Singen und Stimme

Chorverband Ludwig Uhland mit Rom-Projekt

Fahr, 13.09.2007, Chorverband Ludwig Uhland, Singen und Stimme, Veranstaltungen, Kommentare geschlossen

Projektchor Rom

Vor der mehrtägigen Romreise vom 28. September bis 3. Oktober 2007 gibt der dafür gegründete Projektchor drei Konzerte vorab, sozusagen als Generalprobe für die Konzerte in Rom. Das erste Konzert in Bad Urach fand bereits statt und war eindrucksvoll präsentiert. Die nächsten Termine sind: Sonntag, 16. September um 19.30 Uhr in der Amanduskirche Bad Urach und Sonntag, 23. September um 19.30 Uhr in der Stadtkirche St. Laurentius in Nürtingen.

Zu hören sind unter der Leitung von Chormeister Jürgen Knöpfler Kompositionen von Max Reger, Anton Bruckner, Josef Rheinberger, Giacomo Rossini, Hugo Wolf u. a. Auch Kompositionen des Dirigenten werden geboten. Beteiligt ist der Ludwig Uhland Chor, der Projektchor Rom und der GV Eningen. Seit Wochen proben die Sängerinnen und Sänger mit großer Freude für diese ganz besondere Konzertreise und dürfen am 28. September endlich das Flugzeug besteigen.

Neben einem umfangreichen Besichtigungsprogramm gestaltet Jürgen Knöpfler Konzerte im Petersdom und St. Ignatius sowie eine Messe in der St. Solena mit Kardinal Kasper. Höhepunkt wird die Teilnahme an der Papstaudienz mit einem Chorbeitrag sein.


Ein Highlight auch für den OSG-Männerchor

Wolfgang Layer, 12.09.2007, Gaue und Verbände, Oberschwäbischer Chorverband, Singen und Stimme, 1 Kommentar

