Singen und Stimme

Die Qual der Wahl und die Sache mit der Singbarkeit

Wolfgang Layer, 15.01.2008, Fortbildungen, Singen und Stimme, Kommentare geschlossen

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Ein wichtiger Beitrag für Laienchöre
Professor Dr. Wilfried Fischer hat zusammen mit Hans Günther Bastian die Chorbücher „Cantabile“ für Männerchor, Frauenchor und gemischten Chor herausgegeben. Wir sprachen mit dem Autoren, der seit Jahren erfolreich im SSB als Chorleiter tätig ist.

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SINGEN: Mit den drei Bänden „Cantabile“ für Männer-, Frauen- und gemischten Chor haben Sie und Ihr Mitherausgeber eine exzellent zusammengestellte Sammlung an Chorsätzen veröffentlicht. Wie sahen Ihre Kriterien bei der sicherlich nicht leichten Auswahl aus 6 Jahrhunderten Chorliteratur aus?

Prof. Fischer: Sie haben Recht: Mein Kollege Bastian und ich mussten uns wohl oder übel der „Qual der Wahl“ stellen, da bei einer Auswahl mit den wichtigsten Kriterien: Repräsentativität für die jeweilige Epoche, ästhetischer Anspruch und Singbarkeit (vor allem im Hinblick auf die Laienchorszene) natürlich auch viele andere als die abgedruckten Chorsätze möglich gewesen wären. Zweifellos sind auch subjektive Maßstäbe wie persönliche Präferenzen und individuelle Erfahrungen im Laufe der Chorleitertätigkeit in die Auswahl der Chorsätze eingeflossen. Letztlich fielen auch eine ganze Reihe vorgesehener Stücke dem ökonomischen Argument des verantwortbaren Umfangs der Chorbücher, die ja den Etat der möglicherweise interessierten Chöre nicht übersteigen sollten, zum Opfer.    

SINGEN: Dort, wo es keine Originalvorlagen gab, haben Sie selbst eigene Sätze arrangiert bzw. bearbeitet. Wenn man für den großen laienmusikalischen Bereich schreibt, ist man immer im Zwiespalt zwischen den hoch fliegenden eigenen Ideen und der Machbarkeit bzw. Umsetzbarkeit im Laienchor. Da gibt es dann sicher eine „Plus-/Minusliste“. Was darf ich, was kann ich, worauf muss ich achten? Wie sah das bei Ihnen aus?

Prof. Fischer: Mir persönlich geht es so, dass ich immer, wenn ich einen Chorsatz schreibe, einen bestimmten Chor aus meiner Chorleiterbiographie vor Augen habe, der vom Ambitus der einzelnen Stimmen und vom Anspruch des Arrangements her in der Lage sein sollte, diesen Chorsatz überzeugend darzustellen. Das kann ein Chor an einer der Hochschulen sein, an denen ich tätig war, oder einer der von mir geleiteten sog. Laienchöre bzw. auch ein Chor, in dem ich in jüngeren Jahren selber mitgesungen habe. Ich denke, dass es Hans Günther Bastian ähnlich geht. Allerdings sollte man selbst dann, wenn man für Laien schreibt, möglichst nicht für Laien schreiben, d. h. nicht den Anspruch nach unten drücken, sondern vielmehr versuchen, die Balance zu halten zwischen dem ohne Probleme Machbaren und dem nur durch einige Anstrengungen Erreichbaren. Andererseits können jedoch Sätze aus dem Bereich des Jazz und des Gospelsongs in einem Chorbuch mit breit gestreutem Repertoire nicht den jazzharmonischen Schwierigkeitsgrad zugrunde legen wie Veröffentlichungen für Chöre, die sich auf Jazz oder Gospelsongs spezialisiert haben. 

SINGEN: Unsere Chorszene heute sieht anders aus als vor 40 Jahren. Sie selbst haben nie den Bezug zur Basis verloren, sind inzwischen seit 50 Jahren Chorleiter, leiten selbst Laienchöre. Was bedeutet dieses Musizieren mit Laien für Sie?

