SCV Aktuell

15O Jahre Gesangverein Loreley Dellmensingen

Wolfgang Layer, 27.11.2007, Chorverband Ulm, Gaue und Verbände, Kommentare geschlossen

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Der Gesangverein Loreley Dellmensingen feiert in diesem Jahr seinen 15O. Geburtstag. Seit dem Januar 1857 pflegt er sowohl den geistlichen Gesang als Kirchenchor als auch den weltlichen Chorgesang. Nachdem er am 23. September diesen Jahres sein 15O-jähriges Wirken als Kirchenchor mit einem Jubiläumsgottesdienst würdigte, fand am 13. Oktober das Jubiläumskonzert des Gesangvereins in der Mehrzweckhalle Dellmensingen statt. In seiner Begrüßungsansprache gab der Vereinsvorsitzende Konrad Langenstein seiner Freude über das Erscheinen vieler Ehren- und Festgäste zum Ausdruck. Besonders hieß er den Gastchor aus Gabicce Mare mit seinem Dirigenten, Maestro Gilbert Del Chiero, und den Vertreter der Stadt Gabicce Mare, Signore Luciano Scola, herzlich willkommen.

Der Kinder- und Schülerchor des Gesangvereins unter Leitung von Anita Glocker eröffnete mit lebendig vorgetragenen und anschaulich ausgestalteten Liedern den Konzertabend. Mit Liedern aus der Chorliteratur der ersten fünf Jahrzehnte seiner Vereinsgeschichte wie „Forschen nach Gott“ (Konradin Kreutzer), „Waldandacht“ (Franz Abt) oder „Loreley“ (Friedrich Silcher) demonstrierte anschließend der Männer- und gemischte Chor Dellmensingen unter Leitung von Marianne Fiseli den hohen Stand seines Könnens. Der italienische Gastchor sang sich mit Opernchören von Verdi „Coro di Zingarelle“, Donizetti „E’ l’assiria“ und „Qui la selva“ in die Herzen der mehr als 5OO Konzertbesucher. Es folgten Chorvorträge unter anderem mit zwei Tenorsolisten, die den Vorsitzenden Konrad Langenstein in ihre Mitte nahmen und sich als Trio präsentieren. Mit einem Massenchor von fast 13O Sängerinnen und Sängern erklang unter frenetischem Beifall der „Gefangenenchor“
von Verdi. Gauvorsitzender Wolfgang Zeitler ehrte verdiente Sänger für 3O, 4O, 5O und 6O
Jahre Singen im Chor. Aus den Händen des Erbacher Bürgermeisters Roth erhielt Konrad Langenstein die Ehrennadel des Landes Baden-Württemberg.


Regionskinderchortag in Reichenbach

Schmidt, 26.11.2007, Oberschwäbischer Chorverband, Singen und Stimme, Kommentare geschlossen

„Wir feiern heut ein Fest“ war nicht nur das Eingangslied der „Donaulerchen Bad Saulgau“ beim Gottesdienst anlässlich des Jubiläums „30 Jahre Kinderchor Reichenbach“ sondern auch das vorweggenommene Motto für den anlässlich dieses Jubiläums am 4. November 2007 stattgefundenen Regionskinderchortag der Region Saulgau im Oberschwäbischen Sängergau. Nach dem Kirchgang boten die Donaulerchen Bad Saulgau und die „Young generations“ Reichenbach beim anschließenden Zusammensein im Reichenbacher Dorfgemeinschaftshaus allerhand musikalisches Schmackhaftes.

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Informationsabende für die Pressevertreter der Vereine

Bura, 26.11.2007, Fortbildungen, Gaue und Verbände, Sängerkreis Mittlerer Neckar, Kommentare geschlossen

Am Montag, 26.11.07 und Montag, 10.12.07 findet ab 19.00 Uhr im Computerraum der Anne-Frank-Realschule in Marbach  ein Treffen der Pressewarte des SKMN statt, um sich über die neuen Portale des SSB und die verbesserte Pressearbeit zu informieren.

