Alfred Gresser, ein verdienstvoller Sänger und Präsident

„Stumm schläft der Sänger dessen Ohr gelauschet hat an andrer Welten Tor“ – der Text aus dem „Schottischen Bardenchor“ zierte nicht nur den Nachruf  des Oberschwäbischen Chorverbands, sondern war auch einer der Chorsätze, mit dem sich die Sänger des Liederkranzes  Aulendorf, des Männerchores Bad Saulgau und des Männerchores des Oberschwäbischen Chorverbandes beim Requiem und bei der Trauerfeier von ihrem Mitsänger und Ehrenpräsidenten des Oberschwäbischen Chorverbands Alfred Gresser verabschiedet haben.

Der Präsident des OCV, Achim W. Schwörer, würdigte vor zahlreichen Trauergästen in der Liebfrauenkirche in Bad Saulgau die Verdienste seines Vorgängers. Nur vier Tage vor seinem 83. Geburtstag  und genau an dem Tag der Hauptversammlung des Oberschwäbischen Chorverbandes, der er unzählige Male als Vorsitzender vorstand und als Ehrenpräsident beiwohnte, hat ihn der Herrgott zu sich gerufen. Mit Alfred Gresser geht eine hoch anerkannte und engagierte Persönlichkeit, dem das Chorwesen Oberschwabens viel zu verdanken hat.

Seit sage und schreibe 69 Jahren sang Alfred Gresser in Chören. Begonnen hat dies in seiner Heimat Meckenbeuren wo er als 14-jähriger im Kirchenchor und bei der Harmonia Meckenbeuren die ersten Erfahrungen als Chorsänger machte. Nach seiner beruflichen Rückkehr ins Oberland kam er 1962 zum Liederkranz Aulendorf, dem er bis zu seinem Tode als aktiver Sänger treu blieb. Eine weitere Station seiner Chorleidenschaft war der  Bad Saulgauer Männerchor, dem er ebenfalls 16 Jahre angehörte. Außerdem war er 2003 Mitbegründer des OCV-Männerchores, dem er ebenfalls bis zu seinem Tode angehörte. Seine größten Verdienste um den Chorgesang und dem Oberschwäbischen Chorverband erwarb er sich  in seiner 29-jährigen Tätigkeit im damaligen Gauvorstand. 1972 wurde Alfred Gresser stellvertretender Gauvorsitzender. 1983 erfolgte dann die Erstwahl zum Gauvorsitzenden des damaligen Oberschwabengaus, der er dann bis 2001 war. Als er 2001 sein Amt abgab, war er nicht nur der dienstälteste Gauvorsitzende in der 125-jährigen Geschichte des OCV, sondern hinterließ ein wohlbestelltes Gremium. Auch heute noch galt seine größte Aufmerksamkeit „seinem“ OCV, bei dem er nach wie vor als Ehrenpräsident im Beirat mit Sitz und Stimme saß. Bei den zweimal notwendig werdenden Besetzungen der Präsidentenfunktion erwies er sich als der „Präsidentenmacher“.

„Singen war und ist mein Lebenselixier, das mir auch über schwere Stunden hinweg half !“ so Alfred Gresser bei seinem 80. Geburtstag. Bei so viel ehrenamtlichem Engagement blieben  die Ehrungen nicht aus. Ehrenmitglied  bei der Harmonia Meckenbeuren und dem Liederkranz Aulendorf, Ehrenpräsident des Oberschwäbischen Chorverbandes, sämtliche Ehrungen, die der Schwäbische und Deutsche Chorverband zu vergeben hat und die Verleihung des Bundesverdienstkreuzes im Jahr 1996 sind Beispiele dafür. Das Chorwesen in Oberschwaben  verliert mit Alfred Gresser nicht nur einen vorbildlichen Förderer sondern auch einen liebenswerten, auch  schwierigen Situationen  gewachsenen Menschen mit beispielhaftem Lebensmut und Lebensfreude.

Klaus Haid, 15. Mrz 2013, Gaue und Verbände, Oberschwäbischer Chorverband, Singen und Stimme, Kommentare per Feed RSS 2.0, Kommentare geschlossen.

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