Oberschwäbischer Chorverband

Der Chorverband Zollernalb sucht Unterstützer für sein Filmprojekt

Dieter Dürrschnabel, 5.07.2018, Chorgattung, Chorverband Donau-Bussen, Chorverband Enz, Chorverband Filder, Chorverband Friedrich Schiller, Chorverband Friedrich Silcher, Chorverband Heilbronn, Chorverband Hohenlohe, Chorverband Hohenstaufen, Chorverband Johannes Kepler, Chorverband Karl-Pfaff, Chorverband Kniebis-Nagold, Chorverband Ludwig Uhland, Chorverband Otto Elben, Chorverband Region Kocher, Chorverband Schwarzwald-Baar-Heuberg, Chorverband Ulm, Chorverband Zollernalb, CV Stuttgarter Kinder- und Jugendchöre, Eugen-Jaekle-Chorverband, Gaue und Verbände, Hermann-Hesse-Chorverband, Oberschwäbischer Chorverband, Sängerkreis Mittlerer Neckar, Singen und Stimme, Wilhelm-Hauff-Chorverband, Zabergäu-Sängerbund, Kommentare schreiben

Filmprojekt „Die Stimmen der Zollernalb“

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Sänger und Sängerinnen

die Volksbank Hohenzollern-Balingen ermöglicht  über ein Crowdfunding  „Viele schaffen mehr“ durch Verdoppelung erhaltener Spenden, die Finanzierung  ausgewählter Projekte zu ermöglichen. Es ist dem Chorverband Zollernalb gelungen, für die Endfinanzierung unseres  Filmprojektes  „Die Stimmen der Zollernalb“  über diese Plattform einen Betrag von 19.000,00 Euro zu erhalten. Das Projekt wird über eine internetbasierte Anwendung  auf der Homepage der Volksbank Hohenzollern-Balingen abgewickelt.

Für jede über die Plattform eingegangene Spende im Betrag von mindestens 5 Euro erhalten wir von der Volksbank den identischen Betrag bis maximal 9.500 Euro dazu. Es muss uns also gelingen, für unser Filmprojekt Spenden in Höhe von mindestens 9.500 Euro zu gewinnen. weiterlesen »


Klaus Haid hatte bei seiner Verabschiedung eine „große Bühne“

Klaus Haid, 6.04.2018, Gaue und Verbände, Oberschwäbischer Chorverband, Singen und Stimme, Kommentare schreiben

Das Präsidium des Oberschwäbischen Chorverbands (OCV) ist bei der Hauptversammlung in Eberhardzell bestätigt worden. Lediglich Pressereferent Klaus Haid wurde verabschiedet. Zu seinem Nachfolger wählte die Versammlung Felix Schreiber.

Weitere drei Jahre im Amt sind Präsident Achim W. Schwörer, Verbandschorleiterin Anne-Regina Sieber, die Beiräte Birgit Barth und Christoph Sulzer sowie die Kassenprüfer Josef Hipp und Josef Bernhardt.

Klaus Haid hatte bei seiner Verabschiedung eine „große Bühne“:

Er war Redakteur der vom OCV herausgegebenen Zeitung „OCV aktuell“ und hat das Blatt mit interessanten Beiträgen und Informationen aus allen Regionen des OCV gestaltet.

Nach neun Jahren wurde er als Pressereferent verabschiedet.

In seiner Amtszeit hat er unter anderem „OCV aktuell“ modernisiert und die Verbandshomepage des OCV neu gestaltet. „2009 begann das Präsidiumsleben als Pressewart für Klaus Haid“, erinnerte Präsident Schwörer. Dazwischen lägen neun interessante, abwechslungs- und erfolgreiche Jahre, so Schwörer und erinnerte an Ereignisse, die Haid intensiv mitbegleitet und angestoßen habe. Die Verbandszeitung habe heute Vorzeigecharakter für andere Verbände, lobte Schwörer und „andere beneiden uns“.

„Klaus Haid war das Gesicht des OCV“, sagte ein Chorleiter im Gespräch.