Anfahrtsplan über www.realschule-marbach.de


Gauchormeisterin Verónica Kluge feiert 25-jähriges Jubiläum als Chorleiterin

Wolfgang Layer, 26.11.2007, Chorverband Kniebis-Nagold, Gaue und Verbände, Kommentare geschlossen

Gauchormeisterin und Jubilarin Verónica Kluge und ihr Frauenensemble Vokale Perlmutt “on the stage” (Foto: Hans Heinz Hötzel)

Gauchormeisterin und Jubilarin Verónica Kluge und ihr Frauenensemble Vokale Perlmutt “on the stage” (Foto: Hans Heinz Hötzel)

Mit einem glanzvollen Konzertauftritt aller Chöre, die sie in den letzten 25 Jahren geleitet hatte, wurde die 25-jährige Chorleitertätigkeit von Gauchormeisterin Verónica Kluge in der Markgrafenhalle in Altensteig gefeiert. Im Vordergrund standen Reminiszenzen an die gemeinsame Arbeit mit dem Liederkranz Pfalzgrafenweiler, dem Liederkranz Altensteig, dem Jugendchor Grömbach, einem Kirchenchor und ihrem Vorzeigeensemble „Vokale Perlmutt“. Dessen Erkennungslied „Da unten im Tale“ von Brahms wurde erst kürzlich auf einer Romreise angestimmt. Klassische geistliche und weltliche Chorsätze, wie „Wacht auf“ von Johann Sebastian Bach und „Wollt im Winter ein Brieflein schreiben“ von Heinz Baumann, lebten noch einmal auf. Doch umfasste der musikalische Spannbogen auch Lieder der Comedian Harmonists („Mein kleiner grüner Kaktus“) und Gospels  („Good news“, „This little light of mine“) und reichte gar bis zur Folklore-Weise von den Osterinseln. Zwei Lieder aus Mexiko gaben einen Vorgeschmack auf die Mexiko-Reise, die ein Projektchor unter der Leitung der Jubilarin im kommenden Jahr unternehmen will. Bereits im Mai 2005 hatte die gebürtige Argentinien-Deutsche, die seit 1987 im Nordschwarzwald wohnt, eine erfolgreiche Konzertreise  in ihre alte Heimat unternommmen und in Argentinien und Brasilien die Zuhörer mit deutscher Chormusik begeistert. Altensteigs Bürgermeister Jürgen Großmann würdigte das „wunderbare Engagement“ der Chorleiterin, die mithelfe, die großartige Gesangstradition in und um Altensteig herum fortzuführen. Gaupräsident Hermann Friedrich hob das große Talent der Jubilarin hervor, ihre musikalische Begabung an andere weiterzugeben. Höchstes schwäbisches Lob: „Sie kennets mit de Leit“. Der Vorsitzende des Liederkranzes Altensteig, Helmut Seeger, bedankte sich bei seiner Chorleiterin mit überaus humorvollen Worten und erfüllte mit einem Geschenk einen Herzenswunsch der Geehrten.


Alle Dinge dieser Welt – der Liederkranz Haiterbach in der Festhalle

Wolfgang Layer, 26.11.2007, Chorverband Kniebis-Nagold, Gaue und Verbände, Kommentare geschlossen

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Die 1. Vorsitzende Monika Braun begrüßte gesanglich die Gäste im Saal. Katrin Schwarz – die musikalische Leiterin des gemischten Chores- teilte präsentierte weltliche und geistliche Chorliteratur.  Mit ihrer freundlichen und frischen Art konnte die kompetente Musikdozentin den Chor stark motivieren. „Ich brauche keinen Millionen“, „Bei mir bist du schön!“ – Solisten Monika Braun und Jürgen Jäger – beide Stücke arrangiert von Susanne Schrempp –  gehörten zu dem weltlichen Musikpart des Konzertes. Ebenso Mozarts „Kleine Nachtmusik“. Im geistlichen Programm sind die Lieder „Dein Segen“ v. Jonathan Schaffner, „Von allen Seiten“ komponiert von Torsten Hampel  und John Rutters „Alle Dinge dieser Welt“ zu hören. Beim Schlusschor durfte das Publikum mitsingen. Die Chöre ohne Zugabe nicht von der Bühne gehen. Die Zuhörer waren begeistert.  Steffen Schneider arrangierte für  den „Jungen Chor“ Literatur in deutscher, englischer und französischer Sprache, u.a. fünf Songs von den „Les Humphries-Singers“. Die Solistinnen waren Melanie Vöhringer und Simone Abel. Die Ansage machte Corinna Lasse-Abel. Der nächste Gesangsblock wurde von Renate Dingler angekündigt und dazu gehörte das bei uns durch Peter Maffay bekannte Stück „Über sieben Brücken musst du gehen“. Ein besonderes Lied ist – in französischer Sprache gesungen – „La Nuit“. Solistin war Claudia Brutsche. Die Melodie stammt aus einem Film und wurde von J.P. Rameau geschrieben. Steffen Schneider begleitet den Chor am Flügel. Martin Brutsche und Corinna Lasse-Abel spielten die Percussion. In Marius Mack hatte der Liederkranz einen brillanten Pianist für die Auftritte gefunden.


