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Die Abendsterne leuchten im ZDF für Baden-Württemberg

Wolfgang Layer, 14.06.2008, Chorverband Friedrich Schiller, Gaue und Verbände, gemischte Chöre, Kinderchöre, Nachwuchsarbeit / Werbung, Singen und Stimme, 2 Kommentare

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Die „Abendsterne“ aus Ludwigsburg sind ein Musterchor, weniger im Sinne des ungeliebten Musterschülers, sondern als Muster für andere Vereine, für musikalischen Erfolg und für eine erfolgreiche Nachwuchsarbeit im Verein.

Auch die letzte Hürde vor der Sendung haben sie geschafft. Der Jubel bei den Sängerinnen und Sängern des Ludwigsburger Vocalensembles war beinahe grenzenlos: Aus über 1000 bundesweit teilnehmenden Chören wurden nach diversen Castings und redaktionellen Entscheidungsrunden 16 Chöre ausgewählt, um ihr Bundesland und ihre Heimatstadt zu vertreten. Für Baden-Württemberg und die Stadt Ludwigsburg gehen die „Abendsterne“ ins Rennen.

„Damit haben wir nun wirklich nicht gerechnet, auch wenn wir es uns natürlich insgeheim gewünscht haben.“ Jörg Thum, der Dirigent des Chores, strahlt vor Glück. Gerade in Baden-Württemberg, dem Bundesland mit den meisten Chören, war es sehr schwer, sich bis ins Finale durchzukämpfen. Auch der letzte Schritt – das Online-Voting vom 19.-30. Mai auf der Internetseite des ZDF- wird hoffentlich die nötigen vielen tausend Clicks bringen. Denn nur 8 von 16 Chören schaffen es ins Finale. Dann wird ein Kamerateam des ZDF im Juni einen kurzen Film über die Stadt Ludwigsburg drehen, der dann vor dem Auftritt der Abendsterne während der Live-Sendung eingespielt würde.

SINGEN sprach mit Jörg Thum, dem musikalischen Leiter der Abendsterne, über Internet, Teamgeist, Gemeinsamkeiten zwischen Chor und Fußball, erfolgreiches Vereinsmanagement und natürlich auch über ganz menschliche Dinge wie Neid.

SINGEN: Erfolg und Bekanntheitsgrad eines Chores bemessen sich schon lange nicht mehr nach dem Alter. Da haben die Abendsterne mal gerade 13 Jahre zu bieten und wer weiß, ob es den Schwäbischen Chorverband überhaupt noch gibt, wenn sie mal ihre Zelterplakette erhalten. Bekannt ist der, der bei Google ganz vorne steht. Genau dort sind die „Abendsterne“ zu finden, noch vor Venus, Wikipedia,  Richard Wagner und dem gleichnamigen Walzer von Josef Lanner. 7 der ersten 10 Abendsterne gehen nach Ludwigsburg. Ist das nicht wahnsinnig? Jörg, bist  du stolz darauf?

Jörg Thum: Stolz ist vielleicht der falsche Begriff… Mit aller Bescheidenheit: Wir freuen uns, dass unsere Arbeit Früchte trägt. Wir haben in den Anfangsjahren viele Wege eingeschlagen, von denen wir anfangs nicht wussten, ob sie effektiv sind oder nicht. Zum Beispiel das Thema Internet: Vor 13 Jahren war es noch nicht üblich bzw. notwendig, eine eigene Internetseite zu besitzen, heute ist es ohne nicht mehr möglich. Wir haben bereits vor 10 Jahren Eintrittskarten und CDs im Internet angeboten. Gekauft hat das damals kaum jemand, aber wir konnten Erfahrungen sammeln, die es uns heute ermöglichen, einen beträchtlichen Teil an Konzert-Tickets und Merchandising-Artikeln zu verkaufen. Die technischen „Kinderkrankheiten“ wurden im Laufe der Jahre alle ausgebessert. Das bringt uns heute einen Vorsprung. Dennoch ist uns stets bewusst: Auf dem Erfolg auszuruhen ist angenehm und schön, bringt aber langfristig den Stillstand. Kaum eine Woche vergeht, an dem unser Webmaster nicht irgend etwas an der Homepage verändert und verbessert. Kleinigkeiten, die für einen Außenstehenden oft nicht sichtbar sind, aber in der Medienlandschaft unerlässlich werden.
 
SINGEN: Wir wollen das gar nicht wegdiskutieren: Ein Chor steht und fällt mit seinem Chorleiter. Dafür ist es ein Chor. Trotzdem hat man bei den Abendsternen das Gefühl, man hat´s mit einer geschlossenen Mannschaft zu tun. Jeder weiß, was er zu tun hat und alle tun´s. Jogi Löw müsste neidisch sein auf euch.

Jörg Thum: Das „Geheimnis“ (das eigentlich kein Geheimnis ist) der Abendsterne ist auf jeden Fall die geschlossene Mannschaftsleistung: Weder der Chor noch der Chorleiter können alleine das bewegen, was wir uns als Ziel setzen. Das muss allen, auch dem Chorleiter, bewusst sein. Bei uns gibt es Meinungsverschiedenheiten wie in jedem anderen Verein auch, aber wenn es darauf ankommt, stehen alle zusammen wie Pech und Schwefel.

Wir stellen in der Vorstandschaft die Weichen und delegieren dann die Aufgaben an die verschiedenen Gremien. Dort wiederum wird die Arbeit auf mehrere Schultern verteilt, so dass die Belastung nicht an Einzelnen hängen bleibt. Wir haben uns in den letzten Jahren ein Netzwerk geschaffen, das die Fähigkeiten und Möglichkeiten der einzelnen Sängerinnen und Sänger effektiv nutzt.