„Es ist an der Zeit, das Amt in jüngere Hände zu legen“, sagte Haid am Schluss und bedankte sich bei allen Vereinsvorständen und Verantwortlichen. Einen besonderen Dank hatte er für die Präsidiumsmitglieder, „die mir bei meiner Tätigkeit immer freie Hand gelassen haben“. Unter lang anhaltendem Beifall überreichte Schwörer ihm einen Geschenkgutschein. Klaus Haid singt weiterhin in drei Chören.

Von 117 Chören des OCV waren 86 Vereine bei der Hauptversammlung des Verbands vertreten, gab Geschäftsführer Eugen Kienzler in seinem Bericht bekannt. 2017 wurden im OCV 198 Ehrungen vorgenommen, davon 192 Sängerehrungen, drei Chorleiterehrungen und drei Vereinsehrungen.

„Ehrenamt ist nichts für Feiglinge“, sagte Präsident Schwörer bei der Hauptversammlung und rückte die Weiterbildungsangebote des Verbands in den Fokus. „Nutzen Sie diese Angebote, um die Qualität in Ihrem Verein zu verbessern“. Und: „Das haben wir immer so gemacht“ sei nicht der richtige Ansatz.

Verbandschorleiterin Anne-Regina Sieber unterstrich ebenfalls die Wichtigkeit der Weiterbildung in den Chören und sagte: „Information ist nicht nur eine Bringschuld, sondern auch eine Holschuld.“ Positiv bemerkte sie, dass die Lehrgänge für die Stimmbildung sehr gut besucht waren.

18 Kinder- und Jugendchöre mit 515 Kindern und Jugendlichen gehören dem OCV an, gab Jugendchorleiterin Birgit Barth in einem kurzen Überblick bekannt. Schatzmeister Franz Zinser berichtete von der Einnahmen-und Ausgabenseite des OCV. Die Kassenprüfer Josef Hipp und Josef Bernhardt hatten die Kasse geprüft und bestätigten eine geordnete Kassenführung.

Gerhard Mack von der Region Iller nahm in Vertretung der Region Biberach die Entlastung des Präsidiums vor.


150 Jahre Philharmonischer Chor Friedrichshafen – Festliches Programm im Jubiläumsjahr

Isabelle Arnold, 3.04.2018, Chorgattung, gemischte Chöre, Oberschwäbischer Chorverband, Veranstaltungen, Kommentare schreiben

150 Jahre Philharmonischer Chor Friedrichshafen: 1868 gegründet, feiert der Chor in diesem Jahr ein ganz besonderes Jubiläum. Im Mittelpunkt stehen zwei Konzerte: Am 16. Juni sind in der Kirche St. Johannes Baptist in Friedrichshafen-Ailingen unter anderem „Davide penitente“ und „Regina coeli“ von Wolfgang Amadeus Mozart zu hören, am 2. Dezember folgt im Friedrichshafener Graf-Zeppelin-Haus zusammen mit der Südwestdeutschen Philharmonie Konstanz das Oratorium „Die Schöpfung“ von Joseph Haydn. Der erste Termin im Jubiläumsjahr ist für die Sängerinnen und Sänger des Philharmonischen Chors – hervorgegangen aus der Chorgemeinschaft Harmonia Friedrichshafen – bereits im Mai eine viertägige Konzertreise nach Prag. „Unsere Vorbereitungen für die Konzertreise mit Werken von Mendelssohn, Dvorak und Haydn und für das Jubiläumskonzert in Friedrichshafen-Ailingen laufen im Moment parallel und auf Hochtouren“, informiert Musikdirektor Joachim Trost, der den Chor seit fast 30 Jahren leitet. Mit dem Stamm erfahrener Sängerinnen und Sänger und einigen neuen, jungen Stimmen sei das ambitionierte Programm gut zu schaffen. „Die Motivation aufgrund des Jubiläums ist zu spüren. Hinzu kommt die Freude an den durchweg schönen Werken“, sagt Trost, der sich auch über engagierte Gastsänger in den Reihen des fast hundertköpfigen Chores freut. weiterlesen »


