Singen und Stimme Aktuell des Schwäbischen Chorverbandes

Der Weblog des Schwäbischen Chorverbandes

„So’n Quatsch“ vom Chor „illCanto“ der Eintracht Illingen

So’n Quatsch“ macht Laune!
Musikalische Viechereien und andere Choriositäten!
Von dieser guten Laune wollte sich das Publikum nichts entgehen lassen und füllte die Illinger Stromberg-Halle bis auf den letzten Platz.
Was man nun unter den Programm-Blöcken „Viechereien“, „Beziehungskiste“, „Missgeschick“ zu hören und zu sehen bekam war Hochniveau-Kommedie, unter der Leitung von Chorleiter Jürgen Huttenlocher. Diesem findigen Musiker war es ein Anliegen einmal Erstaunliches und Kurioses aus dem deutschsprachigen Liedgut umzusetzen in vergnügte Chorbeiträge. Den Sängerinnen und Sängern war es ins Gesicht geschrieben, welchen Spaß sie selbst an ihren „Choriositäten“ hatten.
Moderiert wurde der Ablauf von Markus Bopp – er ist ein wortgewandter Kabarettist – der mit ganz eigenem Witz und Humor an das Publikum hohe Anforderungen stellte und  keine Verschnaufpause während der Umbau- und Umstellungspausen zuließ.
Bei „Viechereien“ wurden die Missgeschicke eines Lamas besungen und ein tierischer Sängerwettstreit wurde stimmlich sehr gekonnt und amüsant bestritten. Natürlich durfte auch „Old Mc Donalds Farm“ nicht fehlen
Danach erfuhr man beim flotten Auftritt der Jazztanzgruppe des SV Illingen, wie Frau den Mann am liebsten sieht – im Feinripp.
Dann kamen sie, die Männer. Sie nennen sich „6 für 4“ und sind ein virtuoses Männerensemble, ebenfalls unter der Leitung von Jürgen Huttenlocher.
Köstlich was da zu sehen und hören war. Mit dem Lied „Männer“ begann die Beziehungskiste dann so richtig. Keck hielten die  illCanto-Frauen dagegen „So schön kann doch kein Mann sein“. Das führte zu rührenden Szenen, die in der Erkenntnis mündeten: „Du passt so gut zu mir“ und dem innigen Wunsch „Ach bitte – lass mich dein Badewasser schlürfen“ und endete als „Sommermädchenküssetauschelächelbeichte“. Unterstrichen wurde dieses wunderbar bewegte Lied noch mit der passenden Frühlingsstimmung, die ein kleines Orchester mit Glasharfen, Wassergeplätscher und Vogelgezwitscher zauberte.
Aus dieser Stimmung wurde das Publikum dann wieder in die Realität zurückgeführt und hörte einiges darüber, was so alles an Missgeschicken passieren kann:  Zum Beispiel, was einem betrunkenen Seemann alles passieren kann und was geschieht, wenn ein braver Alb-Bauer einen Geißbock an den Zug bindet und am Ziel der Fahrt nur noch den Kopf derselben vorfindet?
Bekannte Volkslieder kamen da in neuen, nicht ganz einfachen Chorsätzen zum Vortrag – einzigartig, wie die örtliche Presse den Abend beschrieb.
Bei allem Klamauk kam die Qualität nicht zu kurz. Jürgen Huttenlocher hatte mit seinen Sängerinnen und Sängern anspruchsvolle Lieder mit außergewöhnlichen Interpretationen einstudiert. Selbst die eingeforderten Zugaben  waren ungewöhnlich. Der Chor gab noch so einige „Missgeschicke“ während der Chorproben zum Besten und mit „Jetzt isch Schluss!“ verabschiedeten sich die Vokalisten von einem tosenden Publikum.

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Autor: Arnold

Geschrieben am 16. Nov 2009 20:31, Rubrik: Singen und Stimme,
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