Die Parallelen zwischen Chorleiter und Fußballtrainer sind nicht zu übersehen: Als Chorleiter hat man die Aufgabe, die Sängerinnen und Sänger nach einem stressigen Arbeitstag in der Chorprobe abzuholen, ihnen Spaß und Freude am Hobby zu bringen, aber dennoch die volle Leistung abzurufen. Jeder sollte nach einer Chorprobe mit dem Gefühl nach Hause gehen, dass man etwas mitgenommen hat, dass man weiter gekommen ist. Und schließlich sollte es der Chor-„Trainer“ auch schaffen, seinen Chor auf den Punkt hin fit zu bekommen. Immer das Ziel vor Augen, auch wenn es anstrengend ist. Man wird danach durch ein erfolgreiches Konzert belohnt.

SINGEN: Es gibt Chöre im Schwäbischen Sängerbund, die sind 150 Jahre alt und älter und haben bis heute keinen Kinderchor, keinen Jugendchor, keinen Jungen Chor. Ihr habt nach 13 Jahren den Kinderchor „Sternschnuppen“, den Jugendchor „Starlights“ und mehrere Gruppen der musikalischen Früherziehung: den „Musikgarten“ und die „Sternenkinder“. Die folgende Frage ist theoretisch und klingt rhetorisch: Glaubst du, es wäre alles auch so weit gekommen, wenn ihr als Junger Chor eines 150 Jahre alten Liederkranzes begonnen hättet?

Jörg Thum: Genau kann man das sicherlich nicht sagen, aber die Anfangs-Konstellation bei den Abendsternen war eigentlich perfekt: Da übernimmt ein junger 20-jähriger Chorleiter einen Chor mit zwölf Sängern und krempelt erst einmal alles um. Und alle ziehen an einem Strang…Ich hatte teilweise verrückte Ideen, die mir immer gewährt wurden. Man brachte mir sehr großes Vertrauen entgegen. Es gab keine Traditionen, die wir einhalten mussten („auf diesem Fest singen und bewirtschaften wir aber schon seit 50 Jahren…“). Somit konnten wir uns frei und kreativ entfalten. Wenn wir etwas gemacht haben, ob für den Chor oder auch privat, waren alle da, da wir ja nur 12 Mitglieder waren. Das hat schon sehr zusammengeschweißt…

Die familiäre Stimmung der Anfangsjahre kann man mit der heute inzwischen sehr stark gewachsenen Mitgliederzahl natürlich nicht mehr vergleichen. Dennoch haben sich viele Freundschaften gebildet, die auch heute noch in kleineren Gruppen privat aktiv sind.

Relativ bald haben wir versucht, eine kontinuierliche Nachwuchsarbeit zu schaffen. Angefangen bei den ganz Kleinen, bei denen eigentlich die Eltern die Aktiven sind. Hier wird gelernt, wie man mit seinem Kind singen und musizieren kann. Später kommt dann der Musikgarten, die Sternenkinder, die Sternschnuppen, die Starlights und schließlich der Erwachsenenchor, die Abendsterne.Nicht selten kommt es vor, dass ganze Familien bei uns singen. Und immer, wenn jemand aus dem Jugendchor zu den Erwachsenen übertritt, freut man sich, denn dann hat man es geschafft, ein Kind über das Teenageralter hinweg bis hin zum jungen Erwachsenen für das Singen zu begeistern.
 
SINGEN: Wiedererkennbarkeit ist einer der Schlüssel eures Erfolgs, sowohl musikalisch als grafisch. Wer hat eure CI bzw. euer CD erfunden?
Jörg Thum: Wir haben von Anfang ein Logo entwickeln lassen, das den Stern aus unserem Namen und die Farben des Chores widerspiegelt. Eine Grafikerin, eine Sängerin in unserem Chor, hat nach und nach alles für uns gestaltet, von den Visitenkarten und dem Briefpapier bis hin zu Programmheften, Plakaten und Merchandising-Artikeln. Hier haben wir immer auf gute Qualität und Wiedererkennungseffekt geachtet; das fängt schon beim hochwertigen Druck und gutem Papier an….

Auch die Fotos, die wir für unsere Öffentlichkeitsarbeit und das Internet verwenden, werden professionell erstellt. Das kostet zwar alles in der Summe viel Geld, macht sich aber irgendwann bezahlt, auch wenn man es in Euro und Cent nicht immer messen kann.

Das Wichtigste dabei war aber die kontinuierliche Zusammenarbeit von Vorstandschaft, musikalischer Leitung, Grafikerin, Fotografin, Webmaster, Druckerei, etc. Da sind enge geschäftliche Beziehungen entstanden, die manchmal unbezahlbar sein können.

SINGEN: Wer Erfolg hat, hat Neider. Stört dich das?

Jörg Thum: Mich stört es dann, wenn dieser Neid auf dem Rücken meiner Sängerinnen und Sänger ausgetragen wird, die eigentlich nicht die Verantwortung für Entscheidungen tragen. Wir bekommen das schon immer wieder zu spüren. Aber auch das schweißt uns nur noch mehr zusammen. Grundsätzlich sollte man jedem mit Respekt für seine Leistung gegenüber treten. Es muss einem nicht immer alles gefallen und auch konstruktive Kritik ist etwas sehr Wertvolles, aber man sollte nie vergessen, dass wir uns im Amateurbereich bewegen, in dem die Mitglieder eines Vereins viel Zeit und Arbeit für ihr Hobby investieren. Da sind Neid und Missgunst sicherlich nicht angebracht.
 