Sommerakademie „Der Mensch und die Musik“ im September 2018

Johannes Pfeffer, 28.03.2018, Aus der Geschäftsstelle, Chorgattung, Fortbildungen, Oberschwäbischer Chorverband, Singen und Stimme, Veranstaltungen, Kommentare schreiben

Die jährlich stattfindende Sommerakademie der Akademie der Diözese Rottenburg-Stuttgart bietet ein anspruchsvolles Bildungs- und Kulturprogramm in sommerlich leichter Form. Veranstaltungsort ist in diesem Jahr das Tagungshaus im barocken Ambiente des ehemaligen Benediktinerklosters im oberschwäbischen Weingarten.

Im Jahr 2018 steht die Sommerakademie ganz im Zeichen der Musik. Das Motto vom 1. bis 5. September 2018 lautet „Der Mensch und die Musik
Einblicke in die Tonspur des Lebens.“

Musik löst in allen von uns bestimmte Gefühle und körperliche Reaktionen aus. Sie ist fester Bestandteil des gesellschaftlichen Zusammenlebens und einer der Grundbestandteile jeder menschlichen Kultur, Mittel der Identitäts- und Gruppenbildung, aber auch der Kommunikation. Die Sommerakademie nähert sich dem Phänomen Musik in vielfältigen, zum Teil auch musikalisch begleiteten Vorträgen unter anderem aus Musikwissenschaft, Geschichtswissenschaft, Philosophie, Ethnologie, Kunstwissenschaft und Medizin und ermöglicht den Teilnehmenden so neue Erkenntnisse auch für ihren eigenen Musikgenuss. Aufgelockert wird das Programm durch musikalische Abende und zwei ganztätige Exkursionen im Bodenseeraum.

Weitere Informationen unter http://www.akademie-rs.de/vakt_21773.


80. Geburtstag von OCV-Ehrenchorleiter Josef Straka

Klaus Haid, 28.01.2018, Aus der Geschäftsstelle, Oberschwäbischer Chorverband, Singen und Stimme, Themen, Kommentare schreiben

„Ein Hoch auf ein weiteres Lebensjahrzehnt !“

Am 28. Januar feierte der frühere Konrektor der Realschule Laupheim und langjährige Gauchormeister des früheren Oberschwabengaues und heutigen Oberschwäbischen Chorverbandes Josef Straka in Laupheim seinen 80. Geburtstag. Unter den Gratulanten auch die Verbandschorleiterin und der Geschäftsführer des OCV Anne-Regina Sieber und Eugen Kienzler, die ihrem äußerst vitalen Ehrenchorleiter die Gratulation und den Dank des OCV-Präsidiums überbrachten.

Josef Straka, der 1962 seine Chorleiterkarriere als Junglehrer beim MGV Langenschemmern startete  und 25 Jahre beim Sängerbund CC Laupheim und bis 2014 beim Baltringer Haufen die musikalische Verantwortung als Chorleiter hatte, hat in drei Jahrzehnten als Mitglied im damaligen Gauvorstand den Chorgesang in Oberschwaben entscheidend mitgeprägt. 1970 wurde er 32jährig als Jugendchorleiter in den Gauvorstand berufen. 1972 übernahm er vom legendären Gauchormeister Franz Frommlet dessen Amt, das er bis 1999 mit großem Engagement und viel Erfolg leitete. Zusammen mit den Gauvorsitzenden Franz Schweizer und Alfred Gresser und den Geschäftsführern Käthe Metzner und Horst Joachim bildete er das Erfolgsteam der 70er bis 90er-Jahre.  1987 war er auch der Initiator bei der Gründung des OCV-Frauenchores und dessen erster Chorleiter. In Anerkennung seiner Verdienste wurde er 1999 bei seinem Ausscheiden zum Ehrenchorleiter ernannt. Auch als Ehrenchorleiter nimmt er noch regen Anteil am Geschehen in der oberschwäbischen Chorszene, was ihm auch im neunten Lebensjahrzehnt, verbunden mit guter Gesundheit vergönnt bleiben möge.

