„Alles Oper!“ in Hohenhaslach

Eine abwechslungsreiche Operngala mit vielen Überraschungen bot der Liederkranz Hohenhaslach seinen Gästen. Opernchöre und Arien, die unterschiedlicher kaum hätten sein können, standen in der bis auf den letzten Platz gefüllten Kirbachtalhalle auf dem Programm des Vocalensemble Stromberg. Der Chor überzeugte nicht nur in temperamentvollen Partien wie „Hoch lebe die Freude“ aus „Zar und Zimmermann“ von Albert Lortzing oder Mozarts „Sing dem großen Bassa Lieder“ aus der „Entführung aus dem Serail“, sondern auch mit gefühlvollen Chören wie „Summertime“ aus „Porgy und Bess“ von George Gershwin oder dem „Gebet der Agathe“ aus dem“ Freischütz“ von Carl Maria von Weber.

Samtweich und doch raumfüllend überzeugte der Chor in weiteren Darbietungen. Die Stimmungen von Leidenschaft, Sehnsucht und Melancholie wurden lebendig, die italienische Lebensart bei Stücken von Verdi greifbar und mitreißend, eine schwermütige Gedrücktheit beim „Gefangenenchor“ deutlich spürbar. Die aus Hohenhaslach stammende Sopranistin Gunda Baumgärtner brillierte in bekannt bestechender Art und verstand es, die Gäste mit ihrer grandiosen Stimme und schauspielerischem Talent in ihren Bann zu ziehen. Unwiderstehlich zeigt sie sich mit der Arie „Una voce poco fa“ aus Rossinis bekannter Oper „Der Barbier von Sevilla“ und meistert selbst schwierigste Koloraturen mit begeisternder Leichtigkeit. Aber auch mit der emotionalen Arie „Mi chiamano Mimi“ aus Giacomo Puccinis Oper „La Boheme“ begeistert die wandelbare Sopranistin das Publikum.

Der Tenor Ivan Yonkov, seit 10 Jahren beim Staatsopernchor Stuttgart, war mit seiner gefühlvollen Stimme wie geschaffen für die melancholische Arie „Che gelida Manina“ aus „la Boheme“, begeisterte das Publikum ebenso mit der bekannten Arie „La donna è mobile“ aus Verdis „Rigoletto“. Am Klavier begleitete der Leiter des Stuttgarter Oratorienchores Enrico Trummer auf schwungvolle, routinierte Art. Die Gesamtleitung des Abends lag in den Händen der temperamentvollen Chorleiterin des Vocalensembles, Michaela Hartmannn-Trummer. Sie erzählte rund um die unterschiedlichsten Opernstücke eine wunderbare Geschichte, wodurch das Publikum eintauchen konnte in die große Welt der Oper. Unterstützt wurde dieser Eindruck durch die ständig wechselnden Kostüme der Chormitglieder. Nach 2 Stunden Programm und lang anhaltendem Applaus, können Zuschauer und Akteure auf einen Abend zurückblicken, der – wieder mit Unterstützung durch den ortsansässigen Schützenverein bei der Bewirtung – zu einer überaus gelungenen Veranstaltung wurde.

Bericht: Helene Stauch

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