Festabend „100 Jahre Liederkranz Marbach“

Schon seit Wochen künden in Marbach stilisierte bunte Köpfe von Singvögeln vom „Fest des Jahres“, dem 100jährigen Jubiläum des Liederkranzes Marbach. Nach intensiver Vorbereitungszeit war es am vergangenen Samstagabend soweit, der Festabend konnte starten. Um es vorweg zu nehmen, es war ein Abend der wieder mal bewies, wie die Marbacher festen können. Nicht nur die passende Dekoration der Mehrzweckhalle und die, die Besucher begrüßenden Schautafeln mit der Geschichte des Liederkranzes sondern auch das kurzweilige und facettenreiche Festprogramm zeugten von der Kreativität und vom Organisationstalent der Truppe um die Vorsitzende Elisabeth Widmann und der Chorleiterin Ursula Rechle. Selbst die derzeit herrschende Baustellensituation rund um den Gräfin-Monika-Platz war festtauglich hergerichtet und der Wettergott war ausgesprochen gnädig. So konnte das Fest starten.

Mit dem Marsch „Mit Spiel voran“ zog der Musikverein Marbach unter Stabführung von Anton Merkle auf den Gräfin-Monika-Platz, um mit der Serenade den Festabend zu eröffnen. Nach der in Versform gehaltenen Eröffnung durch die Vorsitzende Elisabeth Widmann intonierten Sänger und Musiker gemeinsam die „Hymne an die Freundschaft“ um dann mit dem populären Lied aus der Operette „Der Vogelhändler“ dem „Man schenkt sich Rosen in Tirol“ einen ersten Hinhörer des Abends zu präsentieren, bei dem der Tenor Hansjörg Straub und die junge Sopranistin Theresa Bleicher aufhorchen ließen. Sympathisch der „Geburtstagsmarsch“ bei dem sich die Musiker auch als veritable Sänger erwiesen. Mit klingendem Spiel ging es dann zur Mehrzweckhalle, die sich schnell bis auf den letzten Platz füllte. Herzerfrischend und von guter chorischer Basisarbeit durch die Chorleiterin Andrea Häberle zeugend, war der Auftritt der 34 Kinder der beiden Kinderchöre aus Marbach und Haid-Bogenweiler, die mit der Erzählung über „Puck, die Stubenfliege“ aber auch dem Hit der Prinzen „Alles nur geklaut“ für eine zündende Eröffnung des Festabends und für den ersten Beifallssturm sorgten. Festlich wurde es dann mit dem „Viele verachten die edele Musik“ des Schweizer Komponisten Johann Caspar Bachofen vom Jubiläumschor in bester Intonation dargebracht. Eine Reminiszenz an den wohl größten musikalischen Erfolg des Chores, die Auszeichnung als Meisterchor beim Chorwettbewerb in Esslingen vor 25 Jahren, war das damals gesungene „Schilflied“ von Mendelssohn Bartholdy, mit dem der Chor unter der Leitung von Ursula Rechle seine kultivierte Chorarbeit beweis. Den Reigen der Gratulanten eröffnete der Präsident des Oberschwäbischen Chorverbandes Achim J. Schwörer, der nicht nur die Wichtigkeit des Chorsingens für das soziale Miteinander betonte, sondern auch als Dank und Anerkennung für den Dienst als wichtiger Kulturträger dem Liederkranz Marbach die Auszeichnung des Deutschen Chorverbandes und die Jubiläumsgabe des Schwäbischen Chorverbandes überreichte. „Der Liederkranz Marbach ist ein würdiger Vertreter des Chorgesangs, der in unserer Gemeinde in sieben Chören gepflegt wird und der damit den Vergleich mit anderen Raumschaften nicht scheuen braucht“, war das Kompliment von Bürgermeister Magnus Hoppe, der den Dank und die Glückwünsche der Bürgerschaft überbrachte. Dass er noch weitere unbekannte Talente hat, bewies er bei beim taktsicheren Dirigat des gemeinsamen Liedes „Droben im Oberland“.

„Wir genießen den heutigen Abend bei schönem Gesang und Geselligkeit, denn 100 Jahre Liederkranz Marbach, heißt 100 Jahre Chorgesang auf hohem Niveau“ erinnert Ortsvorsteher Bernhard Obert, der die verbindende Kraft des Singens und die Nachwuchsarbeit lobte. Dafür gab es dann auch nicht nur die lobenden Worte sondern, wie von Bürgermeister Hoppe, die Zuwendung in die Vereinskasse. Die gute Zusammenarbeit aller Marbacher Vereine und Institutionen betonten Musikvorstand Karl Schobloch und die stellvertretende Vorsitzende des Kirchengemeinderates Irmgard Hund, die mit einer Notenspende für die weitere Chorliteratur sorgten. Mit der „Marbach Hymne“ von Günther Buck anlässlich der 775-Jahr-Feier komponiert, und der selbstbewussten Schwabenhymne „Mir im Süden“ setzten die Sängerinnen und Sänger um Ursula Rechle einen vielbeklatschten Schlusspunkt, um die Bühne den beiden Patenchören, dem Liederkranz Herbertingen und den „Singenden Männern“ vom Liederkranz Tissen-Moosheim zu überlassen. „Sing mit mir“ und der Hit „Weit, weit weg“ von Hubert von Goisern und das zukunftsorientierte „Wir von Morgen“ waren die Mutmacher des Liederkranzes Herbertingen für die nächsten Jahrzehnte. Ohrwürmer wie „Fürstenberg“ , „Mambo“ und „Bless the Lord o my soul“ sorgten beim Auftritt der „Singenden Männer“ dass zu später Stunde beinahe Partystimmung aufkam.

Den Einblick in die 100jährige Geschichte präsentierte in Wort und Bild Albert Harsch, der damit die vielen Höhen und wenigen Tiefen des Vereins Revue passieren ließ. Mit den Dankesworten einer sichtlich zufriedenen Vorsitzenden und dem gemeinsamen Schlusslied „Ein Bier das macht den Durst erst schön“ endete zwar der offizielle Teil aber noch lange nicht das sympathische Fest, bei dem die Marbacher ihre Festkondition bewiesen.

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