Fortbildungen

Zwergenmusik – Eindrücke aus einem Kurs

Sigi Bütefisch, 7.04.2008, Fortbildungen, Nachwuchsarbeit / Werbung, Singen und Stimme, Kommentare geschlossen

Neugierig und etwas zurückhaltend beäugen sich unbekannte Mütter und Kinder, altbekannte Zwerge flitzen durch den Raum. „Ich kann aber nicht singen”, bekommt man da zu hören oder ein scheues „Muss man denn mitsingen?” Aus einer anderen Ecke ertönt die stolze Bemerkung: „Mein Kind kann schon unser Gute-Nacht-Lied” und ein halbes Dutzend erschreckte Augenpaare richten sich auf die Sprecherin.
Die Stunde vergeht im Flug und mit ihr fliegen die Zwerge als Vögel oder schreiten als Riesen durch den Raum zu einem Kinderlied, gesungen in erstaunlicher Höhe und Fülle von Müttern und Vätern. Luca klatscht begeistert zum Schlusslied, Tim singt den Refrain mit und Sarah ruft ihr Lieblingswort an der entsprechenden Stelle in die Runde. Keines der Kinder scheut sich, einer anderen Mutter die Hand zu geben, um am gemeinsamen Abschiedstanz teil zu nehmen. Es ist erstaunlich, wie schnell Eltern durch solche Kurse ihre Scheu vor dem Singen verlieren können. Die Kinder tragen das Gehörte und Erlebte in den Alltag.
Ihre Begeisterung steckt an, und die Eltern können sich dem Vorsingen und gemeinsamen Gestalten kaum entziehen. Sie passen sich dabei im Laufe der Zeit oft dem kindlichen Tonumfang an. Werden die Lieder im Kurs immer wieder in derselben Tonlage wiederholt, kann man beobachten, wie die Eltern sie auch außerhalb der Veranstaltung häufig in dieser Höhe intonieren. Väter werden neugierig und wollen vertretungsweise ebenfalls einmal das Geschehen im Kurs mit ihren Kindern erleben, ältere Geschwisterkinder hören und singen zu Hause mit, Omas und Opas werden durch den Eifer der Enkel angeregt und singen mit ihnen die alten und neuen Lieder.
Das alles sind Gründe, gerade in einer Umgebung und einer Einrichtung, in welcher schwerpunktmäßig gesungen wird, entsprechende Eltern-Kind-Kurse anzubieten. Wo Gesangvereine das Singen mit Eltern und Kindern selbst veranstalten, herrscht Aufbruchstimmung und die Zukunft hat begonnen.


Tipps für das Singen und Musizieren in Eltern-Kind-Gruppen

Sigi Bütefisch, 7.04.2008, Fortbildungen, Nachwuchsarbeit / Werbung, Singen und Stimme, 1 Kommentar

– Gestaltungsmöglichkeiten von Liedern und Eignung Spielgeräten/ Materialien beachten

– Auch die Eltern sollten Spaß an der Literatur haben, in erster Linie singen die Eltern

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Singen mit Kindern

Sigi Bütefisch, 7.04.2008, Fortbildungen, Nachwuchsarbeit / Werbung, Singen und Stimme, Kommentare geschlossen

Was einmal ganz selbstverständlich war in den Familien, nämlich das tägliche Singen bei vielerlei Gelegenheiten – z.B. um sich die Arbeit zu erleichtern, um Kinder zu beruhigen, um Kinderspiele zu begleiten oder den Tag zu beschließen – das kann offensichtlich nicht ersetzt werden durch Radio und Anlage.

Genau das wird uns bewusst beim Heranwachsen eines Kindes, dem das Singen ein Grundbedürfnis ist und das zunächst keinerlei Scheu davor hat. Manch eine Familie, in welcher die Hemmungen vor dem Singen zu groß sind, sucht nach einem Weg, um dem gespürten Mangel entgegen zu treten. Kaum einem Elternteil entgeht, wie begeistert Kinder auf Lieder und Musik reagieren, wie sie sich bewegend und singend aktiv zum Gehörten einbringen und oft ein Gemeinschaftserlebnis daraus machen.

