„Ode an die Freude“ der Chorvereinigung Weil der Stadt e. V.

„Eine wahre Ode an die Freude“

Für die Chorvereinigung Weil der Stadt e. V. begann das Jubiläumsjahr mit einem fulminanten Auftakt: es erklang Ludwig van Beethovens Sinfonie Nr. 9 d-Moll, besser bekannt als „die 9.“ – passend zum Beethovenjahr 2020. Die Vorsitzende Heike Wolf dankte in ihrer Begrüßung u. a. den zahlreichen Sponsoren, Förderern, Unterstützern und vielen Zuschauern, ohne die das Konzert nicht möglich gewesen wäre.

Schirmherr Bürgermeister Thilo Schreiber überbrachte herzliche Glückwünsche der Stadt Weil der Stadt und des Gemeinderats. Er würdigte in seinem Grußwort die Chorvereinigung als drittältesten Verein und Kulturgutträger von besonderer Bedeutung. Seit 185 Jahren gestaltet sie das Kulturleben der Stadt Weil der Stadt mit und wirkt als gesangliches Aushängeschild und würdige Vertreterin der Stadt weit über die Stadtgrenzen hinaus. Wenn sich seit der Gründung 1835 als Männergesangverein Frohsinn zwar einiges verändert hat, ist es doch seit beinahe zwei Jahrhunderten und über schwierige Zeiten hinweg gelungen, die Freude am gemeinsamen Gesang lebendig zu erhalten und weiterzuentwickeln. Was der Chorvereinigung mit ihren Chören für Jung und Alt SingMit!, ChorKids, YoungStars, CGC und gemischter Chor bei 170 aktiven und passiven Mitgliedern auch sichtlich gut gelingt.

Bürgermeister Schreiber zeigte sich begeistert vom ehrenamtlichen Engagement der Mitglieder und Verantwortlichen und dankte für die unzähligen Veranstaltungen und Konzerte. Er überreichte der erfreuten Vorsitzenden Heike Wolf und Chorleiter Kai Müller stellvertretend für alle die Jubiläumsgabe der Stadt. Beeindruckt war Bürgermeister Schreiber vom „Herrn der Chöre“ wie er Chorleiter Kai Müller scherzhaft bezeichnete, ob seines vielfältigen Engagements als Chorleiter im Großraum Stuttgart und seinen beinahe unzähligen Chorreisen rund um die Welt. Trotz seines jugendlichen Alter ist er bereits seit 30 Jahren der musikalische Leiter der Chorvereinigung.

So konnten am Dreikönigstag in Weil der Stadt also gleich zwei Geburtstage gefeiert werden: der 250. Ludwig van Beethovens und der 185. der Chorvereinigung. Die zahlreichen Konzertbesucher erlebten unter der bewährten musikalischen Gesamtleitung des langjährigen Chorleiters Kai Müller einen musikalischen Hochgenuss. In der restlos ausverkauften Stadthalle spielte das Orchester Concerto Tübingen; als Solisten sangen Petra Labitzke (Sopran), Kathrin Koch (Alt), Adam Sanchez (Tenor) und Bernd Hoffmann (Bass), begleitet von großem Chor bestehend aus dem gemischten Chor der Chorvereinigung Weil der Stadt und den Sängerfreunden des Liederkranzes Ditzingen.

Nach den einfühlsam und mitreißend vom Orchester gespielten drei Sätzen Allegro, Scherzo und Adagio, vervollständigten zum berühmten Finale die ausdrucksstarken Solisten die Bühne und es ertönte der 4. Satz, die Vertonung von Schillers Gedicht „Ode an die Freude“, mit Verve begleitet vom großen Chor. Beethoven hatte bei der Komposition des Werkes wenig Rücksicht auf die Grenzen der menschlichen Stimme genommen. Aber bei den Sängerinnen und Sängern erzeugte die Freude und Begeisterung, die dieser Satz auslöst, eine Euphorie, die sie zu ungeahnten Leistungen beflügelte. Die Energie wurde auf die begeisterten Zuschauer übertragen, was sich in jubelndem, langanhaltendem Applaus äußerte.

„Freude schöner Götterfunken, Töchter aus Elysium. Wir betreten feuertrunken, himmlische Dein Heiligtum. Deine Zauber binden wieder, was die Mode streng geteilt. Alle Menschen werden Brüder, wo Dein sanfter Flügel weilt.“

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