November 2014

Workshoptag des Landesmusikverbands und der Landesmusikjugend zur interkulturellen Öffnung in der Amateurmusik

Johannes Pfeffer, 13.11.2014, Aus der Geschäftsstelle, Fortbildungen, Frauenchöre, gemischte Chöre, Jugendchöre, Junge Chöre, Kinderchöre, Männerchöre, Singen und Stimme, Veranstaltungen, Kommentare geschlossen

Wo bleiben die MigrantInnen?

Ein Projekt aus den Reihen des Schwäbischen Chorverbandes. Silvia Himmelseher präsentierte ein erfolgreiches interkulturelles Chorprojekt der Chorvereinigung Weil der Stadt. Foto: Isabelle Arnold

Ein Projekt aus den Reihen des Schwäbischen Chorverbandes. Silvia Himmelseher präsentierte ein erfolgreiches interkulturelles Chorprojekt der Chorvereinigung Weil der Stadt. Foto: Isabelle Arnold

In Deutschland leben zahlreiche Menschen mit Migrationshintergrund – teilweise in der zweiten und dritten Generation. Und immer mehr Angehörige anderer Kulturen kommen zu uns. Da wäre es doch naheliegend, dass unsere Vereine der Amateurmusik aus diesem Potential Zulauf bekommen. Schließlich vermag gerade Musik über kulturelle Grenzen hinweg zu verbinden und zur Integration beizutragen. Es bleibt aber bei Einzelfällen.

Der Landesmusikverband (LMV) und die Landesmusikjugend (LMJ) haben dem Thema Interkulturelle Öffnung einen Workshoptag gewidmet, um gemeinsam mit Vertretern der Führungsgremien unserer Vokal- und Instrumentalverbände nach Lösungsansätzen zu suchen. In seiner Begrüßung unterstrich LMV-Präsident Christoph Palm, dass ohne interkulturelle Kompetenz keine wirkliche Integration von Menschen aus anderen Kulturen gelingen kann. Eine wichtige Aufgabe habe dabei die Musik, denn „Kultur und Musik leben vom Austausch“.

Interkulturelle Kompetenz in Musikverbänden war dann auch das Thema eines der beiden Workshops. Die Referentin Meral Sagdic bezeichnet interkulturelle Kompetenz als die Fähigkeit, mit dem vermeintlich „Fremden“ angemessen, souverän und konstruktiv umzugehen und entwicklungsfördernde persönliche Lernerfahrungen zu machen. Interkulturelle Öffnung sei ein Konzept aus dem Bereich der Organisationsentwicklung, das sich mit Veränderungsprozessen befasst. Ziel sei es, Menschen mit Migrationsbiographie den Zugang zu gesellschaftlichen Ressourcen, Diensten und Einrichtungen zu erleichtern und ihre Teilhabe- und Mitwirkungsmöglichkeiten zu fördern. Dass dies nicht dem verbreiteten Wunsch nach reiner personeller Verstärkung der Chöre und Orchester entspricht, wurde in der lebhaften Diskussion rasch deutlich. weiterlesen »


28-stimmige Patenschaft zwischen SWR Vokalensemble und Frauenchor ex-semble besiegelt

Johannes Pfeffer, 19.03.2014, Aus der Geschäftsstelle, Chorpraxis, Frauenchöre, gemischte Chöre, Nachwuchsarbeit / Werbung, Kommentare geschlossen

Die Chorleiter Marcus Creed (SWR Vokalensemble) und Christoph Haßler (Ex-semble) im Gespräch über die Partitur von Gordon Kampe

Bereits zum dritten Mal haben das SWR Vokalensemble und der Förderkreis des Vokalensembles einen Laienchor aus dem Sendegebiet als Patenchor ausgewählt. In dieser Spielzeit haben sich das Ensemble und sein Chefdirigent Marcus Creed für den Frauenchor ex-semble aus dem Chorverband der Pfalz entschieden. Mit der Übergabe der Patenurkunde wurde die Patenschaft am 7. März im Sendesaal offiziell geschlossen.