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Kühl, mit noch verdächtig regenschweren Wolken am Himmel, so präsentierte sich der Morgen des 10. Landesmusikfestivals, als sich die Sänger des OSG-Männerchores schon in aller Frühe am Künstlereingang des Konzerthauses trafen, um sich auf den ersten Auftritt des Tages, die Mitwirkung beim Eröffnungskonzert einzustimmen. Die erste und Gott sei Dank einzige Enttäuschung des Tages war die Feststellung, dass statt der erwarteten Überfüllung des Konzerthauses die Zuhörerreihen wegen der missverständlichen Mitteilung in den Medien deutliche Lücken aufwiesen. Mit der Eröffnungsfanfare und der Ansprache durch den Präsidenten des ausrichtenden Blasmusikerverbandes Baden-Württemberg Rudolf Köberle, MdL wurde das 10 Landesmusikfestival eröffnet. Weitere Musikstücke, dargeboten vom Sinfonischen Orchester Ravensburg und dem Landeszitherorchster, sowie Ansprachen leiteten über zum ersten Auftritt des Gau-Männerchores. Im feinsten Piano und hochkonzentriert der Chorleiterin Anne-Regina Sieber folgend, erklang der Auftakt zum „Morgenrot“ von R. Pracht, bei dem das Wechselspiel zwischen piano und forte auch dank der guten Akustik des Raumes besonders fein zur Geltung kam. Der „Chor der Priester“, feinfühlig von Irene Streis am Klavier begleitet, ließ die Feierlichkeit der Handlung aus der „Zauberflöte“ von W.A. Mozart erahnen. Waren die ersten beiden Chorsätze eher festlich, kündete das Locken der Trommel Großes an. „Stolz und fesch, schmuck und fein, zieh’n wir auf in Viererreih’n“ so sangen die Männer beim Deutschmeister-Regimentsmarsch von Anne-Regina Sieber mit neuem Text auf den Männerchor versehen. Beim Schlusssatz mit dem „Wir sind vom Oberland der Projektmännerchor, fröhliche Sänger sind wir“ war es vorbei mit dem aufmerksamen Lauschen. Begeistertes Mitklatschen der Honoratioren und Gäste und der anerkennende Beifall, war dann auch der Lohn für einen gelungenen Auftritt, der beim anschließenden Stehempfang mit viel Anerkennung gewürdigt wurde. Der Präsident des Schwäbischen Sängerbundes Dr. Lorenz Menz bezeichnete den Chorsatz gar als auch der Wettergott muss wohl zufrieden gewesen sein, denn im Anschluss an die Eröffnung zeigte sich das Wetter von seiner besten Seite. Von seiner besten Seite zeigte sich auch die Gastgeberstadt Ravensburg. Eine perfekte Organisation, das Ambiente der historischen Altstadt und nicht zuletzt die riesige Besucherzahl ließ den Tag für Musiker und Sänger und Besucher zu einem Erlebnis werden. Imagewerbung für den Chorgesang machten die vielen Chöre, die meisten aus dem Oberschwäbischen Sängergau, auf den unterschiedlichen Bühnen und Kirchen. So auch der OSG-Männerchor, der auf dem Marienplatz seinen Open-Air-Auftritt hatte. Im legeren Schwarz/Rot gaben die Sänger nicht nur optisch eine gute Figur ab, sondern boten dem begeistert mitgehenden Publikum ein buntes Kaleidoskop ihres Repertoires. Auch hier sprang der Funke zum Publikum beim „Wir sind ein Männerchor“ sofort über. Viel Schmunzeln gab es beim Werbesong für die Qualität der älteren Herren „Nehm’n Sie’n Alten“ und beim „Ich fahr mit meiner Klara in die Sahara“. Dass Piano, gut vorgetragen, auch im Freien ankommen kann, zeigte sich beim italienischen Liebeslied „Vieni sulla Barchetta“ und beim „Bajazzo“. Mit der strauß’schen Schnellpolka „Leichtes Blut“ setzten die Sänger um Anne-Regina Sieber und auch hier wieder gekonnt von Irene Streis begleitet, einen flotten Schlusspunkt. Natürlich kamen sie nicht ohne Zugabe vom Podium, so dass die Zuhörer bei „In Salzburg zu St. Peter“ beschwingte und schunkelnde Sänger erlebten und bei „Mama Loo“ feststellen konnten, dass die Truppe der reiferen Herren auch bei englischsprachigen Songs ein ordentliche Figur abgeben. Den Schluss eines erlebnis- und auftrittsreichen Tages und ein weiteres Mosaik in der Geschichte des Gau-Männerchores bildete bei der Abschlusskundgebung auf dem Marienplatz der Gesamtmännerchor zusammen mit dem Hornensemble der Jugendmusikschule Ravensburg mit Stücken aus der Kantate „Wald und Jägerei“ und der Gesamtchor mit Bläser beim „Schon die Abendglocken klangen“ aus der Oper „Nachtlager von Granada“.


Konzertreise des Liederkranzes Enzweihingen nach Südafrika

Wolfgang Layer, 10.09.2007, Chorverband Enz, Gaue und Verbände, Singen und Stimme, Kommentare geschlossen

„Schwarzwald-Mädel“ am Kap der Guten Hoffnungsudafrika-die-truppe-am-kap-der-guten-hoffnung.jpg

