Gut 100 Chorformationen bringen Hohenlohe zum klingen

  • die 50. Ordentliche Chorverbandsversammlung im Hohenloher Gau bewältigte eine umfangreiche Tagesordnung
  • Erich Reiter löst Alfred Schmidt als stv. Vorsitzender des Chorverbands ab

Aus langer Tradition kommend sind 71 Mitgliedsvereine des Chorverbands Hohenloher Gau in der Region unterwegs und bereichern das kulturelle Angebot mit der enormen Vielfalt heutiger Chormusik aller musikalischen Stilrichtungen in der gesamten Region von Edelfingen im Taubergrund bis hinauf nach Stimpfach an der Frankenhöhe. Neben Traditionsmänner- u. Gemischten Chören sind knapp 30 neue Chorformationen in den letzten Jahren in die Chorszene eingetreten. Besonders erfreulich auch der Anteil mit 7 Kinderchören.
Der Verband empfiehlt seinen Vereinen enge Kooperationen mit Schulen und Kindergärten aufzubauen bzw. weiterzuentwickeln, überall wo dies schon begonnen wurde. Extra dazu wurde in der Verbandsversammlung ein Vortrag mit der Kooperationsbeauftragten des Schwäbischen Chorverbands, Frau Ellen Strauss-Wallisch angeboten. Sie verstand es, das Thema für die Delegierten praktisch aufzubereiten und Impulse mit motivierenden Praxisbeispielen zu versehen.

Der Verbandsvorsitzende unterstrich, dass die Vereine alle Möglichkeiten probieren sollen, damit alle Kooperationsfelder noch stärker beackert werden. Chorsingen beginnt bei den Kindern und begleitet die Menschen bis ins Seniorenalter. Eine lohnende Zeitinvestition.
Hervorragende Gastgeber waren die Sängerinnen und Sänger der beiden Jagstheimer Chöre des Liederkranzes mit ihrem Vorstand Hermann Richter. Sowohl der Stammchor unter Leitung von Frau Rosalinde Bauer, wie auch der „Etwas andere Chor“ unter Leitung von Frau Magdalena Dratwa machten mit Ihren Chorvorträgen deutlich, wie sich zeitgemäßer Chorgesang gleichermaßen einfühl- wie auch unterhaltsam präsentieren lässt.

Mit den Chorsätzen „ Zauber der Musik“ und „Da wo man Lieder singt“, überzeugte der Stammchor. Vorstand Hermann Richter gab in seinem Grußwort Einblicke in die Jagstheimer Chorszene. Die Vereinsaktivitäten zeigen eine zukunftsorientierte Vereinsarbeit in Jagstheim.
Mit der vollen Klangfülle beider Choreinheiten wurde der Chorsatz „Wunder gescheh’n“ vorgetragen. Schlussendlich zauberte der „Etwas Andere Chor“ mit der topaktuellen Chorfassung von Katy Perry’s „Roar“ noch ein ganz modernes Klangbild in die Jagstauenhalle.
Die klanglichen Willkommensgrüße der Jagstheimer Chöre wurden mit viel Applaus der Verbandsversammlung honoriert.
Damit stellten die Jagstheimer Chöre unter Beweis, dass sie gut unterhalten und mit Freude das Singen im Chor verkörpern.

Gastredner aus der Politik, angefangen mit MdL Arnulf Freiherr von Eyb (CDU), Kreisvorsitzender Stefan Karg (GRÜNE), MdL Steffen Brauer (FDP) betonten übereinstimmend die Wichtigkeit der ehrenamtlichen Chorinitiativen für die Gesellschaft. Sie verwiesen auch auf die Zusage des Landes, im Rahmen der finanziellen Möglichkeiten die Chorleiterförderung weiter anzupassen. In einem kurzen Grußwort i. A. von Landrat Gerhard Bauer, hob der Erste Landesbeamte Michael Knaus die Bedeutung des Chorsingens für das gesellschaftliche Miteinander hervor.

