Jahreskonzert des Liederkranzes & Popchor Renhardsweiler

Zu einer musikalischen Weltreise hat der Liederkranz Renhardsweiler am Samstagabend, 16. November ins, Dorfgemeinschaftshaus, das zum Reisebüro umfunktioniert wurde,  eingeladen. Groß war das Interesse an dieser Reise, so dass die Eignerin des imaginären Reisebüros, die Vorsitzende Sabine Weiß  viele erwartungsvolle Mitreisende  begrüßen konnte. Selbst der mit 99 Jahren älteste Bürger des Ortes und Ehrenmitglied des Liederkranzes Franz Koch war mit dabei. Er wie auch die anderen Gäste wurden nicht enttäuscht, denn die Akteure boten einen kurzweiligen, unterhaltsamen und mit Überraschungen gespickten Abend.

Für die informative und humorvolle Reisebegleitung war in bewährter Weise Berthold Kniele zuständig, der nicht nur geografische Ortskenntnisse bewies, sondern mit seinem Dialogwitz und rhetorischer Situationskomik für so manchen Lacher sorgte. Mit den „Weißen Rosen aus Athen“, dem Nummer-eins-Hit der 60er Jahre, und den „Tulpen aus Amsterdam“, dem bekannten Lied im Walzerstil starteten die Sängerinnen und Sänger des Liederkranzes mit Ursula Wentz, die beiden Chören eine umsichtige und engagierte Chorleiterin war,  in Europa um dann einen Riesensprung nach Südamerika zu machen. Mit einer wirkungsvollen Trompeteneröffnung durch die beiden jungen Musikerinnen des Musikvereins Renhardsweiler, Anja Hauser und Sabrina Frasch und der Rhythmusvorgabe durch das Cajón, von Thomas Jäggle vortrefflich gespielt, wurde das beliebte mexikanische Volkslied “Adios“ zum ersten Hinhörer des Abends und die gekonnte Hinführung zum Auftritt des „Ponticelli Ensembles“ aus Aulendorf. Den sieben Musikern in der Besetzung Violine, Viola Cello, Kontrabass und  Piano gelang es mit dem klassischen Beispiel eines langsamen Tangos, dem „Oblivion“ und dem in den 30er Jahren populären „Por una cabeza“ aus dem Musical-Film „Tango Bar“ mit ihrem variablen Spiel die Zuhörer in den Bann zu ziehen. Feurig mit ausdrucksstarken Melodienbögen, mal erzählend, mal mit viel Temperament dann beim Gipsy-Swing „Grastuno Bal“, der auch beim Publikum sofort in die Beine und in die beifallsfreudigen Hände ging. Nach Schweden führte Lenas Song „Fly with me“ aus dem Film „Wie im Himmel“ mit dem dem Popchor ein stimmungsvoller Start gelang. Ganz anders dann „Uptown Funk“, das das pralle Luxusleben in den Großstädten Amerikas beschreibt. Eine stimmbildnerische Herausforderung mit interessanter Modulation und mit Ansätzen von Body-Percussion, vom Chor prächtig gemeistert. Eine gelungene Reminiszenz an die Zeit der Mississippi-Dampfer war „Waiting fort the Robert E.Lee“ vom Chor und der Klavierbegleitung einfühlsam interpretiert.

Eine choreografische Überraschung dann nach der Pause. Farbenfroh gekleidet, an Afrika erinnernd, gab es vom Popchor die ersten Klänge des traditionellen Liedes der Zulus „Mamaliye“ aus dem dunklen Zuhörerraum. Auf der Bühne dann mit viel Bewegung und schöner Interpretation die gekonnte in der afrikanischen Tradition begründeten Ehrerbietung an die Mütter. „Noch populärer als die Queen selbst ist die 1970 gegründete beste Rockband aller Zeiten „Queen“ mit ihrem legendären Freddie Mercury“ so die Ankündigung der Queen-Huldigung des Abends. „Bohemian Rhapsody“, die Ballade und operettenhaft überzeichnete Gesangskapriolen, sowie Hardrock in einem Song vereint, war ein weiterer Hinhörer des Abends. Ungewöhnliche Tonlagen, Tempiwechsel und Dynamik zeichnete das Stück und den Chor aus. Dass die beiden jungen Pianistinnen Janina Gnand und Sharon Gnann aus Reichenbach nicht nur versierte Chorbegleiter sondern ebenso überzeugend im Solovortrag sind, bewiesen sie am Flügel beim „Queen-Medley“. Die Songs von Freddie Mercury und den Queens wie „The show  must go on“ und der Ohrwurm „We are the Champion“ spielten die Beiden vierhändig mit soviel Musikgefühl und musikalischer Empathie , dass dieses Instrumentalstück zu einem absoluten Hörerlebnis wurde, das sicher sogar von Freddie Mercury Beifall bekommen hätte. Das Finale blieb den Sängern des Liederkranzes, die von Gastsängern aus Altshausen unterstützt wurden, mit „American Folk Songs“, dem Drafi Deutscher-Hit „Marmor Stein und Eisen bricht“ und „Moskau“ von der Gruppe Dschingis Khan vorbehalten. „Heute hier, morgen dort“ war das Abschlusslied, mit dem sich beide Chöre vom total begeisterten, mit Beifall nicht geizenden Publikum verabschiedeten und die „Weltreise in 150 Minuten“ beendeten. Für die Bordverpflegung sorgten in gewohnt kreativer und souveräner Weise die vereinseigene Bordküche mit Unterstützung des Musikvereins Renhardsweiler.

FOTO (Kienzler)

 

 

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