Eugen Kienzler


Bischof Dr. Gebhard Fürst besucht Eintürner Kirchenmusical

Isabelle Arnold, 15.01.2018, Chorgattung, gemischte Chöre, Jugendchöre, Junge Chöre, Kinderchöre, Oberschwäbischer Chorverband, Kommentare schreiben

In Eintürnen wurde am 19.11.2017 das Musical „Kirchenspuren“ als gemeinsames Projekt dreier Chöre des Liederkranzes sowie des Musikvereins und der Kirchengemeinde zur Aufführung gebracht. Bischof Dr. Gebhard Fürst aus Rottenburg-Stuttgart war an diesem Tag zum Kirchenpatrozinium in der Gemeinde zu Gast und besuchte auch das Musical.

Eintürnen, ein Teilort von Bad Wurzach im Württembergischen Allgäu, zeichnet sich durch einen starken Zusammenhalt und eine Vernetzung von Kirche und Vereinsleben aus. So stellte der Liederkranz Eintürnen im Jahr 2017 gemeinsam mit weiteren Akteuren erstmals ein Musical auf die Beine, dessen Eintrittseinnahmen der Pfarrhaussanierung zugutekommen. Der Bischof der Diözese Rottenburg-Stuttgart, Dr. Gebhard Fürst, besuchte die Musicalaufführung im November und zeigte sich als Zuhörer sichtlich berührt.

Nachdem das Musical im September bereits zwei Mal aufgeführt worden war die Kirche jeweils voll besetzt gewesen war, wurden die Bitten um eine erneute Aufführung lauter. Da der Besuch von Bischof Dr. Gebhard Fürst in der Kirchengemeinde für die Feier des Patroziniums des heiligen Martins ohnehin geplant war, eignete sich dieser Termin gut für eine erneute Aufführung. Unter der musikalischen Leitung von Alexander Dreher, dem Dirigenten des Musikvereins, kam das Musical daher nochmals zur Aufführung.

Gezeigt wurde das Musical „Kirchenspuren“ des Komponisten Michael Schmoll, welches inhaltlich noch an die Eintürner Kirchengemeinde angepasst wurde. Das Stück handelt von einer Kirchengemeinde, die aus finanziellen Gründen ihre Kirche veräußern muss. Das sorgt für Aufruhr im Ort und die Dorfbewohner überlegen fieberhaft, ob die Kirche noch gerettet werden kann.

Elke Kreck als Gesamtleiterin ist stolz auf das Musical der drei Institutionen Liederkranz, Musikverein und Katholischer Kirchengemeinde. „Es ist eine große Ehre für uns, dass sich Bischof Dr. Gebhard Fürst die Zeit genommen hat, unser Musical zu besuchen. Der Inhalt des Stücks und unser gemeinsamer Ausdruck von lebendiger Gemeinschaft in der Kirchengemeinde und den Vereinen haben ihn beeindruckt. Zudem ist es überwältigend, dass die Aufführung des Musicals am Patrozinium zum dritten Mal auf reges Interesse gestoßen ist und wir eine volle Kirche begeistern durften.“


Chor Vocal Dream glänzt in Luther-Pop-Oratorium in Buchau

Klaus Haid, 30.11.2017, Chorgattung, Jugendchöre, Oberschwäbischer Chorverband, Kommentare schreiben

Im Ringen um die biblische Wahrheit: Frech, frisch und zeitgemäß: Chor Vocal Dream glänzt in Luther-Pop-Oratorium in Buchau

Der Junge Chor Vocal Dream aus Schwendi hat am Samstag im Kurzentrum ein Musical vom Feinsten geboten. Zum 500. Jahrestag der Reformation inszenierten rund 60 Mitwirkende das Luther-Pop-Oratorium, in dessen Mittelpunkt Martin Luthers Ringen um biblische Wahrheit und sein Kampf gegen Obrigkeit und Kirche stand. Die moderne Inszenierung brachte die Story der Reformation frisch, frech und zeitgemäß auf die Bühne.