Prof. Fischer: Dass uns, d. h. den beiden Herausgebern, das Musizieren mit Laien so sehr am Herzen liegt, hat sicherlich auch damit zu tun, dass wir beide nicht nur als Chorleiter, sondern vor allem auch als Musikpädagogen tätig waren. Chorleitung ist also für uns immer eine der schönsten Möglichkeiten, Musik auch denjenigen Menschen näher zu bringen und sie zur qualifizierten Ausübung zu ermuntern, die keine Möglichkeit zu einer fundierten musikalischen Ausbildung hatten. Es gibt kaum eine schönere Erfahrung, als die bei vielen Chorsängern zu erlebende Resonanz, wenn sie schrittweise in die Geheimnisse künstlerischer Gestaltung eingeweiht werden.

SINGEN: Zu den Besonderheiten der drei Cantabile-Chorbücher zählt ja nicht nur, dass sie aus dem Handbuch „Chorleitung – Theorie und Praxis“ hervorgegangen sind, sondern dass sie durch einen Kommentarband ergänzt werden, der dem Benutzer musikanalytische und chordidaktische Hinweise vermittelt. Was hat Sie zu diesem ungewöhnlichen Schritt eines eigenen umfangreichen Kommentarbandes (mit 278 Seiten) bewogen?

Prof. Fischer: Hans Günther Bastian und ich haben im Laufe unserer Hochschullehrertätigkeit immer wieder feststellen können, dass angehende Chorleiter davon profitieren, wenn ihnen zu Beginn ihres Studiums nicht nur die musikhistorischen, dirigiertechnischen und stimmbildnerischen Voraussetzungen, einen Chor zu leiten, vermittelt werden, sondern vor allem auch ein bestimmtes nachvollziehbares Methodenrepertoire nahe gebracht wird, das sie in die Lage zu einem lebendigen, suggestiven Umgang mit den zu erarbeitenden Chorsätzen versetzt. Daher die ausführlichen Kommentare, die sich vor allem an noch weniger erfahrene Chorleiter und Chorleiterinnen richten. Die Kommentare sollen niemanden „gängeln“, sondern viel eher dazu beitragen, die Auseinandersetzung mit den Chorsätzen zu intensivieren, auch auf die Möglichkeit hin, dass sie den Benutzer zu einer ganz anderen Sichtweise und abweichenden methodischen Schritten inspirieren. 

Kurzbiograhie: Wilfried Fischer, Dr. phil., nach dem Schulmusik- und Kapellmeisterstudium zunächst Universitätsmusikdirektor in Tübingen. Seit 1972 Professor für Musikpädagogik mit dem Schwerpunkt: Künstlerische Praxis des Musikunterrichts einschl. Chorleitung zunächst an der Pädagogischen Hochschule Flensburg, später an den Universitäten Köln und Paderborn. Chorleiter (auch heute noch), Orchesterleiter und Arrangeur. Zahlreiche musikpädagogische Veröffentlichungen (darunter das Lehrbuch „Musikunterricht Grundschule“)

Quelle: Wolfgang Layer in SINGEN 11/2007, Seite 5


Fortbildungstagung erschließt neue Literatur

Zieger, 14.01.2008, Chorverband Donau-Bussen, Fortbildungen, Singen und Stimme, Kommentare geschlossen

