Singen und Stimme Aktuell des Schwäbischen Chorverbandes

Der Weblog des Schwäbischen Chorverbandes

Aktuelles Editorial SINGEN, Ausgabe April 2011

Liebe Sängerinnen und Sänger,

diesmal dient mir die Rubrik „Vereinsrecht“ im Block Vereinspraxis zur Themenfindung für mein Editorial. Der Staat  – so hat Ernst-Wolfgang Böckenförde gesagt – lebt von Voraussetzungen, die er nicht selbst schaffen kann. Dies gilt auch für Verbände. Sie können sich nicht selber erschaffen, sondern beruhen auf dem Potential ihrer Mitglieder, auf deren Ideen, deren Anschauungen, deren Einsatzwillen, kurz zusammengefasst: auf dem Ehrenamt.

Dass ein Ehrenamt wahrgenommen werde, kann man nicht anordnen. Da gibt es keine Hierarchie, keinen Befehlsstrang. Das Ehrenamt lebt davon, dass es aus eigenem Antrieb wahrgenommen wird. So sind Sie es, die einzelnen Mitglieder des Schwäbischen Chorverbandes, die den Verband erst zum Leben erwecken und ihn tragen. Ihre Beurteilungen prägen den Verbandszweck, von Ihrem Engagement lebt die Verwirklichung dieses Zwecks. Darum bin ich Ihnen immer für einen Dialog, eine Bemerkung – gern auch eine kritische – dankbar, denn ohne Sie kann ich den Verband weder führen noch weiterentwickeln. Der Verband ist kein Selbstzweck, sondern Ihr Zweck! Deshalb ist es uns ein großes Anliegen, Sie in Ihrer Arbeit zu unterstützen. Ich denke, dass Sie aus unserer Rubrik „Vereinsrecht“ viele nützliche Hilfen ziehen können. Den ganzen Beitrag lesen »

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Aktuelles Editorial SINGEN, Ausgabe März 2011

Dr. Eckhart Seifert

Dr. Eckhart Seifert

Liebe Sängerinnen und Sänger,

eine sehr gute Nachricht: Erstmals seit fast zehn Jahren hat der Landtag von Baden-Württemberg im Nachtragshaushalt 2011 die staatlichen Fördermittel für die Laienmusik um € 31.000 aufgestockt. Sie sollen für die Förderung der Kooperation von Schule und Verein (€ 20.000) und den Landesmusikverband (€ 11.000) eingesetzt werden. Diese Nachricht nehmen wir dankbar auf und freuen uns umso mehr, als für die nächsten Jahre weitere, und zwar namhafte Aufstockungen für die Laienmusik ins Auge gefasst werden. Die Rede ist von über € 200.000 pro Jahr. Das lässt hoffen.

Konkret verdanken wir diese positive Entwicklung unserem Ehrenpräsidenten und Präsidenten des Landesmusikverbandes Dr. Lorenz Menz, der in kräftigem Einsatz eine Gleichbehandlung der Laienmusik mit dem Sport gefordert und, siehe Ergebnis oben, auch durchgesetzt hat. Ihm gebührt unser aller Lob und Dank!

Die Entwicklung wird natürlich auch dadurch befördert, dass am 27. März Landtagswahlen sind. Es zeigt sich, dass die Laienmusik gut aufgestellt ist und in der Politik angemessenen Rückhalt genießt. Damit dies so bleibt, sollten wir den politischen Dialog suchen, und zwar dauerhaft, nicht erst wieder punktuell im Februar 2016. Auch sollten wir am Ball bleiben, denn die Haushalte 2012 bis 2016 werden erst zu gegebener Zeit rechtswirksam beschlossen. Meine eigene Reaktion habe ich in einer Presseerklärung vom 4. Februar 2011 dargelegt. Sie finden sie in diesem Heft auf Seite 4 im Wortlaut abgedruckt.