Das alles sind Gründe, warum immer mehr Eltern mit ihren Kindern, zudem mit immer jüngeren Kindern, Musik-Kurse besuchen und entsprechende Angebote überall aus dem Boden sprießen. Fast jede und jeder möchte das Musizieren und Singen in Gemeinschaft erleben und fast alle Eltern möchten ihr Kind fördern, hat man inzwischen doch davon gehört, wie eng das Singen und die Sprachentwicklung, das Gemeinschaftserlebnis und soziales Verhalten, das Musizieren und die Entwicklung der Motorik und vieles mehr zusammenhängen. Es ist erstaunlich, wie schnell manche Eltern durch solche Kurse unbewusst ihre Scheu vor dem Singen verlieren. Lassen auch Sie sich von der Begeisterung der Kinder anstecken!

Kathrin Osswald-Mosthaf,
Musikpädagogin

Kurse ZwergenMusik


Jugendleiterausbildung 2008

Fahr, 7.04.2008, Chorverband Ludwig Uhland, Fortbildungen, Veranstaltungen, Kommentare geschlossen

Die Chorjugend im Chorverband Ludwig Uhland lädt ein zur Jugendleiterausbildung 2008. Diese Ausbildung vermittelt Wissen über rechtliche Aspekte der alltäglichen Jugendarbeit, über Versicherungsfragen und Möglichkeiten der finanziellen Unterstützung. Zusätzlich bekommen die Teilnehmer neue Aspekte im Umgang mit Kindern, Jugendlichen und deren Eltern aufgezeigt. Dies wird durch ein umfassendes Rhetorik- und Motivationstraining ergänzt. Neue Impulse für die tägliche Vereinsarbeit (Planung von Freizeiten und Ausflügen, Anleitung von Spielen etc.) runden das Ausbildungsangebot ab.

Für die Leitung des Seminars konnte Sören Manthey gewonnen werden. Er arbeitet seit Mitte der achtziger Jahre als Trainer u. a. für Rhetorik, Argumentation, Moderation, Gruppenleitung und Arbeitstechniken.

Durch seine lange Arbeit mit Jugendgruppen und seinem Engagement im ehrenamtlichen Bereich verfügt er auch über den nötigen Hintergrund für die Jugendleiterausbildung. Seine auf langer Erfahrung aufbauenden praxisorientierten Trainings garantieren sofort umsetzbare Inhalte. Flexibles Arbeiten in kleinen Gruppen mit Übungen, deren Schwierigkeitsgrad auf die Teilnehmenden abgestimmt ist, bieten die Gewähr für optimalen Lernerfolg.

Termine:

26. – 28.09.08

17. – 19.10.08

21. – 23.11.08

Beginn Freitag 18 Uhr, Ende Sonntag 17 Uhr

Ort: Jugendherberge Erpfingen

Kosten: 150,00 Euro inkl. Übernachtung, Vollverpflegung und Kursgebühren

120,00 Euro inkl. Tagungsgeld, Vollverpflegung und Kursgebühren.

Anmeldeschluß: 01. Juli 2008 bei:

Ulrike Betzitza, Chorjugend im Chorverband Ludwig Uhland

Belchenstr. 26, 72768 Reutlingen

Tel. 07121-620565 (Do-So)

0751-1898735 (Mo-Mi)

e-mail: Ulrike_Betzitza@web.de

Teilnehmen können Interessenten aus allen Chorverbänden. Schon jetzt ein herzliches Willkommen und viel Spaß bei der Jugendleiterausbildung !


