SCV Aktuell

Die unglaubliche Reise mit der Zeitmaschine

Bura, 11.08.2007, Sängerkreis Mittlerer Neckar, Kommentare geschlossen

Seit ungefähr 1 1/2 Jahren besteht in Hessigheim erst wieder ein Kinderchor – neben vereinsinternen Auftritten ist dieser kleine Chor erst letzten Sonntag im Blühenden Barock aufgetreten. Eine Woche später ist nun die erste eigene Premiere über die Bühne gegangen.  Bei strahlender Sonne und brütenden Temperaturen hat man in Hessigheim jedoch den geeigneten Ort für diese Vorführung gefunden: in dem alten Dreschschuppen am Neckar ließ es sich auch bei Temperaturen jenseits der 30° gut aushalten – bei Kaffee und Kuchen oder einer Bratwurst mit einem anderen Getränk hatten sich erstaunlich viele Gäste eingefunden, um den 14 Jungen und Mädchen zu zu hören.
Gestartet wurde mit den Piratenliedern, die auch schon am letzten Sonntag im BlüBa zu hören waren.
Nach einer kurzen Pause begann dann die Zeitreise – ohne Scheu sangen die Akteure, als wenn sie dies schon seit Jahren gewohnt sind. Unter der Leitung von Kersten Epple und mit Unterstützung der Jugendleiterin Kerstin Boeck wurde zuerst ein Sprung um 400 Mio. Jahre zurück gemacht, in die Welt der Fische, dann ging’s vorwärts in die Zukunft in das Jahr 2461, dann wurde der Wilde Westen besucht und schließlich ging es ins Mittelalter in eine Hexenküche.
Ein gelungener Nachmittag in Hessigheim – Gratulation zu eurer Vorstellung – macht weiter so!!!

Der Hessigheimer Kinderchorskmn_hessigheimkicho3.jpgIn der Hexenkücheskmn_hessigheimkicho7.jpg


Max und die Käsebande – Kindermusical in Neckarweihingen

Bura, 11.08.2007, Sängerkreis Mittlerer Neckar, 1 Kommentar

Im Jahr 2006 startete die Chorgemeinschaft Neckarweihingen ein Experiment, dass in diesem Jahr seine Fortsetzung fand – ein eigenes Konzert für Kinder.
Um 16.00 Uhr starteten die Kleinsten des Vereins, die „Sunkids“ unter der Leitung von Christel Oberknapp mit einigen Liedern, die mit kindereigener Choreographie den Spaß der Kinder am Singen voll zur Geltung brachten. Die Zuhörer wurden dabei zum Mitmachen animiert und schon war ‚richtig Stimmung im Saale‘.
Weiter so!!!
Christel Pechmann hatte sich mit Brigitte Schäffler, der Jugendleiterin des Vereins, für diesen Nachmittag viel vorgenommen. Seit Oktober2006 probten die 21 Sängerinnen und Sänger des Kinderchores „Moonkids“ an diesem Musical.
Daneben hatte sich das Dekoteam in vielen,vielen Stunden Arbeit die Kulisse des Käselandes ‚Käsien‘ und die Kleidung der Sängerinnen und Sänger vorgenommen. Mit viel Liebe zum Detail ist man dabei zu Werke gegangen –  es ist eigentlich sehr schade, wenn diese Arbeit nur in 1 Aufführung zum Vorschein kommt!?!
Nach den einleitenden Worten von Brigitte Schäffler ging es dann so richtig los:
Zum Kongress der berühmtesten Käseproduzenten aus ganz Europa sind die Abgeordneten der einzelnen Länder nach Käsien gereist, um dort ihre neuesten Produkte vorzustellen und über das Vorgehen gegen den Billigproduzenten Rolly-Yogi und den Harzer Roller zu beraten, die mit Macht ihren Billigkäse an den Mann bzw. an die Frau bringen wollen. Dabei schreckten sie auch nicht vor dem Kidnapping der Prinzessin zurück, die von Max und seiner Käsebande dann befreit werden kann und so nebenbei das Käseimperium von Roll-Yogi und Harzer Roller beseitigen. Der gute (Käse-)Geschmack siegt am Ende also doch mal wieder.
Was die kleinen Solisten alles auswendig vorzutragen wussten, dabei auch noch auf mundartliche Eigenheiten unserer europäischen Nachbarn achteten, verdient allerhöchste Hochachtung –
Christel Pechmann hat wieder einmal gezeigt, dass solche musikalischen Leckerbissen zwar viel Arbeit mit den Kindern erfordert, auf der anderen Seite der Erfolg die Machbarkeit zeigt.
Fast 2 Stunden haben sich Kinder, Dirigentin und Betreuer alle nur denkliche Mühe gemacht, um dem Publikum einen (Käse-)Leckerbissen zu servieren – eine supertolle Leistung – Hut ab!!!
Liedergarten “Sunkids”Liedergarten “Sunkids”Die ganze Käse-BandeMit Feuereifer bei der Sache!Der Käse muss gerührt werden!