Mit 150 Teilnehmern hat die Fortbildungsveranstaltung im Kloster Untermarchtal nichts von ihrer Anziehungskraft eingebüßt. Unter dem Leitgedanken „Chorische Gebrauchsmusik in guter Qualität“ standen mit Professor Kurt Suttner und Dieter Aisenbrey zwei exzellente Referenten mit ihrem praxisbezognenen Erfahrungsschatz den Männer- und Gemischten Chören zur Verfügung. In einem kleinen Abschlusskonzert boten die Chorgruppen Einblicke in die erarbeitete Chorliteratur. Suttner mit den gemischten Chören empfahl neben anderem Max Beckschäfers „Kein Feuer, keine Kohle“, oder „Mein Mädel hat einen Rosenmund“ von Helmut Barbe, aber auch Hugo Alfvéns  „Balubeeren leuchten im Garten“ und das besonders von den Damen geliebte „Blue moon“ von Richard Rogers. Zum Sonntag passend intonierte Dieter Aisenbrey mit den Männern den Kanon „Per crucem“, die Totenweise „Du kannst nicht tiefer fallen“, Silchers „Vom Frühjahr“, aber auch einen umjubelten fetzigen Teil aus Uli Führes „Männer-Boogie-Blues“. In der Gastfreundschaft des Bildungshauses Untermarchtal hatte Wolfgang Oberndorfer mit seinem Team zum 12. Mal ein perfekt organisiertes Wochenende vorbereitet und durchgeführt. Rolf Ströbele dankte den Referenten für ihre solide Vorgehensweise, neue Literatur im Umgang mit Lernenden aller Altersschichten zu erschließen. Dieses facettenreiche Arbeiten im Singen, in das eine spezielle Chorleiterschulung und die Gestaltung des Abendgottesdienstes eingebunden waren, verbindet die Chöre des Donau-Bussen-Sängergaues, was auch im gemütlichen Plausch nacht getaner Arbeit mit Beate Denzlers „Blitzlichtaufnahme in Versen“ zum Ausdruck kam. Bis zur nächsten Tagung im Januar 2010 haben hoffentlich viele der angesungenen Titel Eingang in den Liedbestand der Chöre gefunden.

BILD: Rolf Ströbele, Professor Kurt Suttner, Dieter Aisenbrey und Wolfgang Oberndorfer gestalteten das 12. Fortbildungswochenende im Kloster Untermarchtal


Die Kraft der Musik fließt in Spenden für Peru

Zieger, 14.01.2008, Chorverband Donau-Bussen, Singen und Stimme, Kommentare geschlossen

Die „besinnliche Stunde“ der Realschule Ehingen mit fünf Chor- und Musikgruppen in der Kirche St. Michael verkörperte das Ziel der Schule: gemeinsam leben lernen. Seit mehr als 30 Jahren pflegen Schüler, Lehrer, Freunde und Ehemalige das gemeinsame Singen und Musizieren im Rahmen des Donau-Bussen-Gaues als gemeinsames Konzert in der Adventszeit. Dazu gehören geistliche Weisen und tänzerische Stücke aus Renaissance und Barock in zeitgenössischen Bearbeitungen ebenso wie das Weihnachtssingspiel „Großer Stern – was nun“ von Peter Schindler. Die Motette „Gloria tibi domine“ verkörperte ebenso die Grundtendenz des adventlichen Singens und Musizierens wie ein Bach-Andante oder „Angels Carol – Hast du gehört den süßen Klang der Engel“ von John Rutter. Die eingegangenen Spende kommen einem Kinderdrof in Lima und Hilfsprojekten in Peru zugute.


Drei Chöre prägen ein Konzert

Zieger, 14.01.2008, Chorverband Donau-Bussen, Singen und Stimme, Kommentare geschlossen

„Gesang macht Freunden wahre Freude“ verkündete der Liederkranz Untermarchtal (Anton Mehrsteiner) als Gastgeber bei einem Konzert mit der „Diplomatenjagd“ und dem „Slowenischen Weinstrauß“. Mehrsteiners Männergesangverein Aichstetten pries neben der „Waldandacht“ die „Montana de Fuego“. Gemeinsam priesen sie den schönen Bodensee und stimmten die Europahymne im Satz von Gerhard Rabe an. Dazu passte Willy Partens „Europa-Reise“ mit einer Folge europäischer Volkslieder, vorgestellt durch den Gesangverein Lauterach (Ursula Fleischle). Die beiden Männerchöre intonierten mit den Albdorfmusikanten (Franz Stoll) den Bozener Bergsteigermarsch, worauf die drei Chöre das Thema des Konzerts als Chorgemeinschaft aufnahmen: „Als Freunde kamen wir, als Freunde gehen wir“.


Young Voices bringen Afrika näher

Schmidt, 13.01.2008, Oberschwäbischer Chorverband, Singen und Stimme, 1 Kommentar

Die „young voices Altshausen“, ein 55 Stimmen starker Chor, hat afrikanische Lebendigkeit in die Schlosskirche Altshausen gebracht. Unter der Leitung von Simone Dangel verbreiteten die „young voices“ erdigen Swing und kosmischen Groove im barocken Raum.

