Singen macht Freude, Singen macht Spaß
Eindrucksvolles Jubiläumskonzert des MGV Bubenorbis
Bei seiner Retrospektive über die Geschichte des Männergesangvereins Bubenorbis berichtete der langjährige Vorsitzende Rainer Langenstein von allerlei ulkigen Begebenheiten in den vergangenen 60 Jahren. Aus dem Kraftsportverein Bubenorbis löste sich im Mai 1951 die Gesangsabteilung und bildete einen eigenständigen Chor. Das war die Geburtsstunde des Erfolgsmodells MGV Bubenorbis. Derzeit singen 33 aktive Männer im Chor, Mitglieder, die altershalber ausscheiden, können bisher noch problemlos durch neu Zugezogene ergänzt werden. Jedoch wünscht sich auch Langenstein, dass mehr junge Männer den Weg in die Singstunde finden. Der Chor hat ein breites Repertoire, er möchte das derzeitige Niveau halten und ausbauen.
Vom hohen Niveau des MGV Bubenorbis wurden die Zuschauer, die die festlich geschmückte Mainhardter Waldhalle bis auf den letzten Platz füllten, außerordentlich beeindruckt.
So hatte der Chorleiter Klaus Schönfeld ein ambitioniertes Programm zusammengestellt und in zahlreichen Proben mit dem Chor und den Musikern einstudiert. Schönfeld hat sämtliche dargebotenen Musikstücke im ersten Programmteil für diesen Abend bearbeitet und umgeschrieben. Das Ergebnis war phänomenal. Feierlich und kraftvoll, mit Pauken und Trompeten begleitet, eröffnete der imposant große Männerchor den Abend. Die Vorfreude des Chors auf das große Fest an diesem Abend übertrug sich sofort auf das Publikum. Im zweiten Chorsatz nach einer Trompetenmusik von Henry Purcell für Männerchor mit Klavier und Bläsern erklingt erfrischend „wo Musik erklingt, geht Freude durch die Welt“. Festliche Klänge dagegen in der Bearbeitung der Wassermusik von G.F. Händel mit ihren dominanten Bläsersequenzen. Alle fünf Chorsätze der Bubenorbiser Festkantate waren eine große Herausforderung für den Chor, sie wurde bravourös bestanden!
Im zweiten Teil des Programms wurden ganz andere Töne angeschlagen: Auf dem Programm standen Musicalmelodien. Dazu hatten sich die Sänger und der Dirigent blaue T-Shirts angezogen. Diesen Teil des Programms begleiteten verschiedene Musiker an der Gitarre, Schlagzeug, Saxophonen. Sie kamen nach einer besonderen Regie auf die Bühne, das wirkte cool und fetzig auf die Zuschauer, unterstrich damit die gesungene Musik. Der Barbershop-Song „Zeig uns wo die Sonne wieder scheint“ wurde eher lässig gesungen, dagegen kommt der Mäckie Boogie richtig jazzig daher.
Den ganzen Abend über ist beeindruckend wie Klaus Schönfeld gleich einem Magier die Fäden in der Hand hält. Der Chor ist den ganzen Abend voll konzentriert bei der Sache, das Zusammenspiel mit den Musikern klappt exzellent, jeder Ton sitzt. Schönfeld, ein Vollblutmusiker, ringt förmlich um jede Note, eine fast schon symbiotische Beziehung wird deutlich.
Am Schluss des Jubiläumskonzerts stehen Opernchöre. Hier wird der Chor von den Hohenloher Landstreichern, einem Orchester des Chorverbands Region Kocher, souverän begleitet. Der MGV rückt nur optisch in den Hintergrund, der drangvollen Enge auf der Bühne geschuldet, ergänzt sich aber sehr gut mit dem Orchester. Der klassische Jägerchor aus dem Freischütz wirkt sehr harmonisch. Anders als beim bekannten Gefangenenchor aus Nabucco wo sich die Zuschauer für kurze Zeit in der Arena di Verona wähnen können. Bei diesem Stück wird das gewaltige Stimmvolumen der Sänger deutlich. Das Orchester zelebriert das wunderbare Entree der Barcarole bis hin zur Melodie und dem bekannten einfühlsam gesungenen „schöne Nacht, du Liebesnacht…“.
Am Ende des beeindruckenden, wunderschönen Konzerts werden die Musiker und Sänger mit einem tosenden Applaus des begeisterten Publikums belohnt. Deshalb gibt es auch noch mehrere Zugaben.
Elvira Probst-Lipski
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(Danke für Ihre Meinung!)Autor: Wolf
Geschrieben am 16. Nov 2011 20:27, Rubrik: Chorverband Region Kocher,
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