Zusammen mit den erfolgreichen Aufführungen in Wain erreichte der Chor Vocal Dream am Samstag im Kurzentrum Bad Buchau eine Zahl von deutlich über 1600 begeisterten Zuschauern. Zwei Monate intensive Vorbereitungszeit zahlten sich aus, ermöglichten dem Publikum eine Zeitreise in das 16. Jahrhundert und brachten auf musikalische Weise das Wirken Martin Luthers auf die Bühne. Die modernen Kostüme ließen das humoristische Spiel mit aktuellen gesellschaftlich fragwürdigen Gepflogenheiten zu und machte die Charakterzüge der Darsteller auch für das junge Publikum begreifbarer.

Zur musikalischen Untermalung reiste der Chor unter Leitung von Sonja Walter mit Streichern, Bläsern, Gitarristen und einer Rhythmus-Gruppe an.

Mit vollen Stimmen stieg der Chor im Jahr 1521 in die Handlung ein. Mit dem Einsatz der E-Gitarre war das Zeichen für eine moderne Inszenierung gesetzt. Als Jugendfreundin Luthers erzählt Lara von dessen Kindheit, in der er seinem Vater hilflos und ausgeliefert gegenüberstand, ehe nach dieser Rückblende seine Rechtfertigung im Wormser Reichstag mit Spannung erwartet wurde. Im Swing-Rhythmus wurde das rege Treiben und die gute Stimmung in der Stadt dargestellt.

Ein überzeugender Luther

Erstmals stand in der darauffolgenden Ballade Marco Huberle alias Martin Luther im Rampenlicht des Kurzentrums und der Bürger von Worms, der mit der Aussage „mir geht es nur um Gottes Wort“ die Motivation der historischen Figur deutlich machte. Als Sympathieträger hatte der Protagonist das Publikum auf seiner Seite und überzeugte mit seiner Ausstrahlung und kerniger Stimme sowie Sicherheit in allen Lagen. Die musikalische Brandrede gegen Luther durch den Dominikanerpater Faber, der den Ablasshandel verteidigte, wurde von Noah Mayer mit voluminöser Bassstimme und sauberer Artikulation gehalten, wobei er mit aufsteigenden Sequenzen bedrohlich den Druck auf Luther erhöhte. In düsterer Stimmung verkörperte er als Antagonist das Böse.

Genauso passend besetzt war mit Dennis Lang die Rolle des Kaisers Karl V., der als Protz-Kaiser im weißen Anzug, Turnschuhen, Goldschmuck und Basecap auftrat. Das Spiel mit dem Smartphone ließ erkennen, dass es ihm auch beim politischen Machtspiel nur um seinen eigenen Vorteil und damit die Sicherung seines Einflusses ging. Auch dem Einfluss des Bankwesens in diesem Konflikt, das den Ablasshandel unterstützte, war ein eigener Titel gewidmet und erschien im Kontext der Kooperation mit Luthers Gegnern in einem schlechten Licht.

Luthers Phase des Zweifelns inszenierten die Darsteller eindrucksvoll. Wie Dämonen bedrängten ihn die inneren Stimmen, gegen die er sich standhaft wehrte, während seine Aussagen stets vom Sicherheit spendenden tiefen Blech verstärkt wurden. Mit Paulus‘ Worten aus dem erlösenden Römerbrief, die feierlich im Choral besungen wurden, ging er mit neuem Mut in das Verhör, wo er das zweite Mal dazu gedrängt wurde, seine Thesen und die damit verbundene Häresie zu widerrufen. Danach flüchtete Luther auf die Wartburg, wo er die Bibel ins Deutsche übersetzte.