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Was ist mir mein Verein wert?

Wolfgang Layer, 13.01.2008, Gaue und Verbände, Singen und Stimme, Vereinsführung, 1 Kommentar

Foto: Inge Vonnieda, CVdP Foto: Inge Vonnieda, CVdP

 Ja, es gibt sie noch immer, die Vereine ohne Mitgliedsbeitrag. Früher waren sie stolz darauf. Heute denken sie oft darüber nach, warum gerade sie vom Mitgliederschwund am meisten betroffen sind, wo doch alles etwas kostet, nur das Singen nicht. Wir wollen es ihnen sagen. Der Ausgangspunkt für unsere Berechnung sind 40 Chorproben pro Jahr plus 3 Auftritte.

Ihre Aufwendungen für eine Chorprobe entsprechen folgendem Konsumgut, wenn der Mitgliedsbeitrag Ihres Vereins die genannte Höhe hat:

einer einzelne Zigarette 0,24 EUR bei einem Jahresbeitrag von 10,32 EUR
einer Pfandflasche 1,5 l 0,25 EUR bei einem Jahresbeitrag von 10,75 EUR
einer Rolle Klopapier 0,32 EUR bei einem Jahresbeitrag von 13,76 EUR
einem Fruchtjoghurt 0,40 EUR bei einem Jahresbeitrag von 17,20 EUR
einer Bildzeitung 0,50 EUR bei einem Jahresbeitrag von 21,50 EUR
einem Schokoriegel 0,60 EUR bei einem Jahresbeitrag von 25,80 EUR
einer Butterbrezel 0,80 EUR bei einem Jahresbeitrag von 34,40 EUR
einer Flasche O-Saft 0,99 EUR bei einem Jahresbeitrag von 42,57 EUR
einem Liter Benzin super 1,35 EUR bei einem Jahresbeitrag von 58,05 EUR
250 Gramm Butter 1,40 EUR bei einem Jahresbeitrag von 60,20 EUR
einwm Glas Bier vom Fass 2,20 EUR bei einem Jahresbeitrag von 94,60 EUR
750 Gramm Brot 2,50 EUR bei einem Jahresbeitrag von 107,50 EUR
einem Glas Wein 3,00 EUR bei einem Jahresbeitrag von 129,00 EUR
einer Packung Zigaretten 3,80 EUR bei einem Jahresbeitrag von 163,40 EUR
einem Schnitzel mit Salat 6,00 EUR bei einem Jahresbeitrag von 258,00 EUR

Wir haben unserer Aufstellung durchschnittliche Einzelpreise zugrunde
gelegt, die selbstverständlich differieren können.

Was ist mir mein Verein also wirklich wert?

Wie wenig muss man können, um singen zu dürfen? Gesangvereine werben mit „Maxispaß bei Nullahnung“, denn „Singen kann jeder“ und Notenkenntnisse sind nicht erforderlich. Im Sport wären solche Parolen absolut tödlich.

Der „Aha-Effekt“

Viele unserer Leserinnen und Leser waren erstaunt bis entsetzt, als sie diese Tabelle zum Wert bzw. Unwert einer Chorprobe in unserer Novemberausgabe gelesen hatten. Weniger als ein Schokoriegel, gerade mal so viel wie eine Pfandflasche – so sehen die Vereinbeiträge in vielen unserer Gesangvereine aus. Daraus ergibt sich folgerichtig oft eine Überbetonung der Aktivitäten zur Finanzierung der Chorleiter sowie der jährlich anfallenden allgemeinen Kosten, vom Jahresbeitrag für den Deutschen Chorverband bis zur Unfallversicherung für die eigenen Mitglieder.

