Chor weckt Emotionen – Junger Chor „Ton-Art“ feiert ein zehnjähriges Bestehen mit einer Gala-Show

Gleich drei Mal musste die Gala-Show aufgeführt werden, da die 250 Plätze des Uhlandbaus in Mühlacker bei zwei Veranstaltungen nicht ausreichten. Ein begeistertes Publikum bedankte sich an allen drei Aufführungen mit stehenden Ovationen für das mit Höhepunkten gespickte Programm. Nach eineinhalb Jahren der Vorbereitung war das, was die mehr als 60 aktiven Sängerinnen und Sänger an Gesang und Show auf die Bühne brachten, mehr als nur ein Konzert eines Gesangsvereins. Dabei standen die Musikstücke, ausgewählt von den aktiven Mitgliedern des Vereins und als das Beste aus zehn Jahren geltend, im Vordergrund. Untermalt wurden viele Chorlieder mit mitreißenden Choreographien, die einem Ausflug in die Welt der Revuen gleichkam. Sprecher, die gepaart mit szenischen Darstellungen die deutschen Übersetzungen der meist englisch gesungenen Stücke beeindruckend vortrugen, brauchten oft nur wenige Gesten, um es im Saal ganz still werden zu lassen – nicht zu vergessen, es wurde auch gefeiert. In mehreren Szenen, in dem der Chor sich selbst parodierte, hatten die Besucher ihre helle Freude. Mitreißende Interpretationen wie „Sister Act“ oder „Kriminaltango“ überzeugten auch durch das entsprechende Outfit der Akteure. Der schnelle Wechsel der Aktiven von einem farbenfrohen Kostüm  ins andere machte die Aufführung noch bunter und lebhafter. Das Duett „Somewhere out there“, vorgetragen von Carola Weber und Stefan Mondon hatte schon Proficharakter und wurde von den Besuchern mit rauschendem Beifall belohnt. Einen besonderen Gag hatten die Männer des Chores eingebaut. Mit Rollator, Rollstuhl, Stöcken und Krücken ausgestattet, kamen sie hüstelnd und schwer atmend auf die Bühne. Der Chorleiter, auch etwas gebückt, hob den Taktstock, alle Mann strafften sich und trugen exzellent den Männerchor „Aus der Traube in die Tonne“ vor.
Höhepunkt des Abends war unbestritten die aufrührerische Interpretation von „Bohemian Rhapsody“ der Rockgruppe Queen. Der Regisseur des Abends, Ronnie Renz, „spielte“ die Übersetzung in einer Art und Weise, dass sie bei vielen Zuhörern Gänsehaut hervorrief. Der Chor  vollendete in Galakleidung, mit einem stimmigen Gesang, den Gesamteindruck. Die Fans des Chores konnten sich im Vorfeld ein Lied wünschen. Die Auswahl fiel auf „The winner takes it all“ von ABBA, das auch mit entsprechender Choreographie perfekt vorgetragen wurde.
Michaela Holler und Bernd Scheffelmeier führten charmant und gekonnt mit witzigen Szeneneinlagen durch das Programm. Unterstützt wurde der Chor durch Florian Plag (Gitarre) und Andreas Hertzberg (Schlagzeug). Am Stagepiano agiert Chordirektor Martin Falk, der auch für die musikalische Gesamtleitung verantwortlich zeichnete. Erst nach mehrfachen Zugaben ließen die Besucher den Chor von der Bühne.

Arnold, 27. Mai 2010, Chorverband Enz, Kommentare per Feed RSS 2.0, Kommentare geschlossen.

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