Publikum spendet stehend Beifall

Insgesamt war dem Publikum ein facettenreiches Musical unter Verwendung verschiedenster Genres von Andeutungen gregorianischer Choräle, alter Volksweisen und majestätischer Fanfaren über bekannte sakrale Melodien bis hin zu Swing-, Rock- und Pop-Musik sowie Nutzung musikalischer Stilmittel geboten. Sie unterstrichen mit ihren Effekten sowohl Handlung als auch Aussagen der Texte.

Das Musical aus der Feder von Michael Kunze und Dieter Falk, die bereits für erfolgreiche Musical-Produktionen bekannt sind, lud zum Mitklatschen ein, bot Gelegenheiten zur Interaktion und brachte dem Chor Vocal Dream und seinen Unterstützern Standing Ovations ein. Fans von Musicals wie „Elisabeth“ oder „Tanz der Vampire“ kamen auf ihre Kosten.

Weitere Aufführen sind am 17. Dezember im Ulmer Zelt auf dem Gigelberg in Biberach sowie am 17. und 18. Februar im Kulturhaus Laupheim geplant.


Konzertreise Liederkranz Rot an der Rot – nach Rottweil / Zimmern unter der Burg

Klaus Haid, 30.11.2017, Chorgattung, gemischte Chöre, Oberschwäbischer Chorverband, Kommentare schreiben

Der Liederkranz Rot wurde vom Männergesangverein Zimmern unter der Burg zum diesjährigen Heimatabend eingeladen.

Daher führte uns der Jahresausflug diesesmal nach Rottweil. Bereits an der Stadtgrenze wurden wir von Marcel Dreiling, Musikdirektor des Schwäbischen Chorverbandes sowie Dirigent des Männergesangvereins begrüßt. Anschließend hatten wir eine sehr interessante Stadtführung durch Rottweil, der ältesten Stadt in Baden-Württemberg. Nach dem Mittagessen und freier Zeit in Rottweil wurden wir in Zimmern unter der Burg von den Männern des Gesangvereins begrüßt. Inzwischen waren auch die Musiker der Stubenmusik des Trachtenvereins Ölbachtaler Spindelwag eingetroffen, die ebenfalls zum Konzert eingeladen waren. Das Programm am Konzertabend gestaltete der Männergesangverein Zimmern u.d.Burg unter der Leitung von Marcel Dreiling, und der Liederkranz Rot an der Rot, dirigiert in gewohnter Weise von Gudrun Scharneck. Die Beiträge waren abwechslungsreich und vielfältig, Heimatlieder und Heimatmelodien aus allen Epochen unterhielten die Zuhörer. Vorstand Stefan Schrägle danke für die herzliche Aufnahme in Zimmern und lud den Männerchor für 2018 zum Gegenbesuch und gemeinsamen Konzert nach Rot an der Rot ein.

Nach dem gemütlichen Ausklang des Abends und einer teilweise kurzen Nacht gestalteten wir am Sonntagmorgen zusammen mit der Stubenmusik und einem Bläserquartett einen schönen Erntedank-Gottesdienst in der Wallfahrtskirche von Schömberg-Palmbühl. Zum Mittag besuchten wir nochmal den Männerchor Zimmern um bei bestem Wetter am Schlachtfest mittag zu essen und dem Chor und seinem Vorstand Julius Dietzel ein Abschiedsständchen zu singen. Auf dem Heimweg machten wir noch in Sigmaringen Halt, dort gab es noch eine Führung im Schloß der Hohenzollern.


Jahreskonzert des Liederkranzes Renhardsweiler

Klaus Haid, 30.11.2017, Chorgattung, Junge Chöre, Männerchöre, Oberschwäbischer Chorverband, Kommentare schreiben

Am Samstagabend, 18. November hatte der Liederkranz & Popchor Renhardsweiler zu seinem Jahreskonzert ins Dorfgemeinschaftshaus in Renhardsweiler eingeladen. „Komm mach die Augen zu, träum dich weit fort. Mit Phantasie wechseln wir den Ort“. Mit dieser Aufforderung aus dem Eröffnungslied „Komm wir segeln übers Meer“ nahmen die Sängerinnen und Sänger des Gemischten Chores die zahlreichen Gäste mit auf die imaginäre Reise über die Weltmeere. Aus dem Dorfgemeinschaftshaus wurde ein Kreuzfahrtschiff, was dank des maritimem Bühnenbildes leicht fiel, und aus der Chorleiterin Ursula Wentz die Steuerfrau.

