Von Biene Maja bis Monroe

Konzert des Vokalensembles „Joyces“ beim GTV Hohenacker

„Joyces“ hatte gerufen und viele waren zu dem vom GTV Hohenacker veranstalteten Konzert am 13. März 2010 ins Bürgerhaus gekommen. Der Name Joyces ist zusammengesetzt aus „Joy“, was Freude bedeutet und der Nachsilbe von „Voices“, das bedeutet Stimmen.

Was dann geboten wurde, war alles andere als eine Nachsilbe. Es gab Jazz, Swing, Gospel und Pop vom Feinsten und die Freude des stimmgewaltigen Quartetts, bestehend aus Marion Kreeb, Sopran – Melanie Kuhn, Alt – Christian Zurhorst, Tenor und Jann Gudmundsson, Bass, war bei jedem Vortrag zu spüren. Schwungvoll und brillant begleitet wurden die Vier von Daniela Wolff am Klavier und Sebastian Hilbert am Schlagzeug. Die meisten Arrangements stammten aus der Feder von Christian Zurhorst.

Mit „Willkommen“, „Bienvenue“, „Welcome“ wurden die Gäste gleich mehrsprachig begrüßt und schon mit diesem ersten Lied hatten Joyces das Publikum in ihren Bann gezogen. Es folgte für die Liebhaber der Big Band Musik „In the mood“ , gefolgt von „When I take my sugar to tea“. Laut einer Umfrage im Publikum trinken jedoch die meisten zum Frühstück Kaffee und keinen Tee und so folgte, gekonnt intoniert, ein Stück von Manhattan Transfer – „Java Jive“, vielleicht besser bekannt als „I love coffee …“.

Bei „I got rhythm“ gab es im Publikum kaum noch einen, der mit den Füßen nicht im Takt mitgewippt hätte. „Ten feet of the ground“ ist ein eher unbekannter Song, der aber von den Vieren mit einem sehr schwierigen Arrangement a cappella so überzeugend vorgetragen wurde, dass es vielleicht für manchen im Publikum zum Lieblingsstück werden könnte. Schwungvoll ging’s dann weiter mit „Ain’t misbehavin“, gefolgt von „That’s what friends are for“, wiederum ein a cappella-Stück, so gefühlvoll gesungen, dass der eine oder andere im Publikum vielleicht heimlich ein Tränchen verdrückt hat. Es folgte „Tea for two“ – ein Stück aus einem Musical der 20er Jahre, das anspruchsvoll arrangiert vorgetragen wurde. Bei „Biene Maja“ bewies Melanie Kuhn als Solistin ihre komödiantische Ader. „Choo Choo Cho Boogie“, wie der Name schon sagt ein Boogie, entließ das Publikum schwungvoll in die Pause.

Nach der Pause traten die Sänger in elegantem Outfit auf die Bühne. „Tuxedo Junction“ und „Swing Low“ – zwei sehr beschwingte Titel – heizten die Stimmung nach der Pause gleich richtig an. „Mr. Sandman“, das Sandmännchen, brachte die Leute allerdings nicht zum Einschlafen, im Gegenteil, der bravourös a cappella vorgetragene Satz wurde mit tosendem Beifall belohnt. „My Tribute“, der „Hochzeitssong“ des Quartetts schlechthin, mit Christan Zurhorst als Solist, versetzte das Publikum in eine sentimentale Stimmung. Danach folgte „Don’t be cruel“ – mit Marion Kreeb als exzellente Front Sängerin. Dieses Lied ließ das Publikum in den guten alten „Elvis“-Zeiten schwelgen. „For the longest time“ wurde so spritzig und hinreißend vorgetragen, dass das Publikum begeistert applaudierte. „Route 66“, ein Klassiker des Quartetts, folgte und dann kam der „Schöne Gigolo“ mit Jann Gudmundsson als Solist, der hier seinen ganzen isländischen Charme versprühen konnte.

„Diamonds are a girls best friend“, im Original von Marilyn Monroe gesungen, sollte eigentlich das Programm furios beenden. Das Publikum forderte vehement eine Zugabe und diese wurde auch gewährt mit „Thank you for the music“ von ABBA. Dann „Oh happy day“ – und das Publikum machte begeistert mit. „Joyces“ wurden mit Stehenden Ovationen belohnt. Finale dieses gut gelungenen Konzerts sollte unbedingt noch einmal „Diamonds are a girl’s best friend“ sein.

Bärbel Kuhncore-joyces-sworiginal.jpg

Bura, 10. Apr 2010, Gaue und Verbände, Sängerkreis Mittlerer Neckar, Veranstaltungen, Kommentare per Feed RSS 2.0, Kommentare geschlossen.

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