SINGEN: Was haben diese letzten Wochen bei euch im Chor bewirkt, wie hat euch eure Stadt, wie haben euch die Medien unterstützt, nachdem bekannt geworden ist, dass ihr die Chance besitzt, im ZDF beim „Grand Prix der Chöre“ aufzutreten?
Jörg Thum: Der eigentliche Gewinn an unserer Teilnahme beim „Grand Prix der Chöre“ ist eigentlich das, was die Chormitglieder gemeinsam auf die Beine gestellt haben.

Wir haben zwei Wochen lang über 15000 Flyer verteilt, meistens verbunden mit einem persönlichen Gespräch, unsere Computer-Spezialisten haben unsere Internetseite „voting-tauglich“ gemacht und sogar via UMTS eine Voting-Station auf dem Marktplatz in Ludwigsburg installiert, damit auch die Bürger ohne Internetzugang für uns stimmen können. Dutzende Privataktionen der Sängerinnen und Sänger in ihrem persönlichen und geschäftlichen Umfeld haben die ganze Aktion abgerundet. Das ging soweit, dass wir sogar Stimmen aus Holland, China und Afrika bekommen haben….

Absolut unbürokratisch wurden wir auch vom Staats- und Kultusministerium Baden-Württemberg unterstützt, die uns in ihren Newsletter aufnahmen und auf der Startseite von www.baden-wuerttemberg.de verlinkt haben. Aber auch die Presse und unsere Heimatstadt Ludwigsburg mit Herrn Oberbürgermeister Spec und dem Blühenden Barock im Schloss Ludwigsburg haben alles für uns möglich gemacht: Alle Werbe-Aktionen wurden innerhalb weniger Minuten mündlich ohne viel Bürokratie freigegeben.

Und dann natürlich das Sängerland Baden-Württemberg: Dutzende E-Mails von aktiven Chören aus dem Ländle, Werbung auf der Internetseite des Schwäbischen Sängerbundes und des Chorverbands Friedrich Schiller, etc… Wir hatten das Gefühl, dass wir eine ganze Stadt, einen ganzen Chorverband und ein ganzes Bundesland in unserem Rücken haben. Schon alleine für dieses Zusammengehörigkeitsgefühl im Chor und im ganzen Bundesland hat es sich gelohnt, beim „Grand Prix der Chöre“ mitzumachen.

Das Interview für SINGEN führte Wolfgang Layer .


Starke Töne – ein voller Erfolg

Bura, 12.06.2008, Gaue und Verbände, Sängerkreis Mittlerer Neckar, Veranstaltungen, Kommentare geschlossen

Das Bangen der Organisatoren war umsonst. Trotz Fußball-Eröffungsspiel war die Gemeindehalle in Kirchberg beim Konzert am vergangenen Samstag bis auf den letzten Platz ausverkauft. Unter dem Motto „Starke Töne“ hatte der junge Chor GoodNews des Gesangvereins Frohsinn Kirchberg bereits zum dritten Mal junge Chöre aus der Region zum gemeinsamen Konzert eingeladen.

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Die Presseverantwortlichen der Vereine ziehen mit

Labudde-Neumann, 12.06.2008, Chorverband Karl-Pfaff, Fortbildungen, Singen und Stimme, Vereinsführung, Kommentare geschlossen

Im April 2008 wurde eine Abendveranstaltung im Bereich Pressearbeit, Schriftführertätigkeit für alle „Ehrenämtler“ im Karl-Pfaff-Gau angeboten. Die Nachfrage sowie die Beteiligung der Kollegen war enorm – über 60 Kollegen kamen an diesem Abend. Durch den Abend führte Frau Dorothea Labudde-Neumann – Pressereferentin im Karl-Pfaff-Gau. Sie zeichnete alle bekannten Möglichkeiten von Internetplattform, Ansprechpartner bei den Zeitungen, Kriterien der Berichterstattung, Fotovorgaben uvm auf. Eine angeregte Diskussion entstand – Fragen wurden gestellt, Kollegen antworteten, kurz man lernte sich nicht nur besser kennen, jeder konnte Neues für seinen Heimatverein mit nach Hause nehmen.

Fortgesetzt wurde dieses Treffen im Juni bei der Esslinger Zeitung, die an 2 Abenden ebenfalls Schulungen anboten, die jeweils mit einer Führung durch das Unternehmen endeten. Ein Redakteur ließ uns Artikel verfassen, die gemeinsam korrigiert wurden – an Beispielen wurde geübt, damit wir schon im Vorfeld bessere Berichte den Zeitungen übermitteln können. Es war interessant, informativ und keine Sekunde langweilig – so ein Kollege.

Alle Schriftführer, Pressereferenten und stellvertretende Vereinskollegen sind sich einig, dass wir auf dieser Art noch weitere Treffen veranstalten werden, damit wir für uns in unseren Vereinen und auch miteinander auf dem Laufenden sind. Eine weiteres Treffen ist in Erarbeitung. So macht Ehrenamt Freude und motiviert, nicht nur die Teilnehmer auch die Organisatoren. An dieser Stelle ein Dank an „meine“ Kolleginnen und Kollegen, die mit ihrem Engagement hier mitziehen.