„Schwarzwald-Mädel“ am Kap der Guten Hoffnung

Der Liederkranz Enzweihingen ging mit einer 125-köpfigen Gruppe, davon 71 Sänger, auf große Reise. 11 Stunden dauerte der Non-Stop-Flug nach Johannesburg, wo auch das erste Konzert in der Universitäts-Aula stattfand. Der Männerchor eröffnete den musikalischen Reigen, gefolgt vom Schweizer Männerchor Johannesburg. Danach führte der gemischte Chor Ausschnitte aus dem „Schwarzwald-Mädel“ mit Tanz und entsprechenden Kostümen auf. Natürlich durfte auch ein schwungvolles „Schwäbisches Volkslied-Medley“ nicht fehlen. Nach einer kurzen Pause übernahm „Rock-Pop 2001“ aus Enzweihingen den weiteren Ablauf, mit Darbietungen von Boney M. und Les Humphries. Das bunt gemischte Programm kam bei den Zuhörern gut an und alle machten ausgelassen mit. Der darauf folgende Tag bot als Kontrastprogramm „Natur Pur“ einschließlich Elefantenherden, Wasserbüffel, Rhinos, Löwen, Kudus und Krokodile im Krüger National Park. Die nächsten Tage waren mit Besichtigungen ausgefüllt. Unter anderem ging es über die Küstenstraße zum Kap der Guten Hoffnung sowie dem Cap Point. Am Abend fand das Konzert in Kapstadt im Deutschen Club statt. Nach einer stürmischen Gondelseilbahnfahrt auf den 1087 m hohen Tafelberg, das Wahrzeichen von Kapstadt, fand Nachmittag drauf in der Kathedrale zu Kapstadt ein katholischer Gottesdienst statt, der von den Chören des LK Enzweihingen untermalt wurde. Der Männerchor begann mit „Frieden „ und „Gott nur allein“, gefolgt vom Frauenchor mit „Hebe Deine Augen auf“ und „Gott hat mir längst einen Engel gesandt“, Rock Pop 2001 mit „Singing for the Lord“ und „Happy Day“, dem gemischten Chor mit „Lord, I want to be a Christian“, „Gnade“ und „Du großer Gott“. Bei den Kirchenbesuchern kam der vom Chor untermalte Gottesdienst sehr gut an. Wir haben bei dieser Reise wundervolle unvergessliche und beeindruckende Tage erlebt. Ein großer Dank an die Macher Werner Dippon, Siegfried Lepold und Heribert Frey, die für das gute Gelingen der Chorreise verantwortlich waren.


125 Jahre Fildergau – Jubiläumskonzerte im Schlosshof Waldenbuch

Wolfgang Layer, 10.09.2007, Chorverband Filder, Gaue und Verbände, Singen und Stimme, Kommentare geschlossen

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Mit einem Kinderchor-Konzert und einem Chorkonzert für Erwachsenenchöre setzte der Chorverband Filder am 14. Juli 2007 seine Konzertreihe anlässlich seines 125-jährigen Jubiläums fort. Bei strahlend blauem Himmel konnte Roland Scholpp, Präsident des Chorverbandes Filder, Aktive und Besucher im wunderschönen Schlosshof begrüßen. Bürgermeister Lutz von Waldenbuch zeigte bei den Grußworten seine Freude darüber, dass der Schlosshof als Veranstaltungsort gewählt worden sei und wünschte ein „gutes Gelingen“. Und es gelang mehr als gut.Dirigiert von Leona Irion, „schmetterten“ die Schmetterlinge vom Liederkranz Waldenbuch los. Es war einfach eine Freude zuzusehen und zuzuhören. Konnte man sich dem Zauber der „Bremer Stadtmusikanten“ oder des „Regenbogens“ entziehen? Alle waren begeistert von den „Freaks von Harthausen“ dem Kinderchor der Sängerlust Harthausen, die unter der Leitung von Alexander Halda dem Publikum zeigten, wer in Filderstadt „die Affenbande durch den Wald“ jagt und niemand geizte mit Applaus, nachdem der Kinderchor vom MGV Leinfelden unter der Leitung von Elisabeth Knöpfle unter anderem „Anne mit ihrer Kaffekanne“ hat fliegen lassen. Die Vocalkids vom Vokalensemble Aichtal demonstrierten mit ihrer Dirigentin Tanja Schneider, wie „stark“ sie sind und dass sie über „Gummibären“ und „Urwälder“ gut Bescheid wissen.