Glanzvolles Jubiläumskonzert beim Liederkranz Malmsheim

Wolfgang Layer, 26.11.2007, Chorverband Johannes Kepler, Gaue und Verbände, Kommentare geschlossen

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Zum 75jährigen Bestehen seines Frauenchores gönnte sich der Liederkranz Malmsheim ein ganz besonderes Konzert. Ein anspruchsvolles Programm, durch das mit charmanten und lauigen Worten der beliebte SDR 4- Moderator Michael Branik führte, hatten sich Georg Neininger und seine Sängerinnen und Sänger erarbeitet. Stets einfühlsam, aber ausdruckstark am Klavier von Siegfried Liebl begleitet, standen beliebte Opernchöre und –arien in der ersten Hälfte im musikalischen Mittelpunkt. „Der Friede lebe“ aus Mozarts Oper „Idomeneo“ war bereits ein fulminanter Auftakt des Gemischten Chores, mit kraftvollen, genauen Einsätzen, stimmlich gut dosierter Vielfalt bei Frauen –und Männerstimmen sowie gesanglicher Transparenz in allen Tonlagen. Dieser Gemischte Chor hat als klangliches Fundament genug Männerstimmen, um solides musikalisches Fundament legen. 

Ein besonderer Gast an diesem Jubiläumsabend war die Sopranistin Kathrin Bechstein. Sie bekam überragende Kritiken in ihrer Rolle als Marschallin im Rosenkavalier von Richard Strauss, und wirkte als Solistin am Stuttgarter Staatstheater. In „Still ist im Meer die Welle“, ebenfalls aus „Idomeneo“, überzeugte sie mit ihrem opulenten Sopran, der auch in hohen Lagen sehr gut trägt, und in leiseren Passagen aufs Feinste zu changieren vermag. In diesem ruhigen, melodiösen Werk schwelgten der Gemischte Chor gleichermaßen wie die Solistin in schönen Harmonien. 

Ein Bravourstück legte der Männerchor mit dem „Jägerchor“ aus Lortzings „Wildschütz“ mit seinem geschlossenen, runden Klangbild und dem dynamischen Bassfundament hin.Der Frauenchor zeigte musikalische Größe im „Brautchor“ aus Wagners „Lohengrin“, mit seiner bekannten und doch durch etliche Tonartwechsel sehr schwierigen Melodie. Sehr viel Applaus gab es für die Frauen nach dem anrührend – romantischen „Abendsegen“ aus Humperdincks „Hänsel und Gretel“.  

Wunderschöner Schmelz zeichnete „La Carita- Erbarmen“ von Rossini aus.Viele bekannte Operettenmelodien prägten den zweiten Teil des Abends mit leichter musikalischer Kost. Für ein Medley mit bekannten Melodien aus der „Fledermaus“ bekamen der Gemischte Chor und Kathrin Bechstein sogar stehenden Applaus der begeisternden Zuhörer. In „Wir wollen Freunde sein fürs ganze Leben“ von Willi Meisel gaben die Sängerinnen und Sänger, mit ihrem überragenden Chorleiter Georg Neininger, noch einmal alles an einem lebhaften Finale mit viel Verve, das einem Jubiläumskonzert mehr als gerecht wurde.