Dorothea Labudde-Neumann


Chor4You vom Sängerbund Wendlingen beim Chorfest Bremen 2008

Labudde-Neumann, 12.06.2008, Chorverband Karl-Pfaff, sonstige Chöre, Veranstaltungen, Kommentare geschlossen

glocke2-bearbeitet.jpgRund 10.000 Sängerinnen und Sänger brachten 4 Tage lang die Hansestadt zum Singen. Veranstaltet vom Deutschen Chorverband traten hier 200 Chören jeder Couleur bei mehr als 400 Konzerten an 12 verschiedenen Veranstaltungsorten auf. Beim internationalen Wettbewerb in der Kategorie Jazz/Pop präsentierte der Chor4You sein Repertoire „Hello good bye, Balooga Dance, Souvenirs“ und den „Boogie Bop“. Zum Abschluß in der Kategorie „Uraufführung Volksliedsatz“ die von Michael Rayher, einem in Bremen lebenden Nürtinger Komponist, komponierte und arrangierte Variante des schwäbischen Volksliedes „Am Necker“. Das Publikum war der schwäbischen Mundart sehr zugetan und spendete Gauchormeister Joachim Schmid, dem Komponisten und dem Chor viel Applaus. Insgesamt wurde der komplette Auftritt mit dem Prädikat „mit gutem Erfolg auf Bundesebene“ bewertet, das den Chor4You in seinem Bestreben bestätigt, Chorgesang mit einer attraktiven Bühnenpräsentation zu verknüpfen.

Losgelöst von allem Wettbewerbsdruck gestalteten die Sängerinnen und Sänger einen zusätzlichen Auftritt in der Bremer Lloyd-Passage. Noch einmal konnten sie ihre eindrucksvolle Bühnenpräsenz vor einem zahlreichen und begeisterten Publikum unter Beweis stellen. „Freude schöner Götterfunken“ sangen dann auch beim großen Finale am Pier2 Bundespräsident Horst Köhler und seine Frau gemeinsam mit allen beteiligten Chören und Zuschauern im Saal beim Abschlusskonzert.

Begeistert von der Stadt Bremen, dem phantastischen Gefühl von 4 Tage langen, gemeinsamen Singen in einer großen Gemeinschaft bei herrlichstem Sonnenschein und vielen tollen Erlebnissen trat dann der Chor4You seine Heimreise an. Nächstes Jahr gibt es beim Chorfest in Heilbronn bestimmt wieder die Möglichkeit solch ein schöne Erlebnis zu wiederholen.

www.saengerbund-wendlingen.de


150 Jahre Männerchor – Liederkranz Straßdorf e.V.

Edeltraud Schurr, 11.06.2008, Chorverband Friedrich Silcher, Veranstaltungen, Kommentare geschlossen

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Tolles Programm beim großen Jubiläumswochenende am 21./22.Juni 2008 in der Römersporthalle Straßdorf

Samstag, 21.Juni 2008

12.30 Uhr Bunter Kindernachmittag mit vielen Attraktionen

20.30 Uhr Hansy Vogt präsentiert:

Die Nacht der guten Laune

Dem Männerchor Liederkranz Strassdorf ist es gelungen, zu seinem Jubiläumswochende am 21./22. Juni 2008 für den Samstag Abend den bekannten TV-Moderator Hansy Vogt zu verpflichten. Hansy Vogt moderiert mit neuer Frische seine TV-Sendung Sonntagstour und führt bei der Unterhaltungsshow Fröhlicher Feierabend charmant durch das Programm. Mit seinen Feldbergern ist er außerdem als Sänger bei zahlreichen TV-Produktionen mit dabei; garantiert kennen ihn jedoch auch alle aus der Sendung Fröhlicher Alltag, in der er regelmäßig als Frau Wäber, der bekanntesten Landfrau Deutschlands, vertreten ist.

Hansy Vogt wird an diesem Abend durch eine Nacht der guten Laune führen bei der neben den Feldbergern, die Sängerin Sonja Christin, der bekannte Schlagersnger Reiner Kirsten sowie die urig echten Grashüpfer zu sehen sein werden.

Einlass: ab 19 Uhr

Eintritt: Abendkasse  14 EUR, Vorverkauf  12 EUR

Vorverkauf: i-Punkt, Marktplatz 37, KSK-Geschäftsstellen Schwäb.Gmnd, Straßdorf und Waldstetten und Voba Straßdorf

Sonntag, 22. Juni 2008 

09.30 Uhr       Ökumenischer Gottesdienst

10.30 Uhr       Frühschoppen mit dem MV Straßdorf

ab 10.30 Uhr  Chorvorträge der Gastvereine  (Römerschule und Gemeindehalle)

13.30 Uhr      Großer Festumzug durch Straßdorf, anschließend Unterhaltung mit dem MV Wißgoldingen

19.30 Uhr      “Gmünder Allstarband & Friends”, Oldie-Night mit Nachwuchswettbewerb Deine Chance 2008

Dem Liederkranz Straßdorf ist es gelungen, Roland Haug und seine Gmünder Allstarband zu verpflichten. Die acht Musiker, eine der früheren  Gmünder Top-Bands wie Cadillacs, Seccos, Point, Black Face und Black Fog, sprechen mit den Hits aus den 60-er, 70-er und 80-er Jahren ein breites Publikum von Jung bis Alt an. Nur einmal im Jahr stehen diese Ausnahmemusiker in dieser Formation auf der Bühne, und schon allein deshalb lohnt ein Besuch der Oldie-Night des Liederkranz Straßdorf auf jeden Fall.

Neben der Allstarband sind noch weitere Gäste geladen, und es werden die Hauptdarsteller des Musicals “Is this Memphis Tennessee” und die Gewinner des Nachwuchswettbewerbs Deine Chance 2008 vorgestellt. Man darf also schon jetzt auf einen unterhaltsamen Oldie-Abend bei toller Musik, Tanz und Stimmung gespannt sein. Der Eintritt beträgt € 5,00  an der Abendkasse.