Die „Mix Kids“ vom MGV Neuhausen zeigten, dass sie auch Reisen in die kalte Arktis nicht scheuen und dass sie mit der „WM-Medley 2006“ mehr als auf der Höhe der Zeit sind. Chorleiter Klaus-Peter Klapper trat gleich mit zwei Chören auf. Hatte er doch auch die „Mix Teens“ vom MGV Neuhausen mitgebracht und diese führten mit ihren Liedern vor, wie schnell der Wandel vom Kinderchor in einen „Jungen Chor“ vollzogen ist. „Land in Sicht“ hieß es dann beim Chor der Realschule Bernhausen. Dass es „Ohne dich“ nicht geht und was ein „Schöner Tag“ ist, erklärten die Schützlinge von Chorleiter Gert Kürner und wurden für ihre Leistung mit einem kräftigen Applaus belohnt. „Singen macht Spaß“ lautete das gemeinsame Schlusslied der Chöre und alle wurden für ihre Leistung, für ihr Engagement und ihre sichtbare Freude am Singen und mit der Vorfreude auf „mehr“ vom Publikum begeistert verabschiedet. Schlusspunkt des Konzertes bildete die Big Band der Realschule Bernhausen, ebenfalls unter der Leitung von Gert Kürner. Gekonnt ließen sie „Das Phantom der Oper“ musikalisch durch den Schlosshof geistern und zeigten, dass neben dem Chorgesang auch die Instrumente ein fester Bestandteil der Kinder- und Jugendmusik sind.
Um 18.30 Uhr riefen die Alphornbläser Waldenbuch die Waldenbucher Bürger aufs Schloss zum Konzert der Erwachsenenchöre. Den Auftakt des Konzerts bildeten die Liederkränze Musberg und Waldenbuch mit einem gemeinsamen Lied. Die Musberger setzten den musikalischen Reigen fort, gefolgt von einem der wenigen reinen Männerchöre, die es im Chorverband Filder noch gibt, dem Liederkranz Glashütte. Im Anschluss daran zeigte die Chorgemeinschaft der Liederkränze Stetten und Unteraichen ihr Können. Während der Pause spielten noch einmal die Alphornbläser Waldenbuch, das Publikum stärkte sich vor dem Schlosshof mit einem Imbiss und einem kühlen Schluck. Der Liederkranz Waldenbuch eröffnete zusammen mit seinem „KrabbaChor“ den zweiten Teil des Konzertes. Das Vocalensemble Aichtal beschloss die einzelnen Chorauftritte. Mit dem gemeinsamen Lied „Abendruhe“ von Wolfgang Amadeus Mozart verabschiedeten sich die Chöre von ihrem Publikum und erhielten als Dank einen lang anhaltenden Applaus.
Auch der Chorverband Filder möchte an dieser Stelle Applaus spenden. Applaus für alle Sängerinnen und Sänger mit ihren Chorleiterinnen und Chorleitern. Für die Akteure am E-Piano, die die Kinder-, Jugend- und Erwachsenenchöre so überzeugend begleitet haben, für die Alphornbläser Waldenbuch für ihre Auftritte, vor, während und nach dem Abendkonzert und für den Liederkranz Waldenbuch als ausrichtenden Verein mit seinen vielen Helferinnen und Helfern, für die tolle logistische Leistung und die hervorragende Betreuung und Bewirtung. Applaus aber auch für Birgit Bozler, die Referentin für Jugend und „Junge Chöre“ im Chorverband, die als Konzertkoordinatorin für das Kinderchorkonzert verantwortlich zeichnete, für Marianne Schauer-Roch, die stellvertretende Verbandschormeisterin, die als Koordinatorin für das Erwachsenenchor-Konzert verantwortlich war und die den gemeinsamen Schlusschor dirigierte. Und einen besonderen Applaus für Leona Irion vom Liederkranz Waldenbuch. Sie hat es geschafft, mit der Leitung der „Schmetterlingen, mit der Art ihrer heiteren Moderation beider Konzerte und als treibende Kraft bei der logistischen Ausrichtung beider Konzerte durch den Liederkranz Waldenbuch, eine tolle Werbung für Waldenbuch zu machen.


