Chorgattung

Ihre Stimme für die Abendsterne aus Ludwigsburg

Sigi Bütefisch, 30.05.2008, gemischte Chöre, Singen und Stimme, 2 Kommentare

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Die ABENDSTERNE aus Ludwigsburg vertreten Baden-Württemberg beim Grand Prix der Chöre im ZDF. Sie sind der einzige Chor aus unserem Bundesland, der alle Hürden geschafft hat. Jetzt geht es nur noch um Ihre Stimme. Denn die letzte Hürde ist das sog. Online-Voting im Internet. Die ZDF-Zuschauer haben nun vom 19.5. bis 30.5. die Möglichkeit, sich an Hand von Videoclips einen Eindruck von den 16 qualifizierten Chören zu verschaffen und dabei gleichzeitig abzustimmen, welche Chöre in der großen Livesendung, „Grand Prix der Chöre 2008“, am 13. August, um 20:15 Uhr im ZDF auftreten werden.

Unterstützen Sie die ABENDSTERNE mit Ihrer Stimme!

Alles weitere unter www.choere.zdf.de


Singen mit älteren Menschen – Literaturliste

Sigi Bütefisch, 27.05.2008, Chöre 50+, Singen und Stimme, 2 Kommentare

Tageszentrum am Geiersberg, Wetzlar:
Verschiedene Liederbücher (Volkslieder, Fahrtenlieder, Weihnachtslieder, Stimmungslieder, Schlager der 20er bis 40er, Schlager ab 45, Kirchenlieder) im Großdruck, ohne Noten; dazu gibt es Begleit-CDs mit und ohne Führungsstimme. Tel: 06441/43742, Homepage: www. tageszentrum-am-geiersberg.de

Liederbuch „Wo man singt, da laß dich ruhig nieder“, Ev. Heimstiftung, ISBN: 3-929912-14-7,
Homepage: www.ev-heimstiftung.de (8,50€)

„Kein schöner Land“, 2 Bände, Großdruck, mit Noten, z.T. mehrere Lieder auf einer Seite,
Strube Verlag / 1.Band ISBN: 3-89912-027-2 / 2. Band ISBN: 3-89912-026-4

„Singen mit Spaß“, Komplettpaket: Handbuch für Leiter, CD, Liederbücher im Großdruck mit Noten,
Schott ISBN: 3-7957-5608-1, Homepage: www.schott-musik.de

„Lieder aus meiner Heimat“, Paket: Handbuch, CD, Liederbücher im Großdruck mit Noten,
Schott ISBN: 3-7957-56605-7, Homepage: www.schott-musik.de

„Freude am Singen“,
Sammlung beliebter Lieder mit Akkordsymbolen und Anmerkungen zu jedem Lied
Schulz-Kirchner Verlag – ISBN: 3-8248-0170-1

„Musik im Leben älterer Menschen“, Inge Latz,
Dümmlers Verlag – ISBN: 3-427-58586-7

„Mit Musik Demenzerkrankte begleiten“,
Mechthild Hamberger, Deutsche Alzheimer Gesellschaft
Homepage: www.deutsche-alzheimer.de

Tanzanleitungen und CDs des Bundesverand Seniorentanz e.V., Bremen, Tel: 0421/441180

„Musik erleben und gestalten mit alten Menschen“,
Heidrun Harms, Gaby Dreischulte, Urban und Fischer, ISBN: 3-437-45036-0 (mit CD)

„Beschäftigung mit alten Menschen“, Gisela Mötzing, Urban und Fischer, ISBN: 3-437-46500-7

„Musizieren mit dementen Menschen“, Ratgeber für Angehörige und Pflegende, gerontologische Reihe Reinhardt Verlag, ISBN 3-497-01877-5 (mit CD)


SWR Vokalensemble Männerchor vom Feinsten in Stuttgart und Mannheim

Sigi Bütefisch, 19.05.2008, Männerchöre, Veranstaltungen, Kommentare geschlossen

Männerchor ist nicht gleich Männerchor! Den klingenden Beweis liefern die Herren des SWR mit ihren besonderen Konzerten am 23. Mai 2008 um 20 Uhr in der Ev. Kirche in Gaisburg und am 25. Mai um 19:30 Uhr im Rosengarten in Mannheim. Mehr Infos.