Jubiläum im Doppelpack

Gertrud Schure, 11.06.2008, Chorverband Ulm, Veranstaltungen, Kommentare geschlossen

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Wir sind an einem Wendepunkt für die Chorbewegung angekommen

Wolfgang Layer, 4.06.2008, Gaue und Verbände, Singen und Stimme, Vereinsführung, Kommentare geschlossen

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Der Beirat tagt – GProf. Alfons Scheirle (links), sein Nachfolger als neuer Bundeschorleiter Marcel Dreiling (Mitte) und SSB-Präsident Dr. Lorenz Menz (rechts) – Alfons Scheirle (links) gratuliert dem alten und neuen Bundesjugendchorleiter Thomas Preiß zur Wiederwahl

Sitzung des Bundesbeirats am 31. Mai 2008 in Reutlingen

Der Bundesbeirat besteht aus den Mitgliedern des Präsidiums, des Musikbeirats, den Vorsitzenden und Chorleitern der Gaue bzw. Chorverbände und tagt jährlich. Alle zwei Jahre bereitet er außerdem die Bundesversammlung vor und wählt den Bundeschorleiter, dessen Stellvertreter, die Frauenchorreferentin des Bundes, den Vorsitzenden der Chorjugend und den Jugendchorleiter des Bundes sowie deren Stellvertreter.

Empfang der Stadt Reutlingen

Ein Empfang der Stadt Reutlingen für die Delegierten des Bundesbeirats ging der Sitzung voraus, bei der Bürgermeister Robert Hahn im Foyer des Rathauses auf die kulturelle und speziell musikalische Bedeutung der  ehemaligen Freien Reichsstadt und ihrer Klangkörper einging. Irmgard Naumann,  Präsidentin des gastgebenden Chorverbands Ludwig Uhland, antwortete ihm direkt und begrüßte ihrerseits die Gäste. SSB-Präsident Dr. Menz bedankte sich in seiner humorvollen Art bei beiden, regte bei so viel lobenden Worten für das Singen ein gemeinsames Lied pro Ratssitzung an und bedankte sich für die Großzügigkeit der Stadt, die dem SSB ihre Listhalle kostenlos zur Verfügung gestellt hatte. Musikalisch umrahmt wurde der Empfang von der Chorgemeinschaft Liedertafel Concordia 1833, die in diesem Jahr ihr 175-jähriges Jubiläum feiert und mit einem sympathischen jungen Dirigenten (Friedemann Becker) aufwarten kann, dessen Begeisterung sichtbar übersprang auf die Sängerinnen und Sänger.

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Bild links: Reutlingens BM Robert Hahn bei der Begrüßung der Delegierten – Bild Mitte: SSB Präsident Dr. Lorenz Menz und die Präsidentin des Chorverbands Ludwig Uhland, Irmgard Naumann (Bild rechts) bedanken sich bei der Stadt Reutlingen für die erwiesene Gastfreundschaft.

 Bundesbeirat

Auch die sehr Sitzung des Bundesbeirats wurde musikalisch eröffnet, diesmal vom Männerchor Rommelsbach unter der Leitung von Peter Gack mit einem Vortrag auf hohem musikalischen Niveau. Das machte Mut und ließ für kurze Zeit alle Männerchorkrisengedanken vergessen. Danach  war Arbeit angesagt und der „Ernst des Sängerlebens“.

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 Die Chorgemeinschaft Liedertafel Concordia 1833 e.V. Reutlingen (kurz Lico genannt) umrahmte den Empfang im Rathaus mit feierlichen Chorsätzen und einigen Klavierstücken von Robert Schumann, gespielt vom Dirigenten Friedemann Becker – der Männerchor Rommelsbach unter Leitung von Peter Gack begrüßte den Bundesbeirat musikalisch.

Bericht des Präsidenten

Drei „M“ sind es seit nunmehr acht Jahren, die sich mit dem Namen „Menz“ verbinden: Mahner, Moderator und Motivator. SSB-Präsident Dr. Lorenz Menz kam in seinem Bericht auch gleich zur Sache:  „ Wir sitzen alle im gleichen Boot. Wir haben alle das gleiche Ziel, nämlich dazu beizutragen, dass es unseren Chören gut geht. Nicht nur heute, sondern auch morgen. Diesen Dienst kann man nicht erzwingen. Vereinsarbeit, Verbandsarbeit ist ehrenamtlicher Einsatz. Das macht uns einerseits stark, weil es ein freiwilliger Einsatz ist. Andererseits spürt man im Ehrenamt in einer Zeit zunehmender Professionalisierung auch Grenzen. Als Einzelkämpfer erreichen wir in der Chorfamilie nicht viel. Wir brauchen einander.“
Was so selbstverständlich klingt, scheint manchmal im Alltag nur schwer erreichbar. Deswegen hat Dr. Menz im Präsidium angeregt, nach der Sommerpause die Vorständetagungen der Chorverbände und Gaue zu besuchen, um mit den Vereinen noch besser ins Gespräch zu kommen. Dabei will der SSB-Präsident so viel Termine wie möglich selbst wahrnehmen.

bbr-menz-lorenz.jpg Dr. Lorenz Menz: „Chöre brauchen Netzwerke.“

„Wir sind an einem Wendepunkt für die Chorbewegung angekommen und müssen alle Kräfte einsetzen, dass dieser Wendepunkt auf einen weiter erfolgreichen Weg führt.“