Gefühl und Botschaft im Einklang

Wolfgang Layer, 10.09.2007, Singen und Stimme, 8 Kommentare

Gospelseminar des SSB in InzigkofenGospelseminar des SSB in Inzigkofen

 

Welcome in to this place – willkommen an diesem Platz begrüßten 60 Sängerinnen und Sänger aus ganz Deutschland die zahlreichen Besucher in der Klosterkirche. Das Willkommen gilt aber auch dem göttlichen Herrn, erklärte Angelika Rehaag. Sie verstand es in knapp einer Woche die Begeisterung der Kursteilnehmer im Volkshochschulheim Inzigkofen bei der Chorwoche Gospelgesang des SSB zu wecken und ihnen die „schwarzen“ Lieder in authentischer Weise nahe zu bringen.

Bereits nach dem ersten Lied wurde das Publikum infiziert und mitgenommen auf die Reise in das verheißene Land. Die „Gebrauchsanweisungen“ waren höchst einfach: „Faithful is our God“ – vertrauensvoll ist unser Gott. Er gibt zurück, was wir verloren haben. Und dann gilt es sie zu preisen, die Größe Gottes, denn „God is great“. Weil er wundervoll ist, ist es leicht, ihn zu lieben („It’s so easy to love you“), und wir sind Freunde Gottes, er nennt auch uns Freunde – „I am a friend of God“. Das Klatschen ist ebenso Lobpreis. Die Zuhörer wurden mit „O clap your hands“ eingestimmt, aktiv teilzuhaben. Schnell wurde klar, dass fach- und singkundige Teilnehmer nach Inzigkofen gekommen war, die vielen unterschiedlichen Chören angehören. Angelika Rehaag formte einmal mehr aus dieser Verschiedenheit eine Einheit. Die Gospellehrerin aus Krefeld ist ein wahrer Glücksfall und vereint in sich neben ihrer rheinischen Frohnatur einen lebensbejahenden Glauben ohne dogmatischen Ballast sowie großes fachliches Können. Ihr zur Seite stand während der Probewoche und bei der Aufführung Matthias Haarmann, Kirchenmusiker aus Köln, als einfühlsamer Pianist. Seine Begleitung auf dem Keyboard und die Improvisationen waren einfach meisterhaft!

„This is the day, that the Lord has made” – in Abwandlung eines der vorgetragenen Stücke bestätigte der enthusiastische Beifall das, was Pastoralreferent Franz Gnant dann folgendermaßen ausdrückte: „Was Sie uns geschenkt haben, ist eine besondere und herausragende Form des Gebetes“.


20 Jahre Jugendarbeit im Zollernalb Gau – Feier mit einem Musical

Wolfgang Layer, 10.09.2007, Chorverband Zollernalb, Gaue und Verbände, Singen und Stimme, Kommentare geschlossen