Auf der Suche nach dem verlorenen Klang

Wolfgang Layer, 15.05.2008, Chöre 50+, Chorverband Friedrich Schiller, Männerchöre, Singen und Stimme, Veranstaltungen, Kommentare geschlossen

Männerchöre sind ebenso wenig altmodisch wie eine Silbermannorgel, ein Barockorchester oder ein Jagdhorn. Ihr Klang hat Musikgeschichte geschrieben, ihre Lieder haben Millionen von Menschen berührt und begeistert. Mozart, Beethoven, Schubert, Mendelssohn, Schumann, Brahms, Wagner, Gounod, Verdi… und immer wieder Friedrich Silcher. Millionen Sänger, vor allem Männerchöre haben in den zurückliegenden 175 Jahren seine Lieder gesungen. Im heutigen Medienzeitalter würde er gleichrangig neben den Beatles, ABBA und Andrew Lloyd Webber stehen. Nur die starken Männerchöre von einst werden immer weniger. Was liegt näher als der Wunsch und der Versuch, dem Klangrausch von einst wieder ein Stück näher zu kommen und wenigstens 50 Männerchöre von heute zu einem gemeinsamen Singen zu vereinen.

1000 Männer singen SILCHER. Es geht um keinen Rekord fürs Guinnesbuch der Rekorde, sondern um  dieses unvergleichliche Gefühl, Teil von einem großen Ganzen zu sein. Männerchorsätze sind zeitlos, Männerchöre leider nicht. Über 600 Männerchöre hat der Deutsche Chorverband in den letzten 10 Jahren verloren, Tendenz: weiter steigend. Einst stolze Männerchöre mit dreistelligen Mitgliederzahlen singen heute mit rund 20 Sängern. Weil 20 Tenöre und Bässe aber nicht den Klang bieten können wie 60, 80 und mehr Sänger, kennen viele junge Männer den Klang auch nicht. Damit fehlt den meisten Männerchören in unserem Land das klingende Argument fürs Singen im Männerchor. 
„sicherSILCHER“ macht sich auf die Suche nach dem verlorenen Klang und nach dem überwältigenden Klangerlebnis „Männerchor“. Gesungen werden zwölf der bekanntesten und der beliebtesten Männerchorsätze von Friedrich Silcher. Das Pianissimo wird so zart sein wie das Rauschen des Windes, und das  Fortissimo bis Stuttgart zu hören sein. Ein Ereignis, auf das es sich schon vorher in der Singstunde zu proben lohnt!

Ereignis wird all dies beim Landes-Musik-Festival in Bietigheim-Bissingen
Samstag, 28. Juni 2008, 16-17 Uhr Bürgergarten, vor dem Enz-Pavillon
beim Jeder-Kann-Mitmachen-Konzert für alle Männer und Männerchöre sicher SILCHER


Chor singt Rock- und Pop Musik

Labudde-Neumann, 15.05.2008, Chorverband Karl-Pfaff, gemischte Chöre, Jugendchöre, Kommentare geschlossen

Im April fand in Grötzingen eine facettenreiche Rock & Pop – Nacht statt. Auftakt war ein fast 2 stündiger Auftritt des Projektchores TonArt des Sängerbund Grötzingen, der alle Songs auswendig aus der Welt des Rock & Pop vorgetragen hat. TonArt – ein rund 60 Personen starker Chor wurde begleitet von einer auf den Chor abgestimmten Band. Ohne moderne Technik geht es nicht – ein Tonstudio war engagiert, welches unsere Literatur ausgewogen dem Zuhörer wiedergab.