Noch deutlicher wurde Dr. Menz bei seiner Einschätzung der Lage und Entwicklung, auch wenn die Zahlen-entwicklung punktuell betrachtet nicht dramatisch aussieht. „Die Zahl der aktiven Mitglieder ist von 2006 auf 2007 um rund 1.000 zurückgegangen. Nur im Kinderbereich sind Zuwächse zu verzeichnen. Wichtiger als die Veränderung von einem zum anderen Jahr ist aber Trend. Dieser Trend geht insgesamt nach unten. Das Durchschnittsalter in den Chören steigt ständig an. Wir werden in den nächsten Jahren, wenn wir nicht gegensteuern, gewaltige Einbrüche bekommen. 2003 hatten wir mit 1.704 Vereinen den höchsten Stand in der Geschichte des SSB. Fünf Jahre später haben wir bereits 43 Vereine netto verloren. Und wenn man das Durchschnittsalter vieler Chöre sieht, kann man sich an den fünf Fingern ausrechnen, wo wir in fünf Jahren stehen.“

Deswegen muss das Thema Nachwuchsarbeit im Mittelpunkt jeder zukünftigen Arbeit stehen. Es gibt nahezu keine funktionierenden Jugendchöre mehr im SSB, viele Jugendliche schlüpften unter das Dach der Jungen Chöre. Jedoch der Boom der Jungen Chöre hat in den letzten Jahren den Höhepunkt überschritten. Auch sie werden älter. Umso bedeutender wird die Nachwuchsarbeit der Jungen Chöre in ihren Reihen sein.
Auch Fortbildung ist ein zentrales Thema. Der SSB musste in der Vergangenheit  immer wieder Seminare wegen mangelnder Beteiligung absagen. „Qualität wird das Thema der Zukunft sein – Qualität erreichen wir aber nur mit gut ausgebildetem Führungspersonal, sowohl im musikalischen als auch im Bereich der Vereinsarbeit. Die Reaktionen auf das Chorfest in Bremen sprechen hier eine deutliche Sprache: Überall dort, wo Qualität geboten wurde, gab es gut besuchte Veranstaltungen mit begeisterten Zuhörern, wo nicht, da sind die Menschen weggegangen und das mit einem negativen Bild vom Chorsingen. Unsere Aufgabe wird es sein, künftig viel mehr darauf zu achten, dass unsere Präsentation nach außen nicht abschreckend sondern ansprechend ist.“

Dr. Menz appellierte eindringlich an die Verantwortlichen der Gaue und Chorverbände, die Zusammenarbeit untereinander weiter zu intensivieren. „Da stecken noch Synergien drin. Wir müssen noch stärker vernetzt und arbeitsteilig arbeiten.“

Ein Gebilde wie der SSB lebt vom internen Gespräch und von der Kommunikation. Der SSB-Präsident machte keinen Hehl daraus, dass Professionalisierung auch oft die Grenzen des Ehrenamtes aufzeigt. Er hält es deswegen für richtig, dass einige Chorverbände und Gaue neben dem Ehrenamt eine „hauptamtliche“ Unterstützung einsetzen.

Schließlich wies Dr. Menz auf das dramatische Wegbrechen der fördernden Mitglieder hin.  Hier gelte es, gute Konzepte zu entwickeln, um die Einbußen aufzufangen, ohne dass die Vereine zu bloßen Festorganisatoren würden.

Dr. Menz warnte dennoch vor jeglicher Jammerei und wagte die Prognose: „Die Chorlandschaft wird sich in den nächsten 10 Jahren stärker verändern als sie sich in den vergangenen 50 Jahren verändert hat. Aber sie wird nicht verschwinden. Sie wird neue Wege zu den Menschen finden. Unsere Aufgabe ist es, ein Stück weit Pfadfinder zu sein. Das ist eine spannende Aufgabe, die wir auch lösen werden.“ Diese Herausforderungen gemeinsam angehen zu können, dafür wolle er noch einmal für das Amt des Präsidenten kandidieren.

Bericht des Bundesschatzmeisters

Hans Essig konnte mit seinen ergänzenden Darlegungen zur Bundesrechnung 2007 viel zum Verständnis des umfangreichen Zahlenwerkes und seiner grundsoliden und erfolgreichen Finanzplanung beitragen. Unter seinem Vorsitz nahm anschließend der Wahlausschuss seine Arbeit auf, der eine leichte Aufgabe hatte, da alle Sitzungsteilnehmer sich auf Wahlen per Akklamation einigten.

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 Sie wurden gewählt: Dieter Aisenbrey zum stellvertretenden Bundeschorleiter und Sabine Eberspächer in den Musikbeirat (Bild links) – Katrin Schwarz, auf unserem Bild neben Oliver Geiger, dem Präsidenten des Chorverbands Friedrich Silcher, zur stellvertretenden Bundesjugendchorleiterin (Bild Mitte) – ein wirbelnde Wiltrud Reusch-Weinmann neben einem strahlenden Schatzmeister Hans Essig zur Frauenchorreferentin des Bundes (Bild rechts)

Wahlen im Zeichen profilierter BewerberInnen

Sechs KandidatInnen galt es zu bestätigen und alle Wahlen erfolgten einstimmig. Die musikalische Spitzenposition des SSB hat mit Marcel Dreiling als neuem Bundeschorleiter und Nachfolger von GProf. Scheirle einen seit Jahren von allen Beiratsmitgliedern hoch geschätzten Künstler und Pädagogen erhalten. Ihm zur Seite und nicht minder profiliert steht als Stellvertreter Dieter Aisenbrey. Alte und neue Frauenchorreferentin ist Wiltrud Reusch-Weinmann, eine der erfolgreichsten Dozentinnen im SSB sowie Gründerin und Leiterin des Frauenchores La Chorella. Ebenfalls im Amt bestätigt wurde Bundesjugendchorleiter Thomas Preiß, geliebt und gefeiert von den Kleinen und Großen im Kinder- und Jugendchor des SSB. Neu im Amt sind Katrin Schwarz als stellvertretende Bundesjugendchorleiterin und Sabine Eberspächer (Musikbeirat). (Alle Kandidaten wurden in der Ausgabe 3-2008 der Zeitschrift SINGEN vorgestellt)
Satzungsänderungen u.a.

