Singen und Stimme Aktuell des Schwäbischen Chorverbandes

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Projektchor Schönbuch bietet rassigen Tango

Unter dem Motto „Fiesta in Südamerika“ fand das zweite Konzert des noch jungen Chores statt. Dabei wurde der Ablauf einer Fiesta von den 43 Sängerinnen und Sängern in zwei Abschnitten dargestellt. Am Vormittag wurde eine Messe abgehalten und am Nachmittag vergnügt sich Alt und Jung auf dem Marktplatz bei Tanz und Gesang.

Rund 400 Gäste füllten am 5.4.08 die Stadthalle in Holzgerlingen als der Projektchor mit der „Misa Tango“ begann. Diese Messe, von Luis Bacalov ursprünglich für Orchester, Bandoneon, großen Chor und Solisten komponiert, wurde von dem Dirigenten Dimitri Prokhorenko für eine kleinere Besetzung (Bandoneon, Clavinova, Kontrabass und Percussion) neu arrangiert. Unter großem Beifall betreten die Chormitglieder und die beiden Solisten Michael Shashkov, Bariton (Mitglied des SWR-Vokalensembles, Stuttgart) und Patricia Wagner, Mezzosopran ( freie Mitarbeiterin beim WDR-Chor, Köln) die Bühne und postieren sich vor der Kulisse eines bunten Kirchenfensters. Als der Dirigent den Taktstock hebt wird es ruhig im Zuschauerraum. Mit leisen Paukenschlägen beginnt das Kyrie, die Anrufung Christi. Während der gesamten Messe spielt sich ein Dialog ab. Die Solisten schmettern ihre Töne durch den Raum, der Chor antwortet. Bandoneon und Kontrabass spielen sich die Akkorde zu, der Raum ist bis zum letzten Winkel von Musik erfüllt. Nach ca. 40 Minuten ist die MISA TANGO zu Ende. Stille, als der letzte Ton im piano verklingt. Der Dirigent löst die Spannung auf und es ertönt donnernder Applaus der begeisterten Zuhörer.

Während der Pause werden im Eiltempo die Kulissen umgebaut. Ein große Stellwand mit einer Kirchenfassade nimmt den Platz des Kirchenfensters ein, und rum die Bühne entsteht ein Marktplatz mit blühenden Sträuchern, einem Brunnen und Mauerteilen. Dann beginnt der zweite Teil der Fiesta. Die Chormitglieder haben sich zwischenzeitlich umgezogen. Die Frauen tragen an Stelle ihrer schwarzen Kleidung nun mehr bunte farbenfrohe Röcke, Blusen und Schals. Auch die Männer haben sich Ihrer silbergrauen Hemden und rot-schwarzen Krawatten entledigt und betreten ebenfalls in bunten Hemden, und teilweise Strohhüten, die Bühne. Ein schwarz gekleidetes Paar erscheint auf der Bühne, die sich in einen Marktplatz verwandelt hat. Das erste Stück des zweiten Teiles ist das bekannte „Besame Mucho.

Winken mit Händen und Hüten sagt der Chor dem Publikum mit dem mexikanischen Volkslied „Adios“ – Lebe wohl.  Stimmen direkt nach dem Konzert: Die send richtig guat – des war a tolles Konzert. Dem ist nichts hinzuzufügen. Ein gelungenes Konzert das die Zuhörer in seinen Bann geschlagen hat.

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Autor: Wolfgang Layer

Geschrieben am 5. Apr 2008 17:47, Rubrik: Chorverband Otto Elben,
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