Das Weihnachtsmusical “Scrooge“ – Ein Musterbeispiel für die Kooperation Verein-Schule

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Mit einem außergewöhnlichen Projekt krönte der Liederkranz Wiernsheim am 15. und 16. Dezember 2007 sein Jubiläumsjahr. 150 Jahre Vereinsgeschichte waren im Sommer mit einem traditionellen Festkonzert gewürdigt worden. Der zweite Höhepunkt des Festjahres war nun ein Projekt, mit dem der Verein scheinbar Unmögliches erfolgreich in die Tat umsetzte: die Aufführung eines Musicals mit knapp 100 Akteuren und etwa 25 im Hintergrund wirkenden Beteiligten.   Hierbei wurde die im Jahr 2005 begonnene Kooperation zwischen dem Verein und der Verbandsschule Platte in Wiernsheim zum dritten Mal mit Leben erfüllt. Die Idee zu einer solchen Aufführung, die zum einen alle Chöre des Vereins (Kinderchor KidsHits, Jugendchor Chordination und Junger Chor Ohrwurm) und zum anderen wieder Schüler der Wiernsheimer Hauptschule einbindet, stammt von Thomas Ungerer, Chorleiter im Liederkranz Wiernsheim. Nach intensiver Suche fand er das Musical „Scrooge“ nach der Erzählung „Eine Weihnachtsgeschichte“ von Charles Dickens. Es erzählt die Geschichte des alten Ebenezer Scrooge, der Weihnachten nur als Zeitverschwendung und Humbug ansieht. Erst das Erscheinen von vier Geistern, die ihm sein jämmerliches Leben, seine Herzenskälte, seine Gemeinheiten und schließlich sein trauriges Ende vor Augen führen, öffnet ihm die Augen. Er erkennt, dass nicht Profit das Wichtigste im Leben ist, sondern das Leben für andere und mit anderen Menschen, Werte wie Freundlichkeit, Großzügigkeit, Mitgefühl, Toleranz. 

Der Gedanke des Miteinanders war einer der Grundpfeiler dieses Projektes. Unter Thomas Ungerers Gesamtleitung und der Regie der Lehrerin Karin Winter wurde es für alle Beteiligten ein unvergessliches Ereignis. Bevor es an das Ausführen ging, erarbeiteten Thomas Ungerer (Chorleiter des Ohrwurm), Danny Rieger (Chorleiterin des Kinder- und Jugendchores und Verantwortliche für das Einstudieren der Solorollen)), Marina Zoubek (Leiterin des Schulchores), Karin Winter (Leiterin des Theaterkurses) und Jan Schweiker (Leiter des Bühnenbildkurses) zunächst ein ausgeklügeltes Konzept. Die Rollen und Aufgaben mussten verteilt werden, ein Probenplan erstellt und auch sonstige organisatorische Aufgaben an die jeweils richtigen Stellen in Verein und Schule delegiert werden.  55 Sängerinnen und Sänger des Liederkranz, 15 Schülerinnen des Schulchores, 25 Schüler eines Theaterkurses sowie 25 Schüler, die für Gestaltung des Bühnenbildes und die Herstellung der Requisiten zuständig waren, arbeiteten zunächst emsig in ihren jeweiligen Gruppen. Bei den gemeinsamen Proben lernten sich die Mitwirkenden kennen und schätzen. Die enge und harmonische Zusammenarbeit brachte dabei schlummernde Talente ans Tageslicht und motivierte zu Höchstleistungen, die bis dahin kaum vorstellbar waren. Ein gemeinsames Bad im rauschenden, nicht enden wollenden Applaus war die verdiente Belohnung für die außergewöhnlichen Leistung aller Mitwirkenden.

Wolfgang Layer, 4. Jan 2008, Chorverband Enz, Gaue und Verbände, Singen und Stimme, Kommentare per Feed RSS 2.0, Kommentare geschlossen.

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