„Soirée mit Canapés“ der Eintracht Sontheim/Stubental

Wolfgang Layer, 25.11.2007, Eugen-Jaekle-Chorverband, Gaue und Verbände, Kommentare geschlossen

Was haben Heinz Rühmann und Rod Stewart gemeinsam? Ganz einfach: Ihre Lieder gehörten zur „Soirée mit Canapés“ des Gesangvereins Eintracht Sontheim/Stubental. Die „Drei von der Tankstelle“ dienerten den Gästen entgegen, die vier Pilzköpfe schwenkten zum Willkommen ihre Gitarren. Das alles via Bildern, die schon beim Betreten des Saales das Motto klar machten: „Hits von damals bis heute“.  Mit Strohhut versprachen die Sänger, die Herzen der stolzesten Frauen zu brechen, während sich die Sängerinnen beklagten, dass die Männer alle Verbrecher seien. „Wir machen Musik, da geht Euch der Hut hoch“, versprach der Chor musikalisch, und traf damit den Nagel auf den Kopf. Die „Goldkehlchen“, der erst zweijährige Kinderchor unter der Leitung von Elisabeth Schnitzer, begeisterte mit einem Herbstlied und einem Kanon und bot darüber hinaus einen exquisiten „Obstsalat“ an, der ebenso appetitanregend wie erfrischend wirkte. Der Halb-Achte-Chor sollte seinen Namen schleunigst in „Wir-singen-nur-in-Achteln“ ändern: Rasant und mit hoher Präzision sang er den Oldie „Barbra Ann“. Kerstin Faisst, ebenso flott als Erscheinung wie als Chorleiterin, hat ihre Sache voll im Griff und stellt ihre Chöre vor einige Herausforderungen. „Sonst wär’s ja langweilig“, sagt sie lachend.  Und langweilig war nun wirklich das Wort, das am allerwenigsten auf diesen Abend zutrifft. Den „Banana Boat Song“ hat man selten so schmissig gehört, und bei „Dream a little dream of me“ zeigte der junge Chor, dass durchaus auch temporeich geträumt werden darf. Doch der junge Chor kann auch anders: Beim Rod-Stewart-Klassiker „Sailing“ ging er zu gefühlvollen und einschmeichelnden Tönen über.  Die Erfolgskombination aus begeisterten Choristen, guten Stimmen, gekonnter Klavierbegleitung (Ralph Reutter und Jürgen Ullmann) und hervorragender Chorleitung überzeugte auch im zweiten Teil, der nicht nur die alte Weisheit „Liebeskummer lohnt sich nicht“ und „Ob-La-Di Ob-La-Da“ der Beatles beinhaltete, sondern auch den Tonfilmschlager „Ein Freund, ein guter Freund“. Die schönsten Melodien aus My fair Lady mit „Es grünt so grün“ und „Ich hätt‘ getanzt heut‘ Nacht“ stürzte den Chor in ein Wechselbad der Rhythmen und das Publikum in helle Begeisterung. Als sich die großen und kleinen Sänger musikalisch „Hei, so eine Schneeballschlacht“ lieferten, ging ein fast dreistündiges und rundum kurzweiliges Programm mit Bravour zu Ende. Das dürfte schließlich auch die beiden herrlich komödiantischen Sängerinnen Doris Heiß und Heidi Winkler, die auf der Suche nach der „Sauerei auf dem Canapé“ waren, mit der charmanten Moderation von Sigrid Niederberger versöhnt haben.


Rhythmuschor Westhausen feierte zehnjähriges Bestehen

Wolfgang Layer, 25.11.2007, Eugen-Jaekle-Chorverband, Gaue und Verbände, Kommentare geschlossen

Ein wenig Besorgnis hatten die Mitglieder des Rhythmuschores Westhausen schon gehegt: Würde das Jubiläumskonzert zu seinem zehnjährigen Bestehen auch Interesse in der Öffentlichkeit finden? Doch die Mühen hatten sich gelohnt. Die örtliche Turn- und Festhalle war mit rund 450 Zuhörern zum Bersten gefüllt. Und ihnen bereiteten die Westhausener und ihre Gastchöre einen unvergesslichen Abend. Einen jungen Sängerkreis hatte der damalige Vereinsvorsitzende Dr. Ulrich Friedrichssohn ansprechen wollen, als er den Rhythmuschor ins Leben rief. Potenzielle Interessenten sprach der Arzt damals sogar in seiner Sprechstunde an. Bei der „Musik auf Rezept“ sollten vor allem populäre deutsche und internationale Lieder im Mittelpunkt stehen und der Concordia dadurch den Bereich der Pop- und Rockmusik erschließen. 