Songs wie „Jump“ von van Halen, „Willenlos“, „Kansas City“, „Poison“ wurden choreographisch und teilweise solistisch vorgetragen. Monika Grohmann (Dirigentin des Sängerbundes) hatte die Gesamtleitung und einige Arrangements für diesen Abend wieder für uns erstellt. Der Funke der Musik sprang auf das Publikum sofort über – ob temperamentvoll oder ruhig, die Zuhörer verstanden die Literatur. Seit nun 8 Jahren  veranstaltet der Sängerbund jedes Jahr eine Party mit anschließendem Tanz bzw. Bandauftritt, eine Kombination, die den Gästen gefiel, denn bis früh morgens war die Halle gut besucht.

Mit diesem Projekt konnten wir auch wieder neue Sänger und Sängerinnen in unserer Mitte begrüßen – vor allem junge Menschen, die für jeden Chor eine Bereicherung sind, da oft unvoreingenommen Ideen Gestalt annehmen können.

Das nächste Projekt wurde eingeflochten – aus einigen Musicals Songs vorgetragen (aus Rent „Seasons of love“, Tanz der Vampire „Knoblauch“ etc.), so dass SängerInnen und Zuhörer schon heute wissen, was morgen sein wird.

Dorothea Labudde-Neumann www.saengerbund-groetzingen.deHebefigur unserer Jugendlichen bei Dirty Dancing


Seit wir unsere Homepage haben …

Labudde-Neumann, 15.05.2008, Chorverband Karl-Pfaff, gemischte Chöre, Singen und Stimme, sonstige Chöre, Vereinsführung, Kommentare geschlossen

Hier eine kleine wahre Geschichte aus dem Karl-Pfaff-Gau: 

Ein Verein diskutierte lange über die Erstellung einer Homepage – Geld, Wer macht es, Wann… alles bekannte Argumente, um ein Projekt unwillentlich hinauszuzögern. Dann ergriff ein Sänger die Situation am Schopf und sagte, er ziehe die Idee jetzt einfach durch und bringt Vorschläge. Der wichtigste Schritt, wie wir im Nachhinein erkennen mussten. Innerhalb eines halben Jahres stand der Entwurf, wurde diskutiert, geändert, ergänzt und die Vereinsverantwortlichen merkten sichtlich, wie gut es tut, dass das leidige Thema angepackt worden ist!! Nun steht die Homepage – und der 2. ab jetzt wichtigste Schritt wurde angegangen: kontinuierlich pflegen und ergänzen. Anfänglich mit großem Zeitaufwand – nun nur noch kleinere Pflegezeiten – und die Homepage ist immer aktuell. Die SängerInnen des Vereins haben mittlerweile stolzen Bezug zur Homepage entwickelt und das wichtigste – Fremde wurden auf uns aufmerksam, die via Homepageanfrage nun in die Chorprobe kommen. Grund hierfür: wir haben uns in den Dachverbänden Karl-Pfaff-Gau und Schwäbischer Sängerbund anderen angebotenen Vereinsregistrierung in der Region des Chores „verlinkt“.

Wir allen merken, dass auf den Homepages „gestöbert“ wird… so können wir Chöre uns ins Licht rücken und sehr gut werben.

Der Kostenaufwand der Erstellung war nicht groß – unter 300€, die Pflege fällt in unserem Fall unter das Ehrenamt.

Diese kleine Geschichte soll all den Chören Mut machen, die sich (noch) nicht an das Thema „Homepage“ gewagt haben bis jetzt. Es ist nicht schwer – lasst einen innovativen Menschen aus Eurer Mitte einfach mal etwas ausarbeiten und Ihr werdet sehen, diese Motivation ist die wichtigste Unterstützung für das Projekt – „Homepageerstellung für „meinen“ Verein“.