Starke Töne – Konzert Junger Chöre

Bura, 11.08.2007, Sängerkreis Mittlerer Neckar, 1 Kommentar

Se ‘Woukels PoppenweilerGoodNews KirchbergSoundsation PleidelsheimJugendchor Kirchberg

Bereits zum zweiten Mal organisierte der Chor „GoodNews“ des Gesangvereins Frohsinn aus Kirchberg ein Konzert junger Chöre. Schon im Kartenvorverkauf zeigte sich eine große Resonanz und am Abend war die Gemeindehalle in Kirchberg ausverkauft. Das kulinarische Angebot bereits vor dem Konzert wurde ebenso wie der Bar-Betrieb im Anschluss an die Veranstaltung rege genutzt. Das stimmungsvolle Ambiente der sehr geschmackvoll geschmückten Halle gab dem gesanglich hohen Niveau der Chöre den richtigen Rahmen.
Nach einer kurzen Begrüßung durch den ersten Vorsitzenden Thilo Kiebler, der mit gekonnten Worten allen Zuhörer und Chören einen unterhaltsamen Abend wünschte, übernahm Helga Igel die Moderation.
Den Auftakt des eineinhalbstündigen Programms machte der seit Anfang Februar diesen Jahres neu bestehende Jugendchor des Gesangvereins Frohsinn, dessen Mitglieder nicht älter als 15 Jahre sind. „Sing mal wieder“ forderten sie mit ihrem ersten Lied der Acapella Gruppe Wise Guys die Zuschauer auf. „Probier’s mal mit Gemütlichkeit“ aus dem Dschungelbuch wurde ebenso gekonnt wie „Love ist all around“ bekannt aus dem Film „Vier Hochzeiten und ein Todesfall“ vorgetragen. Im nächsten Song mit Tangorhythmus erzählten sie den Zuhörern was „Herr Löffel und Frau Gabel“ des Nachts so alles in der Schublade treiben. Von einem „Löwenzahn“ der nicht zur Pusteblume werden will, sondern sich lieber von einer Kuh fressen lässt handelte das folgende Stück mit Text von Christine Nöstlinger. Die Musik dazu stammt von Jochen Neuffer, der an diesem Abend die Chöre am Piano begleitete. Mit „Rock for fun“ beendete der Jugendchor sein Debut, welches sie unter der Leitung von Sebastian Auer mit Bravour meisterten.

„Se ‚woukels“ nennt sich der Jugendchor aus Poppenweiler. Ihr Motto des Abends war “ Sommer und der Wilde Westen“. Mit „Summer Dreaming – The Ultimate Bacardi Song“ und „Like ice in the sunshine“ sowie „Jetzt ist Sommer“ von den Wise Guys brachten sie Karibikfeeling in die durch die sommerlichen Temperaturen bereits sehr warme Luft der Gemeindehalle. „No no never“ von Texas Lightning, arrangiert ebenso wie die vorigen Lieder von Dirigent Andreas Rapp, riss die Zuhörer in ihren Bann. „Let the sunshine in“ aus dem bekannten Musical Hair bildete den gelungenen Abschluss des Auftritts von „se `woukels“.

Als dritter Chor des Abends präsentierte sich „Soundsation“, der junge Chor der Eintracht Pleidelsheim, der seit Mai 2005 ebenfalls unter der Leitung von Andreas Rapp steht.
Der Chor zeigte sich rhythmisch stark unter dem Motto „On Broadway“.
Mit „Cabaret“ und dem entsprechenden Outfit begannen sie ihren Auftritt mit einem wahren Musical-Klassiker. Bei „Moonriver“ und „Lullaby of Broadway“ zeigten die Sängerinnen und Sänger unterstützt von der Band und einem Saxophon-Solo des Dirigenten ihr wahres Können.