Chorsingen ist ein wichtiges Kulturgut das Menschen verbindet. Zentrale Veranstaltungen des Verbandes, wie z.B. die Chorfestreihe „Singendes Hohenlohe“, zuletzt in Kirchberg a.d.Jagst oder in diesem Jahr das „Konzerterlebnis Hohenlohe-Franken“ in Crailsheim am 6. Juli mit dem benachbarten Sängerkreis Ansbach im Fränkischen Sängerbund sind aus Landkreissicht wert, unterstützt zu werden.
Der kommunale Zuspruch für die Aktivitäten des Chorverbands und seiner Vereine erfolgte von Oberbürgermeisterstellvertreterin, Frau Stadträtin Eva Doose für die Große Kreisstadt Crailsheim. Sie überbrachte auch den Dank der Stadt an die Gesangvereine im Stadtgebiet, die hier aus dem kulturellen Angebot nicht wegzudenken sind.

Als Hausherr der neuen Jagstauenhalle in Jagstheim freute sich Ortsvorsteher Horst Philipp, dass sein Liederkranz im dörflichen Zusammenleben eine zentrale Rolle einnimmt und mit seinen Chören, dem Stammchor und dem „etwas anderen Chor“ das Gemeindeleben bereichert und sozusagen für gute Unterhaltung mit sorgt und ehrenamtliche wertvolle Leistungen einbringt. Er betont, dass er die gute Stube des Stadtteils gern für die Verbandsversammlung geöffnet hat. Allen Gastrednern dankte Verbandsvorsitzender Hauf für die anerkennenden Worte. Er verwies darauf, dass in einem guten Miteinander alle Gewinner sind bei der Gestaltung gesellschaftlichen Zusammenlebens.

Weil viele Fragen zur Umsetzung der seit gut einem Jahr in Kraft getretenen EU-Datenschutzgrundverordnung immer noch alle Vereinsverantwortlichen beschäftigt, hat der Chorverband den Fachberater des Schwäbischen Chorverbands, den Vereins-Rechts-Experten schlechthin, Rechtsanwalt Christian Heieck, Vizepräsident des SCV zur Thematik eingeladen. Herr Heieck beleuchtete die Thematik praxisnah. Wertvolle Hinweise und Tipps konnten aufgenommen werden. Eine neueste Version eines Leitfadens für die Umsetzung der DSGVO wird allen Vereinen zeitnah noch nachgereicht. Der Experte ist für die Vereine im Rahmen seiner Beratertätigkeit für den Chorverband immer ansprechbar.

Beim Einzug des Gaubanners mit Gaufahnenträger Emil Braun, Frankenhardt, erklang sinnbildlich für den Bund der Chöre das „Bundeslied“ von W.A.Mozart. So konnte man mit den Klängen des Spontanchores (alle Delegierten und auch die Gäste stimmten ein) unter Leitung von Verbandschormeister Hermann-Josef Beyer spüren, dass allen das Singen in den Chören eine Herzensangelegenheit ist.

Persönlichkeiten in der Vereins- und Verbandsführung, aber auch langjährige treue Sängerinnen und Sänger wurden beim Totengedenken in Erinnerung gerufen. Die Versammlung würdigte die Wegbegleiter mit dem gemeinsam gesungenen Choral: „Dona nobis pacem – Gib uns Frieden“

Zügig wurde nun die Tagesordnung der Chorverbandsversammlung abgearbeitet. 57 Vereine dokumentierten mit Ihrer Anwesenheit ihr Interesse an der Weiterentwicklung des gemeinsamen Verbandes und seiner Mitglieder.
Schriftführerin Beate Ludewig berichtete über die Vorstands-u. Beiratssitzungen der letzten 2 Jahre und gab auch die Information im Auftrag von Frauenreferentin Birgit Bauer-Rathgeber weiter, dass der Verband im Herbst noch ein Stimmbildungsangebot für Sängerinnen und Sänger und die Chorleitungen auflegt.

Verbandschormeister Hermann-Josef Beyer gab der Hoffnung Ausdruck, mit einem erneuerten Team im Musikausschuss, das Zusammenspiel mit den Chorleiterinnen und Chorleitern noch enger gestalten zu können. Wir brauchen hier die gebündelte Fachkompetenz der musikalischen Leiter der Chöre, wir brauchen das voneinander lernen und das sich gemeinsame motivieren, damit der Chorgesang auf der Höhe der Zeit in großer Breite immer mehr Menschen erreichen und gut unterhalten kann. Wir wollen das Chorsingen noch stärker in der Gesellschaft verankern.