Muscial auf Burg Wildenstein

Muscial auf Burg Wildenstein

Ein langer Traum des Teams der Jugendarbeit im Zollernalb-Sängergau mit ihren Kinderchören ein abenteuerliches Wochenende auf einer „Ritterburg“ zu erleben, ging Anfang Juli in Erfüllung. Mit 130 Kindern aus den Kreisen Sigmaringen und dem Zollernalbkreis wurde in einem Workshops das Musical „Ritter Rost“ eingeübt und am Sonntagnachmittag vor 300 Gästen im romantischen Burghof bei von Petrus geschicktem Sommerwetter
Mit bewundernswerter Konzentration waren die jungen Sängerinnen und Sänger beim Spiel der urkomischen Geschichte vom frechen, aber feigen Ritter Rost, seiner mutigen Burgfrau Bö, vom sprechenden Hut, von allen Fabelwesen einschließlich des Zirkusdirektors dabei. Schon nach dem Eintreffen am Freitag wurde abends fleißig an den Kostümen gebastelt. Obwohl am Samstag und Sonntag intensiv geprobt wurde, kamen Spiel und Spaß nicht zu kurz. Es war phänomenal, was die Kinder in der kurzen Zeit auf die Beine gestellt haben. Alle Akteure mit ihren 30 Betreuern waren nach der Aufführung restlos begeistert. Dies besonders weil der große Kinderchor die Intentionen der Gaujugendchorleiter Arnold Kleiner und Michael Binder in den fetzigen und ohrwurmverdächtigen Songs sehr überzeugend befolgte. In den Kindern schlummern einige große Talente, dies wurde von den Solisten eindrucksvoll bewiesen. Die Zuschauer, unter ihnen Gaupräsident Erwin Hirschle und einige Mitglieder des Gaupräsidiums waren sichtlich beeindruckt von der ausgezeichneten Leistung aller Mitwirkenden und spendeten reichlich Beifall. Mit diesem Musical auf der Burg Wildenstein konnte die Gausängerjugend gleichzeitig ihr 20-jähriges Bestehen feiern. Dabei war erfreulich, dass von Jugendbetreuer der ersten Stunde Birgit Frank aus Onstmettingen, Michael Wild und Walter Heilig aus Rangendingen, Margret Leder aus Hartheim und Gabi Krehl aus Onstmettingen anwesend waren. Aber mit diesem Event hat das Team um Carmen Butz allen Besuchern, den Kindern – und sich selbst – ein unvergessliches Erlebnis beschert. Betreuer Bernhard Hellstern aus Trillfingen war es vorbehalten, als „Werwolf Mies“ spielend, den Verantwortlichen, allen voran Gaujugendreferentin Carmen Butz aus Hartheim für die gute Jugendarbeit zu danken. Freudig fügte er an: „ Du hast diesen Workshop perfekt organisiert“.


70 Jahre Schloss Serenade – Kirchheimer Liederkranz

Labudde-Neumann, 4.09.2007, Chorverband Karl-Pfaff, Singen und Stimme, Kommentare geschlossen

Das Foto zeigt den Schulchor unter der Leitung von Martina Michaela Sturm.Der Kirchheimer Liederkranz blickte bei der diesjährigen Schloss-Serenade auf  eine 70-jährige Tradition zurück.

Zum dritten Mal in Folge gestaltete der Schulchor der Grund- und Hauptschule Alleenschule Kirchheim, verstärkt durch den Kinderchor „KiKiKo“ der Kreuzkirche Kirchheim und den „Albspatzen“ des Liederkranz Schopfloch, das Programm mit. Der Kirchheimer Liederkranz und die Alleenschule sind im musikalischen Bereich eine Dauerkooperation eingegangen.

Für Abwechslung zwischen den Gesangsdarbietungen sorgte ein Querflötentrio der Musikschule Kirchheim aus der Klasse Sabine Märkle.

Der zweite Auftritt des Gemischten Chores erfolgte zum Teil unter der Beteiligung von Sängerinnen und Sängern vom befreundeten „Frohsinn Ötlingen“.

Die Begleitung am E-Piano erfolgte souverän durch Ralf Sach.

Ein gemeinsamer Liedvortrag des Kinder- und des Erwachsenenchores sowie auch das zum Teil mit dem Publikum gemeinsam gesungene und von den Instrumentalisten begleitete Schlusslied „Der Mond ist aufgegangen“ gaben den kleinen Sängerinnen und Sängern das Gefühl und Erlebnis einer großen Chorgemeinschaft.


Ansprechpartner/Infos

Sigi Bütefisch, 21.07.2007, Singen und Stimme, Kommentare geschlossen

Informationen über den SSB und die Chorjugend finden Sie auf der Verbandshomepage des Schwäbischen Sängerbundes. www.ssb1849.de

Die Ansprechpartner der Geschäftsstelle.

