KonzertRevue des Männerchores Eglofs

Männerchor Eglofs präsentiert Konzert-Revue „ZWIELICHT“

Sich im Dunkeln bewegende Gestalten, kriminelle Geschäfte und ganz viel Nebel bildeten den Mittelpunkt, um die sich die in Noten gesetzten Geschichten drehten. Und die Zuhörer ließen sich gerne „in den Strudel des Abgrunds“ ziehen.. Entbehrte es doch nicht eines gewissen Reizes, wenigsten in Gedanken beim „Ba-Ba-Banküberfall“ oder zu noch späterer Stunde dabei zu sein, wenn der „Kriminal Tango“ getanzt wurde.

In den Gesang von Gesamtchor und Quint Essenz mischten sich immer wieder Solobeiträge, die ihren Höhepunkt in den Darbietungen von Ulrike Alfes fanden. Was hätten die Männer ohne deren „My baby just cares for me“ gemacht? Fühlten sie sich doch darin bestärkt, dass ihnen alles Irdische egal wäre, wenn sie nur eine solche Liebe hätten. Aber eine kaufen? Das Angebot „Love for sale“ zu bekommen, war verführerisch. „Lady Marmalade“ ließ alle Überlegungen in einen wahren Rausch von „Gitchi gitchi ya, ya, here“ einmünden. Der Eglofser Männerchor zeigte sich in seinem Element.

Hatte Josef Kaufmann eine Gänsehaut erzeugende Homage an „Mackie Messer“ geboten, eroberte nach dem legendären „James-Bond-Goldfinger“ der „Vorstadt-Casanova“ in Gestalt von Hans-Jörg Jocham die Bühne. Sein wienerisches „I hob a messa in da tasch’n, nua benätz is nie“ machte dem verstorbenen Autor Georg Danzer alle Ehre. Mit der Titelmelodie zu „Babylon Berlin“, die im Saal euphorisch gefeiert wurde, endete die erste Halbzeit: „Zu Asche, zu Staub – dem Licht geraubt!“

Geklaut wurde im zweiten Teil die erste Zeile eines Silbermond-Hits, die Markus Frick so umfunktionierte, dass sie der alkoholseligen Stimmung gemäß war: „Ich habe einen Schnaps gefunden.“ Eine Überraschung war zweifellos das, was hinterher folgte. In Rockerklamotten bat der Chor das „feins Mädchen“, ihr in den Garten folgen zu dürfen. Johannes Brahms, der die Musik dazu schrieb, hätte sicherlich nichts dagegen gehabt.

Die stilistische Kehrtwendung folgte mit „Born to be wild“ prompt und „auf dem Reifen“. Wer konnte nicht die Stimmung abrufen, die die knatternden Maschinen der Biker in „Easy Rider“ erzeugt hatten? Nach dem Geständnis von Ulrike Alfes, dass allein „Egon“ schuld sei, ein Glas zu viel getrunken zu haben, blieb es beim Alkohol. Einmütig wurde „Aus der Traube in die Tonne“ gekeltert.

Auf „Für mich soll’s rote Rosen regnen“, das nach „allem oder nichts“ verlangte, kam vom Männerchor die bestätigende Schlussfolgerung: „Non, je ne regrette rien“. Und damit auch schon das Ende der grandiosen Show. Die Welterfolge von Frank Sinatra lieferten die ins Schwäbische übertragenen Texte wie „Des isch des allerletschde Lied, jetzt hondr‘s gschafft“ oder „Mir winschat euch: Kommat guat hoim!“
Natürlich wurde noch nicht „Ciao“ gesagt. Einige Zugaben mussten einfach sein. Wie auch der nächtliche Umtrunk nach einem wunderbaren Show-Erlebnis.

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