Nach Gerlinde Thalheimer und Ulrich Friedrichssohn leitet seit 2004  Peter Waldenmaier den Rhythmuschor, eine Chorabteilung der renommierten Concordia Westhausen. Er eröffnete den Liederreigen mit dem Elvis-Klassiker „Blue Suede Shoes“ und ließ dann den Gästen den Vortritt. Die Lauchheimer „Corpus Cantare“ ließen nicht lange bitten und setzten unter der Leitung von Hubert Haf Glanzlichter wie „My Heart Will Go On“ aus dem Spielfilm „Titanic“, den Beatles-Ohrwurm „Obladi Oblada“ und „Weit weit weg“ von Hubert von Goisern. „Ad Libitum“ aus Neuler stand den Lauchheimern in nichts nach und überzeugte mit „Locomotion“ und „Hit the road, Jack“ von Ray Charles. Wiederum unter der Leitung von Hubert Haf zeigte das – bei den Männerstimmen erfreulich gut besetzte – Unterschneidheimer Ensemble „Da Capo al Fine“, was sich aus Schlagernummern wie „Im Wagen vor mir fährt ein junges Mädchen“ oder „Marmor, Stein und Eisen bricht“ herausholen lässt. Das Medley aus dem Musikfilm „Grease“ beschloss diesen Block. 

Nach diesem Höhepunkt wussten aber auch die Gastgeber mit Enyas Hymne „Only Time“, den „Träumen“ der Zillertaler Schürzenjäger sowie Eric Claptons „Tears In Heaven“ zu überzeugen. „Music Was My First Love“ von John Miles, von dem die Westhausener das Motto des Konzerts abgeleitet hatten, bildete schließlich den gleichermaßen engagierten wie feinfühligen Schlussakkord. „Singen ist in“, resümierte Vereinsvorsitzender Hans Holl befriedigt – und auch ein großer Teil des Publikums muss zufrieden gewesen sein, denn nicht wenige Gäste des Chorfestes blieben noch bis in die frühen Morgenstunden.


Kirchenkonzert in Ellwangen-Eggenrot

Wolfgang Layer, 25.11.2007, Eugen-Jaekle-Chorverband, Gaue und Verbände, Kommentare geschlossen

Die freundschaftliche Verbindung des Männergesangvereins Eggenrot mit der Kirchengemeinde St. Patrizius im gleichnamigen Ellwanger Ortsteil war der Anlass für ein Benefizkonzert zu Gunsten der Renovierung der St.-Patrizius-Kirche. Umfangreiche Sanierungsmaßnahmen verursachen immense Kosten und deshalb war es für die Verantwortlichen des Männergesangvereins eine Selbstverständlichkeit zu Gunsten ihrer Pfarrkirche ein Benefizkonzert zu veranstalten. Der Verein wurde dabei durch ein Streichquartett der Ellwanger Johann-Melchior-Dreyer-Musikschule und durch die Eggenroter Bläsergruppe unterstützt. 