E-Mail schreiben an den Webmaster: geschst@ssb1849.de


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Sigi Bütefisch, 21.07.2007, Nachwuchsarbeit / Werbung, Singen und Stimme, Kommentare geschlossen

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Haftung des des Vorstandes, wann ist das möglich?

Johannes Pfeffer, 13.06.2007, Singen und Stimme, Vereinsrecht, Kommentare geschlossen

Frage:

Gibt es Situationen, in denen ich mich als Vorstandsmitglied eines Vereins persönlich Schadenersatzpflichtig, haftbar, machen kann? Wem gegenüber mache ich mich haftbar? Was kann ich dagegen tun?

 

Antwort:

Christian Heieck, Rechtsanwalt, Stuttgart

Die Frage nach der persönlichen Haftung von Vorstandsmitgliedern wird immer häufiger gestellt. Es kommt auch häufiger als noch vor 10 Jahren vor, dass Vorstandsämter sich wegen tatsächlich oder vermeintlich drohender Haftung nicht besetzen lassen.

Oft sind die Sorgen und Ängste vor der Haftung unbegründet. Freilich: Ein gewisses Maß an Hingabe an und Konzentration auf die übernommene Vorstandsaufgabe ist schon erforderlich. Schließlich vertrauen die Vereinsmitglieder den gewählten Vorstandsmitgliedern die Leitung, die Kasse und das rechtliche wie organisatorische Schicksal ihres Vereins für die Dauer der Wahlperiode an. Sie dürfen deshalb auch erwarten, dass das gewählte Vorstandsmitglied die Vereinsbelange sorgfältig und – selbstverständlich – uneigennützig wahrnimmt.

Nach außen haftet grundsätzlich zunächst einmal der Verein. Der sollte sich deshalb auch für die typischen und häufigsten Risiken (Verkehrssicherungspflicht, Unfall und Vermögensschaden) in geeigneter Weise versichern.

 

Das für den Verein handelnde Vorstandsmitglied kann sich allerdings in zweierlei Hinsichten der Haftung nicht entziehen: Zum einen haften Verein und Vorstandsmitglied bei verschuldensabhängigen unerlaubten Handlungen als Gesamtschuldner; der Vorstand haftet dem Verein im Innenverhältnis auf Schadenersatz, wenn ein Außenstehender den Verein in Anspruch genommen hat, oder wenn der Vorstand dem Verein oder einem Mitglied Schaden zugefügt hat.

Zwar hat das Vorstandsmitglied in der Regel einen Ersatz- oder Freistellungsanspruch gegen den Verein bei der Durchführung einer ihm übertragenen Aufgabe des Vereins (§§ 670, 27 Abs. 3 BGB), doch besteht ein solcher Freistellungsanspruch meist dann nicht, wenn das Vorstandsmitglied bei der Entstehung eines Schadens vorsätzlich oder grob fahrlässig gehandelt hat. Der Freistellungsanspruch kann im übrigen auch bestehen, wenn der Verein für den entstandenen Schaden eine Versicherung abgeschlossen hat.

Die Satzung kann vorsehen, dass dem Vorstand die Haftung für leichte Fahrlässigkeit erlassen wird. Grobe Fahrlässigkeit und Vorsatz sind nicht abdingbar.

Auch durch Vertrag kann ein solcher Haftungsausschluss vereinbart werden, allerdings auch hier nur für den Bereich der leichten Fahrlässigkeit.

Klar und deshalb nur am Rande zu erwähnen ist, dass das „Schutzschild“ der Organhaftung des Vereins sich vor dem handelnden, schädigenden Vorstand nur entfaltet, wenn dieser im Rahmen seiner Befugnisse und in Ausführung der ihm zustehenden Verrichtungen für den Verein gehandelt hat. Begeht der Vorstand allerdings in Überschreitung seiner Vertretungsmacht eine unerlaubte Handlung, eine Vertragsverletzung oder eine sonstige, zum Schadenersatz verpflichtende Handlung, gilt wiederum die Organhaftung des Vereins.