Zwei Vereine – zwei Profile

Zwei Möglichkeiten, das Vereinsleben zu gestalten, haben wir geschildert. Daraus resultieren zwei Vereinsprofile, wie sie nicht unterschiedlicher sein können. Zunächst der Verein, dessen Vereinsführung auf dem Weg in die Zukunft gerne den Blick zurückwirft, zurück auf die Tradition, auf die große Zahl der Sänger, auf die hohe Zeit des deutschen Volkslieds und die Zeit der vollen Säle und Zelte. Gleichzeitig reduzieren sich die Sängerzahlen seit langem jedes Jahr um 10 Prozent und mehr. Rettung ist nicht in Sicht. Der Mitgliedsbeitrag der aktiven Mitglieder liegt bei 1,00 EUR pro Monat. Gesellige Konzerte und Veranstaltungen innerhalb eines bestehenden Kanons bestimmen das Profil. Die Mitglieder engagieren sich nicht zuletzt im Interesse der Vereinsfinanzen bei Frühlings-, Sommer- und Herbstfesten. Es ist wichtig, dass „die Kasse stimmt“. Sie leben musikalisch vor allem von Ihrem Repertoire. Pro Jahr studieren Sie weniger als 8 neue Chorsätze ein. Der Besuch bei ihren Veranstaltungen könnte besser sein.
Profil 2 betrachtet den Traditionschor und den Verein als Basis für eine breit angelegte Singoffensive auf allen Altersstufen. Es entstehen zahlreiche Abteilungen im Verein, die das gesamte Spektrum der Chormusik abzudecken versuchen.

Der Sport vor Ort

15 Sportvereine in Baden-Württemberg haben wir „getestet“. Die Mitgliedsbeiträge sind im Internet frei zugänglich. Mehr als die Hälfte verlangt neben dem Jahresbeitrag eine Aufnahmegebühr, nahezu überall ist eine mehr oder weniger kostenintensive Ausstattung nötig, egal ob es das Fahrrad, der Tennisschläger oder die Turnschuhe sind. Und jeder kauft und keiner murrt. Markenartikel werden zum Statussymbol, während sich die Chöre nicht schämen, mit kopierten Notenblättern auf die Bühne zu marschieren.

Sport fordert, Sport formt

Regelmäßige Wettkämpfe, permanentes Training, Disziplin und Zuverlässigkeit. In unseren Chorvereinen herrscht dagegen die reinste Anarchie. Lieber zu spät als gar nicht kommen, tröstet sich der Chorleiter. „Das Einsingen spar ich mir grundsätzlich“, verkündet der 1. Bass, während er noch schnell die Tagesschau einschaltet und eine Zigarette raucht. „Wenn UEFA-Pokal läuft, geh ich grundsätzlich nicht zum Singen“, ergänzt der 2. Tenor und beschwert sich gleichzeitig über das Ungleichgewicht Sport-Gesangverein in der Tageszeitung. Mein lieber Herr Gesangverein!

Hier eine Auflistung unterschiedlicher Vereine in Baden-Württemberg mit den aktuellen Mitgliedsbeiträgen, Aufnahme- und sonstigen Kosten

Verein Sparte, Mitgliedsbeitrag p.a., Aufnahme, sonst. Kosten
Radsportverein Schwaikheim, Radsport  30,00 € , Ausrüstung
Modellfluggruppe Kressbronn, Modellsport, 30,00 € , 50,00 €  Ausrüstung
Hundesportfreunde Salem, Hundesport, 35,00 €, 40,00 €  Arbeitsstunden
Bogenschützenclub Markdorf, Bogenschießen, 62,00 €, Ausrüstung
SSC Tübingen, Fußball,  72,00 €, 25,00 €, Ausrüstung
Verein Ballonsportfreunde Ba-Wü, Ballonsport, 89,90 €   
Tauchsportgemeinschaft Dietenheim, Tauchen, 100,00 €, 120,00 €  Ausrüstung
Sportverein Fellbach, Sportverein, 102,00 €, 21,00 €  Ausrüstung
TSA Illertissen-Dietenheim, Tanzsport, 120,00 €, Arbeitsstunden
Reiterverein Bietigheim-Bissingen, Reiten, 125,00 €, 150,00 €  Boxenmiete, Anlagennutzung, Reitstunden, Arbeitsstunden
Pool Billard Club PBC Nagoldtal, Billard, 180,00 €, 35,00 €  Ausrüstung
Rudergesellschaft „Schwaben“ HN, Rudern, 210,00 €, 25,00 €  
Tennisclub Korb, Tennis, 215,00 €, 100,00 € Ausrüstung
Fitness-Studio Aramis Gäufelden, Fitness, 540,00 – 792,00 € , Ausrüstung
Golf Club Ulm, Golf, über Geld spricht man nicht, Ausrüstung

Quelle: Wolfgang Layer, SINGEN, Ausgabe 11/2007 und 12/2007


Was ist eigentlich ein Blog?