Ihr
Eckhart Seifert
Präsident

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Aktuelles Editorial SINGEN, Ausgabe Februar 2011

Dr. Eckhart Seifert

Dr. Eckhart Seifert

Liebe Sängerinnen und Sänger,

es wird Zeit für den Frühjahrsputz. Alles, was Staub angesetzt hat, braucht den Lappen, soll es doch wieder glänzen. So wie es uns allen geht, geht es auch dem Schwäbischen Chorverband. Dass der weiter glänzt, daran wollen wir alle mitarbeiten, da geht es um unsere Ehre.

An zwei Stellen, meint das Präsidium, reicht es nicht, nur feucht drüber zu gehen. Da muss schon ein bisschen neue Farbe hin und ein bisschen Renovierung. Wir meinen zum einen die Erstellung eines Leitbildes für die Verbandsarbeit und zum anderen die Einführung und Erprobung eines Familienreferats.

Die Entwicklung des Leitbilds haben wir unserem Präsidiumsmitglied Gerald Kranich aufgegeben. Er macht das, wie wir schon jetzt sehen können, professionell. Den Sachstand konnte er den Chorverbands- und Gauvorsitzenden auf ihrer Jahrestagung am 15. Januar 2011 vortragen. Jetzt geht es darum, möglichst viele ins Boot mitzunehmen. Deshalb sind die Vorsitzenden der Chorverbände und Gaue und je vier Vereine aus jedem Chorverband bzw. Gau herzlich und zugleich dringend gebeten, entsprechende Fragebögen bis zum 31. März 2011 auszufüllen. Wir erwarten einen guten Rücklauf. Je mehr Hände und Hirne bei der Leitbildentwicklung helfen, umso schöner und dauerhafter wird es. Also: anpacken. Wir schaffen das! Den ganzen Beitrag lesen »

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Aktuelles Editorial SINGEN, Ausgabe Januar 2011

Dr. Eckhart Seifert

Dr. Eckhart Seifert

Liebe Sängerinnen und Sänger,

nun ist es plötzlich da: das neue Jahr 2011! Weil die Zeit sozusagen ewig dauert, teilen wir sie in Abschnitte ein, letztlich um ihrer Herr zu werden. Die Abschnitte, ein Kalenderjahr, auch ein Lebensjahr, bieten die Chance, Altes abzuhaken oder gar zu vergessen und vor allem, neu anzufangen. Einen solchen Neubeginn wünsche ich Ihnen für 2011. Mögen Ihre Pläne reifen und umgesetzt werden, mögen sich Ihre Hoffnungen erfüllen und mögen Sie am Ende des Jahres zufrieden sein! Alles auf der Basis einer robusten Gesundheit und unbeirrbaren Zuversicht.

Das Präsidium des Schwäbischen Chorverbands hat sich zusammen mit der Chorjugend und dem Musikbeirat für 2011 einiges vorgenommen. Wir haben uns im letzten Jahr in Kirchheim unter Teck zu einer Klausur getroffen. Themen waren die Formulierung eines Leitbildes für den Verband, ein Veranstaltungsplan für die nächsten fünf Jahre, die Entwicklung eines Sponsoringkonzeptes, die Erweiterung der Funktion der Frauenreferentin zu einem Familienreferat, die Zukunft der Auswahlchöre sowie der künftige Ablauf der Chorverbandstage. Dabei zeichnete sich ab, dass manches kurzfristig greifen kann, manches einen längeren Atem braucht. Den ganzen Beitrag lesen »

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Aktuelles Editorial SINGEN, Ausgabe Dezember 2010

Dr. Eckhart Seifert

Dr. Eckhart Seifert

Liebe Sängerinnen und Sänger,

Advent, Weihnachtszeit und Jahreswechsel geben uns Anlass, inne zu halten und Bilanz zu ziehen, aber auch vorausschauend den neuen Anfang in den Blick zu nehmen.