 

Allgemeingültige Regeln darzustellen, ist nicht einfach. Vielmehr muss im Einzelfall geklärt werden, ob die Organhaftung des Vereins für sein handelndes Vorstandsmitglied greift oder ob der Verein selbst gegen das Vorstandsmitglied vorgehen kann, sei es, weil der Verein von einem Dritten in Anspruch genommen wurde, sei es, weil der Vorstand den Verein an sich (beispielsweise durch Veruntreuung u. ä.) geschädigt hat, oder ein einzelnes Vereinsmitglied.

Im Ergebnis kann jedem Verein und jedem Vorstand nur empfohlen werden, einerseits die Haftung für einfache Fahrlässigkeit in der Satzung oder durch Vertrag (zwischen den einzelnen Vorstandsmitgliedern und dem Verein, vertreten durch den übrigen, vertretungsberechtigten Vorstand) auszuschließen und die übrigen Risiken durch entsprechende Versicherungen, die der Verein abzuschließen hätte, und solche, die das einzelne Vorstandsmitglied vor der Inanspruchnahme schützen sollen, zu minimieren.

Dabei muss angesichts der von der Landesregierung verkündeten Absicherung ehrenamtlicher Tätigkeit und Schutz vor Haftungsinanspruchnahme folgendes deutlich gesagt werden: Der Versicherungsschutz, den die Landesregierung ehrenamtlichen Tätigen anbietet, gilt nur für solche Ehrenamtliche, die in rechtlich unselbständigen Strukturen tätig sind. Wird die ehrenamtliche Tätigkeit für einen eingetragenen Verein, eine Stiftung u. ä. erbracht, die eigene Rechtspersönlichkeiten sind, gilt der Versicherungsschutz der Landesregierung nicht.

 

Sie sehen im Ergebnis: Die Haftungsrisiken für Vorstände von eingetragenen Vereinen sind überschaubar und können zudem durch Satzung, Vertrag und Versicherung minimiert werden. Im übrigen kommen in der Praxis Haftungsfälle relativ selten vor; weit mehr als 70 % davon finden im Bereich der einfachen Fahrlässigkeit statt. Das Organisationsverschulden eines Vereins und seines Vorstandes, das darin besteht, dass bei der Organisation von Veranstaltungen Finanzierungen, Vertragsabschlüssen, Regelung der Verkehrssicherungspflicht etc., aus Gedankenlosigkeit Fehler gemacht werden, die zu Schäden führen, weil „die Rechte nicht weiß, was die Linke tut“, sind im Rahmen einer gut organisierten Vorstandstätigkeit einfach vermeidbar.

Die Erfahrung zeigt: Es tauchen immer wieder Fragen und Unklarheiten auf, die jedoch meist einfach und kurzfristig beantwortet und beseitigt werden können. Machen Sie von dieser Möglichkeit Gebrauch.

 

 

Zur Beantwortung von vereinsrechtlichen Fragen, Hilfestellungen bei Satzungsänderungen, Vorstandsbeschlüssen etc., beim Umgang mit dem Vereinsregister oder anderen, Sie bewegenden vereinsrechtlichen Fragen, wenden Sie sich gerne an Herrn Rechtsanwalt Christian Heieck, Kanzlei Eisenmann Wahle Birk, Bopserstraße 17, 70180 Stuttgart, Telefon 0711/2382422/23, Fax 2382555, e-Mail stuttgart@ewb-rechtsanwaelte.de.

Dieser Beitrag gibt die Auffassung, Kenntnisse und Erfahrungen des Autors aus vielen Jahren Vereinsrechtspraxis wieder. Wir bitten dennoch um Verständnis, wenn im Hinblick auf die Vielfalt der individuellen Fallgestaltungen, die im Vereinsrecht vorkommen, eine Haftung für die gegebenen Auskünfte im Hinblick auf konkrete Einzelfälle nicht übernommen werden kann.


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