Konzentriert auf das Dirigat ihrer Steuerfrau eingehend und mit guter Artikulation bewiesen die Crewmitglieder ihre stimmliche Fitness. Den Start ins Mittelmeer gab es mit dem „Komm ein bisschen mit nach Italien“ dem Hit der 50er-Jahre aus dem Revuefilm „Bonjour Kathrin“ von Catharina Valente und Peter Alexander, um dann verträumt und liebevoll erinnernd bei dem neapolitanischen  Volkslied „Vieni sul mar“ die Weite des Meeres zu besingen. Traditionell hat bei den Renhardsweiler Konzerten auch die Instrumentalmusik ihren Platz. An diesem Abend das Duo Marion Rösch und Veronika Burth am Konzertflügel und der Violine. Die beiden studierten Musikerinnen servierten im  Zusammenspiel und instrumentalem Zwiegespräch nicht wie sonst gewohnt mächtig, sondern verspielt und munter tänzerisch „Die schöne blaue Donau“. Beim „La Paloma“, der Sehnsuchtsmelodie von Freddy Quinn hörte man leises Mitsummen um dann in die „Reise ins Glück“ entführt zu werden. Bunt war nicht nur das Outfit der Crewmitglieder des Popchores sondern auch ihre Beiträge. Bei der Ode an die Nordseeinsel „Westerland“ der Punk-Rockband „Die Ärzte“ und dem Nena-Klassiker „Leuchtturm“ sowie dem angelsächsischen Shanty „Drunken sailer“ bewiesen sie Rhythmusgefühl und die wenigen Männer ihre Fähigkeit als sichere Backgroundsänger. Mit die Hinhörer des Abends waren die Langnesewerbung der 80er-Jahre „Like ice in the sunshine“, die der Chor Leichtigkeit versprühend interpretierte und der Kulthit der Beach Boys „Surfin USA“ bei dem auch Körpereinsatz gefordert war.

Extra für diesen Konzertabend zusammengefunden hatten sich die Männer des  Chores „Santiano“, vom Moderator als verwegene Freibeuter der Meere angekündigt. Die beiden Lieder „Frei wie der Wind“ und „Santiano“ der namensgleichen norddeutschen Erfolgsband waren der Männercrew wie auf den Leib geschnitten. Der bunte Mix aus Pop, Irish Folk und Shanty inszenierten sie eingängig und unterhaltsam. Ein Projekt das nach Weiderholung ruft. Am Startort Mittelmeer endete die musikalische Kreuzfahrt bei der der Gemischte Chor mit dem Evergreen„Capri Fischer „ und dem „Funiculi Funicula“ die italienische Leidenschaft lebensnah und mit einer ansteckenden Lockerheit interpretierten.

Kongeniale Begleiter nicht nur bei diesen Liedern sondern bei allen drei Chören waren am Flügel die jungen Pianistinnen Janina Gnand und Sharon Gnann aus Reichenbach.

Mit dem gemeinsamen Schlusslied „Dort am Meer“ endete ein abwechslungsreicher, mit Ohrwürmern gespickter und kurzweiliger Konzertabend, für den die Akteure vom Publikum mit Szenenbeifall und einem kräftigen Schlussbeifall belohnt wurden. Die Zugabe „Seemann deine Heimat ist das Meer“, bei dem die souverän leitende Chorleiterin Ursula Wentz zum Mitsingen aufforderte, verband dann Sänger und Zuhörer zu einem mehrhundertstimmigen Schlusschor.


