Kontraste – das Sommerkonzert des Neuen Chors Altdorf

Als Experiment hatten wir unser gemeinsames Konzert mit der Big Band Orange J.A.M. am 17. Juni angekündigt. Experiment gelungen oder missglückt?

Das Publikum in der sehr gut besetzten und mollig warmen Altdorfer Festhalle hat uns signalisiert: Gelungen.

 

Den ersten Teil des Konzerts bestritten wir, der Neue Chor, mit einer bunten Mischung tanzrhythmus-betonter Stücke wie der Samba „Mas que nada“, die ihre Tänzer nicht vor dem Morgengrauen zur Ruhe kommen lässt, dem ironischen „Mambo“ von Herbert Grönemeyer, der die Qualen eines parkplatzsuchenden Liebhabers beschreibt, oder einem textlosen Boogie-Woogie, der wohl den Beifall- Lautstärkerekord erreichte. Die größte Belustigung dagegen erzielten wir mit der als Welt-Uraufführung angekündigten schwäbischen Gospel-Parodie „Des Wasser em Neckar isch guat“. Mit dem selbst verfassten Beitrag „Männer, Männer, Männer“ zur Melodie des ABBA-Hits „Money, Money, Money“ wiesen wir darauf hin, dass wir gerne mehr Männer in unserem Chor hätten. Wir hoffen, dass die werbenden Worte unseres Chorleiters Thomas Daub nicht ungehört verhallen.

Orange J.A.M., die Big Band des Musikhauses Holzgerlingen unter der Leitung von Django Hödl, heizte in der zweiten Hälfte die Stimmung kräftig an. Zusammen mit Sängerin Heike Hubl bot die Band ein breites Spektrum von Stücken, von Swing- und Standard-Jazztiteln wie „Mr. Zoot Suit“ und „On The Sunny Side Of The Street“ bis hin zu Pop-Klassikern wie „Hit The Road, Jack“ oder „Hard Rock Cafe“, die Beifallsstürme des Publikums hervorriefen.

Einen vergleichsweise ruhigen Abschluss bildeten die gemeinsamen  Stücke beider Gruppen „It Don’t Mean a Thing“, ein alter Swing-Titel, und das aus dem Film Casablanca bekannte „As Time Goes By“. Manchem Zuhörer mögen die teils recht schrägen Jazz-Harmonien in diesen Stücken etwas befremdlich geklungen haben – es war für uns auch ein Versuch, unser musikalisches Spektrum zu erweitern. Alle Beteiligten auf der Bühne hatten großen Spaß an dieser musikalischen Zusammenarbeit. Der wohlwollende Applaus der Zuhörer hat uns darin bestärkt, Ähnliches in Zukunft wieder und dann auch in größerem Umfang zu wagen.

Ursula Wagner, 2. Jul 2012, Chorverband Otto Elben, gemischte Chöre, Singen und Stimme, Kommentare per Feed RSS 2.0, Kommentare geschlossen.

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