Als letzter Chor folgte der Gastgeber „GoodNews“, der junge Chor des Gesangvereins Frohsinn, der 2002 gegründet wurde.
Schon von Anfang an hatte sich der Chor zum Ziel gesetzt, alle seine Lieder auswendig zu singen, und auch bei diesem Konzert machte er keine Ausnahme.
In ihren Liedern ging es um die Liebe: Um leidenschaftliche Liebe, unerfüllte Liebe, anbetende Liebe, Verliebtsein, ewige Treue, Abschied. Mit „Saturday Night Fever“ von den Bee Gees aus dem gleichnamigen Film sprang sofort der Funke der Begeisterung auf das Publikum über. Im nächsten Song „True Colors“ von Elton John zeigte der Chor, dass er auch Balladen sehr gefühlvoll und überzeugend darbieten kann. Als Besonderheit boten nur die Frauen des Chors mit „How will I know“ von Whitney Houston eine gekonntes Wechselspiel der Gefühle. Denn woher soll man schon wissen, ob man geliebt wird oder nicht.
Der gesamte Chor präsentierte anschließend von Maroon 5 ein Medley aus „This Love“, „She will be loved“ und „Sunday morning“, bei dem auch die gesamte Band des Abends bestehend aus Jochen Neuffer am Piano, Sebastian Schuster am Bass, Toby Schmid an der Gitarre und Matthias Kurz an den Drums ihr wahres Können preis gaben.
Mit „Give a little bit“ von Supertramp zeigte der GoodNews-Chor auch bei seinem letzten Lied ein anspruchsvolles Niveau und eine exzellente Darbietung, die durch die Soloeinlagen von Dennis König bei diesem Song sowie bei „Night Fever“ und „She will be loved“ dem ganzen noch das Sahnehäubchen aufsetzte.
„Was meinen Sie, haben Männer mehr Angst vorm Älterwerden als Frauen?“ fragte Moderatorin Helga Igel, denn die Beatles haben in dem Song „When I’m sixty four“ wohl die Befürchtung, ihre Frauen könnten sie im Stich lassen. Zu diesem gemeinsamen Abschlusslied vereinten sich alle Akteure des Abends noch zu einem gewaltigen Chor und brachten den Saal zu überschwänglichen Beifallsrufen. Nachdem der erste Vorsitzende Thilo Kiebler im Namen des Gesangvereins Frohsinn sich bei allen Sponsoren des Abends, den mitwirkenden Musikern sowie allen Chören bedankt hatte, gingen alle zum gemütlichen Teil des Abends über. Die Erwartungen des Organisationsteams hatten sich in jeder Hinsicht erfüllt und neue Ideen für das Konzert „Starke Töne“ 2008 werden bereits gesammelt.


Jubiläumskonzert 25 Jahre Kinderchor Winterstettenstadt

Schmidt, 31.07.2007, Oberschwäbischer Chorverband, Kommentare geschlossen

„Wir bauen Europa „

Der Kinderchor mit seiner Dirigentin Cornelia Christ, sowie der gemischte Chor des Sängerkranzes unter der Leitung von Eugen Russ, hatten anlässlich des 25-jährigen Bestehens des Kinderchores, am 30. Juni 2007 zum Jubiläumskonzert ins Rief-Haus eingeladen.

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Ansprechpartner/Infos

Sigi Bütefisch, 21.07.2007, Singen und Stimme, Kommentare geschlossen

Informationen über den SSB und die Chorjugend finden Sie auf der Verbandshomepage des Schwäbischen Sängerbundes. www.ssb1849.de

Die Ansprechpartner der Geschäftsstelle.

E-Mail schreiben an den Webmaster: geschst@ssb1849.de


Was bringt Bloggen

Sigi Bütefisch, 21.07.2007, Chorliteratur / Medien, Nachwuchsarbeit / Werbung, Kommentare geschlossen

Blogs sind eine Form des „Mitmachwebs”, bieten aber noch viele andere Vorteile:

  • Ein Internetblog bietet die Möglichkeit, Dialog auf gleicher Augenhöhe zu pflegen
  • Blogs leben von authentischen, subjektiven Beiträgen und Kommentaren.
  • Blogs fördern Vernetzung und die Enstehung von Gemeinschaften (Community) im Netz
  • Mit Blogen verbessern Sie die Präsenz des SCV im Internet, zugleich das Suchmaschinenranking
  • Dieser Blog ist ein Redaktionssystem für die Sängerzeitung Singen
  • Dieser Blog ergänzt die Verbandszeitschrift mit mehr Information
  • Dieser Blog wird Nachschlagewerk für viel Interessantes im Bereich Singen und Stimme – gerade auch für nicht Verbandsorganisierte.
  • Blog-Schreiben macht Spaß

Jetzt kommt das aber. Erfolgreiche Blogs sind nicht Sache von wenigen, sondern brauchen viele Aktive. Das ist genauso wie in jedem Verein oder Verband. Je mehr Engagement, Begeisterung und Gemeinschaft umso mehr Erfolg. Nach Innen und Außen.