12 neue Vizechorleiter im Karl-Pfaff-Gau

Labudde-Neumann, 17.03.2008, Chorverband Karl-Pfaff, Fortbildungen, Gaue und Verbände, Singen und Stimme, Kommentare geschlossen

vizechorleiter-aus-dem-karl-pfaff-gau-kleiner.jpg8 Samstage zu je 4 Stunden brauchten Sängerinnen und Sänger aus dem Karl-Pfaff-Gau um am 15.3.2008 schlußendlich ihre Urkunden in den Händen zu halten, die bestätigtes, dass sie die Prüfung zum Vizechorleiter erfolgreich absolviert haben.

Von Nellingen, über Denkendorf bis Lichtenwald, von Kirchheim, Oberensingen, Neuffen, Köngen bis Neckartailfingen waren 12 Anwärter zu dieser Ausbildung angetreten. Wolfgang Glock, ehemals stellvertretender Gauchormeister unterrichtete in den theoretischen Fächern, unter der Leitung von Joachim Schmid – Gauchormeister im Karl-Pfaff-Gau – erlernte Mann/Frau das Dirigat, die Tonangaben, das Liedgut einzustudieren. Die Prüfung beinhaltete Theorie und Praxis.

Andreas Baumann – stellvertretender Gauchormeister – war Mitglied der Jury am Prüfungstag und fasste das Erlebte in kurzen Worten zusammen: „die Chöre können sich freuen, diese Absolventen in ihrer Mitte zu haben – alle Vizechorleiter haben bestanden und sollen nun in den eigenen Reihen sich bewähren“. Mit den besten Wünschen für die Zukunft, Ermunterung sich in den Vereinen zu bewähren, wurden am Ende in Vertretung des Präsidiums von Frau Dorothea Labudde-Neumann – Pressereferentin im Karl-Pfaff-Gau – die Urkunden überreicht.


Singeleiter für Seniorenheime

Zieger, 11.03.2008, Chorverband Donau-Bussen, Fortbildungen, Singen und Stimme, Kommentare geschlossen

Mit Dieter Aisenbrey und Stephanie Maser hat Margarethe Hahnel zwei kompetente Referenten gewonnen, die 29 Teilnehmern beim Seminar „Singeleiter in Senioren- und Pflegeheimen“ praxisnahe Tipps vermitteln konnten. Der Kurs war voll ausgebucht, die Teilnehmer aus vielen Bereichen des Oberlandes beim gastgebenden Liederkranz Heudorf in guten Händen. Singen mit und ohne Noten kann beruhigend oder belebend sein, vor allem, wenn es thematisch sinnvoll angegangen wird. Neben jahreszeitlichem Singen wecken Liederraten („Da ist eine Blume oder ein Fluss versteckt“) das Interesse von Senioren ebenso wie gezielte Bewegungsabläufe zum Singen. Stephanie Maser als Ergotherapeutin gab wertvolle Hinweise zum Tanzen im Sitzen, zum Sich Bewegen dem Takt entsprechend. In Gruppenarbeit stellten die Kursteilnehmer zu ausgewählten altbekannten Volksliedern eigene Ideen zusammen, wie sie im Seniorenkreis umgesetzt werden können, um krankheitsbedibngte Senioren aus ihrer Lethargie herauszuholen. Die Organisation vor Ort wurde in bewährter Weise von Beate Denzler mit dem dem Team des LK Heudorf (Familie Scheit) durchgeführt.

Bild: Stephanie Maser (links) probt mit den Kursteilnehmern „Lieder gegen das Vergessen“.


Zukunftsorientierte, effiziente Vereins- und Chorführung

Schmidt, 5.03.2008, Fortbildungen, Oberschwäbischer Chorverband, Kommentare geschlossen

Am Samstag, 01. März 2008 veranstaltete der Oberschwäbische Sängergau im Gymnasium in Ochsenhausen einen etwas anderen Arbeitstag. Neben den Referaten um das Thema „Zukunft der Chöre – Chöre der Zukunft“ war die eigene Mitarbeit in den angebotenen Workshops gefragt. weiterlesen »


Vater-Sohn-Wochenende Freudenstadt

Sigi Bütefisch, 17.02.2008, Chorjugend im SCV, Fortbildungen, Veranstaltungen, 11 Kommentare

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Wenn der Sohne mit dem Vater bei schönstem Wetter…

Singen, Trommeln, Abenteuer waren die Zutaten für ein gelungenes Zusammensein von 32 Söhnen und Vätern. Wer mehr darüber wissen möchte schaut am besten auf der Fortbildungsseite des SSB. Und wer dann richtig Lust bekommt, kann sich gleich im Sommer zum nächsten Vater-Sohn-Wochenende anmelden. Termin: 11.-13. Juli in der Jugendherberge (mit Kletterhalle!) auf dem Lochen. Das Leitungsteam ist wieder Marcel Dreiling und Michael Zonzius. Und nun noch ein paar Bilder und die Kommentare der Teilnehmer. Einfach Bilder anklicken, dann erscheinen Sie groß – auch zum runterladen.

Und für diejenigen, die noch mehr Bilder sehen wollen gibt spätestens bis 25.2.08 eine Zip Datei zum Download.

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Aufbaukurs für Absolventen des Hugo-Herrmann-Seminars

Wolfgang Layer, 13.02.2008, Fortbildungen, Singen und Stimme, 1 Kommentar

Die Teilnehmer am Aufbau-Seminar mit Seminarleiter Marcel Dreiling Die Teilnehmer mit Seminarleiter Marcel Dreiling

Vom 11.-13.01.2008 fand zum ersten Mal ein Aufbauseminar für AbsolventInnen des Hugo-Herrmann-Seminars statt. 14 Chorleiter trafen sich in der evangelischen Diakonie in Herrenberg um sich ein Wochenende intensiv über Chor, Chormusik und Organisation auszutauschen. Alle Teilnehmer hatten etwas gemein: Sie sind Absolventen des vom Schwäbischen Sängerbund jedes Jahr angebotenen und durchgeführten Hugo-Herrmann-Seminars, eine einjährige Ausbildung zum staatlich geprüften nebenberuflichen Chorleiter. Der „älteste Hase“ hat seine Ausbildung 1991 abgeschlossen, die Jüngsten im März 2007.

Und warum treffen sich ChorleiterInnen von Kinder- und Jugendchor, Männergesangverein, Shanty- und gemischtem Chor zu einer derartigen Fortbildung?

„Mit den Jahren schleift sich eben doch einiges ein, was der Optimierung bedarf“, sagte in geselliger Runde eine Kursteilnehmerin. „Ich kann mich mit meinen Sorgen und Fragen ungezwungen mit den anderen Absolventen austauschen und lerne aus den Erfahrungen meiner Kollegen“, war ein weiterer Kommentar. „Ich habe viele neue Impulse und Ideen für meine Chorarbeit erhalten“, war das Resumée eines dritten Teilnehmer.

Neben der Probenmethodik waren die Verfeinerung der Schlagtechnik, Stimmbildung und der Umgang mit den Chorsängern wesentlicher Inhalt. Auch das Erarbeiten neuer Chorliteratur, der Austausch von Erfahrungen im Umgang mit einem Chor und das Knüpfen neuer Kontakte waren den Teilnehmern sehr wichtig. Die Dozenten Marcel Dreiling und Alfons Scheirle standen ständig mit Rat und Tat zur Seite. Nicht nur wegen der sympathischen und fachlich kompetenten Begleitung wurden Anregungen, Impulse und Korrekturen der beiden Dozenten von allen Teilnehmern gerne angenommen.

Zum Schluss waren sich alle Kursteilnehmer einig: Dieser Aufbaukurs hat neue und nachhaltige Impulse für die Chorarbeit gebracht und sollte regelmäßig wiederholt werden.
Martin Dreiling (Teilnehmer)
Die Ausschreibung

Für Absolventen des HHS (oder Teilnehmer des laufenden Kurses) war das Seminar ausgeschrieben. Jeder Teilnehmer musste mit der Anmeldung ein oder zwei Stücke einreichen, die er für das Konzert mit der Gruppe einstudieren wollte. Ziel war es, Chorleitung und Stimmbildung aufzufrischen, zu verfeinern, dabei neue Literatur kennenzulernen und eine Begegnung der „HHS-Generationen“ zu ermöglichen. Wie dieses 1. Seminar ankam und welchen Stellenwert es für die Teilnehmer besitzt, zeigen nachfolgende Rückmeldungen.

Rückmeldungen – das Feedback

Martin Dreiling (HHS 2007): Ein Treffen, das unbedingt in regelmäßigen Abständen (jährlich) angeboten werden sollte. Wichtig waren der Austausch mit den anderen Absolventen des HHS und die vielen neuen Impulse für die weitere Chorarbeit. Aber auch neue Kontakte zum Austausch und die Bindung zum Schwäbischen Sängerbund waren wichtig. Super Fortbildung.    
Isolde Armbruster (HHS1990/91)
Auch nach vielen Jahren ein interessanter Austausch und trotzdem viel mitgenommen. Dieses Seminar ist unbedingt auch für „alte Hasen“ geeignet, um längst Vergessenes wieder aufzufrischen. Ein dickes Lob für dieses Seminar. Danke.     
Simone Rügner (HHS 2005): Gutes „Übungsfeld“ – „wir sind ja unter uns“ –  um sich auszuprobieren. Guter Austausch auch über Schwierigkeiten in/mit anderen Chören. Im Austausch lernt man voneinander. Einfach schön, schnell neue Lieder/Literatur (auch weltliche) mit diesen guten Sängern einzustudieren und dann mitzunehmen.

Nadja Schmiling (HHS 2005): Dieses Seminar ist unbedingt zu empfehlen, vor allem auch denen, die denken „i ko jo scho älles!“ Man lernt nie aus! Danke an die Organisatoren und bitte weiter so!!!

Kathrin Osswald-Mosthaf (HHS 2006): Das Seminar ist eine tolle und bereichernde Gelegenheit, mit guten Sängerinnen und Sängern Neues auszuprobieren, neue Anregungen und Hilfen zu bekommen und sich von vielen Fachkräften auf die Finger schauen zu lassen. Vom Seminarleiter kommen super gewinnbringende Beiträge zu einer effektiven Probenarbeit, er steuert souverän und – was etwas ganz Besonderes ist – bestimmt, aber dezent durchs Seminar. Der Humor bleibt nie außen vor, das führt zu einer tollen Atmosphäre!
Asuka Kuroyanagi-Santurri (HHS 2003/2004): Dieses Seminar ist  klasse!! Bitte jedes Jahr anbieten! Jeder braucht doch immer weitere Entwicklungen, oder?

Lilian Rossel (HHS 2007): Tolle Möglichkeit, HHS-Wissen „warmzuhalten“ und auszufeilen. Super für Austausch und (hoffentlich auch längerfristige) Kontakte. Regelmäßige Treffen (evtl. verknüpft mit Projektchorarbeit usw.) wären sehr wünschenswert. Info zu HHS: Niveau der Theorie entspricht PH-Grundstudium (in den thematisierten Bereichen auf Chormusik beschränkt), eignet sich aber auch gut als Studienergänzung.  Es ist allerdings viiiiiiiiiiiiel praxisnaher und macht weit mehr Spaß. Gleichzeitig bietet es sich als Forum an, um Erfahrungen auszutauschen.

Constanze Vulpius: Den Austausch unter den Chorleitern nehme ich als große Unterstützung und eine gute Reflexion für die Arbeit in den Chören. Ich bin dankbar, neue Literatur kennenzulernen. Es ist mir auch wichtig, den persönlichen Kontakt unter den Teilnehmern zu leben, da eben auch die Verbalität unter den Chorleitern eine besondere ist.

Helmut Gübel (HHS 2005/2006):Wie im HHS sind die wertvollen Tips von Marcel Dreiling eine große Hilfe.  Auch die Erfahrungen der anderen Teilnehmer bringen tolle Überraschungen, z.B. die Aufstellung im Männerchor zu ändern, den Platz des ersten Tenors mit dem Platz des ersten Basses tauschen.

Birgit Grund (HHS 2000): Der Erfahrungsaustausch war sehr wichtig. Die Überprüfung meiner eigenen Dirigiertechnik durch die anderen Kursteilnehmer hat mir sehr viel gebracht. Ebenso kann man durch Beobachten der anderen Kursteilnehmer sehr viel lernen.

Elke Michel (HHS 2005): Austausch, Überprüfung durch Dozenten und KollegInnen waren äußerst fruchtbar und wertvoll. Werde auf jeden Fall im nächsten Jahr wiederkommen. Vielen Dank an alle!!
                                               
Herbert Metzler (HHS 2007): Singen gut, Dirigieren gut, ERFA gut – gerne wieder!! 


Die Qual der Wahl und die Sache mit der Singbarkeit

Wolfgang Layer, 15.01.2008, Fortbildungen, Singen und Stimme, Kommentare geschlossen

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Ein wichtiger Beitrag für Laienchöre
Professor Dr. Wilfried Fischer hat zusammen mit Hans Günther Bastian die Chorbücher „Cantabile“ für Männerchor, Frauenchor und gemischten Chor herausgegeben. Wir sprachen mit dem Autoren, der seit Jahren erfolreich im SSB als Chorleiter tätig ist.

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SINGEN: Mit den drei Bänden „Cantabile“ für Männer-, Frauen- und gemischten Chor haben Sie und Ihr Mitherausgeber eine exzellent zusammengestellte Sammlung an Chorsätzen veröffentlicht. Wie sahen Ihre Kriterien bei der sicherlich nicht leichten Auswahl aus 6 Jahrhunderten Chorliteratur aus?

Prof. Fischer: Sie haben Recht: Mein Kollege Bastian und ich mussten uns wohl oder übel der „Qual der Wahl“ stellen, da bei einer Auswahl mit den wichtigsten Kriterien: Repräsentativität für die jeweilige Epoche, ästhetischer Anspruch und Singbarkeit (vor allem im Hinblick auf die Laienchorszene) natürlich auch viele andere als die abgedruckten Chorsätze möglich gewesen wären. Zweifellos sind auch subjektive Maßstäbe wie persönliche Präferenzen und individuelle Erfahrungen im Laufe der Chorleitertätigkeit in die Auswahl der Chorsätze eingeflossen. Letztlich fielen auch eine ganze Reihe vorgesehener Stücke dem ökonomischen Argument des verantwortbaren Umfangs der Chorbücher, die ja den Etat der möglicherweise interessierten Chöre nicht übersteigen sollten, zum Opfer.    

SINGEN: Dort, wo es keine Originalvorlagen gab, haben Sie selbst eigene Sätze arrangiert bzw. bearbeitet. Wenn man für den großen laienmusikalischen Bereich schreibt, ist man immer im Zwiespalt zwischen den hoch fliegenden eigenen Ideen und der Machbarkeit bzw. Umsetzbarkeit im Laienchor. Da gibt es dann sicher eine „Plus-/Minusliste“. Was darf ich, was kann ich, worauf muss ich achten? Wie sah das bei Ihnen aus?

Prof. Fischer: Mir persönlich geht es so, dass ich immer, wenn ich einen Chorsatz schreibe, einen bestimmten Chor aus meiner Chorleiterbiographie vor Augen habe, der vom Ambitus der einzelnen Stimmen und vom Anspruch des Arrangements her in der Lage sein sollte, diesen Chorsatz überzeugend darzustellen. Das kann ein Chor an einer der Hochschulen sein, an denen ich tätig war, oder einer der von mir geleiteten sog. Laienchöre bzw. auch ein Chor, in dem ich in jüngeren Jahren selber mitgesungen habe. Ich denke, dass es Hans Günther Bastian ähnlich geht. Allerdings sollte man selbst dann, wenn man für Laien schreibt, möglichst nicht für Laien schreiben, d. h. nicht den Anspruch nach unten drücken, sondern vielmehr versuchen, die Balance zu halten zwischen dem ohne Probleme Machbaren und dem nur durch einige Anstrengungen Erreichbaren. Andererseits können jedoch Sätze aus dem Bereich des Jazz und des Gospelsongs in einem Chorbuch mit breit gestreutem Repertoire nicht den jazzharmonischen Schwierigkeitsgrad zugrunde legen wie Veröffentlichungen für Chöre, die sich auf Jazz oder Gospelsongs spezialisiert haben. 

SINGEN: Unsere Chorszene heute sieht anders aus als vor 40 Jahren. Sie selbst haben nie den Bezug zur Basis verloren, sind inzwischen seit 50 Jahren Chorleiter, leiten selbst Laienchöre. Was bedeutet dieses Musizieren mit Laien für Sie?

Prof. Fischer: Dass uns, d. h. den beiden Herausgebern, das Musizieren mit Laien so sehr am Herzen liegt, hat sicherlich auch damit zu tun, dass wir beide nicht nur als Chorleiter, sondern vor allem auch als Musikpädagogen tätig waren. Chorleitung ist also für uns immer eine der schönsten Möglichkeiten, Musik auch denjenigen Menschen näher zu bringen und sie zur qualifizierten Ausübung zu ermuntern, die keine Möglichkeit zu einer fundierten musikalischen Ausbildung hatten. Es gibt kaum eine schönere Erfahrung, als die bei vielen Chorsängern zu erlebende Resonanz, wenn sie schrittweise in die Geheimnisse künstlerischer Gestaltung eingeweiht werden.

SINGEN: Zu den Besonderheiten der drei Cantabile-Chorbücher zählt ja nicht nur, dass sie aus dem Handbuch „Chorleitung – Theorie und Praxis“ hervorgegangen sind, sondern dass sie durch einen Kommentarband ergänzt werden, der dem Benutzer musikanalytische und chordidaktische Hinweise vermittelt. Was hat Sie zu diesem ungewöhnlichen Schritt eines eigenen umfangreichen Kommentarbandes (mit 278 Seiten) bewogen?

Prof. Fischer: Hans Günther Bastian und ich haben im Laufe unserer Hochschullehrertätigkeit immer wieder feststellen können, dass angehende Chorleiter davon profitieren, wenn ihnen zu Beginn ihres Studiums nicht nur die musikhistorischen, dirigiertechnischen und stimmbildnerischen Voraussetzungen, einen Chor zu leiten, vermittelt werden, sondern vor allem auch ein bestimmtes nachvollziehbares Methodenrepertoire nahe gebracht wird, das sie in die Lage zu einem lebendigen, suggestiven Umgang mit den zu erarbeitenden Chorsätzen versetzt. Daher die ausführlichen Kommentare, die sich vor allem an noch weniger erfahrene Chorleiter und Chorleiterinnen richten. Die Kommentare sollen niemanden „gängeln“, sondern viel eher dazu beitragen, die Auseinandersetzung mit den Chorsätzen zu intensivieren, auch auf die Möglichkeit hin, dass sie den Benutzer zu einer ganz anderen Sichtweise und abweichenden methodischen Schritten inspirieren. 

Kurzbiograhie: Wilfried Fischer, Dr. phil., nach dem Schulmusik- und Kapellmeisterstudium zunächst Universitätsmusikdirektor in Tübingen. Seit 1972 Professor für Musikpädagogik mit dem Schwerpunkt: Künstlerische Praxis des Musikunterrichts einschl. Chorleitung zunächst an der Pädagogischen Hochschule Flensburg, später an den Universitäten Köln und Paderborn. Chorleiter (auch heute noch), Orchesterleiter und Arrangeur. Zahlreiche musikpädagogische Veröffentlichungen (darunter das Lehrbuch „Musikunterricht Grundschule“)

Quelle: Wolfgang Layer in SINGEN 11/2007, Seite 5


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