Männerchor des TGV Winzerhausen glänzt mit großem Repertoire
Unter dem Motto:“Starke Töne“ sang der TGV- Männerchor im Rathausfoyer.
Einen bunten Strauß aus der Chorliteratur, besonders für Männerchöre, präsentierte der Männerchor des TGV Winzerhausen am Freitagabend im Rathausfoyer und bereitete den Zuhörern damit eine große Freude, wie die stürmischen Beifallsbekundungen zeigten. Christel Pechmann (Neckar-weihingen), seit bald zehn Jahren Dirigentin des 33 Männer zählenden Chores, einer der wenigen und letzten im Bottwartal und Umgebung, hatte eigens für das Konzert ein gutes Dutzend neuer Chorlieder eingeübt, die das Publikum erstmals vom vierstimmig singenden Chor zu hören bekam. Dabei hatte sie von ihren Mannen, die zweifelsohne auf dem Höhepunkt ihres Könnens sich befinden, allerhand an Leistung und Konzentration abverlangt, nicht nur im Singen ohne Notenblatt, allein auch schon im eineinhalbstündigen Stehen ohne Pause dazwischen. Großartig, das die Zuhörer, unter ihnen im überfüllten Rathausfoyer auch viele Sangeskundige, durchaus zu schätzen wussten und mit entsprechendem Beifall quittierten. Den Sängern selbst war es eine Genugtuung, ein so froh gestimmtes Publikum vor sich zu haben und bestärkte deren Stolz und Selbstwertgefühl, auch nach der bald 40jährigen Eingliederung nach Großbottwar ihre Selbständigkeit erfolgreich bewahren zu können und damit auch zu zeigen: Winzerhäuser bleiben Winzerhäuser (wie auch bei vielen anderen Begebenheiten).
So sang der Chor, schwarz gewandet, mit roter Schärpe,mal mit Strohhut („Kreissäge“) oder Trachtenhut auf dem Kopf oder barhäuptig, frohgestimmt eine ganze Bandbreite aus der Chorliteratur, traditions-bewusst, aber auch modern, vom Volkslied über Operette, Schlager bis hin zum Pop. Begonnen hatte der Chor mit „Halleluja, sing ein Lied“, nachdem zuvor Siegfried Wolf Begrüßungsworte gesprochen hatte. Musikalischer Begleiter am Klavier, und dies auch schon bald zehn Jahre und immer recht einfühlsam, war Harald Sigle (Asperg).Mit den „Glocken von Isola Bella“ entführte der Chor dann die Zuhörer an den Lago Maggiore, dem dann von Vico Torriani die„La Pastorella“ als weiterer „Ohrwurm“ folgte, ehe die Sänger vom spanischen „Granada“ zu hören waren. Und dann für den vierstimmigen Männerchor das schmeichelnde tessiner Volkslied„Pferde zu Vieren traben“ mit der Mondnacht in der Gondel, dem dann die wehmütige „Untreue“ von Eichendorff hinterher kam, die Silcher zu dem Text „In einem kühlen Grunde“ vertonte.Alles wohlbekannt und gewissermaßen lauter Leckerbissen für die Zuhörer. Mit der „Zecherweisheit“ wurde auch der Wein nicht ausgelassen, dem dann der Baritonsänger Rainer Claus als Solist noch die „ Lindenwirtin“ widmete. Beim Operettenlied „der Fliegende Rittmeister“klatschte das Publikum temperamentvoll mit, um dann mit dem „Traum“ von ABBA sich gesanglich durch Zeit und Raum tragen zu lassen. „Wo meine Sonne scheint“ landete mit der Melodie von Harry Belafonte ein weiterer Ohrenschmaus, dem die Männer als Premiere für Großbottwar und dem Chor selbst die von Sebastian Blau geschriebene Verse mit „dr. G`sangverei“ noch eins drauf setzten und große Heiterkeit und Beifall auslösten, zumal die Dirigentin in Frack und Zylinder samt fuchtelndem und übergroßem Dirigentenstab ihre Männer beherrschte. Mit dem „Chianti-Lied“ folgte der Schlusschor und als Zugabe und weiteres Glanzstück das „Rock my soul“, bekannt geworden durch die Harlem Gospel Singers. Mit lang anhaltender Beifall dankte das begeisterte Publikum den Sängern und ihrer Dirigentin für ihre hervorragende Darbietungen der „Starke Töne“, die noch lange Gegenstand der Unterhaltung bei einem sich anschließenden Ständer-ling mit Snacks im Rathausfoyer waren .
fu
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(Danke für Ihre Meinung!)Autor: Bura
Neben der Funktion als Pressewart und als Jugendvorstand bin ich noch für die Homepage des Sängerkreises Mittlerer Neckar e.V. zuständig.
Geschrieben am 1. Jun 2011 14:27, Rubrik: Chorgattung, Gaue und Verbände, Männerchöre, Sängerkreis Mittlerer Neckar, Veranstaltungen,
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