Konkret: Ohne Auftritte keine Wirkung in der Öffentlichkeit. Trauen Sie sich. Nicht nur Profis haben das Recht Aufzutreten und zu Schreiben. Laienmusik und „Laienschreibe” verdient seinen Platz auf dem Markt der Möglichkeiten.

Und noch eine Parallele. Wenn Sie möchten, dass Ihre Auftritte besucht werden, gehen Sie am besten auch auf Konzerte von anderen Vereinen. Wenn Der Singen-und-Stimme-Blog viel besucht werden soll, besuchen Sie auch andere Blogs zu diesem Thema. Verlinken Sie, beziehen sich thematisch auf ander Beiträge und Blogs, kommentieren Sie Beiträge. Ganz einfach – machen Sie Singen und Stimme zu Ihrem Thema. Im Internet und in Ihrem privaten und geschäftlichem Umfeld. Damit tragen Sie dazu bei, dass Singen eine gute Zukunft hat.


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Sigi Bütefisch, 21.07.2007, Nachwuchsarbeit / Werbung, Singen und Stimme, Kommentare geschlossen

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Haftung des des Vorstandes, wann ist das möglich?

Johannes Pfeffer, 13.06.2007, Singen und Stimme, Vereinsrecht, Kommentare geschlossen

Frage:

Gibt es Situationen, in denen ich mich als Vorstandsmitglied eines Vereins persönlich Schadenersatzpflichtig, haftbar, machen kann? Wem gegenüber mache ich mich haftbar? Was kann ich dagegen tun?

 

Antwort:

Christian Heieck, Rechtsanwalt, Stuttgart

Die Frage nach der persönlichen Haftung von Vorstandsmitgliedern wird immer häufiger gestellt. Es kommt auch häufiger als noch vor 10 Jahren vor, dass Vorstandsämter sich wegen tatsächlich oder vermeintlich drohender Haftung nicht besetzen lassen.

Oft sind die Sorgen und Ängste vor der Haftung unbegründet. Freilich: Ein gewisses Maß an Hingabe an und Konzentration auf die übernommene Vorstandsaufgabe ist schon erforderlich. Schließlich vertrauen die Vereinsmitglieder den gewählten Vorstandsmitgliedern die Leitung, die Kasse und das rechtliche wie organisatorische Schicksal ihres Vereins für die Dauer der Wahlperiode an. Sie dürfen deshalb auch erwarten, dass das gewählte Vorstandsmitglied die Vereinsbelange sorgfältig und – selbstverständlich – uneigennützig wahrnimmt.

Nach außen haftet grundsätzlich zunächst einmal der Verein. Der sollte sich deshalb auch für die typischen und häufigsten Risiken (Verkehrssicherungspflicht, Unfall und Vermögensschaden) in geeigneter Weise versichern.

 

Das für den Verein handelnde Vorstandsmitglied kann sich allerdings in zweierlei Hinsichten der Haftung nicht entziehen: Zum einen haften Verein und Vorstandsmitglied bei verschuldensabhängigen unerlaubten Handlungen als Gesamtschuldner; der Vorstand haftet dem Verein im Innenverhältnis auf Schadenersatz, wenn ein Außenstehender den Verein in Anspruch genommen hat, oder wenn der Vorstand dem Verein oder einem Mitglied Schaden zugefügt hat.

Zwar hat das Vorstandsmitglied in der Regel einen Ersatz- oder Freistellungsanspruch gegen den Verein bei der Durchführung einer ihm übertragenen Aufgabe des Vereins (§§ 670, 27 Abs. 3 BGB), doch besteht ein solcher Freistellungsanspruch meist dann nicht, wenn das Vorstandsmitglied bei der Entstehung eines Schadens vorsätzlich oder grob fahrlässig gehandelt hat. Der Freistellungsanspruch kann im übrigen auch bestehen, wenn der Verein für den entstandenen Schaden eine Versicherung abgeschlossen hat.

Die Satzung kann vorsehen, dass dem Vorstand die Haftung für leichte Fahrlässigkeit erlassen wird. Grobe Fahrlässigkeit und Vorsatz sind nicht abdingbar.

Auch durch Vertrag kann ein solcher Haftungsausschluss vereinbart werden, allerdings auch hier nur für den Bereich der leichten Fahrlässigkeit.

Klar und deshalb nur am Rande zu erwähnen ist, dass das „Schutzschild“ der Organhaftung des Vereins sich vor dem handelnden, schädigenden Vorstand nur entfaltet, wenn dieser im Rahmen seiner Befugnisse und in Ausführung der ihm zustehenden Verrichtungen für den Verein gehandelt hat. Begeht der Vorstand allerdings in Überschreitung seiner Vertretungsmacht eine unerlaubte Handlung, eine Vertragsverletzung oder eine sonstige, zum Schadenersatz verpflichtende Handlung, gilt wiederum die Organhaftung des Vereins.

