberger für die tolle Organisation und dem freundlichen Fahrer Werner fürs gute Fahren.

Text: Gerda Frey

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Matthias Maier, 26. Sep 2018, Chorverband Ludwig Uhland, Kommentare per Feed RSS 2.0, Kommentar schreiben,

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