Marcus Creed, Chefdirigent des SWR Vokalensembles, überreichte die Urkunde an den Chorleiter des Patenchores Christoph Haßler. Christoph Haßler zeigte sich erfreut über die bisherige Zusammenarbeit und betonte den Gewinn für seinen Chor durch das Patenprojekt. Mit der Übergabe der Urkunde beginnt auch die intensive Probenphase für beide Chöre. In dieser Zeit werden die Mitglieder von ex-semble von Profis aus dem SWR Vokalensemble gecoacht. Am Ende der Probenphase steht ein Konzert am 23. Mai in der Stuttgarter Christuskirche. Dabei wird auch die Auftragskomposition „Le coeur de la Grenoüille“ von Gordon Kampe uraufgeführt. Dessen Partitur für 28-stimmigen Chor in drei Gruppen konnte Christoph Haßler bei der Urkundenübergabe erstmals präsentieren.

Hochkarätige Vokalmusik für junge Menschen entdeckbar weiterlesen »


Ausschreibung für Euro-Musique 2014 im Europapark Rust

Johannes Pfeffer, 7.12.2013, Aus der Geschäftsstelle, Chorjugend im SCV, Jugendchöre, Kinderchöre, Kommentare geschlossen

Unter dem Titel Euro-Musique treffen sich am 4. Juni zum 15. Mal vokale und instrumentale Jugendmusikgruppen zu einer fröhlichen musikalischen Begegnung. Träger dieser Veranstaltung ist die Landesmusikjugend Baden-Württemberg in Verbindung mit dem Europa-Park und unter Mitwirkung des Ministeriums für Kultus, Jugend und Sport Baden-Württemberg. Eingeladen werden Ensembles mit insgesamt etwa 3.000 musizierenden Jugendlichen aus den Regionen des Oberrheins und den unmittelbar angrenzenden Gebieten.

Das Ministerium für Kultus, Jugend und Sport hat nun die Ausschreibung veröffentlicht, die hier heruntergeladen werden kann. Die Anmeldung für 2014 muss bis spätestens 28. Februar 2014 online erfolgen unter: www.euromusique.schulmusik-online.de


Pressemitteilung: Musikhochschule Trossingen: Laienmusik profitiert

Johannes Pfeffer, 20.10.2013, Aus der Geschäftsstelle, Kommentare geschlossen

Die Bundesvereinigung Deutscher Orchesterverbände (BDO) hat eine qualitative Untersuchung zu den Zusammenhängen zwischen Musikhochschule Trossingen und dem Laienmusikbereich durchgeführt. Zentrale Erkenntnis: Die Musikhochschule bindet hervorragend ausgebildete Fachkräfte in der Region, wodurch die Qualität des Laienmusizierens nachhaltig erhöht wird.

„Die Bundesvereinigung Deutscher Orchesterverbände setzt sich dafür ein, dass die Verbindungen zwischen der Musikhochschule Trossingen und dem Laienmusizieren stärker in der aktuellen Diskussion berücksichtigt werden“ – so Ernst Burgbacher, Präsident der BDO. „Es singen und musizieren ca. 8 Millionen Menschen in Deutschland in ihrer Freizeit. Dabei entfallen allein auf Baden-Württemberg bereits 18 Prozent, also knapp 1,5 Millionen Menschen.“ Und dabei, stellt BDO-Präsident Burgbacher fest, sei Baden-Württemberg bundesweit nicht nur für die Masse sondern vor allem auch für die hohe Qualität des Laienmuszierens bekannt. So stellte Baden- Württemberg z.B. in den letzten Jahren die meisten Bundespreisträger (38%!) im Wettbewerb „Jugend musiziert“, über 20% aller kommunalen Musikschulen Deutschlands befinden sich in Baden-Württemberg und nahezu 40 Gymnasien bieten ein Musikprofil an. Dass diese Spitzenposition als Musikland Nr. 1 auch in einem Zusammenhang mit der besonderen Struktur von fünf dezentralen Musikhochschulen innerhalb des Bundeslandes gesehen werden muss, ist naheliegend. Insbesondere bei der Musikhochschule Trossingen, der bundesweit einzigen Musikhochschule im ländlichen Raum, ist von einer besonders starken Breitenwirkung in die Laienmusik auszugehen, dies wurde bisher aber nicht wissenschaftlich untersucht.