Sigi Bütefisch, 12.01.2008, Singen und Stimme, Kommentare geschlossen

Diese Internetseiten www.singen-und-stimme.de sind der Weblog oder kurz Blog des Schwäbischen Sängerbundes – eine Art Online-Zeitung mit Tagebuchcharakter. Dazu ein kurzes Video. Klicken Sie hier, wenn Sie drei Minuten Zeit und Interesse haben.


Chorfoto des Jahres 2007

Wolfgang Layer, 10.01.2008, Gaue und Verbände, Singen und Stimme, Kommentare geschlossen

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Die Sieger im SSB-Fotowettbewerb

Nicht die Pixelzahl war entscheidend, nicht die Größe des Chores, nicht die Symmetrie des Bildverlaufs, auch nicht eine noch so gut gestellte Szene – es war ein Bild direkt von der Bühne, ein Schnappschuss mit viel Natürlichkeit und Ausstrahlung.

Der 1. Preis: 200 € und das Titelbild im ersten Heft SINGEN 2008

Die Chorgemeinschaft 1836 Mössingen e.V.  ist sicher nicht traurig darüber, dass nicht ihr eigenes Chorbild, sondern das ihres Kinderchors einen Preis gemacht hat, noch dazu den 1. Preis. Steinlach-Kids nennen sich die jungen Sängerinnen und Sänger, die soviel Lebens- und Sangesfreude ausstrahlen. Das Foto stammt vom letzten Konzert des Kinderchores. Herzlichen Glückwunsch an die Vereinsverantwortlichen und natürlich an die Kinder!

Der 2. Preis: ein kompletter Satz garantiert nicht kopierter Männerchornoten „Männer mag man eben“

Zwei Schnappschüsse von der Chorreise in die Abruzzen schickte uns Eugen Kienzler vom Männerchor des Oberschwäbischen Sängergaues. Solch einem guten Chor steht das Wasser nie bis zum Hals, deswegen darf sich der 1. Bass ruhig mal in selbiges begeben und nachsehen, wie das Meer die Sonne auslöscht. Herzlichen Glückwunsch nach Saulgau!

3. Preis: ein Noten- und CD-Überraschungspaket mit tollen Chören

Gewonnen hat diesen Preis der Chor 2000 aus Dornstadt bei Ulm. Er ist ein Ableger der Liedertafel 1921 Dornstadt e. V. und hatte im vergangenen Jahr ein großes Konzert mit dem Titel „Jukebox Heroes“ – bekannte Hits und Schlager der 50er und 60er Jahre. Mit großer Freude wurde an dem Programm gearbeitet und auch zu jedem Stück eine Choreographie einstudiert. „Wir denken, dass man auf dem beigefügten Foto, auf dem wir gerade ‚Ich will keine Schokolade‘ zum Besten geben, diese Freude gut sehen kann“, schreibt uns Martina Schneider. Ja, man kann es, deswegen gab es den 3. Preis. Herzlichen Glückwunsch!

Quelle: SINGEN 1/2008, Seite 11


Dr. Michael Fuchs, Leipzig: Wie wichtig ist Einsingen für den Stimmphysiologen?

Wolfgang Layer, 8.01.2008, Singen und Stimme, 3 Kommentare

fuchs.jpg Dr. Michael Fuchs

Sport und Singen

Kein Sportler würde auf die Idee kommen, ein Training oder gar einen Wettkampf zu beginnen, ohne sich vorher aufzuwärmen und die Muskulatur vorzubereiten. Ansonsten würde er nicht nur schlechtere sportliche Leistungen riskieren, sondern auch eine Verletzung. Auch ein Sänger belastet seinen Stimmapparat beim Singen vergleichbar dem Körper des Sportlers. Nicht selten grenzt die Intensität und Dauer des Singens gerade in Zeiten mit vielen Proben und Auftritten an Hochleistungssport.