Im Rückblick bleibt mir vor allem, Ihnen, die  Sie sich für den Chorgesang eingesetzt haben, kräftig zu danken. Sie haben sich selbstlos um Ihre Umwelt verdient gemacht, Sie haben Freude bereitet, Sie haben sich für eine gute Zukunft eingesetzt. Das ist heutzutage vorbildlich, denn wir sehnen uns geradezu nach jenem Gefühl, das Singen in der Gemeinschaft so sympathisch vermittelt. Seien Sie alle herzlich bedankt.

Manches mag in diesem Jahr gelaufen sein, was wir so nicht vorhergesehen haben. Möge es unter dem Strich mehr Positives als Negatives gewesen sein. Vielleicht haben wir erfahren, dass nichts von Dauer ist, ewig währt. Bei Unglück und Leid empfinden wir dies als wohltuend. Bei Glück und Freude bleiben wir in diesem Wissen bescheiden, denn auf Stetigkeit können wir auch hier nicht vertrauen.

So wünsche ich allen Leidtragenden und Sorgenden, dass sie im bereits begonnenen neuen Kirchenjahr und dann auch im Neuen Jahr 2011 die Kraft und Zuversicht finden, vertrauensvoll neu anzufangen. Den Glücklichen und Dynamischen wünsche ich, dass sie möglichst lange ihr Glück genießen können und sich von Rückschlägen nur zeitweilig beeindrucken lassen müssen.

Möge Ihnen allen die Adventszeit Muße zur Nachdenklichkeit ermöglichen, Weihnachten die Hoffnung bringen, dass für jeden und alles eine Rettung vorgesehen ist, und das Neue Jahr 2011 bei guter Gesundheit zu einem Jahr des Friedens, der kleinen und großen Versöhnungen und des glücklichen Erfolgs werden.

Ihr
Eckhart Seifert
Präsident

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Aktuelles Editorial SINGEN, Ausgabe November 2010

Dr. Eckhart Seifert

Dr. Eckhart Seifert

Liebe Sängerinnen und Sänger,

Mitte September 2010 tagte der Deutsche Chorverband in Gelsenkirchen. Über einzelne Ergebnisse wird in diesem Heft ausführlich berichtet. Ich möchte Folgendes hervorheben:

Der Deutsche Chorverband ist eine starke Vertretung des (Laien-)Singens in Deutschland. Sein Präsident, Dr. Henning Scherf, ehemals Präsident des Senats von Bremen, verfügt über beste politische Kontakte und hat den Chorgesang zu seinem Herzensanliegen gemacht.

Der Deutsche Chorverband, dessen Mitglied wir sind, wird 2011 seine Stärke auf der  chor.com in Dortmund präsentieren und dabei viele Themen rund um das Singen im Chor in einer Großveranstaltung in die Öffentlichkeit bringen.

Beim Felix wird sich einiges verändern: Inhaltlich wird die musikalische Arbeit für das Kinder- und Jugendsingen an die „Carusos“ in der Nachfolge des Felix übertragen. Felix Caruso (insoweit bleibt uns der vertraute Name erhalten) und seine vier Verwandten werden aber natürlich weiter für eine frühe Musikalisierung werben und die Kinder und Jugendlichen auf vielfältige Weise ansprechen.

Nachdem dank der Stärke des Deutschen Chorverbandes die Vereinshaftpflichtversicherung in ein Rundum-Versicherungspaket überführt werden konnte und der Schwäbische Chorverband für seine Mitglieder sogar noch etwas draufgelegt hat, um die Veranstalterhaftpflichtsumme auf 5 Millionen Euro zu erhöhen (im Norden Deutschlands reichen 3 Millionen Euro, hierzulande sehen die Kommunen offenbar ein größeres Risiko), will der Deutsche Chorverband versuchen, ab 2011 auch mit der GEMA so weit zu kommen, dass mit entsprechendem Beitrag alle Vereinsveranstaltungen abgegolten sind und nicht mehr zwischen verschiedenen kulturellen oder geselligen Veranstaltungen unterschieden werden muss. Den ganzen Beitrag lesen »