Den im Zusammenhang mit der Umbenennung des Schwäbischen Sängerbundes in „Schwäbischer Chorverband“ nötigen Satzungsänderungen befürwortete der Bundesbeirat einstimmig.  Neue Namensänderungen ehemaliger Gaue in Chorverbände wurden genehmigt.

Weitere Besprechungen galten dem Chorfest 2009 und dem Ort für die Bundesversammlung 2010, für die sich der Chorverband Friedrich Schiller beworben hat. Schließlich berichtete SSB-Präsident Dr. Menz noch von der Gründung eines Landesmusikverbandes Baden-Württemberg, dem Zusammenschluss aller Laienmusikverbände.


75 Jahre Chorgemeinschaft Tübingen

Fahr, 2.06.2008, Chorverband Ludwig Uhland, Veranstaltungen, Kommentare geschlossen

75 Jahre Chorgemeinschaft Tübingen75 Jahre Chorgemeinschaft TübingenFestkonzert mit Ehrungen im Bezirk Tübingen

Die Chorgemeinschaft Tübingen feierte am 26. April 2008 mit einem Festkonzert ihr 75-jähriges Bestehen. Gegründet im Jahr 1933 von sieben Vereinen, stellt sie heute mit 15 Gesangvereinen aus der Stadt Tübingen und deren Stadtteilen und mit über 650 Sängerinnen und Sängern die älteste und größte Chorgemeinschaft im Chorverband Ludwig Uhland dar.

Die zwölf am Festkonzert mitwirkenden Vereine boten ein breites Spektrum chorischer Vielfalt innerhalb der Chorgemeinschaft. Gemischte Chöre und Männerchöre, berufsständische Chöre und Junge (oder jung gebliebene) Chöre, einfache und gehobene Volkslieder, geistliche Lieder, Spirituals und Evergreens zeigten (fast) die ganze Bandbreite der Chorliteratur auf.

Der Vorsitzende der Chorgemeinschaft, Ernst-Moritz Friedrichs, gab in seiner Begrüßung einen kurzen Rückblick auf die Geschichte der Chorgemeinschaft. Anerkennende Grußworte und Glückwünsche sprachen Oberbürgermeister Boris Palmer, Tübingen, die Vorsitzende des Chorverbandes Ludwig Uhland, Irmgard Naumann, und der Vorsitzende des Bezirks Tübingen, Klaus-Peter Hanser, aus.

Eingebunden in das Festkonzert war die Ehrung von 35 Sängerinnen und Sängern aus Vereinen des Bezirks Tübingen für langjähriges Singen im Chor durch den Deutschen Chorverband, den Schwäbischen Sängerbund und die Chorgemeinschaft Ludwig Uhland. Im einzelnen konnten für 70 Jahre Singen eine Sängerin, für 60 Jahre drei Sänger/innen, für 50 Jahre sechs Sänger, für 40 Jahre elf Sänger/innen und für 30 Jahre 14 Sänger/innen geehrt werden. Die jeweiligen Ehrenurkunden und Ehrennadeln wurden von Mitgliedern des Präsidiums und des Beirats des Chorverbandes übergeben. Durch die gute Organisation und die Einstreuung der Ehrungsblöcke in das Festkonzert erhielten die Ehrungen den verdienten würdigen Rahmen.

Vor Beginn des Festkonzertes, in der Pause und nach dem Ende des Konzertes verschaffte die Bewirtung durch den Gesangverein Bühl gute leibliche Voraussetzungen für viele wertvolle Gespräche zwischen den Sänger/innen und deren Gästen.


Bundesversammlung in Reutlingen

Fahr, 2.06.2008, Chorverband Ludwig Uhland, Veranstaltungen, 2 Kommentare

Bundesversammlung in ReutlingenBundesversammlung in ReutlingenBundesversammlung in ReutlingenBundesversammlung in ReutlingenBundesversammlung in ReutlingenBundesversammlung in ReutlingenBundesversammlung in ReutlingenBundesversammlung in ReutlingenBundesversammlung in ReutlingenDer Chorverband Ludwig Uhland  war in diesem Jahr Gastgeber für die Bundesversammlung des Schwäbischen Sängerbundes. 504 Delegierte waren in der Listhalle eingetroffen und erlebten eine bestens organisierte und wunderbar vorbereitete Veranstaltung. Aufmerksame Zuhörer erkannten deutlich, wieviel Arbeit hinter einer solchen Aktion steckt, mehrfach wurden die Verantwortlichen der Geschäftsstelle sowie im Chorverband Ludwig Uhland für ihre Mühen gelobt. Schon die musikalische Eröffnung durch den Ludwig Uhland Chor unter Leitung von Chormeister Jürgen Knöpfler liess erahnen, auf welch hohem Niveau der Tag ablaufen würde. Die Begrüßung durch Präsident Dr. Lorenz Menz zeigte deutlich die Ziele der Chorvereine auf. Auch die übrigen  Redner zu Beginn betonten immer wieder die wichtige Bedeutung des Chorgesanges in der heutigen Zeit, ganz gleich in welchen Altersgruppen. Die Kulturstadt Reutlingen wurde ausführlich von Oberbürgermeisterin Barbara Bosch vorgestellt und sie betonte auch ihr persönliches großes Interesse an den Gesangvereinen.