Dorothea Labudde-Neumann www.saengerbund-groetzingen.de


Frühlings-Konzert des Josef-Seliger-Chors Plochingen

Labudde-Neumann, 15.05.2008, Chorverband Karl-Pfaff, gemischte Chöre, Kommentare geschlossen

„Wir singen vom Frühling, von der Musik und von der Liebe“, so moderierte Jutta Zwicker zu Beginn des Konzertes im frühlingshaft dekorierten Lichthof des Gymnasiums, nachdem der Vorsitzende, Oskar Meidert, das Publikum herzlich begrüßt hatte. Unter der Führung von Chorleiter Franz Hanicz, und am Klavier begleitet von Walter Metzger, lockten die Sängerinnen und Sänger mit dem “Frühlings-Marsch“ und dem „Finkenwalzer“  hinaus in Wald und Feld.Das Ensemble „Ziganka“ von der Musikschule Plochingen, drei junge Damen unter der Leitung von Gottfried Gienger fügten gefühlvoll und mit Schwung ihre „Musik russischer Sinti und Roma“ ein, und wurden mit viel Beifall belohnt.Froh gestimmt sang nun der Chor „Sing mit mir“, entführte seine Zuhörer mit “Bela ami“ sogar nach Paris, in die Stadt der Liebe, und ein erster Höhepunkt war dann „Wir machen Musik“ von Otto Groll.Mit dem Männer-Chor die „8-Zylinder“, unter der Leitung von Walter Metzger, begann der zweite Teil des Konzertes. Humorvoll vorgetragen mit homogenem Klang sangen sie Klassisches und Modernes, von der „kleinen Frühlingsweise“ bis hin zum „Verführer Tango“. Eine gelungene Bereicherung des Abends!„Musik ist Trumpf“, damit setzte der Chor das Programm fort und den Abschluss bildete das Potpourri: „Melodien zum Verlieben“ von Otto Groll. Unter diesem Motto stand der ganze Abend und die Sängerinnen und Sänger bedankten sich bei ihren Gästen mit der Zugabe: „… das ist der Frühling von Berlin!“ Berlin, die Stadt des ewigen Frühlings.Ganz besonderer Dank gilt Chorleiter Franz Hanicz, der mit viel Freude und Engagement die Sängerinnen und Sänger lenkt, leitet und motiviert. 

von Sonja Rühs, Josef-Seliger-Chor 


Kinohits wechseln mit karibischen Klängen

Zieger, 13.05.2008, Chorverband Donau-Bussen, Jugendchöre, Singen und Stimme, Kommentare geschlossen

Vier junge Chöre boten in Hayingen ein abwechslungsreiches Programm. Der Brückenschlag von traditionellem Liedgut über Schlager und Gospels bis zu Film- und Musicalmelodien kam beim Publikum gut an. „Hay Fidelitiy“ Hayingen (Katrin Loser) waren „Heute hier, morgen dort“, oft „Über den Wolken“ bis zum traditionellen „Jamaica Farewell“. Ihr Jugendprojektchor mit 12 Mädchen stellte fest „Musik ist eine Brücke“ und ersang sich mit einem „Sister Act-Medley“ viel Applaus. Der Münsinger Chor „Voice Querbeet“ (Helmut Hauber) spannte seinen Bogen vom italienisch gesungenen „Luci care“ zum Filmhitklassiker „Ein Freund, ein guter Freund“. Im Look der 60er Jahre boten 10 Sängerinnen der „Mädels Unlimited“ Grabenstetten (Fabian Brändle) eine Folge aus dem Kinohit „Greese“ und die Broadway-Version „The Lion King“. 100 Sängerkehlen vereinten sich abschließend zum Bugs-Bunny-Filmhit.