 

Allgemeingültige Regeln darzustellen, ist nicht einfach. Vielmehr muss im Einzelfall geklärt werden, ob die Organhaftung des Vereins für sein handelndes Vorstandsmitglied greift oder ob der Verein selbst gegen das Vorstandsmitglied vorgehen kann, sei es, weil der Verein von einem Dritten in Anspruch genommen wurde, sei es, weil der Vorstand den Verein an sich (beispielsweise durch Veruntreuung u. ä.) geschädigt hat, oder ein einzelnes Vereinsmitglied.

Im Ergebnis kann jedem Verein und jedem Vorstand nur empfohlen werden, einerseits die Haftung für einfache Fahrlässigkeit in der Satzung oder durch Vertrag (zwischen den einzelnen Vorstandsmitgliedern und dem Verein, vertreten durch den übrigen, vertretungsberechtigten Vorstand) auszuschließen und die übrigen Risiken durch entsprechende Versicherungen, die der Verein abzuschließen hätte, und solche, die das einzelne Vorstandsmitglied vor der Inanspruchnahme schützen sollen, zu minimieren.

Dabei muss angesichts der von der Landesregierung verkündeten Absicherung ehrenamtlicher Tätigkeit und Schutz vor Haftungsinanspruchnahme folgendes deutlich gesagt werden: Der Versicherungsschutz, den die Landesregierung ehrenamtlichen Tätigen anbietet, gilt nur für solche Ehrenamtliche, die in rechtlich unselbständigen Strukturen tätig sind. Wird die ehrenamtliche Tätigkeit für einen eingetragenen Verein, eine Stiftung u. ä. erbracht, die eigene Rechtspersönlichkeiten sind, gilt der Versicherungsschutz der Landesregierung nicht.

 

Sie sehen im Ergebnis: Die Haftungsrisiken für Vorstände von eingetragenen Vereinen sind überschaubar und können zudem durch Satzung, Vertrag und Versicherung minimiert werden. Im übrigen kommen in der Praxis Haftungsfälle relativ selten vor; weit mehr als 70 % davon finden im Bereich der einfachen Fahrlässigkeit statt. Das Organisationsverschulden eines Vereins und seines Vorstandes, das darin besteht, dass bei der Organisation von Veranstaltungen Finanzierungen, Vertragsabschlüssen, Regelung der Verkehrssicherungspflicht etc., aus Gedankenlosigkeit Fehler gemacht werden, die zu Schäden führen, weil „die Rechte nicht weiß, was die Linke tut“, sind im Rahmen einer gut organisierten Vorstandstätigkeit einfach vermeidbar.

Die Erfahrung zeigt: Es tauchen immer wieder Fragen und Unklarheiten auf, die jedoch meist einfach und kurzfristig beantwortet und beseitigt werden können. Machen Sie von dieser Möglichkeit Gebrauch.

 

 

Zur Beantwortung von vereinsrechtlichen Fragen, Hilfestellungen bei Satzungsänderungen, Vorstandsbeschlüssen etc., beim Umgang mit dem Vereinsregister oder anderen, Sie bewegenden vereinsrechtlichen Fragen, wenden Sie sich gerne an Herrn Rechtsanwalt Christian Heieck, Kanzlei Eisenmann Wahle Birk, Bopserstraße 17, 70180 Stuttgart, Telefon 0711/2382422/23, Fax 2382555, e-Mail stuttgart@ewb-rechtsanwaelte.de.

Dieser Beitrag gibt die Auffassung, Kenntnisse und Erfahrungen des Autors aus vielen Jahren Vereinsrechtspraxis wieder. Wir bitten dennoch um Verständnis, wenn im Hinblick auf die Vielfalt der individuellen Fallgestaltungen, die im Vereinsrecht vorkommen, eine Haftung für die gegebenen Auskünfte im Hinblick auf konkrete Einzelfälle nicht übernommen werden kann.


Beethoven

Sigi Bütefisch, 14.05.2007, Singen und Stimme, Kommentare geschlossen

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Ehrungen online beim SSB

Sigi Bütefisch, 27.04.2007, Vereinsführung, Kommentare geschlossen

Das lästige Ausfüllen eines schriftlichen Antragsformulars für Ehrungen des Sängergaues, des Landesverbandes und des Deutschen Sängerbundes gehört der Vergangenheit an! weiterlesen »


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