Das Bedürfnis zu Singen in Chören mit Gleichgesinnten ist vorhanden, die Wege dorthin oftmals unbekannt. Das heißt ganz einfach, unser Singen muss die Menschen erreichen und sie begeistern können. Auch der Trend zum Projektsingen ist eine große Chance für die Vereine und ihre Chöre. Die Aufnahme einer CD mit Hohenloher (Volks-)Liedern ist als Projekt für die Chöre ab Herbst 2019 geplant. Interessierte Chöre melden sich direkt beim Verbandschormeister.
Über die Finanzlage des Verbandes berichtete Verbandsschatzmeister Georg Scherz. Auch in den letzten beiden Jahren ist eine solide Finanzstruktur erkennbar. Die beiden Kassenprüfer Manfred Glück und Friedrich Thorwarth konnten eine einwandfreie Kassenführung bescheinigen und Entlastung vorschlagen. Fragen zu den Berichten wurden nicht gestellt und so konnte der Jagstheimer Ortsvorsteher Horst Philipp eine einstimmige Entlastung durch die Verbandsversammlung feststellen. Die Arbeit des Verbandes kann sich so weiter fortsetzen.
In der Halbzeit einer Legislaturperiode hat der stellvertretende Verbandsvorsitzende, Alfred Schmidt aus Altenmünster einen Nachfolger gefunden für dieses Amt. Er konnte Erich Reiter aus Ingersheim der Versammlung vorschlagen zur Wahl bis 2021.

Einstimmig wurde Erich Reiter in sein neues Amt gewählt. Er wird nun mit Gerhard Hauf, dessen Mandat ebenfalls noch auf weitere 2 Jahre verlängert wurde, den Chorverband führen im engen Miteinander mit dem gesamten Vorstand und Beirat.Ebenfalls für die nächsten beiden Jahre wird das Vorstandsteam im Beirat verstärkt durch Alfred Schmidt und Oliver Paul. Der Verband ist mit diesen beiden Führungserfahrenen aus den Vereinen nun noch besser aufgestellt. Ganz im Sinne von Verbandschormeister Hermann-Josef Beyer verlief die Ergänzungswahl für den verstorbenen stv. Verbandschormeister Eduard Wacker. Zwei hochqualifizierte Chorleiterinnen konnten gewonnen werden. Monika Förnzler und Anna Leuser-Valls arbeiten jetzt mit Hermann-Josef Beyer im musikalischen Kompetenzteam mit weiteren Mitgliedern im Musikausschuss.

Verabschiedet mit einem herzl. Dank für langjährige Unterstützung in wichtigen Projekten im Beirat wie auch im Musikausschuss, wurde Beiratsmitglied Michael Pratz aus Honhardt. Alfred Schmidt wird diesen Sitz in den beiden kommenden Jahren ausfüllen und den Vereinen in diesem Regionalateil als Ansprechpartner zur Verfügung stehen. Die komplettierte neue Führungsmannschaft des Hohenloher Chorverbands wird sich in ca. 2 Wochen in einer ersten Vorstands- und Beirats-Sitzung konstituieren. Das gesamte Vorstands- und Beiratsteam des Hohenloher Chorverbandes wird dann in neuer Zusammensetzung erste Arbeitsschritte festlegen und sich der Öffentlichkeit vorstellen. Dazu erfolgt ein separater Bericht.

Johannes Pfeffer, 15. Mrz 2019, Chorverband Hohenlohe, Kommentare per Feed RSS 2.0, Kommentar schreiben,

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

© 2018- Singen-und-Stimme - Weblog des Schäbischen Chorverbandes, Fritz-Walter-Weg 19 70372 Stuttgart, Tel: 07 11 / 46 36 81Die Seite für alle Sänger und Sängerinnen - Chöre, Chorvereine, Chorverbände - Kontakt - Impressum - Datenschutz buetefisch marketing & kommunikation & agentur einfachpersönlich