Unsere Kleinen ganz groß

Sigi Bütefisch, 7.05.2008, Chorjugend im SCV, Chorverband Kniebis-Nagold, Jugendchöre, Kinderchöre, Nachwuchsarbeit / Werbung, Kommentare geschlossen

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Die Kinder- und Jugendchöre des Chorverbands Kniebis-Nagold zeigten unter dem Motto „Auf los geht’s los“ beim Gemeinschaftskonzert ihr Können. Der Kienbergsaal im Kurhaus Freudenstadt war gut gefüllt, als der Kinderchor aus Musbach mit 7 Kindern als erster auftrat. Danach folgten die beiden Gruppen aus Nagold und der Jugendchor aus Loßburg. Die Gesamtleitung hatte Verbands-jugendchorleiterin Waltraud Seidel, die von Elisabeth Sinz, Yvonne Erlenmeier und Martin Kalmbach unterstützt wurde, der auch mehrmals den Klavierpart übernahm. Nach der Pause brachten die „Troubadixe“ aus Haiterbach unter Leitung des Ehepaars Schneider Ausschnitte aus ihrem neuen Musical „Tuishi Pamoja“, das als Kooperation mit der Schule demnächst aufgeführt wird. Verbandsjugendvorsitzender Martin Sprenger dirigierte stellvertretend den Kinderchor Hallwangen bei Chorliedern aus dem Musical „Der kleine Tag“. Der Junge Chor „No limits“, ehemals Gaujugendchor, zeigte die Bandbreite einer 10-jährigen Arbeit auch zusammen mit dem Jugendchor Loßburg.. Dies nicht nur aus Tradition, sondern aus konkretem Anlass: ein gemeinsamer Auftritt der beiden Chöre im Juni beim Festival „Euromusique“ im Europapark Rust.

Eltern und Gäste, darunter Verbandspräsident Hermann Friedrich, Bürgermeister Link, Kreisjugend-ringvorsitzender Spreter und der künftige Oberbürgermeister Osswald aus Freudenstadt zeigten sich sehr angetan von der Vielseitigkeit der Darbietungen.

Martin Sprenger


Zwergenmusik echt riesig

Wolfgang Layer, 5.05.2008, Eltern-Kind-Musik, Fortbildungen, Singen und Stimme, 3 Kommentare

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Auf allen Vieren, bellend wie ein Hund, oder grunzend wie ein Schwein, aber auch hüpfend wie ein Frosch, dabei laut quakend…noch besser: als Bi-ba-butzemann wie verrückt durch den Raum rennend traf man am 01.03.2008 neun Frauen und einen Mann in der Schule in Illerieden an. Außenstehende hätten sich sicherlich gefragt, ob das die verrückten Zehn seien. Die Frage wäre berechtigt. Warum machen „normale“ Erwachsene so etwas?

Die Antwort ist ganz einfach: Um Kinder in deren Familien wieder mehr an den Gesang heran zu führen und ihnen zu zeigen, was jeder Mensch doch für ein wunderschönes Instrument hat, sollten Eltern wieder mehr mit Ihren Kindern singen. Nun gibt es aber Eltern, die von sich denken, nicht singen zu können oder denen einfach keine passenden Kinderlieder mehr einfallen. Manche haben schon lange nicht mehr gesungen und dadurch vergessen, wie gut es sich anfühlen kann, wenn man seine Gefühle simpel durch Gesang ausdrückt. Die Eltern würden vielleicht schon gerne mit Ihren Kindern singen, wenn es denn jemanden gäbe, der hilft, die Hemmungen abzulegen und Anregungen zu geben. Ja, und genau diese Anregungen vermittelte Kathrin Osswald-Mosthaf wenig theoretisch, sondern absolut praktisch mittels Liedern, Kreisspielen, Gedichten, Instrumenten, Bewegungsabläufen und viel Fantasie den neun Seminarteilnehmern.

Die Teilnehmer kamen aus den verschiedensten Bereichen. Entweder singen sie eh schon im Rahmen einer Zwergengruppe mit Kleinkindern im Alter von 1,5 – 3 Jahren und deren Eltern und wollten dafür noch neue Tipps und Anstöße haben oder aber sie sind in Kindergärten oder Kinderkrippen tätig. Andere wiederum haben mit den „ganz Kleinen“ noch keine Erfahrung, sind aber daran interessiert, eine Zwergengruppe ins Leben zu rufen oder man besuchte das Seminar, um mit seinen eigenen und evtl. Kindern aus dem Freundeskreis eine „private“ Singgruppe aufzumachen.