Im Zuge der Diskussion um die Weiterentwicklung und mögliche Profilierungen der Musikhochschulen hat daher die Bundesvereinigung Deutscher Orchesterverbände gemeinsam mit den vokalen und instrumentalen Laienmusikverbänden in Baden-Württemberg eine kurze qualitative Umfrage an der Basis durchgeführt. Insgesamt haben 133 Vereine teilgenommen, welche insgesamt über 12.000 aktive Mitglieder vertreten, die durch die bisher vorgeschlagenen Umstrukturierungsmaßnahmen direkt betroffen wären. Die Besucher der jährlich knapp 900 Konzerte dieser Vereine sind dabei noch nicht miteingerechnet. weiterlesen »


Musik zwischen Himmel und Erde – Landesmusikfestival 2014 in Schwäbisch Gmünd

Johannes Pfeffer, 17.09.2013, Aus der Geschäftsstelle, Chöre 50+, Chorpraxis, Eltern-Kind-Musik, Frauenchöre, gemischte Chöre, Jugendchöre, Junge Chöre, Kinderchöre, Männerchöre, sonstige Chöre, Veranstaltungen, Kommentare geschlossen

Musik zwischen Himmel und Erde, so lautet das Motto des nächsten Landes-Musik-Festivals, welches am 5. Juli 2014 in Schwäbisch Gmünd stattfindet. Dieses Thema haben der Schwäbische Chorverband und der Baden-Württembergische Sängerbund als Ausrichter heute im Rathaus in Schwäbisch Gmünd vorgestellt. Das Festival findet 2014 wieder auf der Landesgartenschau statt.

Oberbürgermeister Richard Arnold, selbst begeisterter Sänger, freut sich die Chorverbände und den Landesmusikverband mit dem großen Festival der Laienmusik in seiner Stadt begrüßen zu dürfen. Durch die lange Geschichte der Klöster in und um Schwäbisch Gmünd spielt die Musik dort eine ganz besondere Rolle. Dass im Ostalbkreis viel gesungen wird, das bestätige auch Eckhart Seifert, Präsident des Schwäbischen Chorverbandes.

Das Landes-Musik-Festival 2014 soll insbesondere Kooperationen von Chören, Ensembles und Vereinen in den Mittelpunkt stellen. Diese sind besonders aufgerufen daran teilzunehmen, mit bestehenden Kooperationen oder das LMF als Anlass für eine Neugründung nehmend. Zahlreiche Bühnen an unterschiedlichen Plätzen bieten attraktive Auftrittsmöglichkeiten für die unterschiedlichsten Ensembleformen. Für das Festival werden auch Helfer gesucht, die die Organisation an den Bühnen unterstützen.

Interessierte Helfer und Ensembles, die gerne teilnehmen möchten, wenden sich an die Geschäftsstelle des Schwäbischen Chorverbandes.


Landesmusikverband wählt neuen Präsidenten

Johannes Pfeffer, 17.03.2013, Aus der Geschäftsstelle, Kommentare geschlossen

Der Landesmusikverband Baden-Württemberg (LMV) begab sich auf die Suche nach einem neuen Präsidenten, nachdem Dr. Lorenz Menz angekündigt hatte, aus Altersgründen nicht mehr für dieses Amt zu kandidieren. Die Verbandsgremien hegten den Wunsch nach einer in Öffentlichkeit und Politik bekannten Persönlichkeit, die den Anliegen der Laienmusik im Land Gewicht verleiht. Bei der Mitgliederversammlung am 25. April wird sich jetzt der Fellbacher Oberbürgermeister Christoph Palm als Wunschkandidat des LMV-Präsidiums zur Wahl stellen.