Fast 300 Sängerinnen und Sänger treten beim Regionssingen in Reinstetten auf

Klaus Haid, 30.11.2017, Chorgattung, Gaue und Verbände, gemischte Chöre, Junge Chöre, Männerchöre, Oberschwäbischer Chorverband, Kommentare schreiben

 

Der Gemeindesaal Reinstetten war letzten Sonntag beim Regionssingen bis auf den letzten Platz belegt. Vorstand Siegfried Wespel vom gastgebenden Liederkranz und der Präsident vom Oberschwäbischen Chorverband (OCV) konnten acht Chöre der Region Iller begrüßen und zusammen mit den Besuchern viele Liedvorträge in bunten Variationen hören. Die Chorgemeinschaft Tannheim mit dem jungen Chorleiter Kevin Prinz begann furios und interpretierte das Volkslied „Es klappert die Mühle“ als Wettstreit unter den Geschlechtern.

Karibische Rhythmen brachte der Singkreis Erlenmoos, unter der Leitung von Sicoe Ille, mit dem Stück „Woza Nkosi“ auf die Bühne. Der Liederkranz Kirchdorf, geführt von Brigitte Mack zeigte sich up to date und trug aktuelle Songs von Helene Fischer und DJ Özi vor. Und die Reinstetter Sänger mit Chorleiter Franz Härter sangen vierstimmige Volkslieder und ein harmonisches „Minnelied“  in Pianissimo.

Vor der Pause überbrachte Ortsvorstehen Franz Kiefer die Grüße der Ortsverwaltung Reinstetten und in Vertretung von Bürgermeister Andreas Denzel der Stadtverwaltung Ochsenhausen. Kiefer ging auf die Vereinsgründung des Gesangvereins im Jahr 1967 ein, Anlass war die Einweihung der neuen Grund – und Hauptschule Reinstetten unter Schulleiter und Chorleiter Franz Wespel und Vorstand Karl Walter. Kiefer gratulierte dem Liederkranz zu seinem 50jährigen Jubiläum, verbunden mit einem finanziellen Beitrag, so wie auch ein Glückwunschbrief mit einem Scheck von Landrat Dr. Heiko Schmid eingegangen ist. Dann übernahm der Vizepräsident des OCV Erwin Gering die Sängerehrung mit Laudatio. Sieben Sänger waren schon vor 50 Jahren aktiv dabei. Josef Baur damals als jüngster mit 17 Jahren. Er, Helmut Baier, Hugo Ehrhart, Rudolf Ehrhart, Walter Heckenberger, Josef Laubheimer sen. und Siegfried Wespel erhielten vom Präsident Schwörer die Goldene Nadel des Schwäbischen Chorverbands und die Urkunde für 50 Jahre aktives Singen im Chor vom Deutschen Chorverband überreicht. Für 40jähriges Singen im Gesangverein wurde Robert Held geehrt.

Der junge Chor Con Takt vom Sängerbund Unteropfingen unter Leitung von Karin Schoch, bekam mit ihrem Auftritt viel Beifall, sind sie doch auch bekannt und erfolgreich bei manchem Sängerwettbewerb. Die Chorgemeinschaft Frohsinn Hürbel und Harmonie Gutenzell unter Leitung von Markus Gerowski sangen stimmungsvoll auf’s Wohl der Frauen und auf die Eroberung vom Paradies. Als gleich 43 Sänger vom Männergesangverein des Musikvereins Dettingen mit ihrem Chorleiter Tobias Schädler auf der Bühne standen, gab es ein imposantes Bild ab. Ihr vielseitiger Liedvortrag mit Hits von Grönemeyer, dem „Augustin-Rap“ und den sanften „Glocken von Isola Bella“ begeisterten sie das Publikum. Vielseitig zeigt sich auch der zuletzt auftretende Chor Horizont mit jungen Sängerinnen und Sängern aus Dettingen und Umgebung unter Leitung von Petra Maier mit „Freedom is Comming“ und „Halleluja“. Und passend zum Abschluss des großen Regionssingens sang der Chor Horizont das Lied „Gute Nacht Freunde“.

 


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