Männergesangverein Ötisheim feiert 140-jähriges Jubiläum

Glanzvolles Chorkonzert in Ötisheim

Am Samstagabend, 22.10.2011, lud der Männergesangverein Ötisheim zum Jubiläumskonzert in die Erlentalhalle ein. Seit 140 Jahren existiert der Chor und dies sollte mit einem festlichen Konzert gefeiert werden, welches gleichzeitig auch Abschluss der Veranstaltungsreihe im Jubiläumsjahr war. So war bereits im Februar 2011 der traditionelle Sängerbesen ein toller Erfolg. Im Mai gab der MontanaraChor aus Stuttgart ein Gastkonzert und übertraf mit einer herausragenden Darbietung dabei alle Erwartungen. Ende Juli waren die Ötisheimer Sänger dann auf einer mehrtägigen Konzertreise in Ruhpolding und Dillingen/Donau und begeisterten dort mit Ihren Auftritten die Zuhörer.

Der erste Teil des Konzertprogrammes war ganz der romantischen Chormusik gewidmet. Vorstand Metzler erläuterte nach der Begrüßung in charmant launischer Moderation kurz die Entstehungsgeschichte der Männerchöre und die kulturelle Epoche der Romantik und ging dabei auch auf die vorgetragenen Werke ein. Als Eröffnungswerk hatte Chorleiter Dr. Wolfgang Budday die Kantate „Wald und Jägerei“ von Carl Maria von Weber gewählt und damit gleich einen sehr markanten Auftakt gesetzt, der die Zuhörer mitten hinein in die jagdlichen Szenen versetzte. Am Klavier begleitete Thomas Habermaier aus Ensingen sehr einfühlsam und präzise und übernahm die Überleitung mit mehreren Zwischenspielen auf das jeweils nächste Stück.

Mit „Im Abendrot“ von Franz Schubert demonstrierte der Chor dann auch seine Sicherheit bei getragenen a cappella Werken mit mehrfachem Wechsel vom feinsten Piano zum kräftigen Forte und begeisterte durch lang anhaltende Phrasen und Sicherheit in der Intonation. Auch bei den folgenden Werken  „Wer hat dich du schöner Wald“ von Felix Mendelssohn-Bartholdy  und „Die Nacht“ von Franz Abt überzeugte der Chor durch eine gute Interpretation und vor allem auch eine sehr exakte Aussprache, bevor dann mit „Nachtgesang im Walde“ von Franz Schubert der erste Teil einen krönenden Abschluss fand.

Den zweiten Programmteil gestaltete der Kleine Chor, eine Gruppe mit 16 Sängern, mit Liedern aus dem Volke, also volksnahen Weisen und begeisterte durch eine leichte, spritzige Singweise etwa beim Spielmann`s Lied oder dem Lieblingswerk des früheren Chorleiters Eugen Störkle „Unterm Kirschbaum“. Bei „Die alten Straßen noch“ übernahm Peter Reiter das Bariton-Solo und überzeugte durch eine stilsichere Interpretation. Auch die Stücke „Heimatglocken“ und „Schön ist die Heimat“ wurden von dem Kleinen Chor sehr ausdrucksstark und harmonisch und stimmsicher vorgetragen, so dass die Zuhörer den Chor erst nach einem zusätzlichen Sonderapplaus von der Bühne ließen.

Im Schlussteil zog der Große Chor dann mit echten Ohrwürmern der  internationalen Folklore alle Register der Unterhaltungsmusik und übertrug die ausgeprägte Rhythmik gleich beim ersten Stück „Funiculi“ auf die Zuhörer. Dies konnte mit den weiteren südländischen Weisen „Valenzia“ und dem vielgerühmten „Chianti-Wein“ noch gesteigert werden. Aber auch russische Melancholie bei „Nacht über Moskau“ und kasachisches Feuer beim „Casatschock“ erfüllte die Erlentalhalle, immer gekonnt begleitet unterstützt vom Pianisten Habermaier, bis der a cappella vorgetragene Chor „Mala Moja“ aus Kroatien mit einer exzellent  gestalteten Dynamik dann in den Schlussteil einleitete. Mit „Julischka aus Budapest“ und „Wenn Zigeuner Hochzeit machen“ verstand es Chorleiter Dr. Budday und der Chor dann noch die Stimmung im Saal auf den absoluten Höhepunkt zu bringen.

Arnold, 24. Okt 2011, Chorverband Enz, Singen und Stimme, Kommentare per Feed RSS 2.0, Kommentare geschlossen.

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