Fast alles Muskeln

Der menschliche Stimmapparat, der außer dem Kehlkopf mit den Stimmlippen auch die Atmungsorgane und die so genannten Ansatzräume umfasst, besteht zum großen Teil aus Muskulatur und Bindegewebe: Das Zwerchfell stellt den größten Einatmungs-Muskel dar, dazu sind bei der Atmung auch die Bauchmuskeln und die Zwischenrippenmuskeln aktiv. Am Kehlkopf selbst findet eine diffizile Wechselwirkung zwischen den einzelnen inneren und den äußeren Kehlkopfmuskeln am Hals statt. Und schließlich sind in den Ansatzräumen für eine optimale Klangbildung zum Beispiel die Muskeln des Gaumensegels, der Zunge und der Lippen von großer Bedeutung. Natürlich ist diese Muskulatur auch beim spontanen Atmen, beim Schlucken und beim Sprechen fast den ganzen Tag aktiv. Beim Singen ist es aber erforderlich, die Aktivität dieser gesamten Muskulatur feiner aufeinander abzustimmen. Sie nimmt beim Singen andere, zum Teil konstantere Spannungszustände ein.

Schleimdrüsen und Schleimhäute

Auch die Schleimhäute und das Epithel der Stimmlippen wollen auf die bevorstehende Belastung vorbereitet sein. Aufliegender zäher Schleim wird vorsichtig zum Schwingen gebracht und kann abgeschluckt werden. Dagegen sollte insbesondere kräftiges Räuspern unbedingt vermieden werden, da es eine mechanische Belastung für das empfindliche Stimmlippenepithel darstellt. Zugleich werden durch das Einsingen die Schleimdrüsen angeregt, Feuchtigkeit zu produzieren und sie wie einen Film schützend über die Schleimhaut auszubreiten. Denn beim Singen bestünde sonst durch den verstärkten Luftstrom die Gefahr der Austrocknung. weiterlesen »


Das ist neu in SINGEN 2008

Wolfgang Layer, 8.01.2008, Chorjugend im SCV, Gaue und Verbände, Singen und Stimme, Kommentare geschlossen

Chorpraxis, Vereinsführung, Singen und Stimme – seit einem Jahr hat der Schwäbische Sängerbund diese drei wichtigen Bereiche im Chorwesen zur Grundlage für den Inhalt seiner Zeitschrift und inzwischen auch seiner Website gemacht. Klare Zuordnung schafft Übersichtlichkeit und Transparenz.

So erschien es zunächst auch sinnvoll, die Veranstaltungs- und Seminartermine den genannten Rubriken zuzuordnen, was auf der einen Seite zu Doppelnennungen führte, auf der anderen Seite zusätzlichen Platz in Anspruch nahm. Ab sofort finden Sie alle Fortbildungstermine auf den Innenseiten eines jeden Heftes, ferner die Seminarbeschreibungen mit zusätzlichen Details wie Kosten, Beginn, Ende etc.

Die Zuordnung und damit die Verständlichkeit gehen dennoch nicht verloren, denn jede Rubrik hat eigene Symbole mit dem Hinweis darauf erhalten, ob es sich bei dem entsprechenden Seminar um einen Grundkurs, einen Aufbaulehrgang oder ein Masterseminar handelt. Alle weiteren Informationen finden Sie hierzu auf Seite 17.

Zeitung wird zum Poster

Leider hat jeder Chor nur eine beschränkte Zahl von Zeitschriften-abonnements, so dass nicht jeder Sänger und jede Sängerin ein Heft zum Lesen erhält. Besonders betroffen davon sind die bereits genannten Termine der zahlreichen Fortbildungen im SSB für alle Bereiche des Singens, der Chorleitung und der Vereinsführung. Auch aus diesem Grund haben wir die beiden Innenseiten so gestaltet, dass sie jederzeit als eigenständige Monats- und Jahresübersicht herausgelöst und im Probenraum aufgehängt werden können. So kann sich jedes Vereinsmitglied über die Aktivitäten seines Verbandes bzw. Sängergaues informieren, auch wenn es einmal kein Aboexemplar erhalten sollte.

