180 – Jahre Liedertafel Ludwigsburg 1838 e.V.

„Soli Deo Gloria“ (Ehre sei Gott allein) stand auf dem Programmheft zum großen Jubiläumskonzert. Dazu hatte der Traditionsverein am Sonntagabend den 4.11.2018, in die Ev. Stadtkirche am Marktplatz eingeladen. Stolz sei man schon ein bisschen, im Rückblick auf all die bewegten Jahrzehnte hinweg, dass es gelungen ist, den Gesangverein in der Stadt am Leben zu erhalten, trotz aller Sorgen junge Menschen heutzutage für den Chorgesang zu begeistern. So der 1.Vorsitzende Klaus Thomas in seiner Ansprache. Augenzwinkernd meinte er: „Wer weiß, in 20 Jahren dann vielleicht ein noch größeres Fest“?

Die musikalische Leitung lag in den bewährten Händen von „Georg Schmitt“. Nach erfolgreichen, glücklichen 40 Jahren mit Gotthilf Fischer, übernahm er 2014 die Liedertafel. Kultivierter Chorgesang, die Vermittlung von Freude, ist sein Credo. Seit 1987 ist er Mitglied der Musikredaktion des SDR/SWR. Viele Chöre hat der gebürtige Würzburger schon im Stuttgarter Raum geleitet. Konzentriert und mit viel Verve, hat er seine Sängerinnen und Sänger darauf vorbereitet. Sein agieren am Pult ist von Begegnungen mit Sir „Georg Solti“ und „Kurt Sanderling“ geprägt.

Die weltberühmte Trompetenlegende „Walter Scholz“ war der Stargast!

Ein Wiedersehen gab es dabei auch mit seiner Frau Silvia, die eine ehemalige Sängerin der Liedertafel ist.
„Peter Grabinger“ am Piano, bekannt auch durch die SWR-Produktion „Pop und Poesie in Concert“, brillierte und zeigte, warum er einer der renommiertesten Pianisten in Deutschland ist.

Organistin „Ute Droll“, Kirchenmusikdirektorin am Münster Schwarzach, harmonierte virtuos mit Walter Scholz auf der Empore. Das Männerensemble der Liedertafel wurde verstärkt von den „Postsenioren Ludwigsburg“. Atemlose Stille in der Kirche, nachdem die letzten Akkorde von „Franz Schubert’s „Heilig, heilig“, verklungen waren… Sakrale Kirchenmusik, wie das „Ave verum corpus“, von W. A. Mozart. Anton Bruckner’s „Locus Iste“, sowie Georg Friedrich Händel’s „Dank sei Dir, Herr“, waren unter anderen Kompositionen zu hören. Die Europahymne „Freude schöner Götterfunken“, von Ludwig van Beethoven durfte selbstverständlich nicht fehlen, stammt doch der Text aus der Feder von Friedrich Schiller, der in Ludwigsburg einst zur Schule ging.

Opernmelodien wie „Va Pensiero“ aus „Nabucco“, von Giuseppe Verdi, oder den Pilgerchor aus dem „Tannhäuser“ von Richard Wagner erfreuten die Konzertbesucher an diesem späten Nachmittag, in der vollbesetzten Barockkirche. Das Trompetensolo „Ave Maria“, von Bach / Gunoud, ließ doch da und dort bei den Gästen, Tränen über die Wangen kullern. Viel Applaus gab es auch für „Festival in Gold“, dem Gebet der UNO, kräftig unterstützt von Walter Scholz auf seiner Trompete. Ergreifend zum Schluss, als etwa 700 Menschen unter Orgelbegleitung und Trompetenklang den Choral miteinander anstimmten „Großer Gott wir loben Dich.“ Es sei „Gänsehaut und Götterfunken“ gewesen, war Tage darauf in der Ludwigsburger Kreiszeitung zu lesen.

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