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Aktuelles Editorial SINGEN, Ausgabe Oktober 2010

Liebe Sängerinnen und Sänger,

Singen im Alter? Kann das überhaupt eine Frage sein? Sicherlich macht die Stimme eine Entwicklung durch, sie gerät auch an Grenzen. Aber deswegen mit dem Singen aufzuhören, dafür gibt es keinen Grund. Wenn wir Ältere uns der Reifung unserer Stimme bewusst sind, dürfen wir uns zu Recht an unseren Liedern erfreuen. Singen macht nicht nur fröhlich, Singen erhält auch gesund. Wo die Sprache schon einmal versagt, kann der Gesang mit seinem Rhythmus und seinem Schöpfen aus der Erinnerung heilend wirken.

Als Ältere wünschen wir uns natürlich auch Nachwuchs. Den bekommen wir aber nur, wenn wir ihn fördern. Deshalb sollten wir uns einmal überlegen, wie wir das tun können. Dem jungen Singen genügend Raum schaffen? Patenschaften für Junge und Jugendchöre übernehmen? Unser wertvolles Erbe rechtzeitig und von warmer Hand verteilen? Lasst uns kräftig nachdenken!

Und wenn die Jungen gar nicht (so) singen, wie wir es schätzen? Wenn sie uns immer auf Englisch oder gar Kisuaheli daherkommen? Gemach, gemach! Zum einen hilft die Erinnerungstablette: haben wir denn immer nur Silcher gesungen? War da gar nichts Schräges dabei? Haben wir nicht manches verjuxt? Ich fürchte, unser Sündenregister ist lang. Also: „lass doch der Jugend, der Jugend ihren Lauf…“ Und die Trostpille: „Wenn sich der Most auch ganz absurd gebärdet, er gibt zuletzt doch noch ´nen Wein“, sagt Mephisto in Goethes Faust. Schade, dass Mephisto der Teufel ist. Wir würden ihm gerne trauen.

Ihr
Eckhart Seifert
Präsident

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Editorial SINGEN Ausgabe August/September 2010

Liebe Sängerinnen und Sänger,

der 150. Todestag von Friedrich Silcher am 26. August 2010 lieferte den roten Faden für dieses Heft, das mehrfach auf die Person Friedrich Silchers und seine Nachwirkung eingeht. Er ist ja ein Ahnherr unserer Sängerbewegung. Was würde uns fehlen, wenn wir seine Lieder nicht hätten! Sie sind zum Volksgut geworden und müssten eigentlich als Kulturerbe der Schwaben und Deutschen geschützt sein, wenn es denn einen solchen Schutz gäbe.
Die vielen Bearbeitungen zeigen, dass Silcher weiterhin lebendig ist. Eine sich recht weit vom Original entfernende Interpretation durch den GewandhausChor Leipzig wurde im letzten Heft SINGEN beschrieben.

Diese Interpretation (in Auszügen) gibt es in unserem Silcher-Museum in Schnait zu erwerben. Wir haben die dortige Silcher-Schau entstaubt und neu eingerichtet. Der Unterhalt des Museums durch den Schwäbischen Chorverband zeigt, dass wir unser kulturelles Erbe sehr wohl zu schätzen und zu wahren wissen. Die Kustodin unseres Museums, Frau Hannelore Rauscher, wartet auf Sie und Ihren Besuch. Einmal im Leben sollten jede schwäbische Sängerin und jeder schwäbische Sänger dort gewesen sein!

Deshalb ein persönlicher Ausflugstipp von mir, der auf eigenen Erfahrungen beruht: Den ganzen Beitrag lesen »

Wolfgang Layer / 2. Jul 2010 / Editorial, 2 Kommentare / Bewerten

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