Der Kinderchor unter der Leitung von Markus Kuhn eröffnete mit einem „Begrüßungslied“, „Ehre sei Dir, unserem Gott“ und „Halleluja“ das Konzert. „Das Wort heißt Frieden“ wurde gemeinsam vom Kinderchor und dem Männerchor mit Begleitung des Streichquartetts vorgetragen. Markus Kuhn am Dirigentenpult hatte dabei alle Fäden in der Hand. Der voluminöse Klang des Männerchores kam bei „Komm Herr Jesu, sei unser Gast“, „Die Ehre Gottes in der Natur“ sowie „Ich bete an die Macht der Liebe“ besonders gut zur Geltung. Der Jugendchor, ebenfalls unter der Leitung von Markus Kuhn, erwies seine Referenz an die Pfarrkirche mit „Look I open my hands“ und „We are the world“ sowie „The Rose“. Den Schluss der gesanglichen Darbietungen machte der Männerchor mit „Ora pro nobis“. Das Finale des Konzertes gestaltete die Eggenroter Bläsergruppe unter Leitung von Franz Stelzer mit dessen Komposition einer „Alpenländischen Musik“. Pfarrer Anton Esswein bedankte sich beim Männergesangverein und seinem Vorsitzendem Wolfgang Maier für die gelungene Veranstaltung und wünschte weiterhin eine gute Verbindung des Vereins zur Kirchengemeinde.


Mozart – Stationen aus dem Leben eines Genies

Wolfgang Layer, 24.11.2007, Chorverband Enz, Gaue und Verbände, 1 Kommentar

mozart-web.jpg Dem Genie ganz nahe – die Vulkania Oberriexingen

Mit einem hohen Maß an Sensibilität ist es den Sängerinnen und Sängern des Jungen Chores, des Gemischten Chores und mit Verstärkung des Projetkchores der Vulkania gelungen, die „verrückt-genial-bezaubernde“ Geschichte über die verschiedenen Stationen im Leben des Genies Wolfgang Amadeus Mozart auf die Bühne der Oberriexinger Festhalle zu bringen. Die Band um den für die musikalische Leitung verantwortlichen Chorleiter Martin Falk lieferte dazu die solide instrumentale Basis.Da wurde zu Beginn der Aufführung die kalte Nacht förmlich spürbar, in der sich Mozarts Witwe Constanze mit dem Arzt Dr. Messmer auf der Suche nach Mozarts Grab auf den Friedhof macht. Es ist das „unendliche Universum“ aus dem ein Genie geboren wurde: Wolfgang Amadeus Mozart – Eine zwiespältige Persönlichkeit  war er zweifellos und so wurde er auch mit zwei Darstellern besetzt. Zum einen rührend verkörpert von dem neujährigen Vulkania-Nachwuchssänger in der Rolle des kleinen, aber genialen Amadé, der pflichtbewusst eine geniale Komposition nach der anderen aus der Feder zaubert. Auf der anderen Seite der Erwachsene Wolfgang, der sich in ständiger Opposition zu den Normen und Zwängen seiner Zeit befindet.Beide bildeten eine beinahe untrennbare Einheit und damit auch die Grundlage für die fesselnde Inszenierung, die das Publikum zunächst in die Wiener Gesellschaft entführte, wo Vater Leopold seinen Wunderknaben vorstellt. Über Mannheim und die verruchte Familie Weber führt Mozarts Reise nach Paris. Mit einer der hinreißendsten Balladen des Abends „Gold von den Sternen“ und der Feststellung „Leben heißt Lernen“ ebnet die Baronin von Waldstätten den Weg zurück nach Salzburg zur Schwester Nannerl. Wie groß der Einfluss seines Vaters, von dem sich Mozart oft missverstanden fühlte, wirklich war, zeigte sich mit dem Tod Leopolds.Den Kampf gegen sein zweites Ich – „seinen eigenen Schatten“ verliert Wolfgang am Ende. Er stirbt und mit ihm auch  Amadé – doch seine genialen Kompositionen leben weiter.  Es war eine riesige Herausforderung für den Gesangverein Vulkania, dieses generationenübergreifende Projekt auf die Beine zu stellen. Im Projektchor haben sich die Mitglieder vom Gemischen- und Jungen Chor, verstärkt mit weiteren interessierten Sängerinnen, zusammengefunden. Besonders bemerkenswert ist, daß sämtliche Solisten aus den Reihen des Chores besetzt werden konnten – und das mit hervorragenden sängerischen Leistungen! Alles in allem wieder eine erfolgreiche Inszenierung an 5 Aufführungsterminen –  4 davon vor ausverkauftem Haus – was nicht nur den Zuschauern viel Freude bereitete, sondern auch die Sängerinnen und Sänger begeistert und zusammengeschweißt hat.


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