Das Seminar wurde eröffnet mit einer kurzen Vorstellungsrunde und sofort ging es zur Sache. „Hallo Ihr lieben Leut´, wer kam denn heut…?“ schallte es durch den Raum und alle Teilnehmer stimmten mit ein. Ohne Schuhe im Kreis auf dem Boden sitzend klatschten alle parallel den Rhythmus dazu; mal auf die Schenkel, mal in die Hände. Die Seminarleiterin reichte nach und nach Instrumente dazu: Klangstäbe, Röhrentrommeln, Triangeln, einen Regenmacher, Rasseln usw. Die neun Teilnehmer waren aufmerksam dabei und ließen die Hemmungen fallen, um „kindische“ Bewegungen zu machen oder Tiergeräusche von sich zu geben. Die Dozentin vermittelte fast ausschließlich an praktischen Beispielen ihre langjährige Erfahrung. Auch in kleineren Diskussionen zwischendurch erklärte sie sehr wichtige Details zur Stundenplanung, zur Gestaltung und zur Kinderstimme. Oder wussten Sie, dass der erste Tonraum der Kinder etwa zwischen f´ und c´´ liegt?

Nachdem vormittags sehr viele Informationen gegeben und viel Körpereinsatz gefordert wurde, teilte man nachmittags die neun Teilnehmer in drei Gruppen ein und ließ einen Stundenplan mit 4-Phasen-Gliederung zum Thema „Herbst“ erstellen. Die einzelnen Gruppen waren entweder für Begrüßung und Rituale oder Hauptlied (Bewegungsgestaltung/Instrumentalgestaltung/Spielgestaltung) oder aber für Bewegungsimprovisationen/ Instrumentenkreis/Sprechvers und Klangrunde mit Abschiedsritual zuständig. Jede Gruppe ließ sich von einem Skript, das die Teilnehmer durch das Seminar begleitete, und auch von den zuvor erhaltenen Anregungen inspirieren und erarbeitete tolle Beiträge. Teilweise war es nicht leicht, mit dem Gegenüber zu reden, als sei dieser erst 2 Jahre alt. Da sich aber jeder langsam in die Kindheit zurück versetzt fühlte, wurde es nach und nach leichter. Abschließend beurteilte man gemeinsam die einzelnen Vorträge und diskutierte, was ggf. hätte besser bzw. altersgerechter gestaltet werden können.

Danach hatten die Teilnehmer die Gelegenheit, sich selbst zurück zu lehnen und sich die Praxis in den Zwergengruppen zu Gemüte zu führen. Dazu hatte die Dozentin ein selbst erstelltes Video aus einer ihrer Zwergengruppen abgespielt und anschließend um Erörterung gebeten. Bei der folgenden Diskussionsrunde fiel dann allerdings auf, dass die Teilnehmer nach so viel Input nichts mehr zu kritisieren oder hervorzuheben hatten. Der Kopf rauchte und man beschloss abzuschließen.

Zum Schluss wurde im Stuhlkreis ein Feedback zum Seminar abgegeben und meist in erschöpfte Gesichter geschaut. Manche Teilnehmer waren erschlagen von Informationen und Neuem. Andere wiederum waren glücklich, wieder neue Ideen gesammelt zu haben, um diese gleich in der darauf folgenden Woche in die Gruppen mit einzubringen. Bemängelt wurde, dass es zu wenig Zeit zur Verarbeitung der Informationen, aber auch zum Austausch gab. Die Teilnehmer, die noch keine Zwergengruppe leiteten, hätten sich gerne mit den erfahrenen „Zwergenmuttis“ ausgetauscht. Dadurch, dass das Seminar diesmal eintägig ausgeschrieben war, musste der Stoff komprimiert und schnell durchgezogen werden und ließ dies dann leider nicht zu. Von mehreren Teilnehmern hervorgehoben wurde die praxisnahe Durchführung des Seminars…auch wenn dem einen oder anderen noch am Folgetag die Knie schmerzten!

Nadja Schmiling


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