Christoph Palm ist der Sohn von Dr. Guntram Palm, ehemals Minister in Baden-Württemberg und ebenfalls OB von Fellbach. Er begann zunächst ein Medizin-Studium, dann studierte er Jura. Seit 2000 steht er an der Spitze der Stadt Fellbach. Von 2006 bis 2011 gehörte er dem Landtag von Baden-Württemberg an. Nach der beschlossenen Umwandlung des Landtags in ein Vollzeitparlament und der ab 2016 geltenden Unvereinbarkeit von Amt und Mandat trat er bei der letzten Landtagswahl nicht mehr an.

Während seiner Zeit als Abgeordneter war Palm kunstpolitischer Sprecher der CDU-Fraktion und setzte sich in dieser Funktion auch für die Laienmusik ein. Kein Wunder, ist er doch privat musikinteressiert und spielt Cello. Als Oberbürgermeister behandelt er die Kultur als „freiwillige Pflichtaufgabe“. Er bedauert, dass der Stellenwert der Musik in der Gesellschaft an Bedeutung verloren habe und möchte sich deshalb hier engagieren und als „Sprachrohr“ gegenüber der Öffentlichkeit und der Landespolitik dienen. Christoph Palm verspricht, sich im Falle seiner Wahl mit voller Kraft für die Belange der Laienmusik einzusetzen.


Aktuelles Editorial SINGEN, Ausgabe März 2011

Wolfgang Layer, 9.03.2011, Editorial, Singen und Stimme, Kommentare geschlossen

Dr. Eckhart Seifert

Dr. Eckhart Seifert

Liebe Sängerinnen und Sänger,

eine sehr gute Nachricht: Erstmals seit fast zehn Jahren hat der Landtag von Baden-Württemberg im Nachtragshaushalt 2011 die staatlichen Fördermittel für die Laienmusik um € 31.000 aufgestockt. Sie sollen für die Förderung der Kooperation von Schule und Verein (€ 20.000) und den Landesmusikverband (€ 11.000) eingesetzt werden. Diese Nachricht nehmen wir dankbar auf und freuen uns umso mehr, als für die nächsten Jahre weitere, und zwar namhafte Aufstockungen für die Laienmusik ins Auge gefasst werden. Die Rede ist von über € 200.000 pro Jahr. Das lässt hoffen.

Konkret verdanken wir diese positive Entwicklung unserem Ehrenpräsidenten und Präsidenten des Landesmusikverbandes Dr. Lorenz Menz, der in kräftigem Einsatz eine Gleichbehandlung der Laienmusik mit dem Sport gefordert und, siehe Ergebnis oben, auch durchgesetzt hat. Ihm gebührt unser aller Lob und Dank!

Die Entwicklung wird natürlich auch dadurch befördert, dass am 27. März Landtagswahlen sind. Es zeigt sich, dass die Laienmusik gut aufgestellt ist und in der Politik angemessenen Rückhalt genießt. Damit dies so bleibt, sollten wir den politischen Dialog suchen, und zwar dauerhaft, nicht erst wieder punktuell im Februar 2016. Auch sollten wir am Ball bleiben, denn die Haushalte 2012 bis 2016 werden erst zu gegebener Zeit rechtswirksam beschlossen. Meine eigene Reaktion habe ich in einer Presseerklärung vom 4. Februar 2011 dargelegt. Sie finden sie in diesem Heft auf Seite 4 im Wortlaut abgedruckt.

Ihr
Eckhart Seifert
Präsident


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