Vorschau auf den Folgemonat

Seite 30 erhält den Titel „Das letzte und das nächste“ und bringt ab sofort immer die Vorschau die wichtigsten Themen des Folgemonats.

Umstellung der Monatsthemen

Bei den Schwerpunkten der einzelnen Monate haben wir im Vergleich zum Vorjahr etwas umgestellt:
–  Januar: Männerchor
–  Februar: Frauenchor
–  März: Junge Chöre
–  April: freie Themen
–  Mai: Kinder und Jugendchöre, Kooperationen, Ganztagesbetreuung
–  Juni: Internet
–  Juli: Seniorenarbeit
–  August/September: Presse- und
 Öffentlichkeitsarbeit
–  Oktober: Chorkleidung, Tagungsstätten, Chorreisen, Musikmentoren
–  November: Felix – Verlängerung, Singementoren/Hauptschulmentoren
–  Dezember: Aus- und Weiterbildung im SSB

Crossmedia wird Standard

Vor einem Jahr haben wir Ihnen den Ausbau einer umfangreichen Crossmedia- Kommunkation angekündigt. Gemeint ist damit die sinnvolle Verknüpfung unterschiedlicher Medien bzw. medialer Möglichkeiten, also z.B. der Zeitschrift und des Internets. So können Sie sich zu Seminaren, die Sie auf den Innenseiten von SINGEN gefunden haben, jederzeit per E-Mail beim SSB anmelden. Berichte im Gauteil, die dort nur auszugsweise wiedergegeben werden können, lassen sich in kompletter Länge mit eventuellen zusätzlichen Bildern unter www.singen-und-stimme.de lesen und herunterladen. Jeder Verein besitzt bereits heute die Möglichkeit, seine Veranstaltungen eigenverantwortlich bei www.schwaebischer-saengerbund.de einzugeben, der Website des Schwäbischen Sängerbundes. Die meisten Gaupressereferenten nützen bereits heute mit großer Begeisterung die Möglichkeit, Ihre Berichte und Bilder direkt unter „Singen und Stimme“ einzustellen, dem Weblog des SSB. Was hier steht, erhält auch in der Onlinesuche bei www.google.de, der weltweit größten Suchmaschine, einen Spitzenplatz.

Themen- und Jahresübersicht

Die Redaktion von SINGEN erarbeitet schrittweise eine Übersicht über wichtige Themen des Jahres sowie der zurückliegenden Jahre.  Diese Themen werden in den Blog gestellt. Der Link zu den Themen wird in SINGEN publiziert. Einen ersten Überblick über die Themen 2007 finden Sie bereits Ende Januar.

Berichte über Fortbildungen

Seminarberichte sind meist sehr umfangreich. Deswegen können sie in SINGEN nicht komplett abgedruckt werden. Zum Glück gibt es den Weblog unter www.singen-und-stimme.de Hier finden Sie alle Informationen über ein Seminar, erstellt von Teilnehmern und somit direkt und objektiv. Diese Seminarberichte wollen wir 2008 intensivieren. Hinweise darauf finden Sie wieder in SINGEN in Form entsprechender Links.

Chorjugend betreut den CJ-Teil redaktionell eigenverantwortlich

Die Pressereferenten der SSB-Chorjugend sollen verantwortlich für die eigenen Inhalte in SINGEN werden
D.h. dass die Chorjugend alle eingegangenen Materialien wie Konzert- und Veranstaltungsberichte der Kinder- und Jugendchöre, Seminare etc. von der SINGEN-Redaktion erhält, selbst redigiert und das Material dann an die Redaktion liefert.

SINGEN im Papierkorb?

Wie kann sich SINGEN breiter aufstellen? Wie nützen Vereine die Zeitschrift? Wer liest was? Wie wird das Heft weitergegeben? Was wird im Verein kommuniziert? Diese Themen werden uns mit Sicherheit das gesamte Jahr über beschäftigen und wenn es beiden hilft – den Vereinen und der Zeitschrift – ist das Ziel erreicht. WL

Quelle: SINGEN 01/2008, Seite 4


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