Bevor es zur Tagesordnung ging, sorgte die Chorgemeinschaft Mössingen unter Leitung von Martin Koller mit zwei flotten Songs für beste Stimmung und danach konnte man Berichte der verschiedenen Referenten bzw. Referentinnen über die Arbeit in den zurückliegenden zwei Jahren hören. Unglaublich viele Termine wurden genannt, Schulungen, Seminare, Fortbildungsmöglichkeiten für jede Gruppierung. Zwischendurch musste die Tagesordnung unterbrochen werden, denn die eingeladenen Kinder aus den Reutlinger Kindergärten waren nicht mehr zu halten. Etwa 300 Kinder mit Eltern und Erzieherinnen stürmten auf die Bühne, um zu singen und ihre Felix-Plakette entgegen zu nehmen. Im Saal herrschte aufgrund dieser bei einer Bundesversammlung völlig ungewohnten Situation eine fröhliche Stimmung und die Kinder ernteten stürmischen Applaus.  Dr. Burkhard Rahn, Vorsitzender beim Liederkranz Reutlingen, war der Initiator dieser Aktion, die Irmgard Naumann und Sybille Brückel in den Kindergärten durchführten. Das Thema „Jugend“ stand damit wirklich im Mittelpunkt der Veranstaltung und man erfuhr auch vom Bundeschorleiter Thomas Preiß, welche Wege der SSB den Kindern und Jugendlichen  in Zukunft ebnen wird. Die Felix-Kinder zeigten deutlich: ohne Kinder und Jugend geht es nicht.

Dr. Menz informierte über die am Tag vorher stattgefundenen Wahlen: zum Bundeschorleiter wurde Marcel Dreiling gewählt, sein Stellvertreter ist Dieter Aisenbrey, Bundesjugendchorleiter Thomas Preiß wurde in seinem Amt bestätigt, als Stellvertreterin wurde Katrin Schwarz gewählt. Sabine Eberspächer ist neu im Beirat und Frau  Wiltrud Reusch-Weinmann ist  weiterhin als Frauenchorreferentin tätig.

Die drei Vizepräsidenten  im SSB wurden von der Versammlung gewählt: künftig werden es Irmgard Naumann, Susanne Blessing und Wolfgang Oberndorfer sein.

Der Tag hatte darüber hinaus eine historische Dimension: nach 159 Jahren wurde über einen neuen Namen des SSB entschieden: er nennt sich nun Schwäbischer Chorverband.

Eine ganz besondere Situation ergab sich durch die Verabschiedung des bisherigen Bundeschorleiters Alfons Scheirle. Der Nachmittag war ihm gewidmet und man spürte bei allen gesungenen Liedern und der Laudatio von Dr. Menz, wie schwer dieser Abschied fällt. Manche Träne glitzerte in den Augen bei den wunderbaren Chorvorträgen von La Chorella, d’aChor, den chooories und dem Chor Ochsenhausen. Alfons Scheirle wird jedem, der mit ihm sang, bei ihm lernte und ihn kennen lernen durfte, unvergessen bleiben. Und auch beim Abschied zeigte er sich wieder beispielhaft, in dem er einen Nachfolger präsentierte, der schon jetzt die Herzen der Sängerinnen und Sänger gewonnen hat: Marcel Dreiling. Mit ihm zusammen wird Scheirle aber auch künftig noch einiges bewegen. Das „Alfons-Scheirle-Motiv“ in der Musikgeschichte präsentierten die Mitglieder des Musikausschusses und überraschten mit unkonventionellen Fakten und Tönen. Gemeinsames Singen mit allen Anwesenden und ein Schlußlied beendeten einen beeindruckenden Tag.


Wo bleiben die Männer und Söhne

Sigi Bütefisch, 30.05.2008, Eltern-Kind-Musik, Nachwuchsarbeit / Werbung, Singen und Stimme, Veranstaltungen, Kommentare geschlossen

Alle, die schon einmal dabei waren wissen: Die Vater-Sohn-Wochenenden sind klasse. Umso erstaunlicher, dass für das nächste Wochenende am Lochen noch (zu)viele Plätze frei sind. Also schnell auf der SSB Seite (www.ssb1849.de) anmelden, damit es wieder eine große Runde gibt. Die Veranstaltungsdaten:

Wenn der Vater mit dem Sohne

Jugendherberge Lochen
Auf der Lochen 1 72336 Balingen
11.07.08 – 17.00 Uhr
13.07.08 – 13.00 Uhr

normal: 80,00
erm.: 80,00

Die sechste Auflage unseres Angebotes für alle Söhne, die Ihre Väter ein ganzes Wochenende für sich haben wollen: Drei Tage voller Erlebnisse warten auf die Teilnehmer: Vom Erlebnisparcours im Lochenwald mit Pyranha Fluß, Balance Akt und Spinnennetz übers Lagerbauen und Kochen am offenen Feuer bis hin zu einer Nachtwanderung auf der Albhochfläche. Dazu bietet die nähere Umgebung am Lochenstein weitere spannende Möglichkeiten: Verschiedene Waldlichtungen bieten ideale Örtlichkeiten zum Bogenschießen und der Schömberger Stausee lädt zum Floßbau ein. Darüberhinaus gilt es in der jugendherbergseigenen Kletterhalle sein Können unter Beweis zu stellen! Dabei soll das Singen natürlich nicht zu kurz kommen: Ob am abendlichen Lagerfeuer, beim Warm Up oder beim Workshop „Rhythmus und Stimme“, bei dem es mal so richtig abgeht – auch die Stimme erhält ihr Training!

Dozent

Michael Zonsius